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Hundeforum Der Hund
eltrox

Hund hört nicht mehr

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Hallo.

 

Wir haben einen Mischlingshund, er sollte eigentlich ein Labrador-Mix sein, also ein Hund mit "Will to please".

Je mehr die Zeit verging, desto weniger passte Größe, Gewicht und Verhalten zu einem Labrador.

Es stellte sich dann heraus, dass es sich wahrscheinlich um einen Manchester Terrier mix handelt.

 

Zuhause ist es auch ein wunderbarer verschmuster und braver Hund.

Er ist zwar gelehrig, lernt schnell. Allerdings ist er auch sehr dominant, stark und eigenwillig. Er hört nur, wenn er Lust hat.

 

Er hat ein sehr starkes Revierverhalten und ist auch aggressiv gegenüber anderen Menschen. Es kann kaum jemand das Grundstück "ungestraft" betreten. Er bellte alles und jeden an, und schnappt auch mal zu. Er beisst zwar nicht ernsthaft zu, aber die ein oder andere Hose oder Jacke musste schon dran glauben. (Verschmutzt/Kauptt gerissen, Besucher Jacke die er nicht riechen mochte, von der Garderobe gerissen und zerfleddert)

 

Unterwegs bellt und knurrt er auch alles un jeden an, wenn er mit einem anderen Hund in Kontakt kommt, kämpft er mit dem anderen Hund (Ohne ernsthaft zuzubeissen) und versucht ihn zu dominieren. In der Hundeschule beim freien Spiel versucht er auch, andere Hunde zu unterwerfen. Wir mussten ihn schon mehrfach von anderen Hunden wegholen, was nicht so leicht ist, weil er auf Rückrufe nicht reagiert.

 

Er hat auch einen extrem großen Jagttrieb und fängt ständig Mäuse, die er uns dann halb zerbissen bringt und stolz präsentiert. Eine Katze ist nichts dagegen.

 

Diese Verhaltensweisen werden immer ausgeprägter, je älter er wird,

 

Die Hundetrainerin sagte, dass seine Erziehung nicht so einfach ist, als Erstlingshund ist er eigentlich nicht so gut geeignet.

Das Problem ist, dass er sich als der "Boss" ansieht und wir Probleme damit haben, ihn zu kontrollieren.

Wir müssen irgendwie "Rudelführer" werden, was aber nicht so einfach bei einem extrem starken Hund ist.

 

LG

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Willkommen im Forum!

Wenn das die Aussagen von dem Trainer sind

vor 10 Minuten schrieb eltrox:

Das Problem ist, dass er sich als der "Boss" ansieht und wir Probleme damit haben, ihn zu kontrollieren.

Wir müssen irgendwie "Rudelführer" werden, was aber nicht so einfach bei einem extrem starken Hund ist.

dann könnt ihr künftig Geld sparen oder einen guten suchen. Dominanzquatsch hat noch nie gestimmt.

 

Arbeitet belohnungsbasiert am Vertrauen, fordert ihn geistig/körperlich, wacht im Team usw. sind schonmal grobe Anhaltspunkte, damit der Hund  euch mehr einbezieht, Und erzählt mal von eurem Tagesablauf

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Wie alt ist denn der Hund? :) 

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Manchester Terrier sind nun mal etwas mehr Terrier, als die anderen es eh schon sind. Da gehört das Mäusefangen zu seiner genetischen Ausstattung. Daran würde ich nichts ändern wollen. Auf der anderen Seite weiss ich aus eigener Erfahrung, ein nicht wirklich ausgelasteter richtiger Terrier sucht sich seine Aufgaben. Bei uns war es die Katzen jagen. Mäuse - dagegen hätte ich nichts gehabt.

Denkt über die wirkliche Auslastung nach, was tut ihr für sein Hirn?

Die alte Dominanztheorie ist genauso wie das vom Rudelführer heute weitestgehend wiederlegt. Man arbeitet besser mit seinem Hund zusammen. Überzeugt ihn, dass es sich lohnt, dass zu tun, was man von ihm will. Besonders bei Terriern. Die sind in erster Linie eigenverantwortlich und selbstentscheidend unterwegs, da braucht es etwas mehr, sie zu überzeugen. Im guten, nicht durch Strafen. Will to please? Bei meiner ersten Hündin sehr wenig vorhanden, bei meiner jetzigen deutlich mehr. Aber da sie überdurchschnittlich intelligent sind, findet man schon Wege, sie zu einer guten Zusammenarbeit zu überzeugen.

Und Der Begriff Dominanz - der wird nun hier im Forum sehr stark abgelehnt. Zum Teil zu recht, denn damit wird von vielen Trainern eine Erziehung befürwortet, die nicht dem Hund gerecht wird, welche absolut nicht okay ist. Jedoch weiss ich aus eigener Erfahrung, dass manche Hunde, darunter nicht wenige Vertreter der Terriersorten, - sagen wir mal - nach Status streben. Sich schwer überzeugen lassen zu einer Zusammenarbeit. Aber es geht. Immer bedenken, der Hund muss überzeugt werden, dass es sich lohnt. Dass er es selber will.

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@DealOrNot 1. Beitrag ung dann gleich Werbung? Kommt gar nicht gut ...

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@DerOlleHansen Ja, ich habe diesen Chat entdeckt und habe mein früheres Problem darin erkannt und ich muss sagen, dass diese Schule bei mir sehr gut geklappt hat, weshalb ich dies geteilt habe.

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@eltrox Die sogenannte Trainerin scheint ja noch unfähiger als die Hundeschule. Dadurch sind viele Chancen vertan. Je mehr sich ein Verhalten verfestigt hat, desto schwieriger wird es, das zu ändern - doch es geht, wenn auch jetzt sehr mühsam.

Beides sofort stoppen, Hundeschule und sogenannte "Trainerin"! Beides ist nur aktives Geldverbrennen und ist kontraproduktiv. (nicht generell, aber in diesem Fall)

 

Mein erster Hund war ein Terriermix. Ich hatte zwar keine der Probleme, die du schilderst, aber in seiner "Sturm- und Drangzeit" musste ich mir einige Mühe geben, ihn auszulasten. Unausgelastet konnte er sehr nerven, weil er sich selber Aufgaben suchte: Mülleimer zerlegen, Garten umgeraben, ... Er liebte es, zu laufen, daher habe ich mir ein Mountainbike zugelegt und bin mit ihm durchs Gelände "geheizt". Nebeneffekt: Da er auf mich achten musste, um mitzuhalten, entging ihm viel Wild rechts und links des Weges und er kam gar nicht dazu, Tieren hinterherzujagen.

Weitere Möglichkeiten, deinen Hund auszupowern: Schwimmen (wohl eher nicht im Winter), Stöckchen/Ball holen an steilen Hängen und "Denksport": 15 min Kopfarbeit ist so anstrengend wie 1 Stunde laufen. Jetzt bei schlechtem Wetter kannst du auch viele Such- und Bring-Spiele im Haus machen.

  • Wichtiges Thema: Timing! Lerne, rechtzeitig(!) zu erkennen, was dein Hund als nächstes machen will und steuere schon im Ansatz dagegen, wenn du etwas anderes von deinem Hund erwartest. 
  • "Dagegen steuern": Biete deinem Hund eine Alternative zu unerwünschten Verhalten: Was soll er denn sonst tun, als Passanten anpöbeln und Dinge zu zerfetzen? Eine Alternative kann durchaus hinsetzen und beobachten sein. Das führt schnell zu "Zeigen und Benennen". Kennst du das? Sonst nutze mal die Suchfunktion im Forum. Gibt Einiges zum Thema.
  • Besucher und deren Garderobe schützen: Man kann einen Hund auch in der Wohnung anleinen!
  • Alternative zum Verbellen von Besuchern: Das Verhalten kannst du umleiten, sodass er dir nur Besucher meldet und dir alles Weitere überlässt - vorausgesetzt, dein Hund traut dir das auch zu.

Du hast jetzt mindestens so viel zu lernen, wie dein Hund!

Dein Hund muss in dir erkennen können, dass du absolut kompetent und zuverlässig alles im Griff hast, was er jetzt (aus seiner Sicht) entscheiden muss, weil du es nicht machst:

  • du bewachst Haus/Wohnung nicht ausreichend
  • du schützt euch beide unterwegs nicht vor fremden Menschen und Hunden
  • usw.

Alles muss dein Hund selber machen ... ;)

 

Versuche mal, dich in deinen Hund hineinzudenken. Bedenke dabei: Ein Hund macht immer alles richtig! (aus seiner Sicht) Verstehst du diese Hundesicht? Dann wird dir auch etwas einfallen, um deine Hund wieder "gesellschaftsfähig" zu machen. Die erforderlichen "Maßnahmen" sind sehr individuell vom Hund und seinen Menschen abhängig. Daher gibt es kein Patentrezept - auch wenn dir das irgendwer für viel Geld verkaufen will.

 

Was ist falsch daran, wenn ein Mäuse-/Rattenjagd-Hund Mäuse jagt? Ich sehe allenfalls ein hygienisches Problem (Krankheitserreger in den Mäusen), das man durch entsprechende Maßnahmen in den Griff bekommt. Wenn dir das nicht gefällt, auch hier wieder die Frage: Was soll der Hund denn sonst machen? Hast du eine bessere Alternative?

 

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Hi.

 

Der Hund ist nun 24 Wochen alt, also wahrscheinlich jetzt die Pubertät.

 

Wenn ich ihn rennen lasse und richtig auspowere, dann ist er danach ein paar Stunden wirklich fromm wie ein Lamm. 

Wenn wir in freiem Gelände alleine unterwegs sind, leine ich ihn auch schonmal ab und lasse ihn frei rennen. Das genießt er richtig.

Leider lässt er sich kaum zurückrufen, weswegen ich dann auch Angst habe.

Mit Leckerlies kann man ihn kaum motivieren. Wenn, dann nur mit richtig guten Leckerlies wie z.B. getrockneten Sprotten oder echtem Fleisch. 

Auch sonst ist er ehr wählerisch mit dem Fressen. Trockenfutter nimmt er gar nicht, Dosenfutter nur bestimmte Sorten. Richtiges Fleisch frisst er sehr gerne.

 

Er frisst natürlich auch die Mäuse, die er erjagt hat, wenn man ihn lässt. Da habe ich immer nur Angst, dass diese Mäuse für ihn schädlich sind. Mäusegift oder Würmer oder so. Ausserdem ist es auch nicht so appetitlich, wenn er uns stolz eine halb zerkaute Maus präsentiert oder wenn sie noch so halb zappelt wenn er sie im Maul hat.

 

Wegen der Hundeschule und der Trainerin. Würdet ihr das dann komplett aufgeben und versuchen, ihn alleine zu erziehen?

 

Heute habe ich mal versucht, Suchspiele mit ihm zu machen, er hat auch ein bisschen darauf angesprochen. 

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Nur 6 Monate. Also noch nicht so alt.

 

Evtl. Anfang der Pubertät.

 

Einen Hund richtig auszulasten ist nicht so einfach. Macht man zuviel, werden sie aufgedreht und man hat den Eindruck, man müsste mehr machen, obwohl es weniger sein sollte, da vieles eine Stressreaktion ist auf Zuviel.

Macht man zuwenig und lastet den Hund weder geistig noch körperlich richtig aus, sucht er sich was. Das passt sehr oft genausowenig.

Und die Ergebnisse sind oft ähnlich. 

 

Was genau unternehmt ihr denn mit ihm?

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Darf ich noch etwas hinterfragen? :) 

vor 10 Stunden schrieb eltrox:

 

Unterwegs bellt und knurrt er auch alles un jeden an, wenn er mit einem anderen Hund in Kontakt kommt, kämpft er mit dem anderen Hund (Ohne ernsthaft zuzubeissen) und versucht ihn zu dominieren. In der Hundeschule beim freien Spiel versucht er auch, andere Hunde zu unterwerfen.
 

Was ist damit genau gemeint? Ich frage weil unser Hund bereits als Welpe ziemlich rabiat mit anderen Welpen umging. Im Alter von ca. einem halben Jahr wurden wir in der Hundeschule mehrmals vom Platz genommen, wenn  „Spielzeit“ stattfand: er sorgte nur für Stress.Trotzdem war er nicht aggressiv. Auch sein Sozialverhalten ansich war unauffällig. Aber sein Spielverhalten war ungewöhnlich wild und archaisch. 

 

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