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Hundeforum Der Hund
GinaMagyarVizsla

Alter Rüde wechselt nachts ständig den Platz

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr Lieben!

 

erstmal möchte ich mich vorab dafür entschuldigen, falls es dieses Thema schon gibt. 
Ich habe mehrere ähnliche Threads gefunden, jedoch ging es häufig auch noch um Demenz oder schon andere bestehende Krankheiten, die das Verhalten des Vierbeiners vielleicht verursachen könnten. 
Nun ja, aber vielleicht schildere ich erstmal mein Anliegen...

 

Unser 11-jähriger Mischlingsrüde Camillo zeigt seit einiger Zeit nachts ein sehr ungewöhnliches Verhalten: 

Normalerweise wechselt er, sobald es Schlafenszeit ist, mit uns zusammen von seinem Platz im Wohnzimmer ins Schlafzimmer, wo er dann entweder mit uns im Bett kuschelt oder in seinem Körbchen schläft.

Jedoch kommt es nun seit einigen Wochen fast nächtlich dazu, dass er plötzlich aufsteht und in den Flur geht und auch dort erstmal rumsteht, ohne etwas zu tun. Fast so, als würde er überlegen. 
Unsere erste Vermutung war dann natürlich, dass er vielleicht raus muss, weshalb wir ihn dann in den Garten lassen. 
Manchmal hat er dann auch wirklich Pipi gemacht, aber die meiste Zeit setzt er sich dann einfach nur auf die Wiese oder geht gar nicht erst raus.

Ganz oft ist es nun schon vorgekommen, dass er in den Keller geht und sich in den Raum legt, wo Waschmaschine und co stehen. 
Wir konnten auch schon beobachten, dass er in das Zimmer unserer Tochter gewandert ist, wenn diese nicht zuhause war, und sich dann in ihrem Bett gewälzt hat (dort veranstaltet er dann ein richtiges Chaos: Bettdecke zerwühlt, Kissen runtergeschmissen und er liegt dann mittendrin auf dem Rücken, alle Viere in die Luft. Ein sehr goldiger Anblick). Er hat dasselbe Verhalten auch schon im Waschzimmer gezeigt und dort eine gewaschene Bettdecke zerwühlt.

Er zerkratzt die Sachen nicht bzw. wir schließen aus, dass es sich dabei um „Zerstörungswut“ handelt, da er ansonsten überhaupt keine Anzeichen dafür zeigt und generell sehr, sehr brav ist. 
Er kommt am Tag sehr oft raus und wir gehen lange mit ihm spazieren, wechseln auch öfters mal die Routen und er kann überwiegend frei laufen. 
Draußen ist er sehr fit für sein Alter. Er sprintet noch fröhlich den Krähen hinterher, hat eine super Ausdauer und spielt auch ausgiebig mit seinen Hundefreunden. Für einen eigentlichen "Senior" ist er sehr, sehr gut in Schuss! 
Wir haben nun bedenken gehabt, dass es vielleicht Schmerzen sein könnten. Jedoch frisst er ganz normal, der Kot ist normal und er zeigt tagsüber keinerlei Anzeichen für Schmerzen. 
Auf Anraten unseres Tierarztes haben wir ihm die letzten drei Tage jedoch mal Schmerzmittel in Kombination mit Cortison gegeben, da unser TA den Verdacht hatte, dass ihn nachts doch vielleicht die Gelenke etwas schmerzen könnten (Vielleicht Arthrose). 
Er war die letzten Nächte wirklich sehr ruhig und hat durchgeschlafen ohne durch das Haus zu wandern.

Heute hat er keine Tabletten bekommen und nun ist er gerade eben wieder aufgestanden, in den Keller gewandert und kam nun nach ein paar Minuten wieder zurück ins Schlafzimmer. Also wieder das selbe Verhalten.... :(

Wir sind wirklich extrem ratlos. Könnten es wirklich Schmerzen sein? Tagsüber ist er so fit! Er liegt sogar in den lustigsten Positionen auf der Couch und schläft total entspannt. Können es dann trotzdem die Gelenke sein? 
Wir haben natürlich Angst, dass es vielleicht irgendetwas innerliches sein könnte. Aber ein Tumor macht sich doch meistens auch noch durch andere Beschwerden bemerkbar, oder nicht? Er hat auch keine Probleme mit der Atmung oder so etwas. 
Ein befreundeter Hundebesitzer hat gesagt, es könnte „senile Bettflucht“ sein, aber existiert so etwas bei Hunden wirklich?

Anzeichen für Demenz zeigt er ansonsten auch keine. Er ist genauso clever und frech wie immer.

 

Ich bin wirklich am Verzweifeln! Ich möchte ja nicht, dass mein Liebling leidet! 
 

Kennt jemand dieses Problem vielleicht? Ich wäre wirklich um jeden Tipp dankbar! :) 

 

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Ich kenne das Verhalten von meinem ersten Hund als er alt geworden ist. Genauso wie du es beschreibst, er wanderte hin und her und am Anfang glaubte ich er müsse raus. Draußen stand er dann teilweise minutenlang einfach da.

Bei Sam ging es von alleine wieder weg. Ich vermute dass es an der Umstellung im Alter gelegen hat. Genauso als er langsam weniger sah und hörte, war er plötzlich total ängstlich bis er sich langsam an die neue Situation gewöhnt hat.

Allerdings ist er dann im hohen Alter auch umher gewandert als er Schmerzen hatte. Deswegen ist sowas auf jeden Fall mit dem Tierarzt ab zu klären.

Dass er mit den Schmerzmedis ruhiger war kann schon ein Hinweis darauf sein dass Schmerzen hat.

 

Ich würde sowieso in dem Alter mal ein Blutbild machen und die Organe schallen lassen.

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vor einer Stunde schrieb GinaMagyarVizsla:


Auf Anraten unseres Tierarztes haben wir ihm die letzten drei Tage jedoch mal Schmerzmittel in Kombination mit Cortison gegeben, da unser TA den Verdacht hatte, dass ihn nachts doch vielleicht die Gelenke etwas schmerzen könnten (Vielleicht Arthrose). 
Er war die letzten Nächte wirklich sehr ruhig und hat durchgeschlafen ohne durch das Haus zu wandern.

Heute hat er keine Tabletten bekommen und nun ist er gerade eben wieder aufgestanden, in den Keller gewandert und kam nun nach ein paar Minuten wieder zurück ins Schlafzimmer. Also wieder das selbe Verhalten.... :(

Wir sind wirklich extrem ratlos. Könnten es wirklich Schmerzen sein? Tagsüber ist er so fit! Er liegt sogar in den lustigsten Positionen auf der Couch und schläft total entspannt. Können es dann trotzdem die Gelenke sein? 

 

Wenn er duch das Schmerzmittel + Cortison wirklich merklich ruhiger geworden ist, dann liegt der Verdacht schon nahe dass er Schmerzen hat.

Evtl. testet ihr mal nur Schmerzmittel, Cortison würde ich mir für die miesen Zeiten und akute Schübe aufsparen.

 

vor einer Stunde schrieb GinaMagyarVizsla:

 

Wir haben natürlich Angst, dass es vielleicht irgendetwas innerliches sein könnte. Aber ein Tumor macht sich doch meistens auch noch durch andere Beschwerden bemerkbar, oder nicht? Er hat auch keine Probleme mit der Atmung oder so etwas. 

 

Tumore sind mehr als vielfältig und genauso vielfältig können sie sich - oder auch eben nicht - bemerkbar machen.

Oft merkt man es leider erst wenn es eigentlich schon zu spät ist. Aber wir wollen mal den Teufel nicht an die Wand malen.

 

vor einer Stunde schrieb GinaMagyarVizsla:

 

Kennt jemand dieses Problem vielleicht? Ich wäre wirklich um jeden Tipp dankbar! :) 

 

 

Ja, bei meiner einen Hündin war/ist es eine Mischung aus Schmerzen und innerer Unruhe. Die Schmerzen konnten wir eindämmen, die Unruhe leider nicht.

 

Ich würde wie @sampower auch schon schrieb mal einen gründlichen Check beim TA machen, Ultraschall der Organe und großes geriatrisches Blutprofil.

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Nächtliche Unruhe gab es auch bei unserer alten Hündin.

Wenn Ängste bestehen wegen Tumoren kann man den Hund schallen lassen. Dann ist man etwas schlauer.

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Bei unseren älteren und alten Hunden gibt es jährlich 1 oder auch 2 x einen Check mit Blutbild mit Organwerten und Ultraschall. Auf diese Weise haben wir im Sommer bei unseren 11 und 12 Jahre alten Hündinnen eine Veränderung der Milz entdeckt und konnten sie beide operieren, also die Milz entfernen lassen. Eine gründliche Untersuchung mit Ultraschall und ggf. auch 2-3 Röntgenbildern, um zu sehen, ob Spondylosen in der Wirbelsäule sind oder Arthrose in den Gelenken, finde ich sinnvoll. Wobei immer die Frage ist, wie gesund ist der Hund ansonsten und braucht es für diese Untersuchungen eine Narkose. Zähne sind auch oft so ein Übel und es fällt oft erst bei der Entfernung von Zahnstein auf, dass da mehr wütet und der eine oder andere Zahn entfernt werden muss.

Ich würde mit "seichteren" Mitteln beginnen statt direkt mit Schmerzmitteln. Also Grünlippmuschextrakt, Teufelskralle, MSM, Zeel, Traumeel usw. Vielleicht zeigt das schon Wirkung und es kann vorerst auf Schmerzmittel verzichtet werden. Für bzw. gegen die Unruhe wäre Karsivan oder auch Gingko vielleicht hilfreich. Wir besprechen das immer mit unserem Tierarzt, denn einfach so würde ich auch Alternativen nicht einfach verabreichen.

Insgesamt wechseln unsere Hunde aber nachts eh die Schlafplätze. Von der Couch ins Orthobed, von dort in den Flur auf den Teppich, wieder zurück auf die Couch usw. Und Mila (jetzt 11) knüllt schon immer die Decken auf den diversen Schlafplätzen. Oft findet sie das Geknülle dann aber doch blöd und geht auf einen anderen Platz. Sie macht das aber schon immer, als seit 9 Jahren).

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Vll. kann ich nicht viel beitragen, weil mein Hund erst 8 1/2 Jahre ist. Aber: er wechselt schon immer seinen Schlafplatz, mal auf seinem Platz im Bad, mal auf der Couch im Wohnzimmer, mal auf der Decke neben meinem Bett, mal auch einfach so irgendwo.

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Das macht meiner auch. Manchmal wird es ihm vielleicht auch zu warm in einem Raum und er will sich dann auf einen kühleren Untergrund legen.

Bei unserer Fly war es dann im Alter so, dass sie eher fror. Sie lief dann auf einmal nachts den Flur rauf und runter, wo wir eingangs auch nicht wussten, woran es lag. Als ich sie dann zudeckte, war sofort Schluss damit. 

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