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Hundeforum Der Hund
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vor 3 Stunden schrieb Schnüffelmaus:

 

Lassen wir den Blindenhund mal beiseite, das ist schon ein etwas ernsterer Job.

 

 

Die korrekte Bezeichnung ist Blindenführhund oder Assistenzhund für sehbehinderte Menschen. Bis auf einen Fall sehen Blindenführhunde nämlich durchaus was und sind daher keine Blindenhunde.

Im übrigen ist die Ausbildung der BFH wirklich nicht in vielen Fällen vorbildlich. Der Dienst selbst ist strapaziös und die Tiere sind in vielen Fällen früh "verbraucht". 

 

Ein Mobilitätstrainer sagte mal treffend bei einem Seminar: "Ich genehmige BFH erst, wenn der Blinde grundsätzlich ohne Hund auskommt. BFH ist Luxus."

 

Glaubt mir, für einen Marktpreis von ca 40.000€ geht es um Geld, nicht um Tierwohl. 

 

so weit

Maico

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Ich persönlich finde es ja nicht schlimm, wenn die Hundis auch einen Job haben, solange es ihnen Spaß macht, die Bedürfnisse dennoch nicht zu kurz kommen und es vernünftig auftrainiert wurde, so dass die Fellkollegen es auch gut leisten können (körperlich, aber vor allem auch in der Psyche) Hier ist eben der menschliche Verstand gefragt.

Dabei ist es in meinen Augen gleich ob wir von Zughundesport, Rettungshundearbeit, whatever. sprechen. Verleiden kann man dem Hund beinahe alles, ebenso wie man aber auch vieles zur Attraktion werden lassen kann. 
 

Ich tue mich auch schwer, wenn man bestimmten Rassen immer bestimmte Dinge nachsagt, wenngleich vieles sicherlich einen wahren Kern hat und auch nicht weggeredet werden soll.


Unsere Jungs machen derzeit wieder Charakterschübe, daher mal das aktuelle Bild:


Einige kennen ja eine meiner Mailaddys.. die heißt nicht umsonst.."@typisch-border-collie....:D " Das ist wirklich denen geschuldet, die Socke gerne in eine "typisch..." Schublade stecken wollten. 
Natürlich hat er auch recht stereotypische Eigenschaften, die ich nicht wegreden kann. Der Kerl ist absolut schnell, wendig und kann von jetzt auf gleich umswitchen, selbst wenn man denkt, dass er gerade voll bei einem ist. Dennoch ist er für mich kein "typisch..." weil er vieles was man Bordern nachsagt, eben gar nicht erst mitbringt. (Beispiel wtp, hüten.. etc.)Er ist halt Socke, der in unserer Border-Runde auf jeden Fall heraus sticht. Er bietet eben nicht unbedingt viel von sich aus an, Hundedinge sind wichtiger, isso.
Achja, Socke ist fast reine Hütelinie, mit kleinem Einschlag Show auf Papaseite.

Vielleicht habe ich ihn falsch oder nicht gefördert und deswegen sind viele rassetypische Eigenschaften nicht ausgeprägt, aber auch als ich ihn extra mal bei einer Schäferin einschätzen ließ, die schon sehr, sehr lange nur mit Bordern arbeitet (Er kam nach 5 Jahren auf die Idee, dass er ja mal den Aufsitzmäher anfangen kann zu hüten), kam nur die Frage "Der ist schon Border und sieht nicht nur aus wie einer... oder?" Weil er seine Genetik voll ignorierte. Auch den Mäher hat er bislang nicht wieder hüten wollen, war wohl eine Eintagsfliege.

 

Bei Rayk ist es ähnlich gelagert. Einen typischen Husky erkennt man wohl nur mit gutem Willen. Er bietet sich (wie ich finde) recht viel an, lässt auch seine Hundedinge mal ruhen, wenn er dafür einen Tannenzapfen oder so geworfen bekommt, ansonsten hält er es wie Minyok. Chhrrrrrr....zzzZZZzzz.. Schlafen ist toll, ausschlafen noch viel toller und viel Action muss nun auch nicht sein. Zughundekram ist okay, aber nicht seine Erfüllung, Agi macht ihm mehr Spaß :D  Dennoch hat er auch viel Selbständigkeit und verbittet es sich, dass man unsinnige Dinge von ihm abverlangt :D 

Das jetzt nur als 2 kurze Beispiele aus unserem Zusammenleben mit den Jungs zweier Rassen, denen man xyz nachsagt. Natürlich sind beide nicht repräsentativ für alles und jeden, aber ich merke es auch bei mir im Betrieb, dass viele Hunde, die für X da sind, an Y viel mehr Spaß haben und dann auch dahingehend gefördert werden und es ihnen einfach nur gut tut.

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lg

PS: Socke war etwas angepienst, weil ich ihm beim Schönheitsschlaf aus Versehen geweckt habe.. Crumpy Border

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vor 23 Minuten schrieb mikesch0815:

 

Die korrekte Bezeichnung ist Blindenführhund oder Assistenzhund für sehbehinderte Menschen. Bis auf einen Fall sehen Blindenführhunde nämlich durchaus was und sind daher keine Blindenhunde.

Im übrigen ist die Ausbildung der BFH wirklich nicht in vielen Fällen vorbildlich. Der Dienst selbst ist strapaziös und die Tiere sind in vielen Fällen früh "verbraucht". 

 

Ein Mobilitätstrainer sagte mal treffend bei einem Seminar: "Ich genehmige BFH erst, wenn der Blinde grundsätzlich ohne Hund auskommt. BFH ist Luxus."

 

Glaubt mir, für einen Marktpreis von ca 40.000€ geht es um Geld, nicht um Tierwohl. 

 

Das ist vermutlich bei den meisten "Jobs" so ... ;) 

 

Ich habe mal auf der Hundeauslaufwiese eine blinde Frau getroffen: sie tastete sich vorsichtig mit dem Blindenstock zwischen den von Hunden gebuddelten Löchern über den Weg entlang - und nahm dankbar meine Hilfe an sie zu führen, während wir eine Runde zusammen spazieren gingen. Ihr Blindenhund lief indessen frei und fröhlich auf der Wiese herum - nur mit Halsband und einem Glöckchen dran, damit die Hundeführerin akkustisch verfolgen konnte wo der Hund war.

Es war der Besitzerin wichtig fair zu ihrem Hund zu sein, ihn gut zu behandeln und seinen Bedürfnissen (auch nach Spielen/Rennen und Pausen) gerecht zu werden.

 

Ich weiß dass so etwas längst nicht immer selbstverständlich ist,

aber das ist letztlich überall so: ob sie als Assistenz-Hunde arbeiten, Zughunde-Sport machen, jagen, hüten, oder Spürhunde etc. sind ...

ob es den Tieren gut geht und sie Spaß an ihren Aufgaben haben, liegt in der Hand ihrer Besitzer! 

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vor 49 Minuten schrieb Brynja:

Ich persönlich finde es ja nicht schlimm, wenn die Hundis auch einen Job haben, solange es ihnen Spaß macht, die Bedürfnisse dennoch nicht zu kurz kommen und es vernünftig auftrainiert wurde, so dass die Fellkollegen es auch gut leisten können (körperlich, aber vor allem auch in der Psyche) Hier ist eben der menschliche Verstand gefragt.

Dabei ist es in meinen Augen gleich ob wir von Zughundesport, Rettungshundearbeit, whatever. sprechen. Verleiden kann man dem Hund beinahe alles, ebenso wie man aber auch vieles zur Attraktion werden lassen kann.

 

Ich persönlich freue mich, wenn arbeitsfreudige Hunde - unter guten Voraussetzungen!! - einen Job haben dürfen in dem sie ihre jew. Anlagen und Neigungen ausleben können.

 

Unter "Job" verstehe ich natürlich auch Sport und Hobby-Aktivitäten ... ;) 

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Ich finde sowas Blindenführhunde an der Grenze zur Tierquälerei, wenn nicht darüber hinaus. Die dürften häufig länger unterwegs sein als gut für sie wäre, es sei denn ihr Halter verläßt kaum die Wohnung. Kommt Halbtags- oder Volltagsjob dazu, zusätzlich Einkäufe, mal Treffen mit Bekannten usw. war's das für eine artgerechte Hundehaltung und der Hund hat ein ständiges Schlafdefizit. Dürfte in anderen "Jobs" wie Lawinenspürhund ähnlich sein, die sind zur Saison sicher auch oft länger unterwegs als gut für sie wäre.

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Deswegen habe ich ja einen Hund, der "garnix" kann, ausser vielleicht von sich aus nicht weglaufen und den Gartenzaun anglotzen ;)

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vor 21 Minuten schrieb Schnüffelmaus:

Ihr Blindenhund lief indessen frei und fröhlich auf der Wiese herum - nur mit Halsband und einem Glöckchen dran, damit die Hundeführerin akkustisch verfolgen konnte wo der Hund war.

So ein Gespann ist mir auch mal begegnet. Die Frau hatte einen Stock dabei, meiner Erinnerung nach, und der Hund stöberte frei, mit Glöckchen am Halsband, in der Umgebung. 

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@Zurimor Das sind doch reine Vermutungen von dir. Wieso denkst du, dass ausgerechnet Blinde den lieben langen Tag draußen unterwegs und ihre Hunde somit Stunden über Stunden im Dienst sind? Die meisten - sehenden - Leute, die ich kenne, laufen nicht stundenlang draußen rum. Einer Mehrzahl der Hunde hier herum würde ich deutlich mehr Bewegung wünschen, als sie haben. Ich weiß es nicht, aber ich vermute im Unterschied zu dir, dass Blinde nicht weniger häuslich sind als Sehende.

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Ich denke, auch in dem Bereich ist es wie überall, wo Menschen etwas mit Tieren machen... es gibt solche und solche, wobei ich beim Sport auch (grade) im Hobbybereich diverse Abgründe sehe, z.T aus Nachlässigkeit, z.T aus Unwissenheit (vernachlässigtes Aufwärmen z.B. -darüber hat meine Physio sich mal sehr ausgelassen, weil sie so viele Sportverletzte hatte), oder Starkzwang, exessive Zwingerhaltung  usw......

 

 

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vor 7 Minuten schrieb Zurimor:

Ich finde sowas Blindenführhunde an der Grenze zur Tierquälerei, wenn nicht darüber hinaus. Die dürften häufig länger unterwegs sein als gut für sie wäre, es sei denn ihr Halter verläßt kaum die Wohnung. Kommt Halbtags- oder Volltagsjob dazu, zusätzlich Einkäufe, mal Treffen mit Bekannten usw. war's das für eine artgerechte Hundehaltung und der Hund hat ein ständiges Schlafdefizit. Dürfte in anderen "Jobs" wie Lawinenspürhund ähnlich sein, die sind zur Saison sicher auch oft länger unterwegs als gut für sie wäre.

 

zu Blindenführhunden:

Wie schon wiederholt geschrieben, es kommt auf den Besitzer an. 

Wer fair ist, lässt auch öfter mal den Hund zu Hause - vor allem wenn es Erledigung in näheren und bestens vertrauten Umfeld sind!

 

Zu den Lawinenhunden:

Außerhalb der Saison dürfen sie x- Monatelang pennen und fauler-Hund sein ... 

Und während der Saison gibt es 

1. längst nicht jede Woche Lawinen und verschüttete Menschen!

und 2. ... kommt es - siehe oben - immer auf den Hundeführer an ob er sorgsam mit seinem Partner Hund umgeht.

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