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Hundeforum Der Hund
Freefalling

~*~*~Adventskalender 2019~*~*~

Empfohlene Beiträge

 

 

Nr. 10 (Ersatz)

 

 

https://youtu.be/HaFQfJumGPQ

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Eine kleine Adventfabel

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Der Weihnachtsbaum

Heute Morgen erwachte ich aus einem Traum,
Da steht er vor mir, mein wunderschöner Baum,
Mein Geschäft nach innen zu verlegen,
Kann es denn was schöneres geben?
Doch ist es nun wirklich nicht von Nutzen,
Ihn so derart raus zu putzen.
Hab Dank, Du Mann mit der roten Mütze,
Dafür gibt es eine besonders schöne große Pfütze.

 

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Türchen Nr. 13

 

In der Zuckerbäckerei

oder

Die Ballade vom mildtätigen Schattenwölfchen

 

ein Dichtwerk verfasst von

Saga

 

 

"Man munkelt, unser liebes, gutes Christkindlein

lädt Shiva jetzt schon, im Advent, zum Festgelage ein.

Weihnachtssalami soll es geben, Würstchen noch dazu,

ganz feine Plätzchen und sogar höchst schmackhaftes Ragout!

 

Auch das Cousinchen Hilde hat’s angeblich gut getroffen:

Im Hause ihrer Zweibeins bleiben keine Wünsche offen!

Von Flammküchlein und Wildgulasch hab ich schon viel gehört.

Sogar ihr Wunsch nach Bratenfleisch wird jedes Mal erhört.

 

Die weise, sanfte Aika, so brodeln die Gerüchte,

bekommt an Knusperbrötchen gar so viel, wie sie es möchte;

und auch an Käse darf sie sich ganz unverstohlen laben.

Das freut das zarte Hundeherz, welch Glück für ihren Magen!

 

Und wenn man drüber nachdenkt, kommt man doch nicht umhin,

zu sehen, dass ich Weihnachtsschleckermaul berechtigt bin,

mich in die Riege all der Feinschmecker noch einzureihen.

Die Zweibeinmama wird es mir ganz sicherlich verzeihen…

 

So schleiche ich mich heimlich auf tapsig leisen Pfoten

(denn was die Zweibeins mitkriegen, wird viel zu schnell verboten!)

bei Nacht hinein ins heimische Adventsgeheimnisreich.

Im Angesicht der Plätzchen wird der Mond selbst kreidebleich!

 

Anisherzen und Kipferln, Lebkuchen und Makronen,

Schneeflöckchen, Marmeladenplätzchen – hach, das wird sich lohnen! –,

Zitronenkekse, Spritzgebäck und Schokoladentaler.

Wenn ich sie schnabuliere, werden meine Zweibeins – schmaler…

 

Zumindest um die Hüfte – und da sitzt schon sehr viel Speck.

Es ist also in ihrem Sinn, fress ich hier alles weg!

Mildtätig, wie ich bin, kann ich der Wahrheit nicht entfliehen.

Nun denn: Mein hehres Opfer sei der Zweibein Medizin!

 

Ganz pflichtbewusst klettere ich nun leise auf den Tisch.

Die Zweibeins schnarchen herzhaft; Wunder wär’s, würd ich erwischt!

Keck stups ich mit dem rosa Näschen Plätzchendosen auf –

Und schwuppdiwupp! Festmahl bereit! Mich hält nun nichts mehr auf!

 

Tief tunke ich mein Schnäuzchen in ein Meer aus Zuckerwerk

Und knabber mich recht fleißig vom Kokosmakronenberg

Über die Spekulatius zu Schmalzgebäcken vor.

So stell ich braves Wölfchen mir der Götter Speisen vor!

 

Es grunzt im Schlaf ein Zweibein – doch ich horche kaum noch hin.

Wie auch, wenn ich inmitten des Schlaraffenlandes bin?

Bis ich ganz kugelrund bin, labe ich mich, ganz verzückt!

Dieser galante Weihnachtsstreich ist voll und ganz geglückt!

 

Nun sagt man, wir Polarhunde seien soziale Wesen.

Drum will ich nicht nur nehmen, sondern gerne auch was geben:

Aus meinem Körbchen suche ich die alten Stöcke raus

und abgeschmatzte Knochen (ja, ein wahrlich feiner Schmaus!).

 

Soviel ich weiß, ist das gesund und kalorienarm...

Wenn ich alle bedenke, ist mir sicher niemand gram.

Ich lege meine Schätze also in die Dosen rein.

Jetzt, wo ich brav geleert habe, passt ganz schön was hinein!…

 

Zufrieden kugele ich mich dann im Tannenbäumchenschein

Im Riesenkörbchen zu den Füßen meiner Mama ein.

Sacht gleite ich hinüber in der Träume zarte Welt.

Wie meine Überraschung meinen Zweibeins wohl gefällt?..."

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Türchen Nr. 14

 

Hier kommt mein (fast) ganz unweihnachtlicher Beitrag für den Adventskalender.

Für mich gehört es dennoch untrennbar zu den Feiertagen dazu, also mag ich euch mal die Geschichte zu meinem Video erzählen:

 

Mein bester Kumpel und ich sind riesige Toten Hosen Fans und als wir (ich glaube im November) Ende 2016 hörten dass die Toten Hosen eine Wohnzimmer Tour machen wollten, waren wir sofort Feuer und Flamme. Man sollte sich was kreatives überlegen um die Hosen auf sich aufmerksam zu machen. Sofort stand fest dass wir die Hunde mit einbinden müssen. Und dann kam DIE Idee, die Hunde auch für uns sprechen zu lassen. Bei YouTube haben wir schon vorher lustige Videos gesehen bei denen die Hunde mit den Armen vom Besitzer dargestellt werden und das wollten wir auch.

 

Also haben wir uns einen Kameramann besorgt, das Zimmer umgeräumt und uns die Szenen ausgedacht. Wir hatten unglaublich viel Spaß und letzten Endes ist zwar ein total leienhaftes Video entstanden, aber mir kommen jedes Mal fast die Tränen wenn ich es mir angucke. Mein letzter Winter mit Sam.

 

Das Unheil nahm aber erst nach dem abschicken des Videos seinen Lauf. Die Toten Hosen wollten jedem der was einsendete Bescheid geben ob er gewonnen hat oder nicht. Die Entscheidung sollte nach den Feiertagen fest stehen. Es waren also sehr spannende Tage. Und dann kam Silvester. An dem Tag sagte mir mein Email Account dass ich mir gefälligst ein neues Passwort aus denken muss wegen neuen Sicherheitsvorkehrungen. Ich also ein neues Passwort eingegeben und auf ein Stück Papier geschrieben. Silvester war feucht-fröhlich wie man es von mir kennt.

Zwei Tage auskatern später wollte ich endlich in meine Emails gucken ob vielleicht schon eine Nachricht gekommen ist und wie gedacht fiel mir mein Passwort nicht mehr ein. Aaaaber ich kluges Kind hab es ja auch einen Zettel geschrieben....

...der mit allem Silvestermüll weg geräumt wurde.

 

Ihr könnt mir glauben dass ich alle Mülleimer auf den Kopf gestellt habe. Zum Schluss hatte ich einige Computer Freaks drauf angesetzt mein Konto zu knacken, aber es klappte nicht.

Die Hosen hatten lediglich meine Email Adresse um mir zu antworten und ich sollte diese Antwort niemals lesen können.

 

Das war also mein Feiertags-Desaster. Und hier jetzt für euch das Video

 

https://www.youtube.com/watch?v=vHuK8woE0_U&feature=youtu.be

 

Und weil ich den Film so liebe und damit ihr noch was weihnachtliches habt, ist hier "der kleine Nazi" für euch

 

https://www.youtube.com/watch?v=jlw3E4EyaNI

 

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Do-it-yourself Geschichte

 

Wir befinden uns… ja wo befinden wir uns eigentlich? Genau genommen sitzt du gerade ganz gemütlich auf dem Sofa oder Bett oder Stuhl, ja vielleicht auch auf dem Boden. Und ganz genau steht neben dir ein

Tee (gehe zu Text 1a)

Kaffee (gehe zu Text 1b)

Wasser (gehe zu 1c)

 

1a)

Der Tee den du dir aufgebrüht hast steht dampfend vor dir. Du wärmst noch einmal deine Hand an ihm um zu überprüfen ob er schon trinkbar sein könnte. Vorsichtig nimmst du den Teebeutel heraus und widmest dich ganz dem Buch auf deinem Schoß. Es ist ein magisches Buch, genau richtig für einen gemütlichen Adventssonntag. Und darin ist nur zu lesen, was du gerne lesen möchtest.

Was also möchtest du heute lesen?

Fantasie (gehe zu 2a)

Weihnachts-Drama (gehe zu 2b)

Weihnachts-Krimi (gehe zu 2c)

 

 

1b)

Der Kaffee den du dir gemacht hast, verströmt ein herrliches Aroma und bringt dich in eine entspannte Stimmung. Tief atmest du ein, genießt den Sonntag und blickst dann auf das Buch in deinem Schoß. Es ist ein magisches Buch, passend für einen Advents-Sonntag. Dort ist nur zu lesen, was du gerade lesen möchtest. Genau das richtige für einen abenteuerlustigen Kaffee-Trinker.

Was also möchtest du heute lesen?

Fantasie (gehe zu 2a)

Weihnachts-Drama (gehe zu 2b)

Weihnachts-Krimi (gehe zu 2c)

 

1c)

Vor dir steht ein Glas Wasser. Da das Glas nicht durchsichtig ist, bist du dir nicht ganz sicher ob es stilles oder sprudelndes Wasser ist. Das wirst du wohl erst beim trinken feststellen. Du bist wohl nicht in der Stimmung für Kaffee oder Tee, aber ich weiß ganz genau worauf du Lust hast: Auf das dicke Buch in deinem Schoß. Dieses Buch ist magisch und lässt den Leser nur das lesen, was er möchte. Genau richtig für einen ruhigen Advents-Sonntag, findest du nicht auch?

Was also möchtest du heute lesen?

Fantasie (gehe zu 2a)

Weihnachts-Drama (leider nicht verfügbar, ich lasse euch die Lieder aber trotzdem drin. Vielleicht ergänze ich das später.)

Weihnachts-Krimi (leider nicht verfügbar, ich lasse euch die Lieder aber trotzdem drin. Vielleicht ergänze ich das später.)

 

2a)

Doch zunächst entschließt du dich für eine musikalische Untermalung, die du beim lesen deiner Fantasiegeschichte lesen möchtest. Schließlich möchtest du dich komplett entspannen. Ganz leise drehst du die Musik auf und hörst:

Einen magisch angehauchten klassischen Soundtrack (https://www.youtube.com/watch?v=xa4FUdEvdGM&list=PLhTveBiTtwwD4A368T7N4qqsQMYCuvXdL&index=2 )(gehe zu 2a.1)

Einen epischen Fantasy Soundtrack (https://www.youtube.com/watch?v=bANjQqUVgvM ) (gehe zu 2a.2)

Einen Soundtrack mit einigen bekannten Film- und Serienstücken (https://www.youtube.com/watch?v=T7WmbWdcE3k)(gehe zu 2a.3)

 

2b)

Allerdings fehlt dir noch etwas um in Stimmung zu kommen, schließlich rutscht man ja nicht einfach so in eine dramatische Stimmung. Du grübelst etwas und dir fällt ein, dass du noch drei CDs herumliegen hast, die passen könnten. Du legst

CD1 – dramatisches Orchesta ein. (https://www.youtube.com/watch?v=edh5sPk2AHA)(gehe zu 2b.1)

CD2 – dramatisches Piano ein. (https://www.youtube.com/watch?v=KMCaac1E1ZQ)(gehe zu 2b.2)

CD3 – dramatische traurige violinen Musik ein. (https://www.youtube.com/watch?v=uOk8WdZOjQI&list=RDuOk8WdZOjQI&start_radio=1&t=125) (gehe zu 2b.3)

 

 

2c)

Ja ein Krimi. Passend zu deiner Auswahl möchtest du dir aber noch etwas passende Musik anmachen. Jetzt musst du dir aber sicher werden, welche Art von Krimi du jetzt lesen möchtest. Du schaust nach und entdeckst passend zur Geschichte:

Eine Sammlung an verrückter Krimi-Musik (https://www.youtube.com/watch?v=2oEsWi88Qv0&list=PL-9MEsklSFm95kO7Qq52viqZ7PJV7Gf0p) (gehe zu 2c.1)

Einen Weihnachts-Soundtrack von einem bekannten amerikanischen Swing-Künstler (https://www.youtube.com/watch?v=ZmN1rPVPyF8)

(gehe zu 2c.2)

Einen Western-Krimi anmutigen Soundtrack (https://www.youtube.com/watch?v=BrfGOpVvRVw&list=PLwrCx2QB4SHy_N74DFjQkGFJwBnIIP96I)

(gehe zu 2c.3)

 

 

 

2a.1

Du lauschst den magischen Klängen die beginnen, als du die Musik anmachst. Dein Blick schweift zum Fenster und du stellst fest, dass es angefangen hat zu schneien. Nicht nur ein bisschen, sondern dicke Flocken lassen sich auf deinem Fenstersims nieder. Dein Blick fällt nun aber in dein Buch. Du nimmst einen Schluck deines Getränks und vertiefst dich in die Buchstaben, doch plötzlich schreckt dich ein Geräusch auf. Dir ist, als hätte etwas dumpf gerummst. Noch kannst du dieses Geräusch nicht einordnen und hältst es für Schnee der vom Dach gerutscht ist. Doch kaum hast du dich wieder in den Buchstaben der Geschichte verloren rummst es wieder. Diesmal kam es aber nicht von draußen, sondern es war ganz deutlich in deinem Haus. Du stehst auf, legst das Buch auf deinen Platz und beschließt nachzusehen, woher dieses merkwürdige Geräusch kommt. Ein Einbrecher? Nein, dann würdest du ja Schritte hören.

Im ganzen Haus suchst du nach dem Verursacher des Geräuschs, aber kannst nichts finden. Langsam redest du dir ein, dass das nur das Holz im Haus ist, das durch den Wärme-Kälte-Unterschied arbeitet. Ja, nichts anderes kann es sein, schließlich hast du ja überall geschaut. Oder?

Du gehst zu deinem Buch zurück, möchtest es hoch nehmen. Doch so sehr du dich anstrengst, dass Buch lässt sich nicht von deinem Platz nehmen. Mit Händen und Füßen versuchst du es loszukriegen. Doch es rührt sich nicht einen Zentimeter. Ach was sage ich da: Keinen Millimeter!

Und schon wieder hörst du das laute ‘Rumms!‘. Dieses Mal direkt hinter dir. Dein Kopf dreht sich eilig nach hinten und du lässt das Buch los. Vor lauter Erschrockenheit.

Hinter dir siehst du etwas. Oder eher jemanden. Eine große schlanke Frau steht dort, ihre ganze Kleidung strahlt förmlich weiß und bläulich, als würde man durch einen Kristall schauen. Ihre Haut ist so weiß wie Schnee, ebenso ihr Haar. Nur ihre Augen schimmern wie zwei Saphire in deine Richtung. Ihr Blick ist kalt.

Du weißt genau wer das dort hinter dir ist. Dir fallen sofort die alten Geschichten aus deiner Kindheit ein. „Schnee… Schnee-k… Schneekönigin“, stammelst du heiser und deine Augen werden groß.

Stimmen Sie, die Geschichten aus deiner Kindheit? Dass sie Menschen zu Eisfiguren zaubern kann? Ist sie wirklich so kaltherzig, wie erzählt wird? Und was ist nur aus dem Jungen geworden, den Sie einst zu sich geholt hat?

Sie sagt nichts zu dir, ihr Blick bleibt starr. Nur ihre Händen bewegen sich langsam hoch und strecken sich zur Seite aus. Als sie dort so steht fallen eilig Flocken aus ihren Armen. Es sieht aus, als hätte sie Flügel. Doch das ist nur von kurzer Dauer, denn die Flocken manifestieren sich zu zwei Silhouetten und dann zu zwei großen Lebewesen. Weiße Wölfe. Du bist dir nicht sicher, ob es wirklich zwei weiße Wölfe sind, oder ob sie nur unsichtbar waren und der Schnee auf ihnen liegen geblieben ist. Denn als sie einen großen Sprung auf dich zu machen, hörst du wieder dieses ‘Rumms!‘

Sie bewegen sich fast wie zwei Eisskulpturen und klingen genauso hart. Du rührst dich keinen Zentimeter und bist wie eingefroren. Noch ein Sprung auf dich zu. Die großen Tiere verziehen keine Miene und stehen jetzt direkt vor dir.

Auge in Auge mit Ihnen, stehst du nur versteinert da, als plötzlich eine Stimme in dein Ohr zieht. Flüsternd bahnt sie sich den Weg in deinen Kopf, obwohl niemand seine Lippen oder Lefzen bewegt.

„Hab keine Angst, mein Kind. Ich bin die Eiskönigin, Mutter der ersten Worte. Schwester der ersten Wölfe und Zukunft der weißen Weihnacht. Ich habe eine bitte an dich.“ Immer noch stehst du nur dort, starrst die großen Tiere an und versuchst sie möglichst nicht zu provozieren. Die Stimme in deinem Kopf ist freundlich, ganz im Kontrast zum Gesicht der Frau.

„Diese Wölfe gibt es nur im Dezember. Es sind die letzten ihrer Art. Alle anderen, verstreut auf diesem Planeten konnte ich nicht retten. Selbst mein Tempel taut und es wird auch mich nicht mehr lange geben.“

Als du die Eiskönigin ansiehst, stellst du fest, dass sie tatsächlich etwas taut.

„Mein Herz schlägt im Norden. Doch je mehr dort auftaut, desto mehr verliere ich meine Kraft und meine Energie. Allerdings…“

Nun schaut sie zu deinem Hund, der geruhsam auf dem Boden schläft und sich gar nicht wecken lässt.

„Hast du die Kräfte der Caniden. Du bist die einzige, die die Dezemberwölfe retten kann. Ich habe lang nach dir gesucht und das magische Buch hat mich zu dir geführt.“

Die Wölfe legen sich vor dich hin und senken die Köpfe. Deine Hände beginnen zu leuchten und werden ganz warm und wie magnetisch, legst du die Hände auf die Köpfe der Tiere.

„Lass sie nicht mehr schmelzen... lass sie lebendig werden. Nur im Dezember. Als Bringer von Schnee und Weihnachten. Lass sie ansonsten bei Frau Holle schlafen, auf den frischen Betten, bis sie hinabrennen und auf der Milchstraße die Farbe für den Schnee sammeln.“

Du siehst wie die Wölfe mehr und mehr Gestalt annehmen, der Schnee zu weißem Pelz wird und du zwei übergroße Wölfe vor dir hast.

Als du aufblickst ist die Frau verschwunden und auch keine Pfütze mehr vorhanden. Als du wieder hinsiehst, wo die Wölfe eben standen, findest du auch diese nicht wieder. Alles ist wie vorher. Nur etwas ist anders: Es hat aufgehört zu schneien und auch kein Schnee liegt auf dem Fenstersims.

Du stellst fest, dass du auf dem Sofa sitzt, auf dir ein Buch, und als du dort hinauf schaust, stellst du fest, dass es voller leerer Seiten ist. Nur ein Pfotenabdruck befindet sich dort.

In der Größe deines Hundes. War das alles nur ein Traum? Oder solltest du wirklich die Schneebringer im Dezember retten? Vielleicht findest du diese Lösung ja im nächsten Jahr.

 

2a.2

Schnell reitest du über Wiesen und durch Wälder. Du weißt genau was du suchst und lässt dich nicht aufhalten. Bewaffnet mit einem großen Herzen und deinem Verstand, reitest du auf deinem großen Hund durch die Welt.

Du willst dieses Jahr der Überbringer der besten Nachricht des Jahres sein, der wichtigsten. Dein Dorf braucht dich und deine Aufgabe um alles vorzubereiten. Dein Hund hat die perfekten Instinkte: Eine feine Nase, eine warme Zunge und gute Laune. Naja, wenn da nicht so manches Mal dieser Dickschädel wäre, der die Aufgabe zu gerne vergisst.

Du suchst die erste Schneeflocke des Winters. Du willst sehen, wie sie aus dichten blau-grauen Wolken von einem weißen Himmel herabfällt, vom letzten Sonnenstrahl getroffen wird und von dem kurzen Glanz gesegnet werden.

Deine Aufgabe treibt dich durch verschiedene Dörfer. Elbische Orakel leiten dir mit ihren Vorraussagen den Weg. Du triffst neue Leute, neue Feinde und natürlich auch neue Freunde. Auf deinem Weg siehst du wie die Bäume ihre Blätter bekommen, du siehst wie sie Bläuten treiben und ein großer Regen aus Blumen und Blüten dich versucht aufzuhalten. Doch du weißt es genau: Der Winter wird kommen. Und du wirst dieses Flöckchen finden, egal wo es sich auch verstecken mag.

Als du die Blumenmeere durchquerst, stellst du fest, dass es immer heißer wird. Du bist schon eine lange Zeit auf deiner Reise, seitdem die letzte Flocke aufgetaut ist. Sandige Wüsten kreuzen sich dir und du bist froh, als du Wasser zu finden scheinst. Doch du täuscht dich, denn es verschwindet so gleich und das einzige was dir zwischen den Fingern verrinnt, ist heißer Sand.

Dein Partner mit der kalten Schnauze, packt dich an der Kleidung und zieht dich mit Schwung zurück auf den Rücken. Er prescht vorran, eilt, als hätte er eine Spur aufgenommen. Und tatsächlich: Bald findest du dich im Wald der kahlen Bäume wieder. Die, welche ihre Blätter noch tragen, haben sie bunt verfärbt und schütteln sie in dein Gesicht. Immer kahler wird der Wald und immer ebener die Fläche. Bist du dich eines Tages an einem großen See wiederfindest. Ihr löscht euren Durst, den ihr über das komplette Jahr hinten angestellt habt.

Und dann hörst du es. Das Geräusch, dass du so lange erwartet hast. Ein vertrautes klingeln und dann ein rascheln, als es durch die Wolkendecke gleitet. Noch ein wohlklingender Ton, als der letzte Strahl der Sonne auf den weißen Schneestern trifft.

Du öffnest deinen Mund, so wie es sich gehört und fängst die erste Flocke des Winters auf. Zart schmeckt sie, als sie auf deiner Zunge schmilzt. Du und dein treuer Begleiter laufen am Rande des Sees entlang. Ihr habt die ganze Welt einmal umrundet und nun seid ihr wieder hier angekommen. Die Tore des Dorfes öffnen sich und du brüllst im Ortskern: „Der Winter ist da!“

 

 

2a.3

Es ist eine wichtige Schlacht in der du heute kämpfen wirst. Du stehst auf dem Hügel, blickst über das Hochland auf die Soldaten die sich dort unten tummeln. Sie stehen bereit, genau wie du. Denn gegenüber steht der Feind.

„EYYYYYYYYYYYYYYYYYAAAAAAAAAAA!“, rufst du über das Feld. Der Schall trägt deine Stimme weit.

„RYYYYYYYYYYYYYYYYYAAAAAAAAAAA!“, antwortet der Gegner. Deine Soldaten stürmen los. Es dauert nicht all zu lange, als die ersten Bauern auf die Feinde treffen und ihr leben lassen. Doch können auch deine ihnen ordentlich Schaden zufügen.

Vielleicht klappt dein Plan und einer schafft es sich heimtückisch bis zum König zu schleichen und sich die Waffen der Feinde anzueignen. Du hoffst darauf.

Dein Blick schweift zu den Reitern auf ihren Pferden. Immer im Zickzack ausweichend und mal seitlich springend, wenn es eng wird. Der Kampf vom Pferd aus ist schwierig zu koordinieren. Noch schwieriger ist es, wenn zwei Reiter aufeinander treffen. Du siehst wie die weißen Pferde deiner Soldaten sich durch das Tümmel bahnen. Doch dann, damit hast du nicht gerechnet, kommt einer der Assasinen wie geplant aus seinem Versteck gelaufen. Er als fast normaler Mensch gegen Pferd und Reiter. Doch seine Schnelligkeit ist gewaltig. In seiner schwarzen Rüstung, hebt er sein ebenso schwarzes Pferd und stößt es vor.

Pferd und Reiter gehen zu Grunde, nur ein letztes Wiehern ist zu hören. Der Assassine geht steht auf der Fläche, die er sich gerade erkämpft hat und hält siegessicher sein Schwert in die Höhe.

Doch er hat nicht ganz aufgepasst. Du streckst deinen Arm aus. Zielen ist nicht schwer, wenn sich jemand so viel freie Fläche erkämpft hat. Die Bogenschützen in deinem Turm spannen an. Und als du deinen Arm wieder, wie mit einem Peitschenhieb senkst, durchlöchern ihn tausende Feinde.

Auch dieser Platz ist wieder frei. Ob sich dieses Opfer für deinen Feind gelohnt hat?

Doch etwas interessiert dich viel mehr als alles andere. Deine Frau ist ebenso im Kampf beteiligt. Sie konnte es sich einfach nicht nehmen lassen, auch teilzunehmen. Sie hat sich trainieren lassen und hat sich daraufhin alle Kampfarten angeeignet. Du bist beeindruckt von der Kampffertigkeit deiner Frau. Und gleichzeitig besorgt. Schließlich möchtest du sie an deiner Seite behalten, wenn du diese Schlacht überstehen solltest.

Du machst einen Schritt nach vorne und achtest nicht auf deine Umgebung, so gefesselt bist du von deiner wunderschönen Frau. Und dann… dann lernst du wie sich Unachtsamkeit anfühlt. Ein scharfer Dolch trifft dich im Rücken. Du drehst deinen Kopf und siehst hinter dir den anderen König.
„Schach Matt“, ist das letzte was du hörst.


„Achmann! Verdammt“, hörst du eine Stimme sagen, „kannst du nicht wenigstens an Weihnachten normal Schach spielen ohne deine verrückten Geschichten zu erfinden?!“

 

2b.1

Work in Progress

 

2b.2

Work in Progress

2b.3

Work in Progress

 

2c.1

Work in Progress

2c.2

Work in Progress

2c.3

Work in Progress

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"Weihnachts-Klassiker"

 

Joseph von Eichendorff

Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend' geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen-
O du gnadenreiche Zeit!

 

 

Peter Alexander: Schlittenfahrt im Schnee
https://www.youtube.com/watch?v=GN81m1CiUl0
 

k8nahjb936f.jpg

 

Frohe Feiertage euch Allen! 

 

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Nachdem ich gesehen habe, dass heute niemand eingetragen ist für ein Adventstürchen habe ich eine "etwas andere Weihnachtsgeschichte" gefunden:

 

BERTOLT BRECHT

Die gute Nacht

Der Tag, vor dem der große Christ
Zur Welt geboren worden ist
War hart und wüst und ohne Vernunft.
Seine Eltern hatten keine Unterkunft
Und auf den Strassen herrschte ein arger Verkehr
Und die Polizei war hinter ihnen her
Und sie fürchteten sich vor seiner Geburt
Die gegen Abend erwartet wurd.
Denn seine Geburt fiel in die kalte Zeit.

Aber sie verlief zur Zufriedenheit.
Der Stall, den sie doch noch gefunden hatten
War warm und mit Moos zwischen seinen Latten
Und mit Kreide war auf die Tür gemalt
Dass der Stall bewohnt war und bezahlt.
So wurde es doch noch eine gute Nacht
Auch das Heu war wärmer als sie gedacht
Ochs und Esel waren dabei
Damit alles in der Ordnung sei.
Eine Krippe gab einen kleinen Tisch
Und der Hausknecht brachte ihnen heimlich einen Fisch.
(Denn es musste bei der Geburt des großen Christ
Alles heimlich gehen und mit List.)
Doch der Fisch war ausgezeichnet und reichte durchaus
Und Maria lachte ihren Mann wegen seiner Besorgnis aus.
Denn am Abend legte sich sogar der Wind
Und war nicht mehr so kalt, wie die Winde sonst sind.
Aber bei Nacht war er fast wie ein Föhn.
Und der Stall war warm. Und das Kind war sehr schön.
Und es fehlte schon fast gar nichts mehr –
Da kamen auch noch die Dreikönig daher!

Maria und Joseph waren zufrieden sehr.
Sie legten sich sehr zufrieden zum Ruhn
Mehr konnte die Welt für den Christ nicht tun.


Auch von uns schöne und gemütliche Weihnachtstage 🎄🌟💫

 

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