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Hundeforum Der Hund
Alanza

Hund, Mann und das dumme Geschirr

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@Zurimor durchsetzen geht auch obwohl  man Knurren respektiert. Ein Hund knurrt ja erst mal nicht, weil er von der Couch runter soll sondern weil die Art und Weise ihm unangenehm ist... dann muss man sich halt was einfallen lassen statt den Hund einfach zu lassen. Natürlich kannst du das mit deinem Hund handhaben wie du möchtest (und ihn dann beispielsweise einfach auf der Couch liegen lassen) aber verlange das doch bitte nicht von anderen :) 

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@Bable An welcher Stelle hab ich das bitte von anderen verlangt?

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vor 2 Stunden schrieb Zurimor:

@gatil @Bable Wenn der Hund schon am knurren ist bringt es doch gar nichts sich unbedingt durchsetzen zu wollen, das läßt die Situation höchstens eskalieren. Und mein Sofa ist groß genug für uns beide. 

 

Ich vermute, daß da auch in der Vergangenheit einiges schief gelaufen ist und frühere Signale nicht beachtet wurden wenn der Hund es nötig findet zu knurren. Deswegen würde ich erstmal zusehen, daß der Hund das nicht mehr nötig hat. Was durchaus auch mal selbst verzichten und sich nicht durchsetzen müssen/wollen beinhalten kann. Wie soll ein Hund dadurch vertrauen lernen?

 

Abgesehen davon, dass mein Bett und mein Sofa von Anfang an meins ist, gebe ich dir Recht.

Vertrauensaufbau ist jetzt das Allerwichtigste.

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vor 14 Stunden schrieb Alanza:

1 Situation gab es mal, damit glaube ich hat alles angefangen. Ich war leider nicht da und hab es nicht gesehen. Aber Rio muss wohl irgendwas geklaut haben und mein Mann ist ihm hinterher, als er abgehauen ist. Hat ihn wohl in die Enge getrieben und er hat geknurrt. Danach hat mein Mann hoch beleidigt kehrt gemacht und ihn den ganzen Tag ignoriert.

Vielleicht sehe ich das jetzt zu kurzschlüssig, aber für mich sieht es momentan so aus, als habe der Hund das Erfolgserlebnis: 'Mann will was von mir, ich knurre, er lässt ab und mich in Ruhe' in ein Erfolgsrezept umgemünzt. Mittels Knurren kann er sich durchzusetzen, wenn ihm etwas, was der Mann tut, nicht passt. Also setzt er das regelmäßig ein. Und wenn das weiter funktioniert, warum sollte er es nicht beibehalten?

Mein Weg wäre in dem Fall, es nicht mehr funktionieren zu lassen.

Wenn der Hund, anders als ich es hier herauslese, aus Verunsicherung, aus einer empfundenen Bedrohung heraus knurren würde, sähe das natürlich anders aus. Wenn er aber, wie ich jetzt vermute, knurrt, um seine Wünsche gegen den Mann durchzusetzen, würde ich ihm den Erfolg versagen. 

Ich sehe es wie die TE: wenn der Hund selbst ankommt, um gestreichelt zu werden, kann er auch einfach wieder gehen, wenn er genug hat. Wenn er mir stattdessen aversiv klar machen wollte, dass ich jetzt aufzuhören habe, würde ich ihm unmissverständlich deutlich machen, dass dies unerwünschtes Verhalten seinerseits ist. 

Unser Kater hat jetzt im Alter ein paar Mal dieses Verhalten gezeigt. Er kommt auf den Schoß, schmusen, und dann plötzlich hackt er herum. Nicht mit mir. Er fliegt dann postwendend mit einem Klaps und einer entsprechenden Ansage vom Schoß. Da bin ich altmodisch. Das ist dann auch nach 2, höchstens 3 Mal nicht mehr vorgekommen. 

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vor 3 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

anztheorie, die wiederum von verhaltensauffälligen wild zusammengewürfelten Gehegewölfen abgeleitet wurde und als solche auch mit Wölfen wenig zu tun hat - mit normalem Canidenverhalten im menschlichen Sozialverband noch viel weniger.

Pubertäres Verhalten heisst nichts Anderes, als dass der Hund Selbstbewusstsein entwickelt und geistig und körperlich seine Möglichkeiten ausprobiert- beides soll er- er macht das aber nicht zielungerichtet, er getraut sich eben nun sein Missfallen zu äußern. Also irgendein Ressentiment scheint es zu geben. Oder auch mehrere.

 

Ich halte es für gar nicht unwahrscheinlich, dass der Hund Streicheln überhaupt nicht mag.

Evtl. lässt er es sich nur als Vorschussleistung für irgendetwas Besseres gefallen. Wenn das dann nicht eintritt, wehrt er irgendwann ab.

 

Ressourcen "gibt" man nicht. Man tauscht sie. Idealerweise gegen was Besseres. Auf keinen Fall nimmt man sie weg. So lernt der Hund, dass man Ressourcen nicht verteidigen muss.

 

Mit "Unterordnung" ist BH/BGH/Obedience-Training gemeint? Das kann man probieren, aber langsam aufbauen mit viel Belohnung.

 

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Ich bedanke mich bei allen für ihre Antwort!  :) 

 

vor 13 Stunden schrieb Wilde Meute:

Ich fürchte es wird schwierig hier richtige Tipps zu geben. Keiner von uns ist mit dabei, keiner sieht das Verhalten des Hundes.

 

Ja das dachte ich mir schon, ich hatte auf ähnliche Begebenheiten gehofft aber genau wie bei meinem letzten Problem hilft mir das aufschreiben und über eure Antworten nachdenken schon ungemein.   

 

vor 13 Stunden schrieb Wilde Meute:

Dass ein Hund so ein Verhalten an den Tag legt weil er schon öfter von deinem Mann länger ignoriert wurde glaube ich nicht. 

 

Das glaube ich ehrlich gesagt auch nicht. 

 

vor 13 Stunden schrieb Wilde Meute:

Oder wie meinst du das mit den Fehlern die dein Mann bisher gemacht hat? Ich lese nur das ignorieren.

Einmal eben das mit dem Hinterher, wobei das in meinen Augen das gröbste war. 

Eine Begebenheit war wohl und das habe ich auch gleich bei der Trainerin angesprochen, als diese uns vor Monaten besuchte. Rio hat ihn wohl 'gestellt'.  Ich war nicht da und so richtig vorstellen kann ich mir das auch nicht. Mein Mann muss wohl gerade die Schuhe neu geordnet haben, draußen im Gang und Hund ist zu ihm und hat in angestarrt, mit Knurren. 

Laut seinen Erzählungen. Was ich mir eher vorstellen kann, ist das unter dem Kasten sein Kauzeug lag und er deswegen so reagiert hat, nicht einfach so. Auf jeden Fall, ist mein Mann einfach weggegangen und hat sich in sein Arbeitszimmer verzogen. Hund war also den halben Tag allein im Gang, weil die Tür zu war... War auch nicht sehr hilfreich beim Stubenrein werden... 

 

vor 13 Stunden schrieb Wilde Meute:

Gibt es Unterschiede im Verhalten des Hundes wenn du dabei bist und wenn nicht?

Wenn ich nicht da bin, liegt Hundi an der Tür, wartet und schläft. Dann ist alles andere (mein Mann, die Hasen) egal. Er steht meist nicht mal auf. 

 

Wenn er mit ihm Gassi geht, ist er laut meines Mannes, recht brav. 

 

Und generell beim Geschirr war es so, dass er nur geknurrt hat, als ich nicht dabei war. Als ich mir das dann angesehen habe, hat seine Körperhaltung deutlich angezeigt, dass er es nicht mag, hat aber nichts gemacht. Seit dem habe ich gesagt, dass nur noch ich im das abziehe und ich mir eben was überlege. Bzw. drüber nachdenke warum er so reagiert. 

 

vor 10 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Von der Beschreibung her würde ich meinen, dass Ausziehen mit "kein Spaß mehr habendürfen weil es geht ja nicht nach draußen" verknüpft wurde ,wenn es wirklich primär an dieser MitmannalleineeinpaarTage -Erfahrung lag.

Wenn ihr einen Garten habt, könnte dein Mann anfangen, nach dem spaziergang und dem Ausziehen des Geschirrs im Garten was zu suchen oder Tricks zu üben mit Belohnung usw. Dann würde Geschirrausziehen bedeuten, dass anderer Spaß anfängt.

 

Wir haben leider keinen Garten, aber das ist eine sehr gute Idee!! Da werde ich mir etwas überlegen. Danke! 

 

vor 9 Stunden schrieb Kibu:

Der Hund ist 8 Monate - also höchstwahrscheinlich pupertär. Ich vermute hier keine Ängste vom Hund, sondern vielmehr den Versuch in der Rangordnung über deinen Mann zu steigen - bzw. scheint er bereits der Meinung zu sein, dass er gegenüber deinem Mann das Sagen hat.

Der HUND kommt und holt sich seine Streicheleinheiten, und der HUND beendet sie wieder...

Der ist mitten in der Paupertät, hat auch schon recht früh bei ihm begonnen.

Wir haben das so, dass Rio Streicheleinheiten einfordern darf, er muss nur ein Nein akzeptieren wenn wir eben gerade keine Zeit haben. Funktioniert auch sehr gut bisher. 

 

vor 7 Stunden schrieb KleinEmma:

Deshalb würde ich vorschlagen, dass dein Mann lernt, den Fokus mal von diesen Problemen abzuziehen. Also kein Leckerli mehr, in der im Zitat genannten Situation, kein "Gib" mit Kauzeugs spielen (kann er ja später, nach einer längeren Zeit, wieder anfangen) und kein Wegschicken, wenn er beim Streicheln eine Abwehrreaktion zeigt. Wenn der Hund langes Streicheln nicht mag, würde ich nur kurz streicheln und aufhören, bevor der Hund zeigt, dass genug ist.

 

Das einzige was er noch macht, weil es ja mittlerweile gut funktioniert, ist das Leckerli. Und auch nicht immer. 

Wenn Rio kein Streicheln mehr will, soll er weg gehen. Ganz einfach.  (Die Situation in dem der Hund zu ihm an Arbeitstisch kommt.) 

Generell streichelt mein Mann Rio nur noch, wenn das kleine Monster zu ihm kommt und auch wirklich gestreichelt werden will.  

 

vor 7 Stunden schrieb BVBTom:

Vergleichbar mit einer Partnerschaft, ich möchte nicht viel machen, möchte aber, dass meine Frau immer für mich da ist, mich lieb hat, mir was leckeres kocht........ geht sowas? Der Hund merkt, er ist ihm eher gleichgültig.

Genau so ist es... Wobei mein Mann Rio liebt und wirklich gerne von ihm das selbe zurück haben möchte. 

 

vor 7 Stunden schrieb BVBTom:

beleidigt oder frustriert sein ist für den Hund sehr negativ, dem wird er auf Dauer dann aus dem Weg gehen

Das denke ich auch, ja. 

 

vor 7 Stunden schrieb BVBTom:

Aus der Ferne schreibe ich mal so, ich könnte eine Wette machen, dass dein Mann ihm das Kauzeug auch weg genommen hat, muss der Hund lernen, ich habe das sagen, so in der Art, kann das sein, ist meine Vermutung richtig?

   

Das war die eine Begebenheit in der Rio das erste Mal geknurrt hat, wo ich nicht daheim war. Damit glaube ich hat auch alles angefangen. Seither nicht mehr. Mein Mann nimmt ihm nichts mehr weg. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. 

 

vor 7 Stunden schrieb BVBTom:

Dreht es um, zieht neutral an ohne Kommentar, geht einfach raus, draussen gibts dann Spass, zurück dann freudig, ja komm, wir gehen nach Hause, da bekommst du noch ein Leckerchen und ich spiele noch schön mit dir.

 

Sehr gute Idee! Danke :)

 

vor 7 Stunden schrieb BVBTom:

Und sorry, ist nun lämger geworden, dass eine Trainerin zum Kaffee kommt und danach gibts drei Tipps und alles ist gut, dass klappt leider mit Sicherheit nicht, dazu braucht man mehr Zeit. Euer Thema wird Bindung und Vertrauen sein, dass hat der Hund zu deinem Mann wohl nicht, daran gilt es zu Arbeiten. Aber leider dauert dieses Thema eher länger, denn Vertrauen gegenseitig gibt es nur mit vielen kleinen und kleinsten positiven Erfahrungen gegenseitig.

 

Sie trinkt Wasser  hört sich alles genau an, macht sich Notizen, schaut es sich dann in verschiedenen Situationen an und überlegt sich einen Trainingsansatz. Zu mindest war das der Ablauf der letzten Male. 

Ich stimme dir aber zu, es ist eine langwierige Sache.

 

vor 7 Stunden schrieb BVBTom:

Vielleicht konnte ich dir den einen oder anderen Tipp geben, würde mich freuen.

 

Aber einfach dran bleiben, positiv alles afbauen, dann wird das bald klappen

   

Auf jeden Fall ! Vielen Dank  

 

vor 6 Stunden schrieb gatil:

Ich würde denken, dass ihr es mit dem Training von "keine Resource verteidigen" etwas übertrieben habt plus das eine oder andere Missverständnis und irgendwie ist der Hund nun in einer Situation, wo er deinen Mann als jemanden empfindet, mit dem eben nicht zu spassen ist.

Je mehr ihr üben wollt, desto mehr steigert er sich in dieser altersmässig sehr ungünstigen Zeit da rein.

Lasst es doch erstmal, geht lockerer ran. Auf beiden Seiten nichts erzwingen.

 

Nein, wir haben es nicht übertrieben  Wir haben Tauschhandel betrieben und mit Spiel das 'gib' aufgebaut. Wenn ich ihm sein Kauzeug gegeben habe, gab es höchstens nochn Schinken obendrauf aber wir haben es ihm nicht abgenommen. Beim Futternapf ist es dasselbe. Er weiß genau, wenn ich zu ihm hingehe, wären er frisst, gibts was mega geiles noch dazu in seinen Napf. 

 

vor 5 Stunden schrieb Bable:

wie gesagt, ich würde mal ganz genau auf jedes Detail achten. Vielleicht die Wand in Kombination mit einer bestimmten Körperhaltung - ein Unterschied wäre für mich zb schon mal da: beim Anziehen kommt dein Mann mit Geschirr in der Hand, beim Ausziehen hat er nichts in der Hand (wie vermutlich auch bei der blöden Situation). Hat dein Mann damals vielleicht auch etwas  geschimpft/geflucht? (Gar nicht böse gemeint, hab ich auch schon im Affekt). Könnte dann negativ verknüpft sein: Mann kommt auf mich zu >>> gibt Ärger >>> bleib weg.  Auch nur Gedanken ... :) 

 

Er macht alles immer mit Leckerli, für alles gute wird das kleine Monster belohnt. Mein Mann wird nicht mehr laut oder schimpft. Der hat da eine Engelsgeduld. Aber ich glaube ich kenne den Grund mittlerweile. Muss ich mir heute noch mal anschauen. 

 

Rio zieht seinen Kopf immer so abrupt aus dem Geschirr und hat sich wohl, so wie mein Mann das ab und an blöde hält, dann halt selbst gewürgt. Könnte der Grund sein oder? 

 

 

vor 4 Stunden schrieb Zurimor:

Wenn der Hund schon am knurren ist bringt es doch gar nichts sich unbedingt durchsetzen zu wollen, das läßt die Situation höchstens eskalieren. Und mein Sofa ist groß genug für uns beide. 

 

Ich vermute, daß da auch in der Vergangenheit einiges schief gelaufen ist und frühere Signale nicht beachtet wurden wenn der Hund es nötig findet zu knurren. Deswegen würde ich erstmal zusehen, daß der Hund das nicht mehr nötig hat. Was durchaus auch mal selbst verzichten und sich nicht durchsetzen müssen/wollen beinhalten kann. Wie soll ein Hund dadurch vertrauen lernen?

 

Man muss halt wissen wie man sich durchsetzt, damit die Situation nicht eskaliert. Mein Bett war es auch, und hätte er mir nicht den Arm abgerissen, wenn ich mit drauf gehe, hätte er auch drinnen liegen bleiben können.  

 

Genau meine Liebe, es ist eine Vermutung, die nicht zutreffend ist. Sicherlich habe ich Fehler gemacht, genau wie es jeder Hundehalter macht aber die waren nicht das Problem. Du kannst auch keinen Nordhund mit einem Herdenschutzhund, dem als Welpe der Schwanz mit einem Hackebeil abgehackt wurde vergleichen. Und das Hackebeil war noch das nette, was mit ihm gemacht wurde... Hättest du so reagiert bei ihm, wie es sich liest, hätte er dich spätestens ne Woche später gebissen, weil du dich nach einer Kaffee Tasse ausgestreckt hast. 

Vlad hatte Regeln, an die er sich halten musste um nicht für Menschen eine Gefahr zu werden und ja, die habe ich auch durchgesetzt. Und nicht mit Gewalt, falls das eine weitere Vermutung werden würde. :D  Aber ich stimme dir sehr wohl in der Grundaussage zu, dass ein Hundehalter sich nicht wegen jedem Schwachsinn durchsetzen muss, nach dem Motto ich bin der Chef. 

 

 

 

 

vor 4 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Ich halte es für gar nicht unwahrscheinlich, dass der Hund Streicheln überhaupt nicht mag.

Evtl. lässt er es sich nur als Vorschussleistung für irgendetwas Besseres gefallen. Wenn das dann nicht eintritt, wehrt er irgendwann ab.

 

Ressourcen "gibt" man nicht. Man tauscht sie. Idealerweise gegen was Besseres. Auf keinen Fall nimmt man sie weg. So lernt der Hund, dass man Ressourcen nicht verteidigen muss.

 

Mit "Unterordnung" ist BH/BGH/Obedience-Training gemeint? Das kann man probieren, aber langsam aufbauen mit viel Belohnung.

 

Er mag Streicheln, er erwartet da auch nichts anderes außer das Frauchen weiter macht. Sicher hat er nicht immer lust drauf aber dann wird er auch nicht gestreichelt. In 9 von 10 Fällen kommt er selbst her oder dreht sich sofort auf den Rücken und lässt es sich gut gehen. 

 

Ich habe auch nie gesagt das wir bzw. ich es so mache? Bei uns gibt es Tauschgeschäfte, du gibst mir das und ich gebe dir was richtig Leckeres.  Das dann mit 'Gib' zu benenn finde ich nicht falsch. Ich habe draußen nämlich nicht immer Schinken in der Hosentasche und wenn die verrückten Nachtbar ihr Grillfleisch aus dem Fenster werfen ist es sehr gut wenn das 'Gib' auch funktioniert ohne, dass ich dem Hund das Maul aufhebeln muss um es aus seinem Rachen zu ziehen.  Oder verstehe ich gerade etwas falsch? 

 

Unterordnung machen wir im Moment genau das, was er sowieso schon gut kann. Mein Augenmerk liegt gerade in der Alltagstauglichkeit.  

 

 

vor 3 Stunden schrieb Bable:

durchsetzen geht auch obwohl  man Knurren respektiert. 

 

Genau, ich habe sein Knurren respektiert aber in gewissen Situationen nicht akzeptiert. 

 

 

vor 44 Minuten schrieb fritzthecat:

Vielleicht sehe ich das jetzt zu kurzschlüssig, aber für mich sieht es momentan so aus, als habe der Hund das Erfolgserlebnis: 'Mann will was von mir, ich knurre, er lässt ab und mich in Ruhe' in ein Erfolgsrezept umgemünzt. Mittels Knurren kann er sich durchzusetzen, wenn ihm etwas, was der Mann tut, nicht passt. Also setzt er das regelmäßig ein. Und wenn das weiter funktioniert, warum sollte er es nicht beibehalten?

Mein Weg wäre in dem Fall, es nicht mehr funktionieren zu lassen.

Wenn der Hund, anders als ich es hier herauslese, aus Verunsicherung, aus einer empfundenen Bedrohung heraus knurren würde, sähe das natürlich anders aus. Wenn er aber, wie ich jetzt vermute, knurrt, um seine Wünsche gegen den Mann durchzusetzen, würde ich ihm den Erfolg versagen. 

Ich sehe es wie die TE: wenn der Hund selbst ankommt, um gestreichelt zu werden, kann er auch einfach wieder gehen, wenn er genug hat. Wenn er mir stattdessen aversiv klar machen wollte, dass ich jetzt aufzuhören habe, würde ich ihm unmissverständlich deutlich machen, dass dies unerwünschtes Verhalten seinerseits ist. 

Unser Kater hat jetzt im Alter ein paar Mal dieses Verhalten gezeigt. Er kommt auf den Schoß, schmusen, und dann plötzlich hackt er herum. Nicht mit mir. Er fliegt dann postwendend mit einem Klaps und einer entsprechenden Ansage vom Schoß. Da bin ich altmodisch. Das ist dann auch nach 2, höchstens 3 Mal nicht mehr vorgekommen. 

 

Richtig, er hatte damals ein Erfolgserlebnis und hat dadurch eben auch weiter versucht damit durchzukommen. Wir haben das auch bis auf die Geschirr Geschichte gut im Griff. Mein Mann lernt viel dazu und ich lass ihn mit dem Thema nicht alleine :) Er hat es sich alles nur leichter vorgestellt. So nach dem Motto " Ich gebe dir Liebe, du musst mich zurück lieben." 

 

Rio ist absolut nicht verunsichert. Der hat einfach echt keinen Bock drauf.

 

 

 

Hat jetzt alles sehr lange gedauert hoffentlich auf alle Antworten einzugehen. Ich bedanke mich hier an der Stelle nochmals. Ihr helft mir ungemein weiter! 

 

Ich glaube zu wissen, warum er so reagiert hat. Mein Mann hat ab und zu das Geschirr blöd gehalten, so das Rio nicht richtig ohne sich selbst zu würgen raus gekommen ist. Das kleine Monster hält sich ja auch nicht still. Hab das gestern Nacht per Zufall beobachten können. 

 

Ich tue mir unheimlich schwer anderen Leuten zu erklären, wie sie in Situationen mit Hunden angemessen reagieren müssen/können. Das schließt meinen Mann leider mit ein. Ich mache vieles automatisch und überlege nicht mehr, warum ich mich gerade so oder so Verhalte. Oder warum ich mich jetzt anderes Verhalte, wie am Vortag. Vielleicht kennt das jemand? 

 

 

 

 

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vor 5 Minuten schrieb Alanza:

Mein Mann hat ab und zu das Geschirr blöd gehalten, so das Rio nicht richtig ohne sich selbst zu würgen raus gekommen ist. Das kleine Monster hält sich ja auch nicht still. Hab das gestern Nacht per Zufall beobachten können. 

Dann wäre ein Geschirr, das nicht über den Kopf gezogen werden muss, eine gute Alternative für einen Neuanfang.

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vor 4 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Rangordnung ist Dominanztheorie, die wiederum von verhaltensauffälligen wild zusammengewürfelten Gehegewölfen abgeleitet wurde ...

... mit Canidenverhalten wenig zu tun hat ...

Mit solch einen Einwurf habe ich ehrlich gesagt schon gerechnet. :)

Natürlich kenne ich diese Untersuchungen/Aussagen auch. Dennoch erkenne ich schon eine Art von Rangordnung unter den Hunden - wenn diese in unterschiedlichen Situationen oder Umgebungen durchaus wechseln können.

Ich behaupte aber, dass ich ranghöher bin als meine Hunde. Ich kann jeder Zeit, jeden Platz und jede Ressouce für mich beanspruchen. Ich muss es nur sagen. Ich tue das aber selten. Meine Hunde liegen bei mir auf dem Sofa. Sie Dürfen zu mir kommen und kuscheln wenn sie das möchten (manchmal rufe ich sie auch) und sie dürfen immer (!) gehen, wenn sie keine Nähe möchten. Aber ich kann sie auch jederzeit wieder weg schicken. Und es gibt Situationen, in denen sie auch Unangenehmes für kurze Zeit ertragen müssen (Zecken entfernen, Tierarzt, ...). Sie können aber auch jederzeit bei mir Schutz suchen!

 

Mein Rüde war auch nicht ganz einfach als er erwachsen wurde. Auch er hat versucht im Rang zu steigen (vielleicht ist das Wort auch nicht ganz richtig - mir fällt da aber kein Anderes ein ...). Dabei hat er mich stark begrenzt - sogar am Arm fest gehalten. Hätte ich da nachgegeben, hätte ich irgendwann ziemlich dumm ausgesehen. Ich habe mir meinen Raum körperlich wieder erarbeitet (ich weg gedrängt sobald er sich mir in den Weg stellte und erst Druck heraus genommen, als er wich. Zusätzlich meldete ich uns im Hundeverein an und begann mit Agility. Da hatten wir gemeinsam Spass, erfolgserlebnisse und wuchsen zu einem Team zusammen.

 

Wie sich das nun tatsächlich bei diesem Hund verhält, finde ich schwer zu beurteilen, wenn man es nicht selbst erlebt...

Es "klingt" für mich aber fast danach, als sei das bei ihm ähnlich, nur dass er bereits mehr Erfolg hatte.

Natürlich kann es auch sein, dass er durch die damalige Situation mit deinem Mann verunsichert ist ...  Ich war nicht dabei ...;) Aber ist er sensiebel genug, dass eine einzige solche Situation ausreichend ist, um bei ihm ein Misstrauen gegenüber deinem Mann aufzubauen?

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vor 23 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Dann wäre ein Geschirr, das nicht über den Kopf gezogen werden muss, eine gute Alternative für einen Neuanfang.

 

Du sagst es, ich muss nur ein gutes finden. 

 

 

vor 6 Minuten schrieb Kibu:

Mit solch einen Einwurf habe ich ehrlich gesagt schon gerechnet. :)

Natürlich kenne ich diese Untersuchungen/Aussagen auch. Dennoch erkenne ich schon eine Art von Rangordnung unter den Hunden - wenn diese in unterschiedlichen Situationen oder Umgebungen durchaus wechseln können.

Ich behaupte aber, dass ich ranghöher bin als meine Hunde. Ich kann jeder Zeit, jeden Platz und jede Ressouce für mich beanspruchen. Ich muss es nur sagen. Ich tue das aber selten. Meine Hunde liegen bei mir auf dem Sofa. Sie Dürfen zu mir kommen und kuscheln wenn sie das möchten (manchmal rufe ich sie auch) und sie dürfen immer (!) gehen, wenn sie keine Nähe möchten. Aber ich kann sie auch jederzeit wieder weg schicken. Und es gibt Situationen, in denen sie auch Unangenehmes für kurze Zeit ertragen müssen (Zecken entfernen, Tierarzt, ...). Sie können aber auch jederzeit bei mir Schutz suchen!

 

Mein Rüde war auch nicht ganz einfach als er erwachsen wurde. Auch er hat versucht im Rang zu steigen (vielleicht ist das Wort auch nicht ganz richtig - mir fällt da aber kein Anderes ein ...). Dabei hat er mich stark begrenzt - sogar am Arm fest gehalten. Hätte ich da nachgegeben, hätte ich irgendwann ziemlich dumm ausgesehen. Ich habe mir meinen Raum körperlich wieder erarbeitet (ich weg gedrängt sobald er sich mir in den Weg stellte und erst Druck heraus genommen, als er wich. Zusätzlich meldete ich uns im Hundeverein an und begann mit Agility. Da hatten wir gemeinsam Spass, erfolgserlebnisse und wuchsen zu einem Team zusammen.

 

Wie sich das nun tatsächlich bei diesem Hund verhält, finde ich schwer zu beurteilen, wenn man es nicht selbst erlebt...

Es "klingt" für mich aber fast danach, als sei das bei ihm ähnlich, nur dass er bereits mehr Erfolg hatte.

Natürlich kann es auch sein, dass er durch die damalige Situation mit deinem Mann verunsichert ist ...  Ich war nicht dabei ...;) Aber ist er sensiebel genug, dass eine einzige solche Situation ausreichend ist, um ihm ein Misstrauen gegenüber deinem Mann auf zu bauen?

 

Da bin ich ehrlich gesagt deiner Meinung. 

 

 

Es klingt nicht nur so, es ist so. Mir gegenüber zeigt er so ein Verhalten nicht, bei mir ist ein 'Nein' aber auch ein 'Nein'. 

Mein Mann hat erst in der jung Hunde Phase damit angefangen obwohl ich ihm oft gesagt habe, er soll ihm nicht alles durchgehen lassen und ich dann teilweise dazwischen gegangen bin. 

Die beste, anschaulichste Situation war folgende:  Mein Mann sagt zu Rio 'Platz', Rio macht Sitz und starrt ihn fragend an. Er sagt es nochmal, Hund starrt ihn weiter an, als ob mein Mann nen Knall hat. 

Mein Mann hat mich, weil ich stumm daneben stand, angeschaut und gefragt ob er 'Platz' vergessen hat. Nope, Hund hatte gerade nur keinen Bock und hat getestet ob er mit 'Sitz' durchkommt. 

 

Ich war leider, leider auch nicht dabei. :( Er ist Sensibel, aber mein Mann hat seit damals vieles, vieles verändert in seinem Umgang mit ihm. Eben weil auch er dazu gelernt hat und ich ihn auch oft meiner Trainerin vor die Füße geworfen habe. 

 

Es macht mich halt selbst auch irgendwie traurig. Er möchte gerne die selbe Bedeutung für Rio einnehmen, wie ich sie habe. Das geht aber nicht, wenn er nichts macht mit ihm.

Ich habe auch schon Vorgeschlagen, dass er das Hundi nimmt und einfach mal für ne Stunde mit ihm so richtig Cooles Zeug erlebt. Leckerli in Baumstümpfen verstecken, Spielen, Rennen usw. Genau mit sowas kommst du bei Rio weit. Er liebt Futter aber Spiel und Spaß ist das aller beste.  Aber es ist bei einem Vorschlag geblieben. Leider. 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

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Was soll  "ranghöher"sein ?

 

Jetzt  habe schon einige  Rüden  verschiedenster Rassen....Aber irgendwie  hat mir  das noch keiner sinnvoll erklärt 🤔 man weiß es nicht  😎.

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