Jump to content
Hundeforum Der Hund
Alanza

Hund, Mann und das dumme Geschirr

Empfohlene Beiträge

@KleinEmma, bei ersterem bin ich voll Deiner Meinung. Jedes Familienmitglied benötigt Rückzugsraum, eigenen. Wenn es den einzelnen Tieren nichts ausmacht, dass im Moment ein anderes Mitglied des Rudels ihren Platz anektiert hat, ist es primär doch ok. Ich würde da Katzen nicht mit Hunden vermengen. Ich denke, daß ein Rudel klare Rangordnungsregeln hat. Katzen sind Einzelgänger. Von daher ist meiner Meinung nach das eine nicht mit dem anderen vergleichbar.

Es gibt sogar Hunde, die provozieren Streit, indem sie sich in den Schlafkorb des anderen legen, nur um aufzumucken.

Muß man bisschen drauf achten. Kein Tier sollte dauergestresst sein, weil ein Rudelhallodri ständig aufsteigen will.

Jedes Tier sollte unbedingt seinen eigenen Futternapf haben, genauso wie einen eigenen Schlafplatz.

Wölfe sind als dirkte Vorfahren der Hunde in vielem ähnlich. Zb. das lustige Sichumsichselbstdrehen, wenn man sich niederlegt. Auch Wölfe trampeln so das Gras platt, damit es weicher wird beim schlummern, und vieles mehr.

Es ist Einstellungssache, ob man seinen Hund im Bett haben will oder nicht. Aber wenn er schon darf, dann sollte das vom Tier nicht fehlinterpretiert werden als Eingeständnis zum "putschen".

Ich muß ehrlich sagen, selbst, wenn manche Hunde uns so gerne als Kuschelunterlage auf dem Sofa missbrauchen. Wenn ich nicht mag, wird er weggeschickt. Ich bin nicht sein Liegeplatz.

Aber weicher Kuschelhund ist manchmal sehr angenehm. 😆

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Katzen sind Einzeljäger, aber keine Einzelgänger....das Vorurteil wird sich auch noch ewig halten.....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wölfe sind Rudeltiere bzw. leben sie im erweiterten Familienverband, Hunde semisolitär lebende Tiere. Wolfsrüden helfen bei der Aufzucht der Jungen, Hunderüden nicht.

Wölfe und Hunde sind in vielerlei Hinsicht nicht miteinander vergleichbar.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Evolutionsbedingt haben sich sowohl Hund als auch Katze natürlich entwickelt.

Nichtsdestotrotz stammen Hunde vom Wolf ab und haben sehr wohl noch viele Eigenheiten dieses Urtypus in sich, manch eine Rasse, wie zb. Herdenschutzhunde noch mehr, da sie unabhängig vom Menschen Entscheidungen treffen können. Was sie auch müssen, wenn nachts die Viehherde von Kojoten angegriffen wird.

Katzen gelten primär erst einmal als Einzelgänger. Jedoch vergesellschaften sie sich oftmals aus Praktikabilität mit Artgenossen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 9 Minuten schrieb Spiegelchen:

@KleinEmma, bei ersterem bin ich voll Deiner Meinung. Jedes Familienmitglied benötigt Rückzugsraum, eigenen. Wenn es den einzelnen Tieren nichts ausmacht, dass im Moment ein anderes Mitglied des Rudels ihren Platz anektiert hat, ist es primär doch ok. Ich würde da Katzen nicht mit Hunden vermengen. Ich denke, daß ein Rudel klare Rangordnungsregeln hat. Katzen sind Einzelgänger. Von daher ist meiner Meinung nach das eine nicht mit dem anderen vergleichbar.

Es gibt sogar Hunde, die provozieren Streit, indem sie sich in den Schlafkorb des anderen legen, nur um aufzumucken.

Muß man bisschen drauf achten. Kein Tier sollte dauergestresst sein, weil ein Rudelhallodri ständig aufsteigen will.

Jedes Tier sollte unbedingt seinen eigenen Futternapf haben, genauso wie einen eigenen Schlafplatz.

Wölfe sind als dirkte Vorfahren der Hunde in vielem ähnlich. Zb. das lustige Sichumsichselbstdrehen, wenn man sich niederlegt. Auch Wölfe trampeln so das Gras platt, damit es weicher wird beim schlummern, und vieles mehr.

Es ist Einstellungssache, ob man seinen Hund im Bett haben will oder nicht. Aber wenn er schon darf, dann sollte das vom Tier nicht fehlinterpretiert werden als Eingeständnis zum "putschen".

Ich muß ehrlich sagen, selbst, wenn manche Hunde uns so gerne als Kuschelunterlage auf dem Sofa missbrauchen. Wenn ich nicht mag, wird er weggeschickt. Ich bin nicht sein Liegeplatz.

Aber weicher Kuschelhund ist manchmal sehr angenehm. 😆

 

Ich vermenge Hund und Katze dann, wenn beide mit zur Familie gehören. Wir - momentan 1 Hund, 1 Katze und 2 Menschen - sind eine Familie, ein Team. Ich wüsste jetzt auch nicht, welches Tier bei uns jemals versucht hat, ständig in der Rangfolge aufsteigen zu wollen. Somit glaube ich einfach nicht, dass ein Hund meinen Platz als Mensch einnehmen will. 

 

Natürlich haben Hunde manche Verhaltensweisen, die auch Wölfe haben, aber sie sind keine Wölfe. Ich würde also gar nicht immer zu den Wölfen schielen, sondern vielmehr andere Hunde beobachten, wenn ich daraus lernen will, wie HUNDE agieren und reagieren. Aber auch wenn ich das weiß heißt es nicht, dass ich als Mensch wie ein Hund agieren und reagieren sollte - eben weil ich gar kein Hund bin. Das weiß auch der Hund und ich wette mit dir, dass er die Welt nicht mehr versteht, wenn du versuchst ein Hund zu sein. 

 

Zitat

Es ist Einstellungssache, ob man seinen Hund im Bett haben will oder nicht. Aber wenn er schon darf, dann sollte das vom Tier nicht fehlinterpretiert werden als Eingeständnis zum "putschen".

 

Ja, das muss jeder für sich entscheiden, ob er einen Hund im Bett haben will oder nicht. Nur, hier kommt wieder die Aussage von dir, dass er das Eingeständnis zum Putschen nutzen würde. Warum sollte er das tun? Ich verstehe es einfach nicht. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Nein, sie stammen nicht vom Wolf ab. Die wissenschaftliche Meinung ist, daß Hund und Wolf einen gemeinsamen Vorfahren haben. Auch der heutige Wolf ist nicht mehr der von vor zig Tausend Jahren.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

könnt ihr eure Beiträge in den anderen Thread verschieben?@Zurimor @Annali  Dann muss ich das nicht machen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@ KleinEmma, Du generalisierst zu viel. Wenn ich ein Negativbeispiel heranziehe, sprich den Worst Case ausmale, verallgemeinere ich damit nicht.

Ich beschreibe lediglich, was bei entsprechender schlechter Sozialisation zb. oder Vorgeschichte, oder unklarer Führung passieren könnte.

Niemand, auch ich nicht, behauptet, dass jeder Hund, der einmal knurrt, irgendwann Beisser wird.

Es gibt aber Hunde, die benötigten eine, nennen wir es einmal stringentere Führung, als andere.

Für den einen reicht ein Blick, der nächste benötigt ein klares Nein.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 15 Minuten schrieb Spiegelchen:

 

Katzen gelten primär erst einmal als Einzelgänger. Jedoch vergesellschaften sie sich oftmals aus Praktikabilität mit Artgenossen.

Hast du dazu seriöse Quellen?

Sowohl der Deutsche Tierschutzbund, als auch das schweizerische Tierschutzgesetz sehen das nämlich anders. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Seit gestern kam ja doch noch einiges hinzu  Danke schön für die antworten, die auf mein kleines Problem zutreffen und auch danke für die teilweise interessante Diskussion. Ich werde allerdings nur auf jene Antworten zurückschreiben die sich mit meinem Problem befassen. 

 

Zu aller erst für alle: Mein Hund ist nicht unsicher in dieser Situation.

 

 

vor 4 Stunden schrieb Shyruka:

Ich mag mich kurz nochmal auf die Situation mit deinem Mann beziehen, in der der Hund "Sitz" und nicht "Platz" gemacht hat.

Das lässt sich auch einfach mit einem alternativen Handeln erklären, dass ihm Angeboten wurde. Viele von uns verstärken solches handeln, da das gerade in Extrem-Situationen Gold wert sein kann.

Kleines Beispiel: Hund im Jagdmodus, der in diesem Moment voll in seinem Programm ist und nicht runterfahren kann. Bekommt einen Rückruf - weil er aber gerade nicht zurückkommen kann, aus reiner innerlicher Natur, bietet er ein stehen bleiben an. Halter kann Hund nun abholen, das gemeinsame Ziel ist also trotzdem erreicht.

 

Hier ging es um ein Platz, zuhause auf seiner Decke. Um das genauer zu erklären. Rio hat eine Zeit gehabt, wo er es nicht ausgehalten hat, als ich zu den Hasen in das Zimmer gegangen bin. Er wollte unbedingt durch das Trenngitter zusehen. Wäre auch kein Problem, würde er danach nicht auf die Füße los gehen, wenn ich wieder raus komme. Also muss er auf seiner Decke warten, bis ich draußen bin und dann darf er gerne Kaninchen TV schauen. Im Sitz tut er sich schwerer, wie im Platz. Also möchte ich ein Platz, damit er sich leichter tut dort zu bleiben. Und er kann dort liegen, das ist langsam und mit sehr kurzen Einheiten aufgebaut. In der Situation war für ihn also ein Platz im Bereich des möglichen, weil bei mir funktioniert es in genau der selben Situation sofort ohne das er lange überlegen muss. 

 

vor 4 Stunden schrieb Shyruka:

Was im übrigen auch durchaus der Fall sein kann, aber eher bei nordischen Rassen der Fall ist: Hinterfragen. Ist das Kommando "Sitz" für ihn überhaupt sinnvoll oder denkt er sich gerade "Jo, warum soll ich das denn jetzt machen? Hab ich keinen Bock drauf und sehe ich keinen Sinn hinter." Hat dein Mann diesbezüglich im Hinblick auf Sitz überhaupt mal was mit ihm aufgebaut über Leckerchen, Spielzeug oder gemeinsame Aktivität. Klingt meines Erachtens nämlich nicht so und dann wäre das ganze ziemlich schnell erklärt. Was ich mich hierbei auch frage: Hat überhaupt mal jemand anderes außer dir etwas von deinem hund verlangt? Einen einfachen Trick oder Sitz? Das wurde bei meiner sehr häufig auch von anderen abgefragt, so dass eine einseitige Kommunikation nur zwischen mir und dem Hund gar nicht entstehen konnte.

 

Genau das war es, es war ein Hinterfragen. Ich hatte 15 Jahre lang einen Hund, der so gut wie alles hinterfragt hat, was für ihn keinen Sinn gemacht hat.  

 

Jain, wirklich viel machen tut er nicht. Es ist immer mal wieder ein Sitz, ein Platz oder irgend ein Trick und dafür gibt es dann eben ein Leckerli. Das er jetzt mal wirklich eine 'Trainingseinheit' mit ihm macht, ist nicht gegeben. Das mache nur ich und das war eigentlich auch von Anfang an so geplant. 

Meine beste Freundin frägt öfter von ihm etwas ab, was er auch super brav alles macht. Die spielt mit ihm auch. 

Oder die verrückte von neben an, wobei da macht er vieles sehr zögernd, was auch ok ist.  

Aber keiner außer mir macht richtiges Training. 

 

 

 

 

vor 2 Stunden schrieb KleinEmma:

Wenn also der Hund u.a. knurrt oder schnappt, wenn er genug gestreichelt worden ist - dann ist ja vorher irgendwas schief gelaufen.

Schief gelaufen ist, das er sich selbst nicht mehr aus der Situation herausnehmen konnte. Das heißt, einfach weggehen. Er ist zu meinem Mann hingegangen, hat sich neben ihn gesetzt, seinen Kopf auf die Armlehne und ihn angestupst, so wie er es immer macht, wenn er Zuneigung möchte. Mein Mann hat ihn gestreichelt eine Zeit lang und anstatt, dass er einfach geht, hat er geschnappt. Klar gab es vorher Zeichen, die mein Mann das erste Mal, als das passiert ist, übersehen hat. Mittlerweile, passiert das nicht mehr. Mein Mann ist feinfühliger geworden und braucht ihn auch nicht mehr wegschicken, er geht von alleine. 

 

Mein Hund wurde nie gegen seinen Willen festgehalten, wenn es ums streicheln ging. Ich zwinge keinem Tier Zuneigung auf und es weiß jeder, dass ich richtig böse werde, wenn es jemand anderes bei meinen Tieren versucht. Da gehe ich sofort dazwischen. Mein Mann hat es auch nie versucht. Wenn er festgehalten wird, dann hat es gesundheitliche Gründe, wie beim Tierarzt oder Zecken und das mache ich auch selbst. Selbst die Tierarzthelferin hat da eine A-Karte. 

 

vor 2 Stunden schrieb KleinEmma:

Wie streichelt der Mann? Kommt er an irgendeine Körperstelle, die dem Hund weh tut oder an der der Hund das Berühren/ Streicheln/ Kraulen/ Kneten unangenehm empfindet? Will der Hund eigentlich gestreichelt werden, wenn er ankommt oder will er einfach nur kurz Hallo sagen oder nur ganz kurz mal berührt werden? 

Er streichelt ihn, wie ich das tue. Rio mag es nur an den Flanken, Bauch oder Brust. Rücken und Kopf ist Tabu, was hier auch respektiert wird. Und ja in der angesprochenen Situation möchte er gestreichelt werden, wenn man ihm in der Situation nicht klar macht, dass man gerade keine Zeit hat, dann klettert er auf den Stuhl und legt sich auf einen. So in dem Moto jetzt kannst du nicht mehr aus. 

 

vor 2 Stunden schrieb KleinEmma:

Dieses "Gib-Spielchen" mache ich auch, aber ich fange nicht mit Leckereien an. Einfach weil mir der Sinn nicht klar ist, warum ich meinem Hund Leckerli abnehmen sollte. D.h., ich habe mir einfach alles neugierig zeigen lassen (anfangs bin ich gucken gegangen), was mein Hund fand - oder geklaut hatte. War es irgendwas, das sie nicht kauen sollte (weils ungesund, gefährlich oder einfach meins war), dann habe ich getauscht. Entweder gegen ein Spielzeug oder gegen Leckeres. War es nicht ungesund, gefährlich oder für mich wertvoll, dann habe ich es ihr zurückgegeben. 

 

Wir haben nicht gleich mit dem Kauzeug angefangen, das war später irgendwann ein weiterer Trainingsschritt, den meine Trainerin meinem Mann gezeigt hat. 

 

vor 2 Stunden schrieb KleinEmma:

Wenn der Hund etwas vom Tisch klaut, ist das vielleicht nicht lustig (ok, ich muss dann trotzdem lachen), aber was bringt es, wenn ich dann hinter dem Hund her laufe und es ihm wieder abnehme? Das Zeug würde ich eh nicht mehr essen und der Hund lernt doch aus so einer Aktion gar nichts. Im geschilderten Fall der Threaderstellerin wurde der Hund dabei auch noch in die Enge getrieben. Das war bestimmt nicht mit böser Absicht vom Mann geschehen, aber das kann natürlich der Auslöser dafür gewesen sein, dass er Hund dem Mann misstraut.

 

Ich weiß wirklich nicht was er sich dabei gedacht hat, wahrscheinlich hat er in dem Moment gar nicht gedacht. Wenn ich daheim gewesen wäre, wäre es nicht dazu gekommen. Aber gut, ändern kann man es nicht mehr. Er hat dazu gelernt und begriffen, warum das eine blöde Idee ist. 

 

Allgemein:  Wir haben bis auf das Geschirr ausziehen, keine Probleme. Und wie ich schrieb, glaube ich zu wissen, wo das Problem lag. Habe gestern noch das Geschirr am Kopf um einige cm größer gemacht, bis ich ein neues habe. Siehe da, dadurch, dass er jetzt viel leichter raus kommt, würgt er sich auch nicht mehr durch sein rauswinden, wenn man das Geschirr etwas ungeschickt hält. Er ist zwar bei meinem Mann noch etwas skeptisch aber hat bereits eine viel angenehmere, weichere Körperhaltung. Was sicher auch nicht schlecht ist, mein Mann zieht ihm das nur noch an der Tür an und aus. Keine Wand mehr.  Mal sehen, wie es sich die nächsten Tage und Wochen verhält. Sollte es allerdings wieder kippen, warum auch immer, spreche ich es das nächste Jahr bei meiner Trainerin an, wenn sie uns besucht. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ganz einfach ein Benutzerkonto

Du musst ein Benutzerkonto haben, um Beiträge verfassen zu können

Registrieren

Deine Hunde Community

Benutzerkonto erstellen

Du hast ein Benutzerkonto?

Melde Dich an

Anmelden


×
×
  • Neu erstellen...