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Hundeforum Der Hund
SusanneO

Urlaub mit Hund in Dänemark

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Interessant ist auch die rigide Haltung Dänemarks zur Einwanderung. Da gibt es schon erstaunlich harte Einstellungen in jenem Land, welches als erste die UNO Menschenrechtscharta einst unterzeichnete. 

 

so anmerkend

Maico 

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vor 2 Stunden schrieb fritzthecat:

 

Das klingt ja fast so, als wünschtest du dir so eine Vorsicht - aus Angst um das Leben des Hundes wohlgemerkt! - auch bei uns. Das kann doch nicht sein?


Ich habe meine ersten Jahre mit eigenem Hund ja in Brandenburg verbracht und zwar genau dann, als da die bescheuerte Hundeverordnung in Kraft trat. Ohne die Verordnung wäre ich auch gar nicht zu meinem Hund gekommen, denn der war so ein Opfer der verfehlten Politik und hätte ins Tierheim gemusst, weil keiner mehr einen Rotti-Welpen haben wollte. Es wusste ja niemand, wie es weitergeht und auch, als die Verordnung dann im Schnelldurchlauf genehmigt worden war, fehlte es an jeglicher Infrastruktur, um sie ordentlich umzusetzen. Ich wohnte in einem größeren Ort, musste aber z.B. auf ein Dorf 30 km weiter fahren, um überhaupt eine Sachverständige zu finden, die den Wesenstest abnahm. Die Warteliste für einen Termin war so lang, dass ich mit meinem Junghund wochenlang mit roter Plakette rumlaufen musste und er (theoretisch) gar nicht von der Leine gedurft hätte. Sachverständige gab es damals einfach kaum, aber alle sollten so einen Test machen (und das auch nicht nur einmal, sondern gefällisgt alle 2 Jahre).

In diesem ganzen Chaos und der Verunsicherung wurden zwar - soweit ich weiß - keine Hunde getötet, aber jeder mit einem irgendwie nach Listenhund aussehenden Hund musste immer Angst haben, dass sein Hund willkürlich eingezogen und in irgendein Tierheim in der Diaspora gebracht wird und er ihn nie wieder sieht. Es hatte auch einfach nicht jeder das Geld dafür, statt 60 Mark Hundesteuer mal eben 1000 Mark oder noch mehr zu zahlen. Es gab dazu vor wenigen Jahren mal EINEN Artikel, den ich gefunden habe, der das Ganze versucht hat, ein wenig aufzuarbeiten (habe leider keine Chance, den wiederzufinden, mehrere System- und Rechnerwechsel und alle Lesezeichen sind weg.. als PDF gespeichert hatte ich ihn mir leider nicht). Ich finde, hier müsste wirklich mal jemand ansetzen und eine richtige Aufarbeitung starten, wie viele Hunde einfach beschlagnahmt und ins Tierheim verfrachtet wurden, weil man die unisnnigen Bedingungen, mit denen man sich plötzlich konfrontiert sah, zum Teil einfach gar nicht erfüllen konnte. Es fehlte das Geld, es fehlte die Infrastruktur und es fehlten auch schlicht Informationen von Seiten der Behörden. Infos im Internet gab's damals noch nicht, man war drauf angewiesen, dass die Stadt oder Gemeinde einem sagt, was man tun soll. Ich musste damals wochenlang hinterherrennen, bis mir mal jemand die Verordnung auf Papier überreicht hat. Briefe, was ich alles machen soll, hab ich mit meinen damals 18 Jahren en masse bekommen, aber ein Papier, wo klipp und klar die gesetzlichen Grundlagen drinstanden - gab es nur nach Rennerei bei allen möglichen Ämtern.

Ich hole gerade so aus, weil die Situation damals vergleichbar mit der in DK war. Die Hundeverordnung von Brandenburg finde ich bis heute einfach völlig daneben, aber sie hatte EINEN guten Effekt: Jeder, der einen Hund über 50 cm Schulterhöhe hatte, hat sich um alles in der Welt bemüht, dass der Hund ja nicht auffällig wird, keinen beißt und zu seinem Halter kommt, wenn er gerufen wird. Tutnixe gabe es damals faktisch nicht. Wie DerOlleHansen es für Dänemark beschreibt, wurden in aller Regel Absprachen getroffen, bevor man seine Hunde zusammengelassen hat. Und das ist es, was hier hier seit eh und je vermisse. Es NERVT einfach, wenn man mit doppelt gesichertem Neuankömmling, der gerade die Welt nicht mehr versteht und sich seit drei Tagen nicht traut, einen Haufen zu machen unterwegs ist und ununterbrochen rennt wahlweise Oooooscaaaaar-Tutnix oder irgendein Aggro-Hund, der seinem Halter zur verlängerung bestimmter Körperteile dient in einen rein. Ich verstehe einfach nicht, wie man nicht mitbekommen kann, dass das einfach scheiße ist. Und genau deshalb wünsche ich mir ganz manchmal die bescheuerte Brandenburger Hundeverordnung zurück - wenisgtens für eine Weile. Denn offenbar können sich viele ohne den Druck von oben nicht benehmen. Ich hab inzwischen wirklich keine Lust mehr auf die Mehrheit der Hundehalter hier und verstehe auch nicht, wieso man nicht die einfachsten Höflichkeitsregeln beachten kann, wenn man eben keine Repressionen zu befürchten hat.

Ich weiß nicht genau, wie es vor Verabschiedung der Verordnung in Brandenburg war, da ich damals keinen eigenen Hund hatte, bzw. nur ein Jahr lang die Tibetterrierin, die sowieso nicht in die Verordnung gefallen wäre, da zu klein und nicht auf der Liste. Aber die hab ich auch nicht einfach in andere Hunde reinrennen lassen und kann mich auch nicht erinnern, dass wir so viel Ärger mit den Tutnixen hatten wie hier.

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@Ivy Es ist eines der Dinge, die ich in Dänemark sehr angenehm finde. Hodor neigt zu Leinenpöbelei, aber da in Dänemark schlicht KEINER unkontrollierten Hundkontakt zulässt, hat sich das beim Ohrentier dort dann innerhalb von 48 Stunden völlig verloren.

Das fehlt mir in Deutschland manchmal (Stichwort Tutnix)

 

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vor 1 Stunde schrieb fritzthecat:

Ich denke, wenn sie da auf Einverständnis gestoßen wären, wären sie nicht zurück gerudert und hätten das wieder entschärft.

 

Politiker ist kein Lehrberuf und vielen "Volksvertretern" fehlt einfach der Sachverstand für ihr Amt. Die Beurteilung der Hunde und die finale Entscheidung jedem beliebigen Dorfpolizisten zu überlassen, war einfach ein "Griff ins Klo". Nun ist dieser Fehler erkannt und korrigiert worden und es werden Fachleute hinzugezogen.

 

vor 1 Stunde schrieb fritzthecat:

Das klingt ja fast so, als wünschtest du dir so eine Vorsicht - aus Angst um das Leben des Hundes wohlgemerkt! - auch bei uns. Das kann doch nicht sein?

 

Selbstverständlich könnte das sein und müsste im Rahmen der Meinungsfreiheit auch ertragen werden.

Ist aber - um diesen Preis - nicht so. Was ich mir in diesem Zusammenhang allerdings viel zu oft wünsche, ist mehr Hundewissen, mehr Verantwortungsgefühl und mehr "gesunden Menschenverstand" bei den deutschen Hundehaltern.

 

Da in Deutschland Hunde nicht so schnell eingeschläfert werden können, sind die Tierheime randvoll mit verhaltensauffälligen Hunden. Die sind sicher nicht so auf die Welt gekommen, wie sie dann abgegeben oder beschlagnahmt werden. Menschen haben die Tiere in diese Situation gebracht. Aber das ist ein ganz anderes Thema ...

 

@Lique : Ich habe nichts legitimiert, sonder nur die Frage nach dem "warum" aufgeworfen. Natürlich kann man - so aus dem Bauch heraus - die Meinung haben, dass man ein Land boykottiert. Aber zum Verständnis einer Situation sollte man sich mit Ursache und Wirkung beschäftigen.

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vor 2 Stunden schrieb Eifelkater:

Die Frage ist doch, warum ein Land innerartliche Maßreglung so wertet. Bestimmt nicht weil alle Hundehalter da anderer Meinung sind. Vermutlich war es ähnlich wie hier, und die Zahl der anzeigen bei den Behörden nach innerartlichen Maßregelungen jat sich einfach so gehäuft, dass die Behörden reagiert haben.

Ich sehe das genauso  wie   @Lique,  dass es dabei um  Wähler und nicht um Hundebesitzer und schon gar nicht um  Hunde ging.

Die meisten Leute halten keine Hunde.  und die meisten Leute fallen leider auf Skandalsierung, Sündenbocksuche, Angstmacherei,  Medienhype usw.  rein,  so  macht man heutzutage Wählerstimmen, was das Einwandergesetz ja auch dort widerspiegelt.

 

Und jetzt bitte keine Tutnixdiskussion.  Ich nehme die alle,  wenn jemand endlich diesen Listenblödsinn  abschafft. Natürlcih sind vor allem in  Hamburg und Hessen  etliche hunde einfach so um gebracht worden.   Noch nicht einmal  Zähne in irgend 'ner Weise müssen da dringehangen haben.  Für die Hessen reichte schon  die Feststellung,  dass ihnen  die Unterbringung etlicher Hunde,  die  sie grundlos eingezogen haben  zu teuer wurde . In Hamburg hat man schon vorher Tötungshallen eingerichtet. Sicher war das totale Horror und es passieren immer noch Ungerechtigkeiten und grausame fehlentscheidungen. Aber die Gesetzeslage hier lässt nicht annähernd so viel  Willkür zu und einige Bundesländer sind schon schlauer geworden.  Hoffentlich fällt das auch den anderen auf.

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Spock (DSH)wurde von einer zarten  Windhündin  ins Bein gebissen und verletzt. 

Einschläfern  ?

Arvid von  einem  Dackel, einschläfern, wegsperren, des Landes verweisen?

 

Nein,ist ja nicht  in Dänemark passiert. 

 

 

 

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vor 52 Minuten schrieb mikesch0815:

Interessant ist auch die rigide Haltung Dänemarks zur Einwanderung.

 

Vor allem gegenüber Wildschweinen ... das finde ich auch recht befremdlich.

 

 

vor 21 Minuten schrieb Ivy:

Die Hundeverordnung von Brandenburg finde ich bis heute einfach völlig daneben,

 

vor 9 Minuten schrieb DerOlleHansen:

Politiker ist kein Lehrberuf und vielen "Volksvertretern" fehlt einfach der Sachverstand für ihr Amt.

 

 

vor 23 Minuten schrieb Ivy:

Denn offenbar können sich viele ohne den Druck von oben nicht benehmen.

 

Das ist leider so. Wären Menschen dazu in der Lage, ihr Verhalten durch Einsicht zu korrigieren, gäbe es keinen Bußgeldkatalog für Autofahrer.

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vor 55 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Ich sehe das genauso  wie   @Lique,  dass es dabei um  Wähler und nicht um Hundebesitzer und schon gar nicht um  Hunde ging.

 

Ne, sorry. Ich hab das bewusst als Frage gestellt, weil ich die Gründe nicht kenne. Überraschen würde es mich aber nicht. 

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vor 11 Stunden schrieb DerOlleHansen:

 

Was führte zu so drastischen Maßnahmen? Letztlich waren es Hundehalter, die das zu verantworten haben. Hundehalter, die mit anderen Argumenten offensichtlich nicht zu beeindrucken waren.

Dann war das ein Missverständnis, ich hatte das nicht als Frage aufgefasst. 

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Gilt das eigentlich immer noch auch für Fundtiere? Wenn sich nach 3 Tagen  keiner meldet,  dass der Hund getötet wird? Allein diese Regelung dürfte die Behauptung bereits widerlegen.

Bislang wurde noch nie die Beisstatistik  positiv durch Listen und Verordnungen  beeinflusst.  Im  Gegenteil,  die  Leute werden immer hysterischer. was die Hunde merken,  was die Leute zu miesen Erziehungsmethoden treibt und anderen kriminelle Machenschaften erleichtert (Bissverleumdungen, Giftköder, Vermehrertum,).

 

Ich finde die Mentalität, sich immer über andere Hundehalter zu beschweren auch ziemlich eklig. Das ist zwar deren Verantwortungsbereich,  aber ich bin auch in der Pflicht, meinen Hund ´selber zu schützen, ich weiss, dass es Trottel und miese Trottel gibt und es geht um Tiere.  Da verlasse ich mich doch nicht auf irgendwelche Idioten und fange an zu schreien,  wenn es schiefläuft. Dann schreie ich auch nicht nach Verordnungen, die helfen meinem Hund im  Ernstfall  auch nicht. Es gibt Unfälle , unglückliche Verkettungen usw. -Beschwerden helfen dagegen nicht. Ich muss meinem Hund helfen. Und ich helfe auch anderen, wenn sie Hilfe brauchen.

Couragierter Einsatz hilft den Hunden und den Leuten mehr, als ständiges Sich Beschweren.

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