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Hundeforum Der Hund
Angy251

Hund klaut, knurrt und beisst

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Hallo zusammen

 

Ich habe eine kleine Frage zu einem Problem, dass ich mit meinem 8 Monate alten Australischen Schäfer, Power, habe.

Power klaut gerne Sachen und gibt sie nicht mehr zurück. Dies kann ein Schuh, ein Spielzeug meiner Tochter, Essen, das auf dem gedeckten Tisch ist, Handy, Bücher usw. sein.

Wenn wir ihn auffordern den Gegenstand zurück zu geben, knurrt er und beisst dann auch sofort zu. Gestern war es so weit, dass ich die Wunde beim Arzt nähen musste.

Das Verhalten können wir nicht mehr länger tolerieren, da meine Tochter in ein paar Wochen anfangen wird zu krabbeln. Ich sehe es kommen, dass der Hund ihr Spielzeug klauen wird, sie es wiederhaben will und er sie beisst.

Als wir dieses Verhalten entdeckt haben, haben wir sofort die Hundetrainerin kontaktiert. Sie sagte uns, von nun an dem Hund «aus» zu sagen, und den geklauten Gegenstand gegen ein Leckerli einzutauschen. Bei manchen Gegenständen funktioniert das super. Wenn er aber Essen klaut, funktioniert das gar nicht. Wie auch gestern. Ich hatte gerade den Tisch gedeckt und das Brot auf den Tisch gestellt, da springt er auf den Stuhl und schnappt es sich. Ich habe sofort «Nein» gerufen und hab versucht es ruhig gegen ein Leckerli einzutauschen, aber er ging nicht darauf ein. Leider ist mir dann der Geduldsfaden gerissen und ich habe ihm das Brot weggenommen und im selben Augenblick schnappt er meine Hand.

Die Hundetrainerin weiss nicht mehr weiter und hat uns geraten ihm dauernd einen Maulkorb anzulegen. Für mich ich das keine Lösung, sondern ein davonlaufen.

Hat jemand von euch vielleicht einen Tipp, wie wir ihm dieses Verhalten abtrainieren/korrigieren können? Ich habe zudem das Gefühl, dass er uns nicht als «Alphas» respektiert, sondern, dass er glaubt er sei der Chef.

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Ich seh da nur zwei Varianten

 

1. Ihr gebt den Hund zur Sicherheit eurer Tochter in ein neues Zuhause.

2. Ihr trennt die zwei rigoros mittels Türgitter und arbeitet positiv an dem Verhalten des Hundes und an eurem Verhalten. Holt euch einen Trainer der diesen ganzen Alpha-Dominanz-Schwachsinn lässt und der mit positiver Verstärkung arbeitet. Den Ansatz der Trainerin finde ich gut, nehmt ihm nicht einfach Ressourcen weg sondern tauscht sie ein. Und seid dabei geduldiger. Ihr habt gerade erst mit dem Training angefangen, klar dass er was leckeres zu fressen nicht gegen ein einfach Leckerchen eintauscht. Im Zweifel überlass es ihm halt erst mal als wieder den Konflikt hervor zuführen.

Aber den Maulkorb würde ich auch nicht den ganzen Tag anlassen

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Noch ein allgemeiner Tipp: Bücher lesen. Ganz besonders möchte ich Patricia McDonald "Das andere Ende der Leine" ans Herz legen, für mich das beste Buch für jeden Hundeneuling und Hundeaficionado  generell.

Da gibts keine Patentrezepte, aber ein besseres Verständnis für die Dinge, die eurem Hund ggf. durch den Kopf gehen.

 

so weit

Maico

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Hallo Angy :) Willkommen hier im Forum. 

 

Wechsel die Trainerin, wenn sie jetzt bereits nicht mehr weiter weiß. Dein Hund ist 8 Monate alt... Da muss bei euch aber was falsch gelaufen sein, wenn er sich genötigt fühlt so fest zu beißen, dass die Wunde genäht werden musste. 

 

vor 40 Minuten schrieb Angy251:

Leider ist mir dann der Geduldsfaden gerissen und ich habe ihm das Brot weggenommen

 

Dir darf der Geduldsfaden in dem Zusammenhang nicht reißen. Du ruinierst dir damit deinen ganzen Trainingsfortschritt und darfst wieder bei 0 anfangen. Was deine Trainerin vorgeschlagen hat, ist nicht falsch. Tauschhandel. Welche Leckerli benutzt ihr? Nehmt was hochwertiges, nicht das herkömmliche Zeugs. Schinken, Käse, Streichwurst. Übt das mit ihm, nicht erst wenn er bereits was geklaut hat sondern vorher, in einer entspannten Atmosphäre. Fang an, deinen Hund zu lesen (Calming Signals) .  Welche Körperhaltung hat er. Beug dich nicht über ihn und hör auf, wenn's grad richtig gut läuft. Über den Tag verteilt, auf gleicher Höhe, 4-5 Mal trainieren. 

So und nun das, was du wahrscheinlich nicht hören möchtest :D Das dauert mit Pech viele Monate. Ich würde, wenn ihr den Hund wegen eurem Kind nicht hergebt, die beiden trennen, nie ohne Aufsicht und erklär deiner Kleinen, dass sie den Hund in ruhe lassen soll.  

 

Maulkorb würde ich nicht den ganzen Tag drauf lassen. 

 

vor 40 Minuten schrieb Angy251:

Ich habe zudem das Gefühl, dass er uns nicht als «Alphas» respektiert, sondern, dass er glaubt er sei der Chef.

 

Vergiss diesen Schwachsinn, genau diese Einstellung und Handhabe, ist der Grund warum er euch beißt. Ich erwähne erst trauriger weiße erneut, er ist 8 Monate alt und sicherlich möchte der Kleine nicht die Weltherrschaft an sich reißen. Er steckt grad mitten in der Pubertät. Habt Geduld und fangt an, euren Hund zu verstehen und zu lesen. Sonst sehe ich da nämlich schwarz.  Buch Empfehlung:  Calming Signals - Die Beschwichtigungssignale der Hunde

 

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Dem oben geposteten stimme ich zu, vermeidet unbedingt Stuationen, die zu diesem von euch monierten Verhalten führen müssen !

Also nicht den Tisch decken und dabei dem Hund die Gelegenheit bieten, Essen zu klauen. Dass der Hund das Essen nicht mehr tauschen will, ist doch sonnenklar!

So eine "Prüfung" könnt ihr ans krönende Ende eures postiven und gewaltlosen !! Tausch Trainings setzen.

Setzt euch mit eurer Trainerin zusammen und lasst euch demonstrieren, wie so ein Training kleinschrittig aufgebaut wird damit es erfolgreich sein wird.

Wenn ihr nicht bereit sein solltet, darin viel Zeit und Geduld zu investieren ( ist mit krabbelndem Kleinkind sowieso erschwert), dann trennt euch lieber von dem Tier.

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Vielen Dank für eure Antworten.

 

vor 27 Minuten schrieb Alanza:

Ich würde, wenn ihr den Hund wegen eurem Kind nicht hergebt, die beiden trennen, nie ohne Aufsicht und erklär deiner Kleinen, dass sie den Hund in ruhe lassen soll. 

 

 

 

Das wäre die sicherste Lösung, aber die Kleine ist erst 9 Monate alt und versteht das noch nicht.

 

Die grösste Gefahr besteht eben für sie. Wir können (anders als ich es gestern gemacht habe), der Situation entkommen, indem wir ihn in Ruhe lassen. Aber das beste wäre wirklich, wenn wir ihm das abgewöhnen könnten. Die Hundetrainerin (leider die einzige in unserer Region) meint, dass der Zug schon abgefahren ist. Sie meint, dass es nach der Kastration besser werden kann, aber darauf ruhe ich mich nicht aus.

 

Ein anderer Hundetrainer, den ich per Telefon kontaktiert habe, da es eine Fahrstunde von uns entfernt ist, meinte, ich solle es einfach ignorieren. Er sagt, dass der Hund durch das Klauen meine Aufmerksamkeit will. Also solle ich einfach so tun, als ob mir das völlig egal wäre, auch wenn er das ganze Brot vor meinen Augen verschlinge. Ich bin da ein wenig skeptisch. Was meint ihr dazu? Vor allem habe ich Angst, wenn er dann mal etwas frisst, dass für ihn giftig ist.

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Calming Signals? Knurren und beißen? Aha!

 

Ich sollte mich hier ja lieber raus halten, aber ich komme aus dem Kopfschütteln grad nicht raus. Der Hund will nicht die Weltherrschaft an sich reißen, ganz sicher nicht. Aber er hat auch nicht das Essen an sich zu reißen, das auf dem Tisch steht! Oder die Spielsachen des Kindes. Und er hat seine Halter nicht zu beißen. 

 

vor 34 Minuten schrieb Alanza:

Da muss bei euch aber was falsch gelaufen sein, wenn er sich genötigt fühlt so fest zu beißen, dass die Wunde genäht werden musste. 

Schrieb sie doch, was da falsch gelaufen ist: sie wollte ihm das Geklaute abnehmen. Und er sprach ihr das Recht dazu ab. "Sich genötigt fühlte", das klingt so nach Notwehrsituation. 

Kann man so sehen, muss man aber nicht. 

Aber da es hier ja schon als Tierquälerei gilt, sich dem Hund gegenüber durchzusetzen, schreibe ich dazu jetzt wirklich nichts weiter.

Was ich aber ganz sicher tun würde und vielleicht ja sogar vorschlagen darf, ohne gesteinigt zu werden: der Hund hätte bei mir Küchenverbot und Kinderzimmerverbot, und wenn das Kind krabbelt und Spielzeug herumliegt, wäre der Hund gesichert, so dass er keinesfalls das Spielzeug klauen kann.

Es kann nicht sein, dass ein Kind im Krabbelalter selbst Vorsorge treffen muss, nicht vom Familienhund gebissen zu werden (von wegen der Kleinen erklären, dass sie den Hund in Ruhe lassen soll). 

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Er will das Brot weil er es eben möchte, nicht mehr und nicht weniger. Ignorieren bringt hier absolut nichts.

Und was die Kastra dazu beitragen soll frag ich mich auch. Ein Hund erzieht sich nicht von selbst nur weil er kastriert wird (überhaupt würde ich ihn in dem Alter schon mal gar nicht kastrieren lassen).

Und ohne euren Hund zu kennen würde ich sagen dass der Zug noch nicht abgefahren ist. Ihr seid bisher einfach einen falschen Weg gegangen und jetzt krempelt ihr eure Arme hoch und fangt an zu üben.

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vor 11 Minuten schrieb Angy251:

Ein anderer Hundetrainer, den ich per Telefon kontaktiert habe, da es eine Fahrstunde von uns entfernt ist, meinte, ich solle es einfach ignorieren. Er sagt, dass der Hund durch das Klauen meine Aufmerksamkeit will. Also solle ich einfach so tun, als ob mir das völlig egal wäre, auch wenn er das ganze Brot vor meinen Augen verschlinge.

 

boewu20[1].gif

Er will nicht deine Aufmerksamkeit, er will das Essen. Natürlich wird er damit nicht aufhören, wenn er Erfolg hat. 

Was sich alles Hundetrainer nennen darf, ist wirklich erschreckend.

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Kastration?? Weil der Hund in der Pubertät ist und bisher offensichtlich versäumt wurde, ihn in puncto Ressourcenverteidigung richtig zu trainieren?

Die "Trainerin" kannst du gleich vergessen! Eine Kastration, noch dazu, wenn sie vorgenommen wird, bevor der Hund hormonell ausgereift ist, verschlimmert häufig die Probleme.

Und "Ignorieren" als Training? In puncto Ressourcen Verteidigung mag das zwar vordergründig zeitsparend sein, wird aber mit Sicherheit nicht zum Ziel führen.

Das Tauschen ist schon der richtige Ansatz, nur muß das Training gut gegliedert, durchdacht und konsequent erfolgen.

Ein äusserst sinnvoller Anfang wäre schon, den Hund erst gar nicht in Versuchung zu führen (Tischdecken mit für den Hund frei zugänglichem Futter)

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