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Hundeforum Der Hund
benno0815

Training / Management

Empfohlene Beiträge

In einer Diskussion habe ich eingeworfen, dass ich einen Unterschied zwischen Training und Management mache.

Ich würde das gerne mit euch diskutieren, aber losgelöst von dem Anlass hier. 🙂
 

Am 26.11.2019 um 23:06 schrieb benno0815:

Wenn Du das so möchtest, ist das völlig O.K., für mich als Trainerin ist das eben kein Training, sondern tatsächlich nur Management, für mich ist Alltag nie Training 😉
Training setzt für mich voraus, ich habe einen Plan, ich bereite mich vor, ich habe ein Ziel, ich weiß, mit welcher Methodik ich da ran gehe, ich organisiere eine Situation so, dass ich dem Hund möglichst optimale Bedingungen zu einem Lernerfolg anbieten kann. Das geht im Alltag nicht, wenn ich einfach nur spazieren gehe und auf unverhoffte und überraschende Situationen stoße, da bleibt dann eben nur Management.
Das nur zur Erklärung. 🙂

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Dann gibt es bei mir kein Training, ausser ein paar Trickchen, sondern nur Management.

Ich bereite keine 'Lektionen' vor, sondern schaue einfach was das Leben so bietet.

 

Natürlich bringe ich uns ab und zu in  Situationen, deren Bewältigung gelernt sein muss. Trublige Innenstadt, schwierige Wege etc, aber eben einfach im Alltag.

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vor 4 Minuten schrieb benno0815:

Das geht im Alltag nicht, wenn ich einfach nur spazieren gehe und auf unverhoffte und überraschende Situationen stoße, da bleibt dann eben nur Management.

 

Das eine schließt das andere doch nicht aus? Diese Aussage klingt für mich so, als würdest du auf dem Hundeplatz (zum Beispiel) trainieren und im Alltag managen. 

Ich bin jemand, der einfach nur spazieren geht und nicht extra zu einem bestimmten Ort/ Platz fährt/geht, um dort zu trainieren. Alltagssituationen empfinde ich als sehr gut, um etwas zu trainieren.

 

Bei Emma waren es z.B. Motorräder und Fahrräder. Und auch das "Stopp" bei Kaninchensicht hat sie während der Spaziergänge gelernt.

 

Management ist bei uns das Gehen an der Leine. Da gebe ich zu, dass ich immer nur kurzzeitig mal trainiert habe - eben weil sie meistens frei läuft. Wenn sie mal angeleint gehen muss, ist das wahrscheinlich Management.

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@Shyruka hatte hierzu einen interessanten Beitrag geschrieben:

Sie ist hier der Auffassung, dass man Training nur in gestellten Situationen im sicheren Umfeld auf dem Hundeplatz durchführt, und damit ja "ortsbezogen" lernt, d.h. im Alltag zeigt der Hund ein anderes Verhalten.

Weiter, dass Alltags-Situationen nicht gestellt werden können (siehe unten).

Hier möchte ich anmerken, dass genau das von vielen Hundeschulen in Einzeltrainings gemacht wird. Vielleicht kennen das einige gar nicht? Wir trainieren tatsächlich an genau diesen Baustellen, mit extra dafür bestellten Personen, Hunden, etc. um genau diese Situationen so gut wie möglich nachzustellen und dem Hund dabei ein optimales Umfeld anzubieten, um ihm die Möglichkeit zu geben, alternatives Verhalten einzuüben.

 

Am 27.11.2019 um 00:17 schrieb Shyruka:

Ich hab es ehrlich gesagt immer so aufgefasst, dass die expliziten Hundeschulstunden immer dazu da waren um dem Menschen zeigen zu können, wie er es richtig händelt. Und nicht damit der Hund eine gestellte Situation immer und immer wieder auf dem Platz durchführt. Daher kommen ja meistens auch Fehlverknüpfungen alá "Mein Hund kann alles auf dem Platz, aber nicht wenn wir normal unterwegs sind."

Letzten Endes geht das ja alles Hand in Hand. Aber die gestellten Situationen sind wie gesagt eher für den menschlichen langsam Denker (in Punkto Hunde reagieren und lernen schneller als Menschen), der erstmal überhaupt eine Methode gezeigt bekommen muss, die er sich dann Schritt für Schritt im gesicherten Umfeld erarbeiten kann. Ich bin auch der Auffassung das man Alltags-Situationen nicht stellen kann. Der Hund bekommt das mit, dass das eine gesonderte Situation ist, weil man selbst eine ganz andere Ausstrahlung hat. Das Training ist dann auch hier wieder, dem Menschen beizubringen, dass er diese Ausstrahlung der Sicherheit und Gelassenheit immer hat.

Meine Auffassung war eigentlich immer, dass Hundeschule für uns "dumme" Menschen ist und nie um dem Hund etwas beizubringen. Maximal eben zu Beschäftigen und eben ein Team werden :)

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Ich finde es tatsächlich besser, im Alltag zu 'trainieren'. Ich kenne einige Hunde, die 'auf dem Platz' perfekt sind und im Alltag - ähm - nicht.

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Ich mache diese strikte Trennung nicht. Ich seh da keinen Sinn dahinter. Für mich ist das alle s "wie gehe ich mit meinem Hund um".

 

Aber das hatte ich alles schonmal gesagt. ;)

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vor 4 Minuten schrieb benno0815:

Hier möchte ich anmerken, dass genau das von vielen Hundeschulen in Einzeltrainings gemacht wird. Vielleicht kennen das einige gar nicht? Wir trainieren tatsächlich an genau diesen Baustellen, mit extra dafür bestellten Personen, Hunden, etc. um genau diese Situationen so gut wie möglich nachzustellen und dem Hund dabei ein optimales Umfeld anzubieten, um ihm die Möglichkeit zu geben, alternatives Verhalten einzuüben.

 

Ich habe tatsächlich noch nie eine Hundeschule besucht. Daher kenne ich das "nur" von Videos oder von euren Erzählungen.

 

Diese nachgestellten Situationen sind wahrscheinlich gut zum trainieren. Aber: Nicht jeder hat eine gute Hundeschule vor der Haustüre. Und dann muss es eben anders gehen, nämlich im Alltag ohne gestellten Situationen.

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@benno0815 Danke, dass du darauf eingehst.

Ich bin aber auch bei diesen Einzelstunden der Auffassung, dass sie vor allem für den Menschen dienlich sind, um eben sicherer diese Situationen zu händeln. Wenn es so wäre, wie du beschreibst, dann würden viele Hunde ja nur gemanaged werden und gar nicht trainiert. Das ist aber nicht der Fall. Hunde können und lernen immer auch im Alltag. Dadurch entstehen durchaus auch Fehlverknüpfungen, das ist ganz normal. Nur in gestellten Situationen trainieren funktioniert ja gar nicht, dann müsste man ja nur stellen oder dem Hund sagen, dass er gerade nicht lernen soll. :think:

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vor 1 Minute schrieb Michelle003:

Ich mache diese strikte Trennung nicht. Ich seh da keinen Sinn dahinter. Für mich ist das alle s "wie gehe ich mit meinem Hund um".

 

Aber das hatte ich alles schonmal gesagt. ;)

 

Mh, einen Sinn sehe ich darin schon. Ich habe gerade ein Paar vor Augen, das wir kennen. Drei große Hunde, alle drei nicht erzogen - d.h. sie haben nie irgendwas trainiert. Sie managen ausschließlich und das ist wirklich eine Katastrophe: Drei Hunde von Welpenbeinen an gehabt und dank Nicht-Trainings geschafft, dass alle 3 aggressiv gegenüber Artgenossen sind. Das nenne ich mal gekonnt *Ironie*.

 

vor 17 Minuten schrieb benno0815:

Training setzt für mich voraus, ich habe einen Plan

 

So würde ich Training auch sehen. Irgendwie haben wir alle wahrscheinlich einen Plan (gehabt), als unsere Hunde zu uns zogen. Für mich gilt dann immer erstmal zu schauen: Wer ist dieser Hund? Wie verhält er sich? Wie reagiert er auf X, Y und Z? Was braucht der Hund? 

Und meistens muss ich dann meinen Plan A übern Haufen werfen und mir einen anderen überlegen - sprich: die Methodik, die Herangehensweise auf den Hund abstimmen.

 

Das passiert bei mir aber im Alltag.

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Management heißt für mich, ein Work-around um das Hundeverhalten zu finden, Training wäre für mich, der Versuch das Verhalten des Hundes so zu beeinflussen, dass er es ändert. Eine Schleppleine für einen Hund, der gerne jagt, in einem Gebiet mit viel Wald wäre für mich Management - der Versuch einen Rückruf zu etablieren Training. 

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