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Hundeforum Der Hund
Bable

Panik/Angst-Trauma nach Silvester

Empfohlene Beiträge

Gerade eben schrieb Bable:

bewusstes Ignorieren (wenn der Hund meine Einschätzung der Situation abfragt und ich sie als harmlos einstufe) weil jede andere Reaktion ihn negativ bestätigt

Äh- was machst du jetzt genau? Kommentierst du das schulterzuckend (das stelle ich mir darunter vor) oder kommentierst du gar nicht- das wäre für mich Ignorieren?

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aktives nichts-tun bedeutet bei uns, das ich dem Reiz nicht zu viel Aufmerksamkeit schenke...der Reiz wird benannt, aber dann ist auch gut. Wenn ich mich zu sehr auf den Reiz konzentriere, dann spannt Motte sich mehr an...es kommt allerdings auch sehr auf den Reiz und auf Mottes Verfassung drauf an. Und das ist jeden Tag ein bisschen anders, denn es soll ja nicht langweilig werden😉 

 

@Bable Und das mit dem Trainingsprogramm hab ich auch nicht negativ aufgefasst🙂

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Wahrscheinlich meinen wir dasselbe...Ich wusste gar nicht dass das auch anders geht...also eigentlich doch nur, wenn ich den Reiz selber nicht zuordnen kann. Dann gehe ich aktiv mit ihr nachforschen.

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@gebemeinensenfdazu ich tue aus Sicht des abstrakt denkenden Hundes natürlich etwas: Ich laufe weiter. In seiner Denkwelt gibt es kein „nicht“ sondern nur „der Mensch macht xy“ und diese Handlung bewertet der Hund für sich als negativ oder positiv. 


Ich ignoriere übrigens nicht den Hund, ich ignoriere die Situation. Und Hund läuft einfach mit, weil Frauchen sagt „da ist nichts“. Denn wenn da was wäre, dann würde Frauchen schauen, stehen bleiben, langsamer/schneller laufen, irgendwas sagen, mich ansprechen, die Leine fester greifen, ein Leckerli rausholen etc. Für ihn ist das „Ignorieren“ das Signal für „alles OK“.

 

Und da ich seinen fragenden Blick aus dem Augenwinkel ja mitbekomme, wird er vermutlich auch mitbekommen, dass ich ihn einen Sekundenbruchteil angesehen habe. Mag sein, dass das bereits der entscheidende Moment ist (ich schau Frauchen an, Frauchen bekommt das mit und geht einfach weiter >>> alles gut) :) 

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Ich steh aufm dem Schlauch😅 @gebemeinensenfdazu

 

Beispiel: Person etwas weiter entfernt ..Motte sieht die Person, ich sage sowas wie "ja Motte da ist ein/e Mann/Frau, der/die geht genauso spazieren wie wir" und dann geh ich weiter und schau nicht ständig wo die Person ist. Da kommt Motte einfach eher und bereitwilliger mit. Wenn ich der Person (und auch Motte durch genaues beobachten) zu viel Beachtung schenke, dann wird Motte angespannter weil sie merkt, dass ich die Person genauer beobachte.

Das funktioniert aber z.B. noch nicht bei Radfahrern. Würde ich Motte nach dem Benennen nicht genau beobachten, dann stehen die Chancen nicht schlecht das Motte den Radler vom Rad pflückt 😳

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@Bable 

Super beschrieben! Genauso meine ich es

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@hanninanni Ich bin eine heutige Situation (zugeschlagene Autotür) nochmal im Kopf durchgegangen: mehr als ein winziger Blickkontakt war da wirklich nicht. Ich musste dem Hund aber auch nicht erst beibringen (wenn dann ist das unbewusst passiert), dass er sich zu mir orientiert sondern er tut es von selbst: Geräusch, kurz hingeschaut, dann schneller Blick zu mir, ah sie geht weiter, alles ok. Diese Vorgehensweise führte heute dazu, dass mein Hund bei der dritten Autotür lediglich noch kurz das Ohr stellte (noch vor drei Tagen weigerte er sich beim Geräusch einer zufallenden Autotür, einen Schritt weiter zu gehen oder rannte quietschend los). 

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vor 3 Stunden schrieb hanninanni:

Ich steh aufm dem Schlauch😅@gebemeinensenfdazu

 

Beispiel: Person etwas weiter entfernt ..Motte sieht die Person, ich sage sowas wie "ja Motte da ist ein/e Mann/Frau, der/die geht genauso spazieren wie wir" und dann geh ich weiter und schau nicht ständig wo die Person ist. Da kommt Motte einfach eher und bereitwilliger mit. Wenn ich der Person (und auch Motte durch genaues beobachten) zu viel Beachtung schenke, dann wird Motte angespannter weil sie merkt, dass ich die Person genauer beobachte.

Das funktioniert aber z.B. noch nicht bei Radfahrern. Würde ich Motte nach dem Benennen nicht genau beobachten, dann stehen die Chancen nicht schlecht das Motte den Radler vom Rad pflückt 😳

Benennen ist das Wichtigste, sind die Personen weit entfernt lassen die sich wirklich abhaken- ich belohne aber auch das wenigstens mit einem "Gut gesehen" oder einem Krümel Trockenfutter. Den Hund beobachte ich trotzdem, das allein entscheidet, ob ich nochmal zu Person gucke. Könnte ja sein, dass die Person sich anormal verhält und das muss ich auch registriert haben, sonst weist sie mich deutlicher daraufhin (bellen/stellen).

Solange ich es registriere (indem ich benenne) und dann- wenn die Person z.B. mitten auf dem Weg umkehrt und sich uns nähert- und dannn anweise " wir gehen auf die Seite und lassen den vorbei " ist alles in Ordnung, weil sie weiss, dass mir nichts entgangen ist.

Dasselbe beim Radfahrer von hinten, den sie mir grundsätzlich anzeigt, damit wir ausweichen. Das funktioniert auch sehr verlässlich, meist geht sie schon selbsttätig zur Seite, ohne dass ich etwas anweisen muss. Benennen, Bewerten. Bedanken, Bedenken (mit einer Verhaltensmaßnahme), Befolgen.

Die Distanz entscheidet, inwiefern Ausweichen z.B. nötig ist.

Bei Geräuschen ist das normalerweise nicht nötig, wenn sich das Geräusch wiederholt, benenne ich nochmal, einfach damit sie auch wirklich sicher ist, dass ich das Richtige meine.

Die Motivation des Hundes ist entscheidend. Meiner geht es um Situationskontrolle, da darf ich nicht ignorieren, mindestens Benennen ist erforderlich, wenn sie mir etwas anzeigt.

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@gebemeinensenfdazuDanke das du dir Die Zeit genommen hast um das nochmal alles genau aufzuschreiben.

Motte wird grundsätzlich immer gelobt auch wenns nur das ruhige Treppe hoch gehen ist.

Und was Mottes Motivation angeht bin ich mir nach wie vor nicht zu 100% sicher...ich vermute das es die Konstellation aus Unsicherheit vom Wesen her, die fehlende bzw mangelhafte Sozialisation und das eingeschränkte Sehen ist.

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Hatte heute eine recht entspannte Abendrunde um den Block :) etwas nervös ist er zwar immer wieder mal für ein paar Sekunden (aber das war er im Dunkeln schon immer etwas, abends und nachts wirkt die Umgebung eben anders: Geräusche fallen mehr und anders auf, Menschen wirken anders etc) und die letzten 200meter hat er nach vorne weg gezogen. Allerdings ist auch das ehrlich gesagt schon länger grundsätzlich eine „Marotte“ - sie fällt mir jetzt vermutlich nur extrem auf. 
 

insgesamt scheinen wir auf einem guten Weg zu sein: Hund freut sich auch wieder, wenn ich Leine und Geschirr in die Hand nehme :) 

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