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Hundeforum Der Hund
Alanza

Blindenführ- & Assistenzhunde - Tierquälerei ja oder nein?

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Ich werde nicht auf alles antworten :) 

 

vor 15 Stunden schrieb Michelle003:

Bevor für mehrere tausend Euro ein Assistenzhund bewilligt wird, hat man doch ein wenigstens einigermaßen behindertengerechtes Zuhause und kann viel allein machen. 

 

Und wenn sie wirklich 24/7 so hilfsbedürftig sind dass selbst Kleinigkeiten nicht ohne Hilfe gehen, gibt es auf Pfleger die einem per Gesetz zustehen. Denn viel kann ein Hund auch einfach nicht leisten. 

 

Einigermaßen behindertengerecht ist in der heutigen Zeit, dass nötigste und das ist nicht viel. 

 

Dir stehen gewisse Stunden zu. Ich weißt gerade nicht mehr wie viele genau, aber damit kommst du nicht über das ganze Jahr, wenn du 8 Stunden am Tag bräuchtest. Und wenn du über die Stunden kommst, Pech. So einfach ist das. Wenn die genau Anzahl an Stunden bei welcher Pflegestunde interessiert, kann ich gerne Nachschauen gehen. 

 

Du bekommst das nötigste vom Land, außer du gehst ihnen verdammt auf die nerven, dann bekommt man auch mal einen richtigen Rollstuhl Teilbezahlt. 

Automatische Fenster, Elektronik das man mit dem Kopf bedienen kann usw. darfst du dir alles selbst bezahlen. 

 

vor 6 Stunden schrieb black jack:

Diese  These ist ungefähr  so  sinnvoll  wie  zu behaupten alle blonden Menschen hüpfen auf einem Bein .

 

Beruflich  und  aus anderen Gründen stecke ich tief in diesem Thema, deshalb habe ich mich auch nicht geäußert. 

Soviel Unwissenheit und Vorurteile.im Jahr  2019...

Menschen sind  Menschen .

Ich würde gerne  nach  Fakten fragen die über Hören/Sagen hinausgehen. 

 

Ich weiß nicht warum, aber deine Antwort ist die erste, seit ich in dem Forum bin, die mich so richtig aufregt. Ich hoffe ja du hast nicht nur die Überschrift gelesen und wolltest einfach mal deinen Senf dazu geben. Denn wenn du mehr, als nur die Überschrift gelesen hättest, wüsstest du, dass ich in dem Bereich seit langer Zeit arbeite. Nichts mit Hören/Sagen. 

Du wüsstest auch, das sich bei mir wohl die negativ Erfahrungen, was den Hund anbelangt etwas eingebrannt haben und ich im nachhinein drauf gekommen bin, dass es doch nicht so viele waren, wie ich mir eingebildet habe. 

Wenn du also nächstes Mal deinen imaginären Vorschlaghammer aus deiner Tasche holst, würde es ratsam sein, wenn du lesen würdest. 

 

vor 5 Stunden schrieb mikesch0815:

Krankenkasse. Hund kostet etwa 40.000€,

 

Ist bei uns leider nicht so. Hier musst du, soweit ich weiß einen Teil dazuzahlen. Aber da kann ich mich noch mal genauer erkundigen. 

 

vor 3 Stunden schrieb piper1981:

Hm,  dafür  ist  dein ThreadTitel  aber  schon recht provokant 

Oh ja, ist mir im Nachhinein auch aufgefallen und ich hätte wohl länger an einem passenderen Titel suchen sollen. 

 

 

Und einfach nochmal, weils so schön ist. Ich habe nie geschrieben, dass ein beeinträchtigter Mensch ein schlechterer HH ist, wegen seiner Beeinträchtigung. So ein Schwachsinn! 

Ich habe unbeabsichtigt einen dummen Titel gewählt, weil mir kein anderer Begriff eingefallen ist. Ich setze hier nicht z.B  die Massenschlachtung in China mit beeinträchtigten Menschen gleich. Ich habe nur negativ Beispiele in meiner Arbeit gehabt. Empfand es als nicht schön. Fertig. 

Genauso unschön sind gesunde Menschen, die ihrem Tier nicht gerecht werden. 

Andererseits muss man jetzt auch ganz klar sagen. Würde hier jemand schreiben, mein Hund sitzt die meiste Zeit im Garten, weil, wegen dem und dem, der würde mit imaginären Heugabeln zum bereits lodernden Scheiterhaufen getrieben. Und irgendwo in der Ecke schreit wahrscheinlich noch jemand ''Los! Vierteilt ihn!'' 

 

@KleinEmma Es ging mir persönlich nicht um Blindenführhunde, da ich nur 1 einzigen bisher kennen durfte und der hat ein schönes Leben gehabt. Aber vielen dank, sehr informativ. 

 

 

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Ich kenne mich mit Pflegestufen auch ein wenig aus. Leider. 

Aber 10 Stunden Dauerbeschäftigung ist einfach viel zu hoch angesetzt. 

Auf diese Stundenanzahl kommt man dann doch nicht. 

 

Ich weiß nicht was du unter einem richtigen Rollstuhl verstehst. Den normalen ohne Elektrik bekommt man kostenlos geliehen nur das Sitzkissen muss man kaufen. Weil die nicht immer weitergegeben werden können (z.B. wegen Inkontinenz) oder einfach Verschleiß.

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vor 1 Stunde schrieb Michelle003:

Ich weiß nicht was du unter einem richtigen Rollstuhl verstehst. Den normalen ohne Elektrik bekommt man kostenlos geliehen nur das Sitzkissen muss man kaufen. Weil die nicht immer weitergegeben werden können (z.B. wegen Inkontinenz) oder einfach Verschleiß.

 

Ich rede von so etwas und ähnlichem und die bekommst du, bei uns, nicht umsonst :)  https://www.fruehwald.net/mobilitaet/rollstuehle-u-elektrorollstuehle/elektrorollstuhl/66~PRODUKT/67872/permobilR-f5-corpus-vs

 

Hätte mich klarer ausdrücken sollen, wenn ich Rollstuhl schreibe, meine ich solche wie in dem Link. Die normalen bekommst du geliehen, dass stimmt. 

 

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vor 9 Stunden schrieb fritzthecat:

 

@Zurimor Mit dem TSG zu argumentieren, ist so ne Sache. Das erlaubt Zwingerhaltung, wenn der Hund regelmäßig mal raus kommt, und Anbindehaltung an einer Laufvorrichtung. Ich bezweifle stark, dass das bei einem sozialen Tier wie dem Hund artgerecht ist, aber es ist zulässig. Also ist eine familiäre Haltung mit guter Behandlung, aber nicht optimaler Auslastung sicher kein Verstoß gegen das TSG. 

Und eine suboptimale Haltung gleich als Tierquälerei zu bezeichnen, hmm. Man kann Begriffe durch inflationären Gebrauch auch entwerten. Wobei ich nicht behaupten will, dass du das tust, denn mir ist nicht klar, wo du die Grenze ziehst. 

 

Auf der anderen Seite kann man Tierquälerei salonfähig machen/halten, indem man erst bei den den schweren oder extremen Fällen anfängt und nicht schon bei den Kleinigkeiten ansetzt.

Ein Halter reißt seinem Hund immer mal wieder ein paar Haare aus, weil er es vielleicht lustig findet wie der Hund wegspringt oder quietscht.  Selbst wenn der Hund ansonsten perfekt gehalten wird ,  bleibt diese Handlung Tierquälerei, anders will ich das gar nicht nennen.

Dementsprechend kann es auch eine Form von Tierquälerei darstellen, wenn ein Hund regelmäßig (zu) viel Streß ausgesetzt wird, selbst wenn der Hund ansonsten geliebt und gut behandelt wird.

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Quälerei gibt es sogar bei Menschen, sogar zwischen Müttern und Töchtern. In der Invasiven Beatmung musste ich einmal eine allzu enthusiastische Mutter einer beatmeten Teenagerin, vollgelähmt und dauerhaft bettlägerig, zurückhalten, als sie freudig verkündete, morgen einmal den Damenbart ihrer Tochter mit einem Kaltwachsstreifen "entfernen" zu wollen.

 

 

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Pflege ist immer ein Problem.

Wie viele zu pflegende werden am Ende ihres Weges schwierig im Umgang? 

Wer hat noch nie in der Pflege die sonst vorhandene Geduld verloren. 

 

Das ist einfach nicht leicht. Aber Hunde sind in der Lage sehr viel Freude zurück in solche Haushalte zu bringen. Schaffen wieder Kontakt mit anderen Menschen, da viele sich mit behinderten nicht trauen in Kontakt zu treten. Der Hund ist eine gute Brücke.

Wie viele haben durch den Hund auch wieder eine Verantwortung die sie dazu bringt wieder täglichen Pflichten nachzugehen und eine Aufgabe zu haben. Er hilft auch gegen Einsamkeit. 

 

So sehr der Hund auch Aufgaben für den Menschen erledigt. Der Mensch hat auch den Hund als Aufgabe und da agieren sie auch verantwortungsbewusst. So jedenfalls in meinem Erfahrungsbereich. 

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Wir hatten einmal einen Fall, da durfte niemand verraten, dass die betroffene Person psychiatrisch behandelt wird. Um "Rehas" abzuschwächen, wurden vorher Süßigkeiten verteilt. Wenn Untersuchungen anstanden, wurden Treffen mit den Angehörigen vereinbart. Diese riefen vorher an und sollten dann nach durchstandener Behandlung ablenken von den psychischen Schmerzen, der dem Betroffenen bewusst zugefügt wurde. Alle waren involviert.

 

Er durchschaute recht schnell und reagierte zuerst mit unbändiger Wut- auf alle und jeden. Danach zog er sich für viele Jahre zurück.

Man versuchte ihn mit einem Therapiehund zu bestechen, was er jedoch ablehnte.

Er wollte nur eine Entschuldigung.

 

Ich glaube nicht, daß in einem Fall wie diesem ein Tier den Wegwechsel herbeiführen kann, denn selbst, wenn er mit dem Tier liebevoll umgeht, so ändert das nicht mehr seine Einstellung zu Menschen.

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vor 8 Stunden schrieb Spiegelchen:

ch glaube nicht, daß in einem Fall wie diesem ein Tier den Wegwechsel herbeiführen kann, denn selbst, wenn er mit dem Tier liebevoll umgeht, so ändert das nicht mehr seine Einstellung zu Menschen.

 

Alles ist möglich - sagt nicht nur Toyota :P 

 

Gegenbeispiel: Alter Nachbar von uns hatte nur einen einzigen Freund und ansonsten mit allen Leuten Streit. Niemand sprach mehr mit ihm. Das hing noch mit seiner verstorbenen Frau zusammen, die eine echte Furie war. 

Er und seine Frau hatten auch damals - vor 10 Jahren - schon Hunde. Nachdem seine Frau gestorben war, nahm er einen Straßenhund nach dem anderen auf, bis er dann 6 Hunde hatte. Das war hier ziemlich chaotisch und 5 der Hunde sind nun auch schon tot (vergiftet).

Vor 2 Jahren wurde der einzige Freund des Mannes krank. Er musste ins Krankenhaus und unser Nachbar nahm den älteren, kleinen Hund seines Freundes in Pflege. Der Freund starb jedoch zwei Wochen später und der ältere, kleine Hund lebt nun bei unserem Nachbarn.

Er ist sozusagen das Spiegelbild unseres Nachbarn und das erkannte auch der Mann. Anfangs war der Hund nämlich ganz ruhig und still. In seinen Augen war keine Lebensfreude mehr sichtbar. So dachte jeder, der den Hund sah, dass der Hund nicht mehr lange leben wird.

 

Der Mann aber sagte immer wieder zu mir: Er ist alt und einsam, hat zu viel Schlechtes erlebt. 

Der Mann hatte ein Ziel: Dieser Hund sollte wieder Lebensfreude spüren.

 

Und damit kam der Wandel vom Hund, aber auch vom Mann. Der Hund wirkt überhaupt nicht mehr alt, springt rum, spielt u.a. sehr gerne mit Emma und hat strahlende Augen. Der Mann hat Frieden geschlossen - mit seiner Vergangenheit, aber auch mit sehr vielen Menschen. Er trifft sich jetzt manchmal abends mit einem anderen älteren Nachbarn. Auch fährt er jeden Mittag in eine Tapas-Bar und trifft sich da mit älteren Spaniern. Der Mann ist jetzt 80. Er hat somit mit Ende 70 seine Lebenseinstellung geändert und das durch diesen kleinen Hund.

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vor 9 Stunden schrieb Spiegelchen:

Ich glaube nicht, daß in einem Fall wie diesem ein Tier den Wegwechsel herbeiführen kann, denn selbst, wenn er mit dem Tier liebevoll umgeht, so ändert das nicht mehr seine Einstellung zu Menschen.

Für die Menschen um ihn herum nicht- die hätten sich nach  dem  Mist auch nicht darüber wundern sollen -deren Schuld, war absehbar. Aber für ihn macht es natürlich  einen  Unterschied - es gibt dann wenigstens  einen, dem er vertraut.

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Das setzt voraus, dass man letztendlich akzeptiert, dass jemand mit seiner Umgebung oder seinem Umfeld abgeschlossen hat.

Erst, wenn man das als gegeben sieht, kann man demjenigen zugestehen, dass er einen Neuanfang mit einem Tier versuchen darf. Ich könnte mir vorstellen, dass es Therapeuten gibt, die strikt gegen Tierersatz beim Menschen sind, weil sie dann die Befürchtung haben, dass derjenige sich noch weiter zurückzieht und ihm dann sein Tier als Gesellschaft ausreicht.

Sozusagen keine Alternative lassen, bis man nach jahrelangen Kämpfen bewiesen, dass die Grundeinstellung nicht mehr änderbar ist.

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