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Hundeforum Der Hund
Alanza

Hund, Mann und das dumme Geschirr

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vor 40 Minuten schrieb Alanza:

Oder würdest du z.b. dein eigenes Bett aufgeben, weil dein Hund beschlossen hat, dass er darin liegt? Oder er meint: "Ne durch die Tür gehst du jetzt nicht"? 

Ja, würd ich erstmal. Und dann schauen, daß man gemeinsam eine Lösung findet. Ich muß mich meinem Hund gegenüber nicht durchsetzen. Tatsächlich nutzt Madame wenn ich aufstehe manchmal die Gelegenheit sich auf meinen Platz zu legen. Leg ich mich halt auf die andere Seite. Sie knurrt mich aber auch nicht an, sie weiß, daß sie eh berücksichtigt wird.

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IIch fürchte es wird schwierig hier richtige Tipps zu geben. Keiner von uns ist mit dabei, keiner sieht das Verhalten des Hundes.

 

Einer meiner Hunde war in der Anfangsphase sehr ähnlich drauf, allerdings war ihre Motivation Angst und Misstrauen aufgrund ihrer Vorgeschichte. 

 

Es ist manchmal echt schwer die Motivation des Hundes richtig zu beurteilen, von daher würde ich wirklich einen guten Trainer mit dazu holen der nicht gegen das Knurren und schnappen arbeitet sondern in den Ursprüngen ansetzt. 

 

Dass ein Hund so ein Verhalten an den Tag legt weil er schon öfter von deinem Mann länger ignoriert wurde glaube ich nicht. 

Oder wie meinst du das mit den Fehlern die dein Mann bisher gemacht hat? Ich lese nur das ignorieren.

Das ist zwar sicherlich nicht förderlich für das generelle Verhältnis aber eher kein Auslöser für die genannte Problematik. 

 

Gibt es Unterschiede im Verhalten des Hundes wenn du dabei bist und wenn nicht?

 

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Von der Beschreibung her würde ich meinen, dass Ausziehen mit "kein Spaß mehr habendürfen weil es geht ja nicht nach draußen" verknüpft wurde ,wenn es wirklich primär an dieser MitmannalleineeinpaarTage -Erfahrung lag.

Wenn ihr einen Garten habt, könnte dein Mann anfangen, nach dem spaziergang und dem Ausziehen des Geschirrs im Garten was zu suchen oder Tricks zu üben mit Belohnung usw. Dann würde Geschirrausziehen bedeuten, dass anderer Spaß anfängt.

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Es ist nicht so leicht, nur auf Erzählungen hin, eine wirkliche Einschätzungzu oder gar Ratschläge zu geben.

 

Der Hund ist 8 Monate - also höchstwahrscheinlich pupertär. Ich vermute hier keine Ängste vom Hund, sondern vielmehr den Versuch in der Rangordnung über deinen Mann zu steigen - bzw. scheint er bereits der Meinung zu sein, dass er gegenüber deinem Mann das Sagen hat.

Der HUND kommt und holt sich seine Streicheleinheiten, und der HUND beendet sie wieder...

Er lässt sich sein Geschirr anziehen, weil er gerne raus möchte und gelernt hat, dass das Geschirr dazu gehört. Für das Ausziehen gibt es aus Hundesicht keine Notwendigkeit - er benötigt deinen Mann also nicht mehr und hat jetzt gerade Anderes zu tun...

Und wie praktisch... der Zweibeiner überlässt ihm auch noch ständig seine Leckerlies zur Beschwichtigung ...

 

Ich denke ich würde da ein wenig an der Unterordnung (auch gerne spielerisch) arbeiten. Und wenn Dein Mann nicht irgendwann einen Biss riskieren möchte, wird ihm wohl nichts Anderes übrig bleiben, als mit dem Hund zu arbeiten ... 🤔

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vor 8 Stunden schrieb Alanza:

edesmal wenn mein Mann an ihm vorbei gegangen ist, wenn er Futter vor der Schnauze hatte oder auch einfach so, ein Leckerli hin geschmissen. Sofern er Körpersprache keine Abwehr gezeigt hat. Er hat mit ihm spielerisch das 'Gib' mit Kauzeugs gespielt.

Und eben einfach ruhig und konsequent weg geschickt, wenn er beim Streicheln, dass er eingefordert hat (der Hund) eine Abwehrreaktion gezeigt hat. Im Grunde war es das.  Sofern ich jetzt nichts vergesse. 

 

Ich schreibe mal meine Gedanken dazu (Gedanken - deswegen müssen sie ja nicht richtig sein). Du schreibst, das Ganze begann wahrscheinlich damit, als der Hund etwas klaute und dein Mann hinter ihm her gegangen ist und ihn in die Enge getrieben hat. Vielleicht war das tatsächlich der Auslöser.

 

Deshalb würde ich vorschlagen, dass dein Mann lernt, den Fokus mal von diesen Problemen abzuziehen. Also kein Leckerli mehr, in der im Zitat genannten Situation, kein "Gib" mit Kauzeugs spielen (kann er ja später, nach einer längeren Zeit, wieder anfangen) und kein Wegschicken, wenn er beim Streicheln eine Abwehrreaktion zeigt. Wenn der Hund langes Streicheln nicht mag, würde ich nur kurz streicheln und aufhören, bevor der Hund zeigt, dass genug ist.

 

Beim Geschirr ausziehen könnte es wirklich an der Wand liegen. Hier könnte man ja einfach die Gewohnheiten ändern. Zum Beispiel nicht direkt das Geschirr ausziehen, sondern einige Minuten später und dann an einem anderen Platz (ohne Wand im Rücken). 

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vor 8 Stunden schrieb Alanza:

Die ganze Problematik wäre theoretisch leicht lösbar, indem mein Mann einfach mal mehr mit ihm macht. Darauf hat er aber keine lust. Alle paar Tage mal 20 min Gassi gehen, oder mit mir mitkommen. Das wars. Im Grunde möchte er einfach nur von der Fellnase lieb gehabt werden, ohne irgendwas zu investieren bzw. mehr zu investieren

 

Hier gibst du euch schon selber eine Antwort. Vergleichbar mit einer Partnerschaft, ich möchte nicht viel machen, möchte aber, dass meine Frau immer für mich da ist, mich lieb hat, mir was leckeres kocht........ geht sowas? Der Hund merkt, er ist ihm eher gleichgültig.

 

vor 8 Stunden schrieb Alanza:

Er nimmt die meisten Reaktionen von dem Monster persönlich und ist dann beleidigt und traurig. 

 

Wenn das so ist, wird euer Hund gelernt haben, o.K. ich kann machen was ich will, es ist eh falsch oder mein Partner gibt eine negative Reaktion, damit kann ich nicht umgehen. beleidigt oder frustriert sein ist für den Hund sehr negativ, dem wird er auf Dauer dann aus dem Weg gehen.

 

vor 7 Stunden schrieb Alanza:

Jedesmal wenn mein Mann an ihm vorbei gegangen ist, wenn er Futter vor der Schnauze hatte oder auch einfach so, ein Leckerli hin geschmissen. Sofern er Körpersprache keine Abwehr gezeigt hat. Er hat mit ihm spielerisch das 'Gib' mit Kauzeugs gespielt.

 

Aus der Ferne schreibe ich mal so, ich könnte eine Wette machen, dass dein Mann ihm das Kauzeug auch weg genommen hat, muss der Hund lernen, ich habe das sagen, so in der Art, kann das sein, ist meine Vermutung richtig?

 

Mit dem an und ausziehen hast du ja schon gute Tipps bekommen. Ich beobachte sehr oft, dass das raus gehen mit anziehen super freudig gemacht wird, gleich passiert was, jau wir gehen raus. Das zurück kommen und ausziehen eher negativ, nun gehts wieder rein, Schluss mit lustig.......... Dreht es um, zieht neutral an ohne Kommentar, geht einfach raus, draussen gibts dann Spass, zurück dann freudig, ja komm, wir gehen nach Hause, da bekommst du noch ein Leckerchen und ich spiele noch schön mit dir.

 

Und sorry, ist nun lämger geworden, dass eine Trainerin zum Kaffee kommt und danach gibts drei Tipps und alles ist gut, dass klappt leider mit Sicherheit nicht, dazu braucht man mehr Zeit. Euer Thema wird Bindung und Vertrauen sein, dass hat der Hund zu deinem Mann wohl nicht, daran gilt es zu Arbeiten. Aber leider dauert dieses Thema eher länger, denn Vertrauen gegenseitig gibt es nur mit vielen kleinen und kleinsten positiven Erfahrungen gegenseitig.

 

Vielleicht konnte ich dir den einen oder anderen Tipp geben, würde mich freuen.

 

Aber einfach dran bleiben, positiv alles afbauen, dann wird das bald klappen

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vor 1 Minute schrieb BVBTom:
vor 8 Stunden schrieb Alanza:

Die ganze Problematik wäre theoretisch leicht lösbar, indem mein Mann einfach mal mehr mit ihm macht. Darauf hat er aber keine lust. Alle paar Tage mal 20 min Gassi gehen, oder mit mir mitkommen. Das wars. Im Grunde möchte er einfach nur von der Fellnase lieb gehabt werden, ohne irgendwas zu investieren bzw. mehr zu investieren

 

Hier gibst du euch schon selber eine Antwort. Vergleichbar mit einer Partnerschaft, ich möchte nicht viel machen, möchte aber, dass meine Frau immer für mich da ist, mich lieb hat, mir was leckeres kocht........ geht sowas? Der Hund merkt, er ist ihm eher gleichgültig.

 

Hier möchte ich noch kurz einhaken: Bei uns ist das ähnlich. Ich bin diejenige, die alles mit Emma macht - und das war auch vorher, mit unseren anderen Hunden nicht anders. Mein Mann wird trotzdem von Emma (und vorher von den anderen Hunden) geliebt. Das ist dann halt derjenige, der z.B. Leckereien vom Einkauf mitbringt oder lustige Sachen mit dem Hund macht etc. 

 

Emma hatte anfangs Angst vor Männern und somit auch vor meinem Mann. Er hat sie absichtlich in Ruhe gelassen, nichts von ihr eingefordert. So konnte Emma sich in Ruhe meinen Mann anschauen, ihn beobachten - und sich ihm langsam nähern, so wie es für sie ok war. Das hat vielleicht länger gedauert, als hätten wir sie dazu gezwungen, aber in ihrem Fall war es genau richtig. 

Irgendwann hat sie damit angefangen, morgens zu ihm zu gehen, wenn er seinen Morgenkaffee trinkt. Das hält sie bis heute bei und lässt sich erstmal durchkraulen.

Das ist nur eins von den Ritualen, den die 2 im Laufe der Jahre entwickelt haben.

 

 

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Ich würde denken, dass ihr es mit dem Training von "keine Resource verteidigen" etwas übertrieben habt plus das eine oder andere Missverständnis und irgendwie ist der Hund nun in einer Situation, wo er deinen Mann als jemanden empfindet, mit dem eben nicht zu spassen ist.

Je mehr ihr üben wollt, desto mehr steigert er sich in dieser altersmässig sehr ungünstigen Zeit da rein.

Lasst es doch erstmal, geht lockerer ran. Auf beiden Seiten nichts erzwingen.

 

Und @Zurimor

Bei mir dürfen noch nicht mal die Söhne aufs Sofa, wenn ich es beanspruche. 

Wo kämen wir denn da hin.....😎

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@Zurimor Hö? Ne, also hier muss Hund auch mal weichen. Der muss sich letztlich schon nach mir richten. 
 

@Alanza wie gesagt, ich würde mal ganz genau auf jedes Detail achten. Vielleicht die Wand in Kombination mit einer bestimmten Körperhaltung - ein Unterschied wäre für mich zb schon mal da: beim Anziehen kommt dein Mann mit Geschirr in der Hand, beim Ausziehen hat er nichts in der Hand (wie vermutlich auch bei der blöden Situation). Hat dein Mann damals vielleicht auch etwas  geschimpft/geflucht? (Gar nicht böse gemeint, hab ich auch schon im Affekt). Könnte dann negativ verknüpft sein: Mann kommt auf mich zu >>> gibt Ärger >>> bleib weg.  Auch nur Gedanken ... :) 

 

und zum Streicheln: aufhören bevor er schnappt (weniger ist manchmal mehr). So kann der Hund positive Erfahrung machen: „ich muss mich nicht wehren“ :) Notwendigkeit zu schnappen ist in meinen Augen eine negative Erfahrung. 


das fiel mir jetzt noch ein aber bitte bedenken: bin Laie. Das sind meine Gedanken dazu, Denkanregungen. Handlungstips möchte ich in dem Fall nicht geben :) 

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Wega liess sich in dem Alter auch nicht gerne streicheln, überhaupt Nähe war ihr unangenehm. Hab ich dann halt gelassen und sie kommen lassen, wenn sie wollte.

Ich würde nichts forcieren, dein Mann sollte nicht mehr mit ihr machen 'müssen', als er mag. Wenn sich der Hund das Geschirr nicht ausziehen lassen mag, bleibt es es halt dran, bis du kommst.

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