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Hundeforum Der Hund
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Knurren,Märchen,Schlafplätze,Machtphantasien,Wölfe und Partnerschaften

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@Fiona01 wenn sich das auf mich bezieht... natürlich gehört auch Ehrlichkeit dazu, aber ich bemühe mich auch um genug rationalen Abstand, um Dinge nicht (oder zulange) "persönlich" zu nehmen, oder in die Übertragungs und oder Projektionsfalle zu tappen. 

Als Autistin fällt mir das natürlich sehr leicht, da ich sehr viele Gefühle erstmal durch den Kopf gehen lasse. 

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@pixelstall Das war eher allgemein bzw. dann wieder auf mich bezogen. :) 

 

Aber wie ist der letzte Satz bei dir gemeint? 

 

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@Fiona01 Das ich emotional in der Regel sehr kontrolliert bin, und oft garnicht in der Lage bin, wahrzunehmen, was ich nicht "beschreiben" kann, ich bin auch wie viele Autisten Gesichtsblind - dh. ich lese menschliche Mimik nicht instinktiv "nebenbei" sondern erst durch ganz bewusste aktive Beobachtung (kann dann aber nicht mehr Zuhören, und vermeide in der Regel deswegen Blickkontakt) Ich empfinde Hunde als einfacher zu lesen, auch weil sie nicht täuschen. 

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Danke für deine Erklärung, so verstehe ich das besser. :) 

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@pixelstall 

Ich finde es ganz prima, dass du dir die Zeit für diese Erläuterungen genommen hast.

Danke dafür, dass du auch einige (oft als "toxisch" mißverstandene Termini) wieder in einen umfassenderen und schärferen Kontext gestellt hast.

Es wäre schön, wenn wir in der Diskussion mal von diesem verwaschenen Aversiv-/Dominanz- etc. Gerede, das sich im Wesentlichen auf abgegriffene Reizwörter beschränkt, wegkämen.

Dazu ist es für mein Empfinden sehr zielführend, auch mal konkrete Beispiele zu nennen, die über dieses Sofa-/Bettthema hinausgehen.

 

vor 2 Stunden schrieb pixelstall:

Wohlwollend, in dem Sinne daß ich die Bedürfnisse und Emotionen des Hundes für ihn spürbar und erstmal wertfrei! beachte.

Konkret heisst das für mich keinerlei Entzugs - Spielchen mit Nahrung und sozialem Kontakt zur Manipulation, kein Ausliefern in und an bedrohliche Situationen/Menschen (sofern vermeidbar Tierarzt etc), kein Überfordern, kein "Verlassen" - auch nicht mental abwesend sein, wenn er seiner Natur entsprechend Engagement erwarten würde (melden usw), Achtsamkeit beim An- und Ausziehen etc, nicht (aversiv) gegen seine Emotion zu arbeiten diese auch nicht ignorieren, uvm.... Zuverläsiger Vertrauter und  Komplize sein, nicht Spielverderber.

(...)

 

Danke auch für die folgende Einordnung (sie entspricht dem, was ich auch versuche umzusetzen. Gelingt aber leider auch nicht immer 1:1 - schön wär's)

 

vor 2 Stunden schrieb pixelstall:

 

Ich bin keine Freundin davon, trotz aller Abhängigkeiten Hunde auf einen "heiligen" Sockel zu stellen, zu jedem sozialen Miteinander gehören essentiell auch Konflikte, und die haben ihre Funktion und auch Berechtigung z.T.sind sie auch einfach Teil der Entwicklung, und sind weder eine persönliche Beleidigung, noch der Versuch, die "Herrschaft" zu erlangen, noch ein "persönliches" Versagen. Sie sind eine Aufgabe und geben Hinweise, die Idee von "Schuld" steht jeder sachlichen Betrachtung und vor allem einer Lösung im Weg.

 

Solange ich mir das stets vor Augen halte, kann ich auch darauf angemessen und fair! reagieren, Ursachen und Alternativen finden. Das zu gestalten, sehe ich nicht nur als mein Recht, sondern auch als meine Pflicht als kognitv haushoch überlegenes Wesen in einer auf sehr vielen Ebenen naturgemäß ungleichen Partnerschaft an. 

 

 

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vor 2 Stunden schrieb Zurimor:

@Schnüffelmaus Langfristig vermutlich schon, wenn sich rum gesprochen hat, daß ein Hund bei falschem Umgang echt problematisch werden kann.

Solang viele Hunde mit sich klaglos fast alles machen lassen besteht für Menschen ja kein Anlaß umzudenken.

Niemand würde mit einem Geparden, Puma oder, um aufs Thema zu kommen, Wolf so umgehen wie manche mit ihren Hunden umgehen. Das würd bei einem Wolf keiner wagen sich rauszunehmen.

Menschen, die mit Wölfen arbeiten, arbeiten ausschließlich positiv (sofern sie nicht riskieren wollen, daß die Wölfe jedwede Kooperation einstellen).

Warum ist das nicht auch für Hunde selbstverständlich, warum wird da überhaupt um positiven Umgang oder nicht diskutiert?

Doch wohl nur deswegen weil Hunde anders als Wölfe  (zu)viel hinnehmen.

 

vor 2 Stunden schrieb Schnüffelmaus:

 

Richtig:

denn der Hund ist ein domestiziertes Haustier und eben kein Wolf mehr.

Der Mensch hat ihn dahingehend gezüchtet ... und das ist grundsätzlich auch gut so!

 

Dass es viele Menschen gibt die dies ausnutzen und sich nicht fair ihrem Haustier Hund gegenüber verhalten, will ich auch gar nicht schönreden!

 

Aber zu glauben dass die Welt besser würde, wenn alle Hunde wieder mehr Wolf wären (und somit auch wehrhafter dem Menschen gegenüber bei schlechter Behandlung...), halte ich persönlich für naiv.

 

Es geht den "schwierigen" Hunden im Durchschnitt gesehen doch nicht besser als den unkomplizierten, oder ... ?


Ich glaube nicht dass Zurimor gemeint hat, dass Hunde sich wie Wölfe verhalten sollen. Eher dass es traurig ist, dass von Hunden so häufig so viel Gehorsam verlangt wird und von ihnen oft erwartet wird „zu funktionieren“. Mal weg vom Wolf-Vergleich und stattdessen zur Katze: Niemand erwartet von der Katze bei Fuß zu gehen, oder ins Körbchen zu gehen wenn es an der Tür klingelt, oder artig vor dem Futternapf auf das Fress-Kommando zu warten, oder gar sich das Futter „zu erarbeiten“, oder oder oder. Würde mit einer Katze gar nicht funktionieren, drum kommt auch keiner auf die Idee. 
 

Hunde sind aber einfach so sozial und kooperativ, dass sie das mitmachen - und das wird von vielen Haltern (aus-)genutzt, eigentlich ist es sogar eine Selbstverständlichkeit. Ein Hund, der keine „Grundkommandos“ beherrscht, gilt ja schnell mal als unerzogen. Und weil Hunde es dem Menschen so leicht machen, vielleicht zu leicht, sind wird es immer noch viel zu häufig auch missbraucht. Gerade aktuell aus meinem entfernten Bekanntenkreis: Junge Hündin bekam vom Halter, als sie an einem Haufen schnuppern wollte - O-Ton - „So sehr eine geklatscht, dass sie an die Hauswand geflogen ist. Das muss beim ersten Mal sitzen und richtig weh tun, ich will ja keinen Hund der ständig Scheiße frisst“. Und so was funktioniert ja traurigerweise bei Hunden. Sie verknüpfen „Kackhaufen = böse Schmerzen und riesiger Schreck“ und meiden alle Haufen fortan - Halter freut sich, dass er seinen Hund so toll erzogen hat. Auf solch bekloppte Ideen kommen die Leute doch nur bei Hunden. Bei keinem anderen Tier verspricht sowas Erfolg. Übrigens kam der tipp mit dem „einmal richtig an die wand klatschen“ traurigerweise von einem Trainer. Da konnte ich reden so viel ich wollte, ich wurde nur als alberne Wattebäuschenwerferin belächelt. Die Hündin wurde mit 5 Monaten an den Züchter zurückgegeben, sie hatte ihr Herrchen angeknurrt und sogar nach ihm geschnappt- sowas geht ja natürlich gar nicht. Diese Hündin hat es sich also nicht gefallen lassen und wurde prompt abgegeben - in diesem Fall sicherlich das beste für den Hund. 

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vor 1 Stunde schrieb Annali:

Übrigens kam der tipp mit dem „einmal richtig an die wand klatschen“ traurigerweise von einem Trainer. Da konnte ich reden so viel ich wollte, ich wurde nur als alberne Wattebäuschenwerferin belächelt. Die Hündin wurde mit 5 Monaten an den Züchter zurückgegeben, sie hatte ihr Herrchen angeknurrt und sogar nach ihm geschnappt- sowas geht ja natürlich gar nicht. Diese Hündin hat es sich also nicht gefallen lassen und wurde prompt abgegeben - in diesem Fall sicherlich das beste für den Hund. 

 

Nun ja, versaut ist die Hündin trotzdem, der nächste Halter kann nun an der Baustelle arbeiten....obwohl es andere Trainingsschritte gibt, die im Alter von 5 Monaten zu erarbeiten wären.

Dennoch, ich begreife das nicht: Ein "Trainer" soll so etwas empfohlen haben?? Ein Trainer - ernsthaft? :???

Der mag gewesen sein was auch immer man sich vorstellen mag, ein Hundetrainer war er ganz bestimmt nicht. Ihr wisst ja, dass ich noch im letzten Jahrtausend eine DSH hatte, so einen kompletten Schwachsinn habe ich noch nicht einmal in der Ortsgruppe des SV mitbekommen. Damals, vor einigen Dekaden!

Manches Mal frage ich mich echt, was da noch so unterwegs ist und sich "Trainer" nennt. Und Kunden findet, das ist ja der eigentliche Skandal!

 

Gut, (oder eher nicht gut)  ganz offensichtlich existieren solche Negativ Beispiele. Ich finde es dennoch wenig zielführend, immer wieder auf sie zurückzugreifen. Was sie veranstalten, ist indiskutabel, ohne Frage. Aber, wie ihr ja selbst oft schreibt - sie sind unbelehrbar. Was also bringt die Beschäftigung mit diesen Negativ Beispielen?

Dass wir uns auf die Schulter klopfen können, im komfortablen Bewusstsein, dass wir es besser machen? Das ist nicht viel, oder?

 

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vor 1 Stunde schrieb Annali:

Hunde sind aber einfach so sozial und kooperativ, dass sie das mitmachen - und das wird von vielen Haltern (aus-)genutzt, eigentlich ist es sogar eine Selbstverständlichkeit. Ein Hund, der keine „Grundkommandos“ beherrscht, gilt ja schnell mal als unerzogen. Und weil Hunde es dem Menschen so leicht machen, vielleicht zu leicht, sind wird es immer noch viel zu häufig auch missbraucht. Gerade aktuell aus meinem entfernten Bekanntenkreis: Junge Hündin bekam vom Halter, als sie an einem Haufen schnuppern wollte - O-Ton - „So sehr eine geklatscht, dass sie an die Hauswand geflogen ist. Das muss beim ersten Mal sitzen und richtig weh tun, ich will ja keinen Hund der ständig Scheiße frisst“. Und so was funktioniert ja traurigerweise bei Hunden. Sie verknüpfen „Kackhaufen = böse Schmerzen und riesiger Schreck“ und meiden alle Haufen fortan - Halter freut sich, dass er seinen Hund so toll erzogen hat. Auf solch bekloppte Ideen kommen die Leute doch nur bei Hunden. Bei keinem anderen Tier verspricht sowas Erfolg. Übrigens kam der tipp mit dem „einmal richtig an die wand klatschen“ traurigerweise von einem Trainer. Da konnte ich reden so viel ich wollte, ich wurde nur als alberne Wattebäuschenwerferin belächelt. Die Hündin wurde mit 5 Monaten an den Züchter zurückgegeben, sie hatte ihr Herrchen angeknurrt und sogar nach ihm geschnappt- sowas geht ja natürlich gar nicht. Diese Hündin hat es sich also nicht gefallen lassen und wurde prompt abgegeben - in diesem Fall sicherlich das beste für den Hund. 

 

Aber mal abgesehen von solchen krasseren Negativbeispielen:

Vieles geschieht auch aus Unwissenheit, Unerfahrenheit und schlechten Ratgebern obwohl die Leute es gut meinen und überaus lernfähig - und auch bereit dazu sind!

 

Bei meinem ersten Hund habe ich anfangs auch viel falsch gemacht, es war noch die Zeit von Alphawurf, Schnauzgriff & Co.

Zum Glück war meine Schäfi solch ein gutmütiges Exemplar die jeden Unsinn und Anfängerfehler unsererseits einfach weggesteckt hat und niemals anfing sich gegen uns zu wenden, denn wir hatten auch noch vier Kinder - und häufig auch Freunde unserer Kinder im Haus ...

Ich habe - ebenfalls zum Glück! - sehr bald schon viel gelernt im Umgang mit Hunden, mich weiterentwickelt und immer mehr zum freundschaftlichen und positiven Umgang mit diesen großartigen Hund gefunden ... und ja, sie war wirklich ein fröhlicher, glücklicher und überaus geliebter Hund - der sehr es gut hatte bei uns!

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@Annali Danke, eben darum wäre ich froh, wenn es mehr "schwierige" Hunde gäbe, die sich weniger gefallen lassen, denn dann würden solche "Erziehungsmethoden" gar nicht erst in Erwägung gezogen. Was für die Hunde dauerhaft besser wäre.

Ich denke wenige Halter eines z. B. Shibas oder Akitas, die sich auch nur ein bißchen informiert haben, kämen auf die Idee, mit ihrem Hund so umzugehen. Gibt es natürlich auch, aber ich schätze, daß es solchen "schwierigen" Hunden was die Wahl der Erziehungsmethoden angeht im Durchschnitt schon besser geht. Schon allein, weil bei solchen Rassen auch eher mal abgeraten wird sich einen anzuschaffen, siehe einige Threads hier im Forum.

 

@Renegade Das fängt ja schon im Kleinen an,  Alphawurf, Leinenrucke,  Schnauzengriff, Rütteldose sind Gang und Gäbe,  eben weil Hunde sich das gefallen lassen.

Sowas würde wohl kaum jemand mit einer z. B. Katze versuchen. Oder wenn dann nur einmal, weil es von den meisten Katzen umgehend die Quittung gibt.

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vor 20 Minuten schrieb Zurimor:

@Annali Danke, eben darum wäre ich froh, wenn es mehr "schwierige" Hunde gäbe, die sich weniger gefallen lassen, denn dann würden solche "Erziehungsmethoden" gar nicht erst in Erwägung gezogen. Was für die Hunde dauerhaft besser wäre.

Ich denke wenige Halter eines z. B. Shibas oder Akitas, die sich auch nur ein bißchen informiert haben, kämen auf die Idee, mit ihrem Hund so umzugehen. Gibt es natürlich auch, aber ich schätze, daß es solchen "schwierigen" Hunden was die Wahl der Erziehungsmethoden angeht im Durchschnitt schon besser geht. Schon allein, weil bei solchen Rassen auch eher mal abgeraten wird sich einen anzuschaffen, siehe einige Threads hier im Forum.

 

Das würde mich jetzt wirklich mal interessieren, ob es Shibas, Akitas, Wolfshunden, Herdenschutzhunde etc ... etc ... 

die landläufig als "schwieriger" - und nicht mit Druck erziehbar - bekannt sind, wirklich besser geht!

 

Mein persönlicher Eindruck ist eher,

dass "schwierigere" Hunde überdurchschnittlich häufig abgegeben werden, häufig dann auch schon "versaut" und/oder schwer vermittelbar ... 

 

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