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Hundeforum Der Hund
Loui2018

Hund lässt keine hunde zu mir

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Hallo,
mein Rüde ist 1;7 Monate und ein bordercolli mix.
Er ist sehr aufgeweckt, intelligent und ein richtiges Energiebündel.
Ich bin direkt von Anfang an in eine Hundeschule gegangen, damit er gut sozialisiert wird und mir ist der Kontakt mit anderen Hunden sehr wichtig.
Bis heute besuche ich mit ihm regelmäßig die Hundeschule. (Agility, Unterordnung und Mantraining)
Er hat sich immer gut mit allen Hunden verstanden egal ob groß, klein, männchen, weibchen, kastriert oder unkastriert.
Jedenfalls war anfangs alles gut und ich habe darauf geachtet das er sich an alle Geräusche gewöhnt und habe ihn sehr oft mitgenommen (zum Bäcker, Baumarkt, Restaurant) und so weiter. Mit ca 5-6 Monaten fing er an vor sämtlichen Sachen Angst zu bekommen (Dinge die sich bewegt haben wie zum Beispiel ein Sonnenschirm oder sowas) vor Geräuschen sämtlicher Art die er eigentlich schon kannte. 
Mit und mit wurde er immer unsicherer und ängstlicher, wo wir jedoch immer dran gearbeitet haben. Also wenn er Angst hatte haben wir ihn langsam wieder herangeführt was auch sehr gut funktioniert hat.
Mit 1 Jahr ca hatte er teilweise heftige Panikattacken die wie aus dem nichts auftraten. Dies haben wir jedoch auch gut unter Kontrolle bekommen.
Jetzt spielen die Hormone verrückt und er war ständig am auslaufen und hing allen Hunden nur am Hinterteil, leckte den Boden ab wenn dort eine Hündin war und hatte immer dieses starke klappern im Kiefer wenn er eine Hündin gerochen hat.
Meine Tierärztin empfahl mir den Kastrationschip, da er sehr unsicher war und sie mir berichtete das man unsichere Rüden nicht kastrieren sollte, da die Unsicherheit sonst noch extremer werden könnte. wir haben uns erstmal dagegen entschieden und wollten es so probieren.
Vor ca. 3 Monaten bemerkte ich, dass er mir auf Schritt und Tritt folgt, egal ob drinnen oder draußen. Es begann damit, das er mir in der Wohnung ständig hinterher gelaufen ist. Er hörte sogar auf zu fressen wenn ich aus dem Raum ging. Dies steigerte sich immer mehr. 
Wenn ich in einen Raum gehe und die Türe schließe fängt er an zu jammern.
Im Auto genau das gleiche, muss er warten und ich gehe macht er ein Riesen Theater und bellt wie ein bekloppter.
Draußen erlebe ich ihn unterschiedlich. Wenn uns Menschen entgegenkommen reagiert er Mal entspannt mal total aufgeregt mal ziemlich unsicher. Meist rennt er zu den Leuten hin und bellt diese erstmal an und stellt die Nackenhaare. Wenn er das getan hat ist wieder alles gut.
Er lässt sich jedoch super abrufen und hört sehr gut, weswegen dies noch gut händelbar ist. Im Freien versteht er sich mit allen Hunden und will immer mit diesen Spielen.
Jetzt seit neustem haben wir das größte Problem in der Hundeschule. 
Ich bemerke, wie mein Hund anfängt mich zu hüten (vermute ich) und er dreht nur noch Kreise um mich und pöbelt die anderen Hunde an in dem er diese ziemlich anknurrt und auf Abstand halten will. Wenn er pöbelt und die Hunde trotzdem näher kommen verkriecht er sich zwischen meinen Beinen und sucht Schutz.
Rüden dürfen nicht zu mir kommen dann flippt er total aus, Weibchen sind egal.
Er pöbelt die Hunde so an das die Situation irgendwann eskaliert. Es sind keine großen Beißereien aber die haben sich dann erstmal in der Wolle.
Vor ca 2 Wochen haben wir uns dann doch für den Kastrationschip entschieden, da wir dachten es wäre angenehmer mit ihm zu arbeiten wenn ein Trieb „weg“ ist.
Jetzt arbeite ich gegen den Hütetrieb mir gegenüber an und er hat aus meiner Sicht einen starken kontrollzwang, er muss immer wissen was ich mache und mich sehen. Wenn ich ihn irgendwo anbinde und mich 2 Meter entferne ist schon ein Riesen Gejammer und gebelle an der Leine.
Bei meinem Freund macht er die ganzen Sachen nicht, seine Bezugspersonen bin auf jedenfall ich und er wir haben eine sehr starke Bindung zu einander.
Jedoch weiß ich langsam nicht mehr was ich tun soll, wenn er die anderen Hunde so anpöbelt und immer nur um mich rumläuft und auch mal Hunde angreift wenn diese mir zu nahe kommen. Er lässt sich in dieser Situation durch nichts ablenken er ist dann so in seinem Knurren drin das er alles andere ausschließt. Für ihn zählt nur noch da ist ein rüde den muss ich auf Abstand halten.
Jedoch ist dies nicht bei allen Rüden so. Kastriert oder unkastriert spielt keine Rolle. Ich weiß auch nicht anhand was er sich die Hunde auswählt. 
Ich selber werde somit auch unruhig wenn wir zur hundeschule gehen, da ich immer im Hinterkopf habe das es wieder eskalieren könnte. Dies merkt er wahrscheinlich auch...
Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich wie ich das ganze unter Kontrolle bekommen kann.D31DA9A8-3BD9-46FD-B386-1C052EF1523A.jpeg.d0d0d087ed3005c3e679391e2b2311e0.jpeg

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Was sagt den der Trainer in der Huschu zu seinem Verhalten?  

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@schlenki2 sie sagt das er halt sehr auf mich bezogen ist und nur Augen für mich hat. Ich soll ihm zeigen das er mich nicht hüten muss und hat mir Tipps gegeben wie ich schonmal zu Hause vorgehen soll. Wie zum Beispiel auf seinen Platz legen und er muss dort liegen bleiben oder ich gehe erst aus der Haustüre dann der Hund. Damit er sieht das es keinen Grund gibt mir die ganze Zeit hinterher zu laufen

 

gegen die Pöbelei in der Hundeschule sind wir noch auf der Suche nach etwas um ihn aus diesem Verhalten heraus zu holen. Sie sagt wir müssen irgendwas finden was ihn kurz ablenkt damit ich ihm dann ein klares Kommando geben kann.

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Habt ihr mal ein großes Blutbild machen lassen  -

Stichwort Schilddrüse?

 

Vom Kastrachip und Kastration würde ich völlig absehen, auch ein Chip macht unsicherer und der Hund ist auch noch voll in der Pubertät. Dass die Tierärztin dazu rät spricht nicht gerade für sie. 

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@Wilde Meute nein, aber wenn dies Anzeichen für eine Fehlfunktion sind dann werde ich das mal abklären lassen 

 

die Tierärztin sagte auch das durch den Chip die Unsicherheit verstärkt werden könnte. 
Wir haben bis jetzt gute Erfahrung mit dem Chip, würden ihn jedoch nicht nochmal setzen lassen.

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Das erinnert mich extrem an meine Hündin mit gut einem Jahr :ph34r: Bis auf den Faktor "männlich" hatten wir das auch alles. Ich hab ab dem Punkt komplett aufgehört "herumzuerziehen" oder irgendwelche Kommandos zu üben. Wir haben Hundeschule sehr stark zurück gefahren und waren teilweise auch einige Monate nicht da. Und wenn dann nur zum Beschäftigungsprogramm wie "Appotieren" oder "Longieren". Ich hab einfach alles sehr runtergefahren, aber dafür sehr viel gemeinsam gemacht. Nicht zu verwechseln mit Ruhe, aber unsere Spaziergänge habe ich mit viel "wir" verbracht. Mal Leckerchen versteckt, in übersichtlichen Flächen viel Freilauf, mit ab und zu apportieren, Leckerchen-Suche und gemeinsamen erkunden. "Guck mal da kann man drauf springen und sogar lang laufen. Und da sogar drüber weg. Mach mal Hop."

Problematik mit anderen Hunden: Herzlichen Glückwunsch dein Hund wird erwachsen. Ab einem gewissen Alter ist es völlig normale, dass man nicht mehr jeden super und toll findet. Auch nicht die von früher. Da ist es wichtig auf ganz viel Körpersprache zu achten. Sowohl die des eigenen Hundes, als auch die des Gegenübers. Wenn ihr schon von weitem fixiert werdet, lass es sein. Fixieren muss da auch nicht mit "Schleichgang" einhergehen. Es gitb noch mehr Anzeichen, aber die sind je nach Hund verschieden.

Bei uns sind es vorwiegend kleine Hunde (die haben allerdings bei uns etwas mit schlechten Erfahrungen zu tun und werden leider aggressiv angegangen), stürmische Junghunde oder massiv beschwichtigende Hunde (Siehe Thema: Fiddel), die eben durch anspielen beschwichtigen, sowieso Hunde denen wir vorher noch nicht begegnet sind (die werden auch aus der Ferne durchaus angebellt).  Die werden, so wie du beschreibst, eben blöde angegangen, so dass das für einen selber echt unangenehm ist (Steh da in Zukunft drüber, wenn es passiert, aber versuch es zu vermeiden. Das übt sich recht schnell), weil man schnell den "bösen unverträglichen Hund" hat. Du weißt, dass das nicht so ist. Und die Halter der Hundekumpel ja auch :).

 

Bezüglich der Trennungsangst, was du als hüten bezeichnest: Das hatte ich in dieser Form nicht. Bei uns beschränkte sich das aufs komplette weggehen. Zu dem Zeitpunkt war es mir zum Glück möglich das komplett zu vermeiden. Entweder durch Betreuung, oder Hund mitnehmen, oder Hund mitnehmen Freund geht einkaufen und ich bleibe beim Hund.

Letzten Endes stellte sich nach einem Umzug heraus, dass unsere Hündin einfach nur massiv verunsichert war, weil sie die Wohnung bewacht hat. Wir haben in einem Mehrfamilienhaus gewohnt, wo eine Dame über uns täglich Besuch von ihrer Tochter bekam, die auch massiv die Tür zuschlug. Nach beiden Umzügen in Einfamilienhäuser hatte sich das Problem komplett erledigt und sie konnte komplett alleine bleiben. Ohne Betreuung und ohne alles. Sie meldet, was meldenswürdig ist und entspannt dannach im Sofa oder Bett.

Manchmal sind die Standart-Gründe und Tipps von Hundetrainern leider nur Floskeln und schwierig im Bezug auf Einzelfälle. Ich würde da mal ganzheitlich gucken, weil Hütehunde gerne mal den ein oder anderen "verrückteren" Grund für kreative Verhaltensweisen haben.

 

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vor 30 Minuten schrieb Loui2018:

@Wilde Meute nein, aber wenn dies Anzeichen für eine Fehlfunktion sind dann werde ich das mal abklären lassen 

 

Ich bin jetzt nicht ganz durchgestiegen welche Probleme noch aktuell sind.

Geräuschangst?

Panik Attacken?

Nicht alleine bleiben können?

 

 

Nach 2 Wochen kann man noch nicht allzu  viel zu dem Chip sagen. Auch nicht über die Langzeitwirkung auf sein Verhalten. 

 

Mein Rüde hat bei den Vorbesitzern auch 2x den 6 Monats Chip bekommen.

Er ist ein recht unsicherer Rüde da er nie wirklich erwachsen werden konnte. 

Mit genügend Hormonen in dieser wichtigen Zeit hätte er sich sicherlich besser entwickeln können. 

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vor 6 Stunden schrieb Loui2018:

Ich bemerke, wie mein Hund anfängt mich zu hüten (vermute ich) und er dreht nur noch Kreise um mich und pöbelt die anderen Hunde an in dem er diese ziemlich anknurrt und auf Abstand halten will. Wenn er pöbelt und die Hunde trotzdem näher kommen verkriecht er sich zwischen meinen Beinen und sucht Schutz.
Rüden dürfen nicht zu mir kommen dann flippt er total aus, Weibchen sind egal.

Hört sich nur bedingt nach Hüten (ein BC jagt, wenn er hütet) und viel mehr nach Stress/Übersprung und Konkurrenzverhalten an. Ich würde keine Gruppenstunden mehr mit ihm machen , sehr auf verlässliche Routinen achten und das alleinebleiben komplett neu aufbauen. Macht ihr sowas wie konditionierte Entspannung?

Wäre einen Versuch wert.

Das Agility würde ich knallhart abbrechen, fokussiertere Arbeit ist besser für seine Nerven (und seinen Bewegungsapparat, der hoffentlich auch eingehend untersucht wurde).

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Ich würde mit Border-Collie-erfahrenen Trainern Kontakt aufnehmen.

https://www.abcdev.de/

 

Es liest sich für mich so, als ob Dein Hund sich in (für ihn) stressigen Situationen

in Hütehund-typische Verhaltensweisen flüchtet, und sich, auch Hütehund-typisch,

eine für uns nicht so prickelnd erscheinende Aufgabe selbst verordnet hat,

indem er andere Hunde von Dir fernhält und Dich umkreist.

 

Ich würde jetzt gar nicht an Kastration denken, weil das Problem

aus meiner Sicht nichts mit über triebener Hormonausschüttung zu tun hat.

 

Inwieweit Euer scheinbar sehr enges Verhältnis Deinen Hund zu befremdlichem

Verhalten inspiriert hat, kann man aus der Distanz natürlich nicht beurteilen.

 

Möglicherweise braucht Dein Hund eine Aufgabe bei der er die in BCs angelegten

Verhaltensweisen, wie das Umkreisen, den Kontrollzwang, auch eine für die Arbeit nötige Aggression,

kontrolliert ausleben kann.

 

Viel Erfolg bei der Wahrheitsfindung!

 

 

 

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vor 1 Stunde schrieb KäptnKörk:

 

Inwieweit Euer scheinbar sehr enges Verhältnis Deinen Hund zu befremdlichem

Verhalten inspiriert hat, kann man aus der Distanz natürlich nicht beurteilen.

 

 

 

 

 

...scheinbar....

 

Es kann sein, dass das Verhältnis nur eng wirkt, weil er dich so kontrolliert. Das ist aber purer Stress für den Hund.

Ich würde erstmal auch versuchen, sehr viel mehr Ruhe reinzubringen. Nichts, was hochpuscht, wie Agility. Nichts trainieren.

Ich bin immer die, die in solchen Fällen rät, einfach nur spazieren zu gehen. Den Hund laufen lassen. Wenig rufen.  Nicht unentwegt durch Üben auf sich beziehen. Wichtig ist, sich möglichst immer zu bewegen. Und Zeigen und Benennen. Dann weitergehen.

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