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Hundeforum Der Hund
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All you can eat bei traumatisiertem Hund

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Ich habe vor Jahren eine 15 Jahre alte stark unterernährte Hündin übernommen, die auch total gierig war - verständlicherweise. Ich habe ihr in Absprache mit dem TA  während der Päppelphase 3 Mahlzeiten tgl. gegeben, und ich habe ihr einen Antischlingnapf gekauft, damit sie gezwungen war, in einigermaßen vernünftigem Tempo zu fressen. 

Während ich das Futter richtete, speichelte sie, daneben sitzend, so, dass man aufpassen musste, in dem "See" nicht auszurutschen. 

Das ganze fing meiner Erinnerung nach ungefähr nach einem halben Jahr an, sich zu legen. Irgendwann fraß sie normal.

Balena dagegen, von der ich nicht weiß, ob sie eine solche Erfahrung hinter sich hat und die völlig verfettet (zweifellos auf Kosten ihrer Mitbewohner) aus einem italienischen Canile kam, lebt jetzt schon rd. 1 1/2 Jahre hier, musste hier natürlich abspecken und ist ewig hungrig und verfressen wie am ersten Tag. Bei ihr wird sich das, fürchte ich, nicht mehr ändern.

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Ich habe auch so eine Kandidatin hier die am Anfang völlig ausgeflippt ist wenn ich was gegessen habe.

Das hat sich aber nach ein paar Tagen gegeben.

 

 

Satt fressen lassen funktioniert bei solchen Hunden nicht und ist lebensgefährlich.

Ich würde Dose oder frisch füttern und ordentlich Gemüse, Reis, ect. ergänzen.

Füttern 3x / Tag.

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Lebensgefährlich! Auf keinen Fall mit Trockenfutter! Der Magen kann reißen, die Speiseröhre volllaufen wenn es aufquillt und Futter in die Lunge laufen... 

Lieber öfter am Tag füttern wie @Wilde Meute schon geschrieben hat

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Das mit den drei Mahlzeiten, so wie @fritzthecat  es gemacht hat, habe ich bei meinen Hunden auch gemacht. Wenn zwischen den Mahlzeiten nicht so viel Zeit liegt, man also zusätzlich zu morgens und abends noch eine mittags- oder Nachmittagsmahlzeit einbaut, kommt gar nicht erst so riesiger Hunger auf, zumindest war das unsere Erfahrung. Und ich denke, bei euch wird es auch die Zeit machen, dass Taavis lernt, Futter geht hier nie aus und steht mir regelmäßig zur Verfügung.

Deshalb bringt es vielleicht auch noch was, wenn du jetzt am Anfang alle 4 Stunden und dann ziemlich nach einer bestimmten Uhrzeit fütterst, also sehr regelmäßig und kalkulierbar. :) 

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Also lieber regelmäßig kleine Mahlzeiten. Ich fütter eh zweimal am Tag, vielleicht gebe ich ihm mittags nochmal was zu knabbern oder so.

 

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Der Dicke bekommt immernoch aufgekochtes Trockengemüse zu seinem Futter, weil er zum dick werden neigt aber mit seiner normalen Portion nicht zufrieden ist. 

 

Vielleicht ist das auch eine Hilfe, ich weiß ja nicht wie sein Stoffwechsel aussieht.

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Ich fütter ihn ja schon roh, also viel Gemüse/Obst mit Wasser ist immer dabei

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Als ich das kleine Fusselchen besucht habe, bevor sie bei mir einzog, sprang sie über Tische und Bänke und landete mitten auf dem Kaffeetisch und biss herzhaft in den Kuchen. Ich hab sie trotzdem genommen. :D Zu Hause hat sie das tatsächlich nie gemacht. Also für einen neuen Hund würde ich das erstmal für normal halten, dass er alles haben will, was die Menschen auch haben.

Mein Rotti musste nie hungern und war auch zeitlebens so ein Vielfraß. Es gab fast nichts, was er nicht gefressen hätte und davon auch Unmengen. Einmal gab es ein Missverständnis. Ich war mit Hund und damaligem Freund bei einer Geburtstagsparty. Da ich mir dachte, es wird bestimmt spät, bis wir nach Hause kommen, hatte ich den Hund schon vorher gefüttert. Das wusste aber mein Freund nicht. Auf der Party hat er allerlei abgestaubt (ich erinnere mich noch an mindestens ein großes Stück Pizza). Mein Freund wollte dann nach Hause und nahm den Hund mit, ich blieb noch etwas länger. Da er ja nicht wusste, dass mein Hund schon gefressen hat, bekam er dann nochmal die übliche Portion. Als ich nach Hause kam, wunderte ich mich, wieso der Hund so kugelrund auf dem Rücken liegt und sich nicht rührt. Tja.. der Bauch war wohl wirklich SEHR voll. Stehengelassen hat er nix. Lieber war ihm schlecht... ^^ Es gibt wirklich so verfressene Köterchen. Chicci hat das auch in Ansätzen, leider ist sie sehr wählerisch bei dem, was sie frisst. Aber ihr heißgeliebtes Trockenfutter, das es hier ja auch monatelang wegen Magen-Darm nicht gegeben hat, schlingt sie runter, wie nix.

Ich würde mir da echt keine Gedanken machen. Manche sind eben so, auch ganz ohne schlechte Vorerfahrungen. Fütter einfach weiter, wie bisher und gut ist's. Wenn er das Schlingen verträgt und keinen Schluckauf nach dem Essen hat oder das Futter wieder vorwürgt, ist Schlingen doch eigentlich auch nicht so wild. Kannst ja sicherheitshalber mal beim Tierarzt nachfragen, ob das bedenklich ist.

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Ich würde sogar 5-6 mal am Tag füttern, hab ich mit Sikari Hungerhaken auch so gemacht am Anfang. Das war das einzige, was ihr geholfen hat, immer ein bißchen was im Magen zu haben.
Aber ich habe kein TF gefüttert, nur frische Sachen.

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Um alles in der Welt versuchen ans Essen zu kommen war hier auch ein Thema. Jetzt noch muss ich alles wegschließen, was ansatzweise Nahrung sein könnte, wenn ich gehe. 

Ich würde empfehlen (ja, da gibt es jetzt sicher wieder Gegenmeinungen, aber es geht hier nicht um einen behütet aufgewachsenen Hund): Ganz klar trennen zwischen Hunde- und Menschenessen. Sonst kommt er nie zur Ruhe, wenn Menschen essen, evtl vorhaben zu essen etc. 

Zu anderen Zeiten füttern als man selbst isst (ich hab immer vorher gefüttert) und klare Abläufe. Femo hat das dann bald verstanden: Erst bekommt er ausreichend(!) viel Futter, dann esse ich und er darf unterm Tisch liegen (von dem nie etwas runterfiel!!!).

Später kann man das ja wieder ein bisschen aufheben (je nach Hund). 

 

Ich hab übrigens bei jedem Versuch auf Tische o.ä. zu springen, passiv geblockt und ruhig Nein gesagt. Dann untern Tisch geschickt und ein Leckerli hingeworfen (nur bis er das verstanden hatte). Ich hab auch drauf geachtet, dass in den ersten Wochen immer alles außer Reichweite stand.

 

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