Jump to content
Hundeforum Der Hund
benno0815

Training / Management

Empfohlene Beiträge

vor 3 Minuten schrieb KleinEmma:

 

Das eine schließt das andere doch nicht aus? Diese Aussage klingt für mich so, als würdest du auf dem Hundeplatz (zum Beispiel) trainieren und im Alltag managen. 

Ich bin jemand, der einfach nur spazieren geht und nicht extra zu einem bestimmten Ort/ Platz fährt/geht, um dort zu trainieren. Alltagssituationen empfinde ich als sehr gut, um etwas zu trainieren.

 

Bei Emma waren es z.B. Motorräder und Fahrräder. Und auch das "Stopp" bei Kaninchensicht hat sie während der Spaziergänge gelernt.

 

Management ist bei uns das Gehen an der Leine. Da gebe ich zu, dass ich immer nur kurzzeitig mal trainiert habe - eben weil sie meistens frei läuft. Wenn sie mal angeleint gehen muss, ist das wahrscheinlich Management.

Dann nehme ich gerne Dein Beispiel mit Motorrad und Fahrrad als Auslöser, sagen wir mal, Dein Hund möchte die jagen (ich weiß nicht, welches Problem Emma damit hatte).
Ein Management wäre aus meiner Sicht: Immer wenn ein Motorrad/ Fahrrad kommt, nehme ich den Hund an die Leine, weiche aus und versuche es nicht dazu kommen zu lassen, dass sie dort hinterher jagt.
Wenn ich das trainieren möchte, würde ich mir ja erst mal Gedanken machen, warum der Hund das macht. Als nächstes würde ich mir einen Plan überlegen, was der Hund denn statt dessen machen kann, also ein Alternativverhalten. Dann würde ich mir überlegen, mit welcher Strategie ich den Hund erreichen kann, ohne dass er sofort in dieses Verhaltensmuster fällt, eine Möglichkeit, ein alternatives Verhalten zu bestätigen und ihn langsam an den Auslösereiz heranführe.
Das wäre das Training. Nun brauche ich Motorradfahrer/ Radfahrer, die ich in meinem Training kontrollieren kann, damit ich dem Hund die Möglichkeit einräume, dass der Fahrer nicht so nahe bei uns ist, dass er seine bisherigen Verhaltensmuster in voller Intensität zeigt. Quasi einen Fuß in die Tür bekommen. 🙂
Dann bestätige ich Alternativverhalten, z.B. einen Bogen laufen, seinen Menschen ansehen, ein Spielzeug zu apportieren, oder was auch immer.
Wenn ich das immer mal wieder trainiere und die Anforderungen langsam steigere, kann ich das natürlich auch in meinem Alltag trainieren, aber auch da habe ich dann bereits einen Plan, d.h. ich weiß genau, was ich tun möchte, um dem Hund zu helfen, seine Trainingserfolge zu verfestigen.
Management wäre dann immer seltener und vielleicht nur noch in den Situationen, wo völlig überraschend ganz plötzlich ein Fahrrad/ Motorrad auftaucht und ich keine Zeit hatte, mich darauf vorzubereiten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Shyruka Ich habe es in meinem langen Beispiel etwas näher erklärt, ich hoffe, das ist verständlich 😉

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ok, @benno0815, dann sehen wir beide Training und Management gleich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 10 Minuten schrieb KleinEmma:

Diese nachgestellten Situationen sind wahrscheinlich gut zum trainieren.

 

Jein - denn die Personen, die dabei auftauchen, sind dem Hund meist nicht unbekannt. Also verknüpft er sie mit ....   ja, HuSchu . Wenn die Realität dann da ist, mit anderen Personen, die sich hundeunkundig doof verhalten, wenn die Lokalitäten anders sind, wird das Gelernte nicht zwingend darauf übertragen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich finde es gut, daß das Thema abgekoppelt wurde.

 

Ich bin auch ein Kontext Trainierer (auch wenn ich in den letzten 20 Jahren diverse Seminare und Kurse bei sehr unterschiedlichen Trainern gemacht habe), ich widerspreche aber, daß es im Alltag kein Training wäre denn auch im Alltag ist auch konkretes Training umsetzbar:

 

Ich habe einen Plan - z.B. möchte ich an der Impulskontrolle bezüglich Wild und Bewegungsreizen arbeiten, ich weiß, wo sich hier im Winter rund 50 Nilgänse aufhalten (Schnattern, Auffliegen usw), und kann den Ort entsprechend aufsuchen und die Distanz an den Ausbildungsstand des Hundes anpassen und ihn entsprechend Aufnahmefähig heranführen und ein Alternativverhalten Konditionieren. Und das kann ich täglich nebenbei wiederholen, und danach ist auch wieder ruhiges Daddeln möglich, um das Gelernte sacken zu lassen.   

 

Ich lebe nicht in der Stadt (habe aber als Mehhundehalter in mehreren Großstädten gelebt ), das o.G. Gebiet ist auf 500m überschaubar usw. Ich behaupte mal steil, hier riskiere ich weniger störende oder überraschende Umweltfaktoren als auf so manchem Hupla in der Stadt, von Überraschungen beim normalen Gassi im Vergleich zu Naherholungsgebieten ganz zu schweigen - wobei ich am WE so gehe, daß die Ausflügler weg sind, oder eben einzeln.

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wir stellen keine Situationen nach. Wir warten einfach darauf, dass die Situation von allein passiert und versuchen dann unseren vorher überlegten Plan (also Training) umzusetzen. Das klappt gut, denn trainieren will man ja für bestimmte Situationen, gerade weil man sie häufig hat und dann managen muss. Beim Fahrradbeispiel würde ich also einfach auf den nächsten Radler warten. Bei Problemen im Restaurant würden wir aber natürlich dann schon absichtlich essen gehen, um die Situation aufzusuchen.
 

Boah, warum kann der rabauke eigentlich keine Probleme mit Restaurants haben? Dann bräuchte ich nicht mehr selbst zu kochen... :think:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@pixelstall So wie Du es beschreibst, würde ich das dann auch als Training einstufen, aber da ja der Einwand mit dem Hundeplatz und dem kontextbezogenen Lernen kam, wollte ich hier noch mal einwerfen, dass Training auch im Alltag gezielt angewendet und eingesetzt werden kann, wenn man weiß was man da macht und wie man es denn machen möchte. 🙂
 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@benno0815 Ja, dass ist natürlich durchaus verständlich und gerade bei schon vorhandenen Problemen gut und sinnvoll. Ich hab mir damals, als mir das Klein-Hund-Problem auffiel auch Kontakt zu diesen gesucht um das eben gezielt anzugehen. Da bin ich also ganz bei dir. Leider hat das nur so halb gefruchtet, unbekannte Kleinhunde sind immernoch in 80% der Fälle ein Graus. Dafür eben die, die sie kennt nicht und mit dem Wissen kann man ja auch umgehen. So konnte ich hier in der Nachbarschaft gezielt sagen was Sache ist und wir haben hier "Leinen-Freundschaft". Selbst mit der eigentlich Groß-Hundeunverträglichen Kleinhündin. :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@benno0815 Ich finde Hupla, Trainer, Seminare super um Techniken zu erarbeiten und ggf. bei problematischem Verhalten eine Basis zu legen usw, und habe auch schon auf dem Platz und auch im Stadtpark mit Trainern gearbeitet...alles hat seine Vor und Nachteile und ist auch nicht ohne Abstriche "austauschbar". Grade Begenungstraining, wobei Uschi eben nur mit wirklich fremden Hunden ein Problem hatte, wo es dann auf dem Platz nicht wirklich viel Gebracht hat.

 

Aber ich hatte immer Hunde dabei, mit denen man nie "nur" Spazieren gehen konnte, und jede Begegnung eine Übung war, wenn man nicht wollte, daß es ins reine "Festhalten und beten" kippt und Trainingserfolge zunichte macht. Würde ich nicht die Möglichkeiten hier haben, die ich habe, ich hätte keinen Hund wie Lotti genommen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich habe ja bekanntermaßen mit Aruna einen Hund mit einem fetten Angstproblem, unser Alltag besteht täglich aus einem großen Maß Management.

Warum?
Weil es sich ganz einfach nicht vermeiden lässt, sobald ich das Haus verlasse und die Umwelt betrete.

Damit Aruna dennoch Fortschritte macht und nicht permanent in ihrer Angstschleife gefangen ist, muss ich dennoch ein ziemlich ausgeklügeltes Training mit ihr machen, um sie gegen die vielen Auslöser zu desensibilisieren. Wir haben verschieden Baustellen, wenn ich mit ihr Auslöser Mensch trainiere, muss ich mir vorher genau überlegen, wie ich das mache, wenn ich da einfach warte, bis einer vorbeikommt, riskiere ich, dass sie bereits im Panikmodus ist und nur noch auf Flucht programmiert ist. Da lernt sie gar nichts mehr. Ich muss also ein Stück weit diese Begegnung "moderieren" können, damit ich Aruna noch erreiche und sie sich noch öffnen kann.
Wenn ich das nicht kann, dann manage ich sie, muss ich ganz oft machen, aber hat leider null Lernerfolge für sie.
Je öfter ich aber mit ihr zusammen in gut moderierte Begegnungen gehe und sie die Erfahrung macht, dass sie nicht getötet, aufgefressen oder sonstwie massakriert wurde, desto mehr arbeitet sie aktiv mit, auch in Situationen, in der sie erkennbar große Angst hat. Sie lernt, dass sie Hilfe bekommt, das sie nicht gezwungen wird, das sie immer ein Hintertürchen hat.
Meine Hoffnung ist, dass das Management weniger wird, weil ihr Selbstvertrauen mit jeder positiven Begegnung wächst.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Jagen und Training

      Auch wer kein FB hat, kann sich das Video angucken, es ist sehr schön aufbereitet. Als Wolf versteht sich der Urahn des heutigen Grauwolfes... (aber an sich ist das nicht so wichtig):   https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=10156178437102931&id=312193427930       Nebenbemerkung: Auch wird gut auf die körperlichen Eigenschaften, die der Wolf vererbt hat, kurz eingegangen.  Deshalb halte ich den Tipp, bei jagenden Hunden schneller sein zu wollen/Be

      in Hundefotos & Videos

    • online Training DVD

      Hallo mein name ist Fabian, ich bin neu hier im Forum und habe auch gleich eine Frage. Mich interessiert dieses online Training.   link entfernt was haltet ihr von solchen Online Trainings?   Danke euch schon mal   ps. wenn ich keine links posten darf sagt es mir bitte  

      in User hilft User

    • Düerfen läufige Hündinnen in eurem Verein / Hundeschule am Training teilnehmen ?

      Der Leiter unserer Agility Gruppe ist leider der Meinung, dass Rüden lernen müssten sich trotz Ablenkung durch eine läufige Hündin zu konzentrieren. Nun hab ich ein echtes Problem. Zur Zeit ist gerade R**** dran. Wenn sie durch ist müsste E*** soweit sein , danach B***. So geht es munter weiter und ich bin nur dabei hinter Richard und Rover herzudackeln , um sie irgendwie dazu zu motivieren doch mal über eine Hürde zu springen, anstatt ausschließlich das Mädchen ihrer Träume anzus

      in Spiele für Hunde & Hundesport

    • Woran man erkennen kann, dass ein Training Fortschritte macht

      An welchen Kriterien macht ihr das fest?   Ich finde bei ja, bei uns dass man das ganz gut daran erkennen kann, wie schnell der Hund von einem Auslöser wieder herunterfahren kann. Nicht, unbedingt daran, ob er seltener auslöst. Wann er wie ansprechbar ist. Manchmal auch, daran , dass man merkt, dass der Hund kurz überlegt. Auch daran dass er direkt den Keks will. Daran, dass er überhaupt Kekse auf einmal annimmt. An  der Intensität der Anspannung, Haltung,Beschwichtigungssignalen etc.

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Reagiert beim Training ängstlich

      Hallo zusammen,   bin etwas ratlos und hoffe auf hilfreiche Tipps. Hab seit einem halben Jahr einen sehr aufgeweckten und sozialen (Menschen, Hunde weniger) Chihuahua-Zwergspitz (7J, männl., nicht kastriert).   Er ist ein zuckersüßer, sehr verschmuster Zeitgenosse und meine absolute Nr. 1. Ich bin daher sehr bemüht ihm DAS Hundeleben zu ermöglichen.   Leider ist mein Stinki schnell gelangweilt und gleichzeitig rel. schwer zu beschäftigen. Im Sommer wa

      in Hundeerziehung & Probleme

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.