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Hundeforum Der Hund
Ginny1989

Warum kein Welpe zu Junghund

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Eigentlich hatten wir es überhaupt nicht eilig und eigentlich sind wir auch sonst sehr vernünftige und einsichtige Menschen. Wir haben schon immer zwischendurch nach Welpen geguckt und auch sehr viel diskutiert. Vielleicht war das unser Fehler. 
wir haben jetzt eine Hündin gefunden die uns sehr gut gefällt und sind uns eigentlich auch einig es bewältigen zu können. Trotzdem kommen halt jetzt, vor allem bei mir ein paar Zweifel auf. 
Aber ich zweifele immer sehr oft an allem. 
 

Mein Vater hatte früher auch verschieden Konstellation die IMMER gut gegangen sind. 
2 Wurfgeschwister, 2 Welpen aus anderen Würfen, Welpe und Junghund, Welpe und älterer Hund. 
man hat halt natürlich für nichts im Leben eine Garantie. 
 

Bei unserer alten Hündin haben wir den Zeitpunkt damals

verpasst. Sie war draußen der liebste Hund , mochte aber ab einem gewissen Alter keine Welpen und schon gar keine fremden Hunde im Haus außer ihrem „welpenfreund“ den Rüden einer Freundin. Ihr Hund konnte bei uns ein und ausgehen und wurde von ihr geliebt! Die beiden waren gleich alt 

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Ob ein Hund die BH besteht, sagt gar nichts über seine sozialen Fähigkeiten aus, der eine Prüfungsablauf ist platzkonditioniert, im  anderen wird keinerlei Interaktion verlangt.

Man ist auf jeden Fall auf der sicherern Seite, wenn der Hund älter ist- bei  manchen legt sich nämlich auch ein Hebel  um. Und wenn der dann Artgenossen doof findet,  dann ist eine Zwangsvergesellschaftung,  wo beide nicht profitieren, auch doof für beide.

Beim Schäferhund ist es zumindest im Durchschnitt wahrscheinlicher als bei bestimmten anderen Rassen,  dass alles, was zur Familie gehört, auch leichter akzeptiert wird nach einer gewissen Eingewöhnungsphase. Ausnahmen gibt es auch da natürlich. Ein älterer Hund hat eine festere Vertrauensbasis und ist verlässlicher und wenn dann der Welpe sich als eher schwieriger im Umgang herausstellt, hat man mehr Zeit für dessen Training.

Im Ernstfall  hat man bei so wenigen Monaten Unterschied nämlich zwei Hunde, die sich nicht leiden können oder  im  Team   Fremdhunde angreifen- letzteres ist bei Schäferhunden gar nicht so  selten.

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Also es ist kein "muss", dass es nicht klappt. Es gibt so viele Situationen, in denen ich gesagt hätte "Oh mein Gott, doch keinen Hund!" - meine Freundin, die zu ihren vier kleinen Kindern noch einen Welpen wollte, ein Bekannter, der einen jungen, aktiven Schäferhundwelpen zu seinem alten, Rückenkranken Schäferhundopa dazu geholt hat, eine andere Bekannte die zu zwei jungen Hunden (eine schon 3, eine ca 2) einen dritten jungen Hund holte, und noch einige mehr, die erstaunlich gut klappen.

 

Dennoch sehe ich es immer als ein Risiko an, etwas zu tun was ziemlich viel Unvernunft beinhaltet. Sei es eben der zweite Hund zu einem jungen "Schnösel" oder ein Welpe zu einer Familie mit vielen Kindern oder oder oder.

Viele Menschen gehen dann dahin und fragen sich "Aber wenn wir x und y und z machen, dann müsste es doch alles gut gehen!" oder überlegen sich Strategien, wie sie es am besten hinbekommen dass es klappt. Alles sehr richtig, aber man sollte IMMER folgende Frage im Hinterkopf haben:

 

"Was machen wir, wenn es trotz allem nicht klappt".

 

Für uns - Welpe zu erwachsenem Hund (ca 6 Jahre jeweils) - war von vornherein klar: wenn die Hunde sich nicht mögen und vertragen, muss der Welpe ausziehen. Keinerlei "wenn" oder "aber" - der Welpe/neue Hund müsste gehen.

 

Bei uns hat es beide Male gut geklappt, aber wenn nicht, dann hätten wir für den jeweiligen Neuankömmling ein neues Zuhause suchen müssen, so hart es wäre.

 

Wäre das für euch eine Option? Auch, wenn sich das Problem erst in ein paar Monaten stellt und der neue Hund schon eine Weile da ist? Wenn die Antwort "nein" ist, bzw "ich glaube eher, das schaffen wir nicht wieder einen abzugeben", dann lasst die Finger vom Welpen und wartet, bis der jetzige Hund alt genug ist um "mit auszusuchen".

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Natürlich möchten wir, wenn ein zweiter Hund bei uns eingezogen ist keinen der beiden wieder abgeben und würden auch versuchen Probleme zu lösen. 
Sollten es Probleme sein die sich nicht lösen lassen würden wir natürlich auch wenn es schwer fällt immer im Sinne der Hunde handeln und dann den zweiten Hund wieder abgeben. 
Ich denke wir werden Familien intern noch etwas weiter diskutieren.
Probleme können sich ja immer entwickeln, denke sowas ist nicht vom Alter abhängig. 
 

Bis jetzt können wir behaupten, dass der Rüde der pflegeleichteste Hund ist den wir bis jetzt hatten. Natürlich ist er jung und manchmal auch wild und in Ungestüm. Aber er macht bis jetzt alles sehr gut, nicht nur auf dem Platz. Er ist freundlich und offen für alles und (bis jetzt) in jeder Situation abrufbar. Er bleibt auch schon stundenweise alleine, geht sonst überall mit hin und benimmt sich vorbildlich.

natürlich ist uns bewusst, das es sich auch noch ändern kann. 

 

Im Moment ist eigentlich immer einer von uns zu Hause, wir arbeiten abwechselnd. Wir könnten aber auch zur Not jeweils einen Hund mit zur Arbeit nehmen. 

 

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Ihr solltet euch auf jeden Fall klar sein dass der Welpe bei eurem Rüden sicherlich das ein oder andere - oder auch sehr viel - an Erziehung vergessen lassen würde.

Hunde richten sich gerne nach anderen Hunden und wenn da plötzlich ein Kumpel ist, dann ist der eigentlich viel interessanter als Herrchen oder Frauchen.

 

Ich habe zwei gleichalte Hunde (jetzt 2 1/2 Jahre alt), Nr1. kam mit 10 Monaten zu uns, Nr. 2 mit 1 1/2 Jahren.

Beide sind einzeln echt kleine Goldstücke was das meiste angeht aber zusammen.. nun ja. Da muss ich nochmal richtig Erziehungsarbeit reinstecken.

Denn macht der eine Quatsch, zieht der andere mit. usw..

 

Ihr könnt nicht damit rechnen dass euer Rüde jetzt quasi "fertig" ist (davon ist er mit 10 Monaten eh noch sehr weit entfernt...) und ihr euch

auf den Welpen konzentrieren könnt.

Durch die neue Konstellation werden auch neue Baustellen kommen.

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Uns ist bewusst, dass es natürlich schwer werden kann. Wir sind aber auch bereit Zeit und Nerven zu investieren. 

Es ist wahrscheinlich auch Blödsinn hier zu fragen?!? 
Es können sich immer Situationen ergeben die nicht vorhersehbar sind. Es gibt wahrscheinlich auch viele bei denen so eine Konstellation gut gegangen ist und viele bei denen es nicht funktioniert hat. 
selbst wenn mir hier jetzt jemand antwortet und sagt, es sei alles gut gegangen und das beste was er machen konnte, kann ich ja nicht davon ausgehen das es bei uns auch so ist. 

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Also an der Konstellation zwei Wurfgeschwister sind schon gute Hundetrainer gescheitert.

Ich weiß, wenn gerade alles gut läuft denkt man "Ach es war alles doch gar nicht so schlimm" :D

Man vergisst aber ganz schnell WIE viel Nerven mal wirklich investiert hat. Wenn dann der gut hörende Junghund zum Pubertier mutiert und der kleine Welpe das ganz Haus auf den kopf stellt, dann versagen auch die besten Nerven.

Möchte man sowas? ICH würde es nicht wollen.

Ich hab, als mein Hund 8 Monate war, eine total tolle Hündins im TS gefunden. Die Züchterin von Nuka hat mir dringend davon abgeraten und dafür bin ich ihr dankbar. Da kam nochmal eine Zeit wo ich ihm gerne täglich den Hals umgedreht hätte.

 

Man nimmt sich ja auch die Freude am Hobby Hund. Wenn es keinen dringenden Anlass gibt außer dass ihr euch verliebt habt (ja das kann ich verstehen, wer kennt das nicht?) dann würde ich warten.

Ich habe letzten ein Interview von einem Hundetrainer zum Thema Mehrhundehaltung gesehen, der meinte man sollte immer zwei Jahre zwischen den Hunden warten. Also Hund 1 ist ca. 2 Jahre alt, dann kann man sich nach einem Zweithund umgucken Hat bei mir jetzt genau gepasst (gar nicht so gewollt) und ich bin froh so lange gewartet zu haben. Jetzt kann ich meinem Hund total vertrauen. Klar haben wir Baustellen und klar hab ich auch heute noch Tage wo ich ihn aussetzen möchte. Aber das kommt in einem ganzen Hundeleben immer wieder vor.

Jetzt hab ich einen Hund der auch mal auf dem Abstellgleis warten kann, weil das andere Pubertier meine ganzen Aufmerksamkeit (und Nerven) braucht.

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Es ist einfach schwierig, ein Pubertier gemeinsam mit einer Schnappschildkröte zu managen. Laßt den Großen erstmal erwachsen werden, dann kann er auch wunderbar bei der Erziehung unterstützen - so schafft ihr euch eine Doppelbaustelle. 

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Passend zu möglichen Problemen kann man den anderen neuen Thread auch verfolgen.

Ersthund und Zweithund beißen sich ständig. 

Man weiß bei einem Welpen nicht wie er sich entwickelt.

Man weiß bei einem Pubertier nicht wie er sich schlussendlich noch entwickelt. 

Man weiß nicht wie sich die Beziehung entwickelt. 

 

Es eilt ja eigentlich gar nicht. Tolle Hunde wird es immer geben, man muss nur danach suchen. ;) 

Macht euch doch keinen Druck, wenn man problemlos in einem Jahr auch noch schauen kann. Es läuft einem nichts davon. 

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Ich sehe es eher wie die Thread-Erstellerin: Gibt es DEN richtigen Zeitpunkt? Glaube eher nicht. Es kann immer gut oder schief gehen - egal wie alt die Hunde sind und egal, wie alt der Ersthund oder der Zweithund ist. 

 

Wir haben damals einen etwa 1-jährigen Rüden aufgenommen und ca. ein halbes Jahr später eine ca. 1-jährige Hündin. Beide hatten zum Zeitpunkt, als sie zu uns kamen, genau 0 Erziehung genossen. Beide hatten ihre "Macken" - Hündin enorme Jagdlust, Rüde enormer Drang zum Streunen. 

Das war anfangs nicht wirklich lustig und einfach schon mal gar nicht. Es hat sich aber keiner von beiden die "Macken" des jeweiligen anderen abgeschaut.

Letztlich haben wir viel Zeit in die 2 reingesteckt und bestimmt auch die ein oder anderen Nerven strapaziert (unsere, nicht die der Hunde :D ).

 

Nochmal würde ich das nicht wollen. Es war teilweise schon sehr anstrengend.

 

Dennoch ist meine Meinung, dass es keine Pauschalaussage geben kann. Niemand weiß, ob der 10 Monate junge Hund der Thread-Erstellerin nochmal so richtig in die Pubertät kommt oder nicht. 

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