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Qualzuchten - Beliebte Rassen

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Interessant, welche Rassen in diesem Artikel als Qualzucht eingestuft werden:

https://partner-hund.de/qualzucht-bei-hunden-10-hunderassen-die-leiden-muessen

 

Australian Shepherd, Französische Bulldogge, Chihuahua, Mops, Dackel, Deutscher Schäferhund, Rhodesian Ridgeback, Shar Pei und andere Faltenhunde, Nackt- und Schopfhunde, Teacup Hunde. 

Bei manchen wird man sich wohl weitgehend einig sein, bei anderen sind bestimmt einige "dagegen".

Ich find die Aufzählung sehr gut, der Begriff "Qualzucht" sollte meiner Meinung nach schon sehr eng ausgelegt werden.

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vor allem die Teacup-Hunde, sowas von pervers

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Wirklich verrückt, was die Leute so alles "schön" finden. :(

Der Artikel bleibt aber mal wieder sehr an der Oberfläche. Ist ja nicht so, dass nur die Doppelmerle Probleme hätten. Auch die einfach gemerlten können unter den Folgen des Merlewahnsinns leiden. So völlig unnötig.. Ein guter Hund hat keine Farbe. Schon gar keine gemerlt-getupfte.

Ich weiß immer nicht, was ich schlimmer finde - so Leute, die ganz offensichtliche Probleme schönreden und/oder ignorieren, wie dass die Kurznasen einfach keine Luft bekommen (neulich erst wieder in live erlebt, ein Mops-Mix, den ich ab und zu treffe schnorchelt auch so furchtbar, schon ganz ohne Anstrengung) oder diejenigen, die die weniger offensichtlichen Probleme einfach als nicht existent betrachten (so wie z.B. die Merle-Fraktion halt... natüüüürlich sind alle einfach gemerlten immer gesund und haben nie Probleme, die nicht hätten sein müssen, hätte man einfach keine Gendefektfarbe gezüchtet).

Ist nicht das Wichtigste, dass der Hund, den man sich aussucht, gesund ist und das für möglichst lange Zeit? Ich versteh die Leute nicht, die unbedingt genau das Gegenteil einer funktionalen Körperform oder absolut unnötige Farben haben wollen. Ich könnte nicht mit einem Hund zusammenleben, dem ich jeden einzelnen Tag ansehe, dass er leidet. :(

Den Trend, kompatiblere Haushunde zu züchten, gibt es ja auch bei Huskies schon lange und auch da fällt für mich so einiges unter Qualzucht. Es gibt die mit mega kurzen Beinchen, wo der Rücken durchhängt und man schon einen Hexenschuss nur vom Zusehen bekommt. Wird dann mit "Showzucht" erklärt und das muss halt so.. was soll man denn mit Sibsen, die laufen? *sigh* Immer mehr Fell, immer weniger Bein, immer kürzere Schnuten - alles leider auch beim Sibirier nicht neu. Mit ein Grund, warum meine von so weit her kommen. Da hat man auch Fehler gemacht, aber schon vor 40 Jahren erkannt, dass es in die falsche Richtung geht und so gegengesteuert, dass man in der Regel bei den Amis auch die Showhunde in funktional und gesund bekommt. Die sehen da völlig anders aus, als die verkorksten Showplüschis, die man hier meistens sieht. Und noch schlimmer sind natürlich die Kleinanzeigen-Hunde "aus liebevoller Familienaufzucht" mit Wooly Coat als erklärtem "Zuchtziel", weil Langhaarhuskies ja sooo niedlich sind. Dass die aber das schlimmste Fell haben, das überhaupt nur denkbar ist (lange Unterwolle, kein Deckhaar - wirklich zum Verzweifeln, wenn man so einen mal in live gesehen hat und sich mich dem Besitzer über die tägliche Fellpflege unterhält), ist egal, hauptsache niedlich. Woolies kommen immer mal wieder in ansonsten normalen Würfen vor und sind seit jeher in allen Verbänden von der Zucht ausgeschlossen. Sinnvollerweisen.

Daneben schaue ich mich ja nach einem Rotti um, aber was ich da so sehe.. da stehen mir auch die Haare zu Berge. Wozu braucht ein Rotti eine Knautschnase? Und das beobachte ich auf den Ausstellungen inzwischen seit Jahren. Wird immer schlimmer. Ich grusel mich immer, was für Hunde da die Preise abräumen... Viel zu schwer, viel zu kurzbeinig und auch hier wird die Schnute immer kürzer und knautschiger... Keine Ahnung, warum man offenbar alle Rassen so verunstalten muss.

Btw.: Ich wollte ja eigentlich gar keinen Husky haben, und wenn überhaupt, dann einen roten. Nunja.. nun habe ich schon nummer drei und ein roter war noch nicht dabei. Man kann halt auch einfach mal Abstriche machen, wenn man dafür statt der gewünschten Farbe einen gesünderen (hoffentlich zumindest) Hund bekommt.

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vor 14 Minuten schrieb KuK:

Die Formulierungen einzelner Abschnitte sind aber Bull$#!+. Nicht der Australian Sheperd hat blaue Augen und gesprenkeltes Fell, sondern nur die mit Merle-Gen. Und nicht der Deutsche Schäferhund hat Hüftdysplasie, sondern die überzüchteten Fließheck-Schäfis haben ein hohes HD-Risiko. 
 

Solche (vor allem definitiv falschen) Pauschalisierungen sind nicht unbedingt zielführend, wenn man die Leute erreichen will. 


Nein, es sind nicht nur die Fließheck-Schäfis. Das ist ja das Schlimme. Meine Familie hatte NIE so einen Froschhund (O-Ton meiner Verwandtschaft), weil die das schon immer hässlich fanden und dennoch sind sie uns ausnahmslos ALLE an kaputten Hüften/kaputtem Rücken eingegangen (eine hatte zusätzlich auch noch Herzprobleme). Jedes Mal wieder. Mit spätestens 9 Jahren waren die total kaputt und nur noch mit starken Schmerzmitteln ein paar Monate bis wenige Jahre am Leben zu erhalten. Der älteste unserer Familien-Schäfer ist glaube ich 11 Jahre geworden, aber da auch schon lange nur noch auf Schmerzmitteln. Gerader Rücken = gesunder Hund ist leider ein absoluter Trugschluss. :(

Ansonsten auch ganz meine Meinung, der Artikel geht null in die Tiefe und ist nicht besonders informativ. Ich glaube auch nicht, dass viele z.B. die Merleproblematik nicht kennen (wie im Artikel behauptet), das wird nur einfach ignoriert, weil man unbedingt so einen getupften Hund haben will.

Hier finde ich auch gerade bei den Kleinanzeigen-Hunden immer wieder eine wichtige Frage - was passiert denn mit den nicht-gemerlten aus dem Wurf? Ist ja doch eher unwahrscheinlich, dass bei einer heterozygoten Verpaarung nur gemerlte fallen. Bei den Rassen, wo das vorkommt, sehe ich aber überwiegend die gemerlten und sehr wenige normalfarbige. Meine Theorie ist: Entweder werden doch häufig zwei Merleträger verpaart und die doppelt gemerlten dann in aller Stille irgendwo entsorgt. Oder man verpaart zwar so, dass nur einfach gemerlte herauskommen, entsorgt dann aber die normalfarbigen (wäre in Summe aber das schlechtere Geschäft, wenn sich die Welpen an Mendel halten). Genauso mit den nicht-blauäugigen Husky-Welpen aus den Kleinanzeigen... 

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vor 22 Minuten schrieb KuK:

Die Formulierungen einzelner Abschnitte sind aber Bull$#!+. Nicht der Australian Sheperd hat blaue Augen und gesprenkeltes Fell, sondern nur die mit Merle-Gen. Und nicht der Deutsche Schäferhund hat Hüftdysplasie, sondern die überzüchteten Fließheck-Schäfis haben ein hohes HD-Risiko. 
 

Solche (vor allem definitiv falschen) Pauschalisierungen sind nicht unbedingt zielführend, wenn man die Leute erreichen will. 

 

Sehe ich ähnlich.

Der RR als "Qualzucht"? Quatsch. Naja, wenn man den Ridge an sich pauschal als krankmachend beschreibt... Das Thema hatten der TE und ich hier schon mal ausführlicher.

Und der Deutsche Schäferhund.... da liegt sicherlich noch viel Potential in der (offenbar aber nicht gewünschten) Verbesserung der Zuchtkriterien.

Wohl aber ist es nicht so, dass die DSHs reihenweise das Zeitliche segnen bevor sie 10 werden können. Meine DSH hatte auch eine schlechte Hüfte, wir haben auch viel Geld beim TA gelassen. Aber Jolly wurde 14,5 Jahre alt.

 

Erschreckend, welchen schlecht recherchierten Unsinn Presseorgane mit einschlägigem Anspruch in die Welt setzen.

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vor 36 Minuten schrieb Ivy:

Daneben schaue ich mich ja nach einem Rotti um, aber was ich da so sehe.. da stehen mir auch die Haare zu Berge. Wozu braucht ein Rotti eine Knautschnase? Und das beobachte ich auf den Ausstellungen inzwischen seit Jahren. Wird immer schlimmer. Ich grusel mich immer, was für Hunde da die Preise abräumen... Viel zu schwer, viel zu kurzbeinig und auch hier wird die Schnute immer kürzer und knautschiger... Keine Ahnung, warum man offenbar alle Rassen so verunstalten muss.

Da hat der ADRK aber inzwischen  mit einer Änderung des Standards gegengesteuert. 

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vor 39 Minuten schrieb Ivy:

Gerader Rücken = gesunder Hund ist leider ein absoluter Trugschluss.

 

Diesen Umkehrschluss wollte ich damit auch nicht ziehen. Aber HD ist halt kein grundsätzliches Problem der gesamten Rasse oder zwingende Folge der Zuchtziele bei verantwortungsvoller Auslegung des Rassestandards (d.h. z.B. den Abschnitt zum Gangwerk im FCI-Standard höher zu gewichten als den zur Oberlinie). Und der DSH insgesamt ist ja sogar trotz der "Froschhunde" längst nicht Spitzenreiter bei der HD und dieses Kriterium deshalb nicht das Merkmal, das viele DSH-Zuchtlinien tatsächlich zur Qualzucht macht. So ein Sprungschanzen-Schäfi kann/könnte ja selbst ohne HD nicht vernünftig laufen (tatsächlich wird die in dem Artikel ja auch nur als Beispiel für Erkrankungen des Bewegungsapparats angeführt).

 

HD ist ein allgemeines Problem und m.M.n. unabhängig von bei bestimmten Rassen verfolgten Qualzucht-Merkmalen zu betrachten (und zudem ja tatsächlich rückläufig, weil das Problem erkannt wurde und inzwischen wohl nicht nur bei verantwortungsvollen Züchtern berücksichtigt wird sondern auch ein gewisser Druck aus dem "Markt" da ist).

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Im übrigen finde ich die Ignoranz der Käufer fast schlimmer als die Skrupellosigkeit der einschlägigen Züchter. Denn die Nachfrage hält ja das Geschäft am laufen.

Ich stand mal mit einer anderen Hundehalterin zusammen und wir ratschten ein wenig über unsere Hunde, ein French-Bully-Halter gesellte sich dazu, und als mich erstere nach dem Alter meines zu der Zeit ältesten Hundes fragte und ich es nannte (es war nichts Extremes, 12 oder 14 oder so), sagte der FB-Halter mit großer Selbstverständlichkeit, als sei das ein Fakt und habe auch seine Richtigkeit so: "Ja, sind halt Mischlinge. Rassehunde werden nicht so alt." Mir fiel dazu nichts Druckreifes ein.  

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vor 44 Minuten schrieb Ivy:


Hier finde ich auch gerade bei den Kleinanzeigen-Hunden immer wieder eine wichtige Frage - was passiert denn mit den nicht-gemerlten aus dem Wurf? Ist ja doch eher unwahrscheinlich, dass bei einer heterozygoten Verpaarung nur gemerlte fallen.

 

Das ist ganz einfach. Also - ich gehe jetzt von einer kriminellen Hundevermehrung aus, die gezielt Merle-Hunde verkauft, nicht von Züchtern oder Hobby-Züchtern die generell eigentlich ihre Hunde gerne haben und - abgesehen von Dummheit - keine kriminellen Ambitionen haben.

 

Also, einfachste Methode einen 100% Merle-Wurf zu bekommen:

ich nehmen einen "irgendwas"-farbigen Hund und verpaare ihn mit einem Doppel-Merle Hund. Zack - ausschließlich Merle, und ALLE sind single-Merle, denn der Doppelmerle-Elternteil vererbt garantiert sein Merle-Gen.

 

Simpel ;)😕

 

Das "Knautschnasen"-Problem gibt es auch bei den Retrievern (Labbi und Golden vor allem). Die werden immer bulliger, der Fang kürzer, der Stop tiefer. Ich bin mir nicht sicher ob das rückläufig ist - inzwischen sehe ich vermehrt gerade Goldies mit weniger detschiger Nase, eher einer graden, Setter-ähnlichen Kopkonstruktion. Auch die zwei Rottis hier in der Gegend sind eher glattgesichtig, aber ich weiß dass sie da eher ne Ausnahme sind. Vielleicht sind sie auch gar nicht reinrassig, kann ich nicht sagen.

 

 

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