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Hundeforum Der Hund
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Training / Management

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Stimmt schon, vieles geht auch recht fließend ineinander über, aber manchmal ist es einfacher sich bewusst zu machen, dass Management nicht unbedingt Training ist, wobei Training im Grunde auch wieder eine Form von Management sein kann (wie am Beispiel von zeigen und benennen), da man ja eben versucht die optimalen Bedingungen für Lernerfolg zu schaffen und somit z.B. unerwünschtes Verhalten verhindert. (Was ein Satz, ich hoffe ihr versteht was ich meine.)

 

Ich mag es gerne eher unkompliziert, aber ein wenig auftrennen sollte man es natürlich schon, weil es so auch einen bewussteren Umgang mit den Fellfreunden schafft.

lg

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In einer Hundeschule waren wir auch nie. 

Trainiert habe ich einige Dinge aber auch, z. B., Minos die Angst vor Kindern und Pferden zu nehmen, wo wir dann bewusst eine langsame Heranführung durch schauen lassen auf Abstand und zeigen und benennen (den Ausdruck kannte ich erst gar nicht, bekam das dann über das Forum mit, dass es so heißt) probierten.

Tatsächlich fand hier aber auch viel Management statt, weil Minos in jungen Jahren sehr reizoffen war. Die "Desensibilisierung" bekamen wir dann über verschiedene Faktoren hin, mE auch durch stetige und ständige Wiederholungen, gleiche Wege gehen, Mischung aus Entspannung und Aushalten lassen,  letzteres aber erst später, als wir überhaupt eine Basis dafür hatten.

Manche Dinge haben sich dann auch einfach ergeben, wie z. B. wenn wir einen Hund getroffen haben, auf den Minos mit Pöbeln reagiert hat. Wir sind dann im Einvernehmen einer Mithundebesitzerin, deren Hund auch pöbelte, einfach mal auf Abstand stehen geblieben, haben die Rüden sich erst anpesten lassen, uns dann aber einfach weiter unterhalten. Ergebnis, den Hunden wurde es dann selber zu doof, weiter zu machen und dann war Ruhe. :D

 

Heute, Minos, ist 10 1/2 Jahre alt, läuft das fast alles von alleine. Managen muss ich nur noch wenig und auf vielen Spaziergängen geht es sehr entspannt zu. Das wo ich noch was regeln muss, sind einige (fremde) Hunde, wenn wir denen begegnen, oder wo ein Kontakt grad schlecht ist, oder aber wenn Wild ins Spiel kommt. Aber auch da hat es schon Situationen gegeben, wo Minos früher Hackengas gegeben hätte und heute einem Kaninchen auch schon mal nur hinterher schaut. :) 

 

 

 

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Ich war mit keinem meiner Hund je in einer Hundeschule. Nicht weil ich Hundeschulen ablehne. Ich hatte zum Glück nie den Bedarf. Mit einem Problem, das ich nicht selbst lösen

Ich hatte eine Zeit in der ich mit Leinenagression zu tun hatte. Da musste ich an meiner Ruhe und Souveränität arbeiten um meinen Hunden zu zeigen, dass ich die Situation gut im Griff habe und sie entspannt bleiben können. Oft habe ich die anderen Hundebesitzer gefragt, ob wir nochmal aneinander vorbei gehen können. Haben deren Hunde auch gepöpelt, blieben oft beide Seiten an Ort und Stelle, bis die Hunde wieder ruhig wurden. Das hat gut 1 1/2 bis 2 Jahre gedauert (nicht wegen der Hunde, sondern weil ich selbst an meiner Ruhe arbeiten musste).

In dieser Zeit habe ich einfach die Situationen genutzt die uns begegnet sind um zu "trainieren" und davon gibt es bei uns wirklich genug. An Tagen, in denen ich mich mit solchen Situationen überfordert gefühlt habe (weil krank, gestresst, ...) habe ich mir erlaubt zu managen. Sprich, wir sind ausgewichen oder ich habe die Hunde mit Bällen oder Leckerlies abgelenkt.

Auch in anderen Situationen halte ich es so. Dinge die mir wichtig sind werden situationsbedingt geübt/trainiert, Andere umgehe (manage) ich einfach.

Ich finde Beides hat seinen Platz und seine Berechtigung.

 

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vor 19 Minuten schrieb Kibu:

habe ich mir erlaubt zu managen. Sprich, wir sind ausgewichen oder ich habe die Hunde mit Bällen oder Leckerlies abgelenkt.

Ich würde das ja Training nennen: Ausweichen als Verhaltensalternative zum Fight-Abstandschaffen, Spielen und Futter als Belohnung dafür (nicht als Ablenkung) und auch um die Erwartungshaltung zu verändern (Auslösergegenkonditionierung).:)

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Eine strikte Trennung zwischen "Management" und "Training" kann ich für mich persönlich so nicht sehen:

Z.B. gehört bezüglich dem Jagdtrieb meiner kleinen Granate verlässliches Management (mittels Leine) für mich zum Training dazu und unterstützt maßgeblich den Prozess, dass die Reize für meinen Hund immer weniger aufregend werden.

Denn jedes (unerwünschte) Jagderlebnis sorgt ja dafür, dass die Wildreize deutlich attraktiver werden! Wenn hingegen der Hund dauerhaft die Erfahrung macht (durch Management), dass er dem Wild auf den Waldspaziergängen eh nicht hinterher kann, wird der Reiz auch weniger spannend.

 

Selbstverständlich muss parallel auch sinnvoll trainiert werden - und vor allem: dem Hund muss eine artgerechte Alternativ-Beschäftigung angeboten werden um ihn geistig wie körperlich auszulasten!

 

"Management" ist für mich aber auch ein Teil des Trainings, weil ich ja auch beim Managen der Situation selbstverständlich mit meinem Hund kommuniziere und ihn z.B. sofort lobe wenn er wieder runterkommt und sich mir zuwendet! Also nutze ich die (aversiven) Management-Situationen doch auch, um das Verhalten des Hundes positiv zu verstärken ... 

 

Natürlich ist auch mein Ziel mit der Zeit durch Training immer weniger managen zu müssen, aber das wird noch etwas dauern.

Und bis dahin versuche ich halt möglichst konstruktiv zu managen ... ;) 

 

 

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Am 30.11.2019 um 08:17 schrieb Kibu:

habe ich mir erlaubt zu managen. Sprich, wir sind ausgewichen oder ich habe die Hunde mit Bällen oder Leckerlies abgelenkt.

 

Am 30.11.2019 um 08:36 schrieb gebemeinensenfdazu:

Ich würde das ja Training nennen: Ausweichen als Verhaltensalternative zum Fight-Abstandschaffen, Spielen und Futter als Belohnung dafür (nicht als Ablenkung) und auch um die Erwartungshaltung zu verändern (Auslösergegenkonditionierung).:)

 

So viel zur Unterscheidung zwischen Management und Training. Einfach anders nennen. gerissen.gif.77207aa9477acc66ff8f5ca3467e9458.gif

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vor 20 Stunden schrieb Schnüffelmaus:

Wenn hingegen der Hund dauerhaft die Erfahrung macht (durch Management), dass er dem Wild auf den Waldspaziergängen eh nicht hinterher kann, wird der Reiz auch weniger spannend.Selbstverständlich muss parallel auch sinnvoll trainiert werden - und vor allem: dem Hund muss eine artgerechte Alternativ-Beschäftigung angeboten werden um ihn geistig wie körperlich auszulasten!

Die Sache mit den Alternativen finde ich glaube ich wichtiger, bzw. es kommt vielleicht auf den Hund an. Bei meinem Hund wird  Beute umso attraktiver, je schwieriger es ihr gemacht wird.

Vielleicht so: sucht der Hund die Herausforderung, funktioniert das nicht. Sucht er primär den Jagderfolg, kann das funktionieren. Nur alleine wird es als reine Managementmaßnahme vermutlich bei den wenigsten funktionieren.

 

 

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vor 8 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Die Sache mit den Alternativen finde ich glaube ich wichtiger, bzw. es kommt vielleicht auf den Hund an. Bei meinem Hund wird  Beute umso attraktiver, je schwieriger es ihr gemacht wird.

Vielleicht so: sucht der Hund die Herausforderung, funktioniert das nicht. Sucht er primär den Jagderfolg, kann das funktionieren. Nur alleine wird es als reine Managementmaßnahme vermutlich bei den wenigsten funktionieren.

 

Nein, nicht alleine nur durch Management ... sehe ich auch so. :) 

Denn sonst staut sich womöglich nur der Frust immer weiter auf - und der Reiz bleibt dementsprechend hochinteressant.

 

Alleine nur Alternativen bieten funktioniert aber auch nicht bei echten Jagdgranaten, denn keine Alternative ist so schön wie eigenmächtige (leinenfreie) Jagderlebnisse.

Ohne Management - das solche Ausflüge verhindert -, wird der Hund sich vermutlich nur sehr bedingt auf Alternativen einlassen.

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Am 28.11.2019 um 21:10 schrieb Michelle003:

Denn solange der Hund nicht Leinenführig ist bin ich entweder im Training oder ich manage den Spaziergang. Ich kann nicht nicht ohne Management an der Leine laufen, wenn Hund es noch nicht kann.

 

Die Leine, wenn sie nicht wirklich nur der Einhaltung von Vorschriften dient, ist doch auch dann noch Management, wenn der Hund perfekt leinenführig ist.

Kasi z.B. läuft traumhaft an der kurzen Leine. (Ich war mal 30min nur mit ihm an der 2m-Leine hier im Park unterwegs. Während der ganzen Zeit habe ich nur ein einziges Mal etwas gesagt, weil uns ein Hund direkt entgegen kam -und auch das war nur präventiv. 😴 Das war eine ziemlich langweilige halbe Stunde, mit Kelvin ist deutlich mehr Action! 😅)

Trotzdem ist die Leine Management, weil er ohne die durchaus einige Ideen umsetzen würde, die er angeleint halt direkt abhakt. Wenn das unerwünschte Ideen sind, können wir daran also gar nicht arbeiten, solange die Leine dran ist.

 

In dem Fall kann das Management (hier die Leine) Training sogar verhindern, in anderen Fällen wird Training erst durch Management möglich (Schleppleine, arrangierte Begegnungen, ein Hundeplatz an sich, ...).

Und dann gibt es ja noch trainiertes Management. Wenn Hund sich z.B. auf Kommando neben Halter setzt, statt den Radfahrer zu jagen, ist das wahrscheinlich sogar "trainiertes und trainierendes Management"...  :think:

 

 

Wir sind übrigens in einer mobilen Hundeschule (Training auf einem Platz fand ich von Anfang an außer für Sport nur für spezielle Probleme sinnvoll, die wir eben nicht hatten). Vor allem Kelvin schaltet aber auch da in den "HuSchu-Modus". Auch die Hunde, die da mitlaufen (wechselnde Zusammensetzung, da gibt es keine festen Gruppen), werden anders behandelt als die, denen wir dabei unterwegs begegnen, obwohl die Jungs mit den meisten Teilnehmern noch nie direkten Kontakt hatten. Und das erstreckt sich auch auf "Neue", die wir zum ersten Mal sehen. Da wird vielleicht im Vorbeigehen der Rüssel etwas länger, aber sie werden schon bei Ankunft am Treffpunkt direkt als Teilnehmer einsortiert und von ebendort vorbeilaufenden Fremdhunden unterschieden.

Da braucht es also weder Ortsbezogenheit (wobei der Startpunkt fast immer der selbe ist, aber bei "Spezialstunden", z.B. im Wildpark, merkt man auch keinen Unterschied) noch bekannte Teilnehmer, um die Übertragbarkeit in den Alltag in Frage zu stellen. Aber es schadet halt auch nicht und macht eigentlich immer Spaß.

 

 

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ich kann beides , also Training und Management  nur miteinander ausführen.

zwei Hunde, die sich absolut beeinflussen, da braucht es beides.

Z.B:: Lucie ist eine absolut mit jedem /allem Verträgliche, also will sie überall hin.

(darf sie auch, wenn ich mit ihr alleine unterwegs bin.)

Ramse darf null irgend wo hin, da er nicht mit fremden Menschen verträglich ist.

Also trainiere ich mit Beiden , gemeinsam und alleine, das Begegnen von Menschen,Hunden usw.

Nur, alleine ist Lucie ein super Hund.

Mit Ramse an ihrer Seite , puh, sie macht ein Jammerlaut ; Ramse versteift sich, lässt sich von Lucie schicken.

Also muss ich erst mal die Leinenhaltung , welche Leine, wie lang, Maulkorb, Leckerliebeutel mit welchen Leckerlis, Ball mitnehmen ....

an die zu erwartende Situation managmenten (hust)

Dann muss ich mich motivieren.

Und dann geht es los, Lucie ist trainiert, rechts zu gehen, Ramse links, Leinen sollen sich nicht verzotteln.

(egal wie gut es gerade auf der anderen Seite riecht)

Ramse trainiert , nicht auf Lucies Ansage zu hören, Lucie trainiert gleichzeitig, Ramse nicht vor zu schicken. (Lucie kann das prima)

Und so trainieren wir durch die Gegend.

Ich liebe den Wald, die Felder ..... da lassen wir unsere Seele baumeln.

 

 

 

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