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Hundeforum Der Hund
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älterer Hund kann man im Alter Verhaltensweise ändern?

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Guten Tag,

bin neu im Forum, viele Grüße an alle.

Ich habe einen ca. 10-12 alten ehemaligen Strassenhmischlingshund aus Spanien.

Mein Mann hat sich von mir getrennt und ich muss den Hund leider, leider abgeben.

Er war ca. 8 Jahre bei uns und ist ein sehr lieber und schöner Hund.

Ich muss jetzt viel arbeiten, muss vom eigenen Haus in eine Wohnung umziehen und es ist mir nach langer Planung leider nicht möglich geworden, ihn zu behalten.

Er ist draußen ein sehr braver Hund. Er hört, wenn man ihn ruft ist freundlich zu anderen Hunden und lässt sich auf bellen oder knurren anderer Hunden nicht ein. Er läuft einfach weiter.

Zuhause hatten und haben wir ein Problem, das wir leider bisher nicht beseitigt haben (lag an uns, wahrscheinlich). Andede anfängliche Probleme wie, Farradfarer und Autos verfolgen usw. konnten wir beseitigen.

Meine Hundesitterin sagt, er sei ein ausgesprochener "Territorium-Hund". Er bellt, wenn es klingelt und (nur) bei Postboten und Handwerkern bellt er ausgesprochen agressiv und knurrt.

Da kommt er dann in einem Zimmer. Bei normalem Besuch kommt es darauf an, wie der Besuch damit umgeht. Menschen, die keine Angst haben kommen rein, begrüßen ihn und alles ist okay.

Jetzt das Problem: wenn er unter dem großen Esstisch sitzt und es bewegt jemand seine Füße oder Beine plötzlich, dann "knappt" er an die Füße, weshalb bei uns jeder Besuch seine Schuhe anbehalten darf.

Natürlich erschrecken auch jene, die ihn mögen und ihn kurz zuvor begrüßt und gestreichelt haben. Wenn ich in der Küche bin, macht er das Gleiche, wenn jemand zu mir kommt.

Um ihn abgeben zu können, möchte ich dieses Verhalten ändern. Meine Hundesitterin sagt, er sei zu alt um das erreichen zu können.

Was meint ihr? habt ihr schon eine solche Erfahrung gemacht?

 

Lieben Dank

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Natürlich kann man auch in dem Alter einen Hund noch erziehen.

Ist aufwändiger, als beim Junghund, aber geht.

 

Man kann aber auch schlicht und ergreifend bei einem solchen Fall zum Managemant über gehen (bzw einer Mischform aus Management und Erziehung) und dem Hund beibringen, dass er bei Besuch auf seinem Platz zu bleiben hat und am Besuch nichts verloren hat. Ein Hund, der Besucher in die Beine zwickt, hat halt einfach unterm Tisch nichts verloren, wenn Besuch dort sitzt.

 

Du hast es acht Jahre lang nicht geschafft, dem Hund beizubringen, sich in Gegenwart fremder Personen zu benehmen, zu glauben, du schaffst das jetzt in ein paar wochen, damit der Hund "abgabebereit" ist, ist naiv. Sei ehrlich zu den Leuten, sag was der Hund macht und dass man das Verhalten managen muss und gut ist. denn die Chancen, dass du das Verhalten aberzogen bekommst, sind eher gering. Was aber nicht am Alter des Hundes liegt, wie deine Dogsitterin behauptet.

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Vor allem kann es sein, dass jegliches Verhalten, das du abtrainiert hast im neuen Heim wieder auftritt. Leg die Karten auf den Tisch und erzähle die Wahrheit über den Hund, damit können die nächsten Halter am besten umgehen und sich bewusst für oder gegen den Hund entscheiden.

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Gibt es denn wirklich keine andere Möglichkeit, z.b. ein Dogsharing Modell? Ein alter Hund hat wenig Vermittlungschancen und ihm fällt die Umstellung meist schwerer.

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Vielen Dank zu euren Antworten.

 

Zu Helstyna und Brummkreisel : Wo steht in meinem Text, dass ich vorhabe so etwas zu verschweigen? solche Unterstellungen habe ich nicht nötig. Nie würde ich so etwas machen. Einen Hund abzugeben und das verschweigen, das würde bedeuten, dass ich meine Verantwortung weder spüre noch mich dem Problem stelle. Selbstverständlich werde ich das offen legen.Selbstverständlich. Gerade aus der Verantwortungs-Pflicht ! heraus, wollte ich mir fachlichen Rat holen und bezahlen, ein Training machen UND es selbstverständlich mitteilen. Alles andere ist Betrug und gefährlich.

Weiterhin: ich habe mehr Zeit als ein paar Wochen. Gott sei dank, darf ich noch länger als ein paar Wochen meinen Hund genießen. Dass ich das bisher nicht geschafft habe: Ja. Das ist uns leider nicht gut gelungen. Trotzdem, darauf zu hauen ist nicht notwendig. Macht ihr keine Fehler im Leben?

 

Zu gebemeinensefdazu: ich habe schon soviel probiert und nichts klappt. Leider. Vor allem finde ich keine bezahlbare Wohnung, die auch Tiere erlaubt. In einem Jahr habe ich eine gefunden, sie war zu teuer. Ich suche eine Wohnung mit Hund hier im Umkreis, damit ich mir den Hund mit meinem Sohn teilen kann. Dogsharing habe ich auch probiert. Abgesehen davon, dass ich niemand gefunden habe, ist es auch ein unsicherer Weg, wenn z.Bsp. die Person aus irgendeinem Grund nicht mehr kann. Danke für Deine Idee.

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Du schreibst dem Hund größere Vermittlungschancen zu, wenn er ein bestimmtes Verhalten nicht mehr zeigt. Dieses (und andere) kann jedoch wieder auftreten in der neuen Umgebung.

Es klingt wirklich so, als wenn du ihn schnell geradebiegen willst, damit er schnellstmöglich einen neuen Platz bekommt. Die Idee in allen Ehren, aber ich denke es ist unnötig. Deswegen sag was Sache ist, dann können die Halter sich drauf einstellen und selber trainieren oder managen.

 

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Wenn er von euch weg soll, würde ich ihn jetzt nach 8 Jahren der Gewohnheit nicht auf die Schnelle mit neuen Regeln bei dir zuhause überfordern.

 

Nach meiner Erfahrung sind viele Hunde nach einer Abgabe erst einmal total vorsichtig und verunsichert, was die neuen Menschen angeht. Das kommt mir wie eine Tür vor, die noch mal weit offen ist, um den Hund noch mal neu in ein anderes Leben einzuführen. Wenn neue Besitzer gut über deinen Hund und seine "Macken" informiert sind, können sie dann gleich ein paar freundliche Regeln einführen, die die Probleme etwas verhindern. Sie sollten das unbedingt wissen, damit er nicht sofort im Heim landet und dort wohl auch sterben muss. Ich würde auch eine Rückgabe bei Problemen anbieten.

 

Ich würde mir wegen des höheren Alters auch keine Sorgen machen, auch alte Hunde können noch lernen. Traurig ist es aber schon, wenn das wirklich sein muss, denn Hunde haben oft eine tiefe Bindung zum Halter, mal mehr, mal weniger. Einen Hund, der sehr auf seine Menschen fixiert ist, würde ich möglichst behalten oder ihn zumindest nicht in ein Tierheim geben sondern direkt zu neuen Besitzern, die sich mehr um ihn kümmern können als im Heim.

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Zur Frage:

Ich habe vor einem Jahr eine damals 9-jährige ehemalige Hofhündin aufgenommen. Dina hat die ersten 5 oder 6 Jahre ihres Lebens auf einem Bauernhof verbracht, dann eine Zeit im Tierheim, wurde dann wieder als überwiegend Hofhund vermittelt, wollte nicht draußen bleiben und hat sich einen Platz im Haus erkläfft, hat sich im Haus dann nicht benehmen können und angefangen ihre Familie zu terrorisieren, kam wieder ins Tierheim und ca zwei Jahre später zu mir, in eine Dachgeschosswohnung ohne Gartenzugang.

 

Ihr Benehmen im Haus war fürchterlich. Sie hatte keine Ahnung, wie Hund sich in einer Wohnung angemessen verhält, sie war unsicher mit Dingen, die für einen Wohnungshund völlig normal sind und sie hat die Neigung Entscheidungen über Bewegungen anderer Lebewesen zu treffen und mittels Festhalten am Arm durchzusetzen. Sie ist auch nach einem Jahr kein völlig unkomplizierter Hund aber sie hat alles Wichtige gelernt. Das mit dem Festhalten tritt nur in einer Situation noch manchmal auf (da fliegen ihr immer noch die Sicherungen raus, weil es eine Situation ist, in der ich es IMMER eilig habe. Wenn ich mit Zeit und Ruhe übe, ist alles fein, wenn der "Ernstfall" auftritt, ist meine Eile immer noch zu viel für sie - ich bleibe dran, die schafft auch das noch!) ansonsten ist sie ein ganz normaler wenn auch nervöser, hibbeliger Hund. Also ja: egal wie alt der Hund ist, man kann ihm noch alles mögliche beibringen.

 

Zur beschriebenen Problemsituation:

Wenn der Hund unter dem Tisch liegt und dann in Füße beißt, dann darf der Hund nicht mehr unter dem Tisch liegen. Hund liegt entspannt in seinem Korb, Menschen sitzen sicher am Tisch. Wenn du in der Küche hantierst, liegt der Hund entspannt in seinem Korb. Menschen kommen zu dir, Hund bleibt liegen. Was du also dem Hund beibringen kannst (und was die neuen Besitzer natürlich weiter üben müssen): den Hund auf seinen Platz schicken und nicht in Situationen rumliegen lassen, in denen es bekanntermaßen problematisch eng zugeht bzw. nicht in Situationen bringen, in denen er meint, Entscheidungen treffen zu müssen.

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vor 1 Stunde schrieb Aida2:

Wo steht in meinem Text, dass ich vorhabe so etwas zu verschweigen? solche Unterstellungen habe ich nicht nötig.

Und wo haben dir @Helfstyna und @Brummkreisel das unterstellt? Das haben sie mit keinem Wort. Sie haben dir nur geraten, statt hektischer kurzfristiger Umerziehungsversuche mögliche Interessenten einfach über dieses Problem zu informieren. Daran ist nichts falsch.

Und wie etliche meiner Vorschreiber schon geschrieben haben, ist dieses Problem ja nun wirklich relativ leicht zu beheben, indem der Hund einfach nicht mehr unterm Esstisch liegt, wenn Besuch da ist. Witzig, dass ihr anscheinend in 8 Jahren nicht auf diese Idee gekommen seid. 

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