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Hundeforum Der Hund
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Egal wer wie viel für seinen Hund tut.

Es ist grundsätzlich ein Machtgefälle da. Der Hund ist immer von der 'Gnade' des Besitzers abhängig.

Welches Futter gibt es, wie gehen wir spazieren, wo wohnen wir, mit wem treffen wir uns? Das ist die Entscheidung des HH, der sich natürlich netterweise auch nach den Wünschen des Hundes richtet, wenn er will.

Zu sagen wir sind auf 'Augehöhe', gleichberechtigt, ist doch gelogen, denn der Mensch hat die Macht seine Meinung zu ändern. Diese Macht hat kein Hund und wenn er es probieren wollte, könnte es der Besitzer ganz einfach ändern.

 

Und das ist auch gut so.

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vor 14 Minuten schrieb Spiegelchen:

Jedes Lebewesen auf dieser Welt ist gleich viel wert. Dennoch ist ein Hund unser HausTIER und nicht unser Partner.

 

Und da liegt das Problem.

Ernsthaft, es gäb viel weniger problematische Mensch-Hund-Beziehungen würde der Hund als Partner behandelt statt als "rangniedriger". Viele Hunde lassen sich so einen Umgang (leider) gefallen, es wurd ja auch die Theorie erwähnt, daß Hunde deshalb so beliebt sind, weil sie machen, was der Mensch will ohne zu hinterfragen. Etliche lassen sich das aber auch nicht bieten und gelten dann als "aggressiv" oder "schwierig", weil sie sich eine solche Behandlung nicht gefallen  lassen. 

Ich würd mir ja mehr "schwierige" Hunde wünschen, damit die große Toleranz vieler Hunde nicht so schamlos ausgenutzt werden kann.

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Also ich weiß nicht. Selbst meine Partner werden zur Seite gerollt, bis ich Platz genug habe😈

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vor 2 Minuten schrieb Zurimor:

Ich würd mir ja mehr "schwierige" Hunde wünschen, damit die große Toleranz vieler Hunde nicht so schamlos ausgenutzt werden kann.

 

Dann gäbe es doch nur noch mehr schwer vermittelbare Hunde in Tierheimen!

Es würde nämlich an den Menschen vermutlich rein gar nichts ändern ... ;) 

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vor 18 Minuten schrieb Spiegelchen:

Jedes Lebewesen auf dieser Welt ist gleich viel wert. Dennoch ist ein Hund unser HausTIER und nicht unser Partner.

 

Diesen Satz unterstreiche ich voll und ganz! :) 

 

Ich habe vier Kinder und inzwischen drei Hunde großgezogen,

und auch wenn ich viel für meine Hunde tue und sie mir wirklich sehr viel bedeuten (die letzten Kinder haben Fell, wie man so schön sagt ...)

muss ich doch sagen: Kind bleibt Kind und Hund bleibt Hund!

 

Und ganz ehrlich: wer seinen Hund wie einen menschlichen Partner behandelt, kann ihn damit auch sehr schnell überfordern ...

 

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@Schnüffelmaus Langfristig vermutlich schon, wenn sich rum gesprochen hat, daß ein Hund bei falschem Umgang echt problematisch werden kann.

Solang viele Hunde mit sich klaglos fast alles machen lassen besteht für Menschen ja kein Anlaß umzudenken.

Niemand würde mit einem Geparden, Puma oder, um aufs Thema zu kommen, Wolf so umgehen wie manche mit ihren Hunden umgehen. Das würd bei einem Wolf keiner wagen sich rauszunehmen.

Menschen, die mit Wölfen arbeiten, arbeiten ausschließlich positiv (sofern sie nicht riskieren wollen, daß die Wölfe jedwede Kooperation einstellen).

Warum ist das nicht auch für Hunde selbstverständlich, warum wird da überhaupt um positiven Umgang oder nicht diskutiert?

Doch wohl nur deswegen weil Hunde anders als Wölfe  (zu)viel hinnehmen.

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Ich habe grade mal eine Minute (oder ein paar mehr)

 

Vorweg 1 Ich habe, zugegeben nur etwas quergelesen...

 

Vorweg 2 Ich habe zwei autistische Kinder, und bin selbst im Spektrum verortet, und ich weiß, das meine Kinder keine Autorität anerkennen, wenn es in ihren Augen keinen Sinn macht. (Absolut typisch für Autisten, die sozialen Konstruke als ebendas wahrnehmen was sie sind - Konstrukte und keine "Wahrheiten")

 

Also da braucht kein Lehrer daherkommen und erwarten, daß sie seine Urteile "einfach so" akzeptieren- nur weil er "Lehrer" ist - die Dimension, indem ihm sein Beruf dieses Recht gibt geht denen halt völlig ab :P   Bisher hat jede Schule genau einmal versucht, die mit Strafen usw zu brechen, hat nicht geklappt. "Eine großartige Lehrerin auf der Förderschule sagte mal, ich bin seit 27 Jahren in diesem Beruf- und wenn ich eins gelernt habe, man kann Autisten nicht zwingen!"

 

Mein Konzept von Autorität ist auch oft mit der Vorstellung von den Lehrern kollidiert *hust* - ABER ich kam am besten mit den "fordernden" Lehrern klar, WENN die fair! und kompetent waren, nicht wegen der "klaren" Regeln, oder den Strafarbeiten etc (wie so gerne von Pädagogen behauptet wird), sondern, weil die ihren verdammten Job richtig gemacht haben, faire Urteile ohne Befindlichkeiten! -es nervt einfach, wenn man mündlich den Unterricht quasi schmeisst und dieselbe mündliche Note wie das (sorry, war sie halt) Blondchen neben einem bekommt, die sich genau zweimal gemeldet hat usw - und Kompetent in ihrem Fach. Kompetenz kann ich respektieren, pseudo autoritäres Gehampel und Befindlichkeiten nicht. Respekt muss man sich verdienen, da reicht keine Berufbezeichnung.

 

Womit wir dann beim Topic angekommen sind, denn ich glaube, Hunde können mit solchen abstrakten Konstrukten und Ideen auch nichts anfangen.

 

Leider sind viele Begriffe sehr "verbrannt" in der Szene, Führung z.B. löst direkt bei vielen negative Assoziationen aus, dabei ist dieser Begriff unabhängig von den genutzten Methoden neutral. Und nicht zu verwechseln mit Dressur via Konditionierung (aversiv wie nonaversiv), die nur eine Methode darstellt, Motivationen zu beeinflussen. 

 

Führung ist ja auch ein hochsoziales Geschehen mit  - im Gegensatz zur Konditionierung- nicht zwingend unmittelbar spürbarem Nutzen für das Individuum, das geführte Individuum und die Gruppe profitiert jedoch von der Kompetenz des Führenden (nein, nicht das leidige "Alphadings" sondern auch situativ vereinbarte Arbeitsteilung und Elternrechten/Pflichten)  

 

 

Für mich bedeutet das, daß ich versuche, immer vom Hund als wohlwollend und! stabil wahrgenommen zu werden, Hunde reagieren meiner Erfahrung nach unglaublich fein auf das Energielevel und die eigene Stimmung mit dem man kommuniziert - so man es denn tut, sie sind nur (naturgemäß!) furchtbar "schlecht" darin, dieses "rcihtig" zuzuordnen (Klassiker: Hundebegegnung und gestresster Halter, weil Hundi gleich ausflippt und Hundi bezieht das auf den anderen Hund, deutet den Blick des Halters auf sich als Aufforderung  usw).

Ich behaupte mal steil 50% allen "Fehlverhaltens" sind schlichtweg Mißverständnisse - und enden tragischer Weise nicht selten in einer ganz unglücklichen Spirale, wenn der Halter das nicht rational ausgedröselt bekommt und sich selbst reflektiert.

 

Wohlwollend, in dem Sinne daß ich die Bedürfnisse und Emotionen des Hundes für ihn spürbar und erstmal wertfrei! beachte.

Konkret heisst das für mich keinerlei Entzugs - Spielchen mit Nahrung und sozialem Kontakt zur Manipulation, kein Ausliefern in und an bedrohliche Situationen/Menschen (sofern vermeidbar Tierarzt etc), kein Überfordern, kein "Verlassen" - auch nicht mental abwesend sein, wenn er seiner Natur entsprechend Engagement erwarten würde (melden usw), Achtsamkeit beim An- und Ausziehen etc, nicht (aversiv) gegen seine Emotion zu arbeiten diese auch nicht ignorieren, uvm.... Zuverläsiger Vertrauter und  Komplize sein, nicht Spielverderber.

 

Aber auch, wenn ein rotzefreches Pubertärtzel wissen will, was so geht und was nicht und wie x und y sich denn eventuueeeel auch noch auslegen lässt, dann nehme ich auch dieses soziale Bedürfnis ernst :P und beantworte die soo drängende Frage - freundlich, ruhig und klar, denn Souveränität gibt auch Halt.

Ich habe grade 4 Pubertärtzel mit zusammen 12 Beinen an der Backe - ich weiß, wovon ich rede, wenn ich sage, daß es manchmal eben doch nicht nur um die "eigentliche" Sache geht, sondern auch darum, sich selbst auszuprobieren und andere auf ihre Bewegbarkeit anzutesten.  *ooohmmmm*  (Ein deutlicher Hinweis darauf, daß der beginnende "Ernst des Lebens" + Hormone grade auch verunsichert und man lieber erstmal den Nächsten vertrauensvoll auf den imaginären Sack geht, bevor man sich dann mal vor Fremden "beweisen" muss.... hier würde ich das neben meiner sanften Standhaftigkeit (10Punkte für Selbstbeherrschung!) zusätzlich auf einer anderen Ebene transferiert bearbeiten und dem Hund an anderer Stelle mehr Kompetenzen innerhalb eines geführten "Teams" überlassen, wo er nicht überfordert wird und sich mit seiner geballten Großartigkeit erfolgreich "austoben" kann *amen*.

 

Ich bin keine Freundin davon, trotz aller Abhängigkeiten Hunde auf einen "heiligen" Sockel zu stellen, zu jedem sozialen Miteinander gehören essentiell auch Konflikte, und die haben ihre Funktion und auch Berechtigung z.T.sind sie auch einfach Teil der Entwicklung, und sind weder eine persönliche Beleidigung, noch der Versuch, die "Herrschaft" zu erlangen, noch ein "persönliches" Versagen. Sie sind eine Aufgabe und geben Hinweise, die Idee von "Schuld" steht jeder sachlichen Betrachtung und vor allem einer Lösung im Weg.

 

Solange ich mir das stets vor Augen halte, kann ich auch darauf angemessen und fair! reagieren, Ursachen und Alternativen finden. Das zu gestalten, sehe ich nicht nur als mein Recht, sondern auch als meine Pflicht als kognitv haushoch überlegenes Wesen in einer auf sehr vielen Ebenen naturgemäß ungleichen Partnerschaft an. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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vor 35 Minuten schrieb Zurimor:

Niemand würde mit einem Geparden, Puma oder, um aufs Thema zu kommen, Wolf so umgehen wie manche mit ihren Hunden umgehen. Das würd bei einem Wolf keiner wagen sich rauszunehmen.

Menschen, die mit Wölfen arbeiten, arbeiten ausschließlich positiv (sofern sie nicht riskieren wollen, daß die Wölfe jedwede Kooperation einstellen).

Warum ist das nicht auch für Hunde selbstverständlich, warum wird da überhaupt um positiven Umgang oder nicht diskutiert?

Doch wohl nur deswegen weil Hunde anders als Wölfe  (zu)viel hinnehmen.

 

Richtig:

denn der Hund ist ein domestiziertes Haustier und eben kein Wolf mehr.

Der Mensch hat ihn dahingehend gezüchtet ... und das ist grundsätzlich auch gut so!

 

Dass es viele Menschen gibt die dies ausnutzen und sich nicht fair ihrem Haustier Hund gegenüber verhalten, will ich auch gar nicht schönreden!

 

Aber zu glauben dass die Welt besser würde, wenn alle Hunde wieder mehr Wolf wären (und somit auch wehrhafter dem Menschen gegenüber bei schlechter Behandlung...), halte ich persönlich für naiv.

 

Es geht den "schwierigen" Hunden im Durchschnitt gesehen doch nicht besser als den unkomplizierten, oder ... ?

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Natürlich bin ich meinen Hunden gegenüber fair, wer will das nicht, aber ganz ehrlich, auch ich habe Gefühle und wenn mein Hund tatsächlich mal Mist gebaut hat und ich sauer bin (kommt wirklich selten vor, davon ab), dann kann ich mich doch gar nicht verstellen.

Selbst wenn ich es versuche zu verbergen, mein Hund ist doch nicht doof und merkt das auch. ;) 

Tatsächlich lernt er das dann aber auch einzuordnen und es sind ja auch nur Momente, keine Stunden, wo das Gefühl in mir hoch kommt.

Das finde ich dann aber autentischer.

Und ich glaube, gerade weil meine Hunde wissen, dass ich nicht dauerhaft sauer bin, lernen sie auch damit zu leben, denn ich tue ihnen ja nichts, außer, wenn es wirklich gravierend war, sie mal kurz "anzuranzen". Dann ist es doch auch ganz schnell wieder gut.  

Ich kann ja auch Traurigkeit, wenn die mal aufkommt, was - wenn man so will - ja auch ein negatives Gefühl ist, nicht verheimlichen. 

Für mich gehören jedenfalls so Dinge wie Freude, auch die kann ja mal temperamentvoller und da im ersten Moment unverständlich(er), weil evtl. überschwänglich,im Zusammenleben von Hund und Mensch dazu. 

 

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@Fiona01 Da hast du vollkommen Recht, seine Gefühle zu verbergen ist auch Unsinn. Wir sind halt auch einfach nur Menschen. Aber man erwartet ja dann nicht dass so ein Gefühlsausbruch pädagogisch sinnvoll war und der Hund was daraus gelernt hat.

Wenn diese eine Situation die uns so genervt hat öfter vorkommt, dann muss man sie halt angehen und vernünftig trainieren

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