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Hundeforum Der Hund
011

Natürliche Unterstützung bei Angsthund

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Hallo liebe Community!

Meine Hündin und unsere ganze Familie leidet leider sehr unter ihrer ausgeprägten Angespanntheit und Angst bei lauteren Geräuschen (klirrende Teller, herunterfallende Sachen etc.). Sie ist eine Rumänin, jedoch meinte die Vermittlerin sie hätte nichts schlimmes erlebt, bloß eben zu wenig Alltagskontakt in ihren Prägungsjahren. Wir versuchen ihr immer so gut es geht Sicherheit zu vermitteln und sie an neue Situationen schonend und einfühlsam heranzuführen. 

Jedoch wurde ihre Angst schlimmer, noch dazu kommt, dass sie sehr sensibel ist und somit auch leidet, wenn wir mal traurig sind oder in den Urlaub fahren. Ich habe mich dazu entschlossen, ihr etwas unter die Pfoten zu greifen und etwas rein natürliches zur Beruhigung und Erleichterung ihrer Angst zu geben. Ich denke, das wäre ein Anfang und schonmal eine Erleichterung, besonders für sie, wenn es wirken würde. Ich suche nach etwas, was man ihr über einen langen Zeitraum geben kann, nicht so etwas wie nur an Silvester etc.

Nun ist meine Frage: Was würdet ihr so empfehlen? Was hat bei euch gut geholfen oder habt ihr Bekannte, die ihrem Hund erfolgreich etwas die Angst durch ein natürliches Mittel nehmen konnten? Ich habe mich natürlich schon ein wenig informiert und kenne bisher Hanf-Öl (oder CBD-Öl?) und Bachblüten (Globuli). Ich war außerdem im Ausland unterwegs und habe meiner Hündin von dort ein paar Hundekekse mitgebracht, wo wohl auch Hanf-Öl mit ein paar anderen Dingen enthalten ist. Wir testen diese momentan, bisher jedoch keine Veränderung an ihrem Verhalten. Ich wollte mir einfach noch einen Plan B offen halten, falls diese Kekse nicht bei ihr anschlagen.

Würde mich wirklich riesig über Antworten freuen! :)

Bis dahin

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Sicher, dass die Kekse für Hunde waren? :clown

 

Was auch immer du an Chemie oder Biologie findest, das kann ja nur ein "Helfer in der Not" sein. Letztlich muss der Hund seine Angst überwinden und sein Selbstvertrauen stärken. Dazu gibt es funktionierende Konzepte und Übungen. Nachteil: es braucht sehr viel Zeit, bis eine Wirkung eintritt. Mit einigen Jahren muss man da schon rechnen. Aber nur so ist ein unbeschwertes Hundeleben möglich.

 

vor einer Stunde schrieb 011:

Was hat bei euch gut geholfen oder habt ihr Bekannte, die ihrem Hund erfolgreich etwas die Angst durch ein natürliches Mittel nehmen konnten?

 

Angst ist ein Gefühl - Medikamente oder ähnliche Mittel können keine Gefühle bekämpfen.

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Wenn sich ihre Ängste eher verschlechtert als verbessert haben...

Dann ist wohl irgendwas schief gelaufen 🙈

 

Ist sie euer erster Angsthund?

 

Habt ihr einen guten Trainer/eine gute Trainerin an eurer Seite?

 

Ich würde da nicht auf "Mittelchen" zurück greifen, sondern ein gutes, wenn auch zeitintensives Training in Angriff nehmen, um dem Hund dauerhaft zu helfen.

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Lies mal den Silvester 18 von panischen Hunden (odre so ähnlich ) Thread. Da sind viele Trainingsmethoden genannt, die Ängste langsam abbauen können und auch Managementmethoden im Akutfall.

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Vielen Dank für eure Antworten! Wir sitzen bereits am Training, ich hörte nur, dass man seinen Hund in der Anfangszeit etwas unterstützen könne. Eine Dauerlösung wäre so etwas auf jeden Fall nicht; dessen bin ich mir bewusst.

 

vor 2 Stunden schrieb DerOlleHansen:

Sicher, dass die Kekse für Hunde waren? :clown

Den Witz habe ich jetzt schon öfter gehört, aber nein, ich war nicht in Amsterdam... xD

 

vor 1 Stunde schrieb gebemeinensenfdazu:

Lies mal den Silvester 18 von panischen Hunden Thread.

Danke, da werde ich mich mal durchklicken...

 

vor 1 Stunde schrieb Tina+Sammy:

Dann ist wohl irgendwas schief gelaufen

Dadurch, dass sie so sensibel ist, merkt sie wie gesagt jede Gefühlsregung ihrer Menschen und da in unserer Familie leider kürzlich eine Belastung durch eine schwerwiegende Krankheit dazukam, macht es das für sie auch nicht leichter und dadurch reagiert sie eben auch sensibler auf alles andere. 😕

 

vor 2 Stunden schrieb Tina+Sammy:

Ist sie euer erster Angsthund?

Ja.

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Was mir gerade noch eingefallen ist, was man ja theoretisch bei stressigen Situationen als Unterstützung nehmen könnte: Es gibt ja seit Neustem solche eng anliegenden Shirts für Hunde, die ihnen irgendwie Sicherheit vermitteln. Weiß jemand, ob das Quatsch ist, oder wirklich funktioniert? Kann man dies ergänzend zum Training verwenden?

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@011 das sind Thundershirts: lies mal in den Silversterthreads nach, für einige Hunde scheint es zuhause gut zu wirken, aber ich weiss nicht, ib das etwas für unterwegs ist.

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vor 18 Stunden schrieb DerOlleHansen:

Angst ist ein Gefühl - Medikamente oder ähnliche Mittel können keine Gefühle bekämpfen.

 

Bullshit.

 

Es gibt angstlösende Mittel, ganz klar. Ein bekanntes und erwiesenermaßen wirksames ist Johanniskraut, und Lavendel ist auch bekannt dafür, Angstzustände zu mildern. Beide wirken beruhigend und entspannend und somit auch in Maßen angstlösend auf Menschen (und in teilen auch auf Tiere).

 

Einfache, nicht-medikamentöse Möglichkeiten wären:

Adaptil-Pheromon-Zerstreuer für die Steckdose

"Relaxo-Pet"- ein kleiner Lautsprecher der beruhigend wirkt durch die Tieffrequenzen die er ausstößt

vielleicht ätherische Öle, aber da vorsichtig mit sein, dass man nicht zu viel gibt oder dem Hund etwas zur Beruhigung gutes Tun will, und am Ende findet er den Geruch ekelig :D (hier im Link steht da etwas zu, hatte ich neulich gelesen als ich mich über Lavendel für Hunde, vor allem zu Silvester, informiert habe: https://blog.dogitright.de/entspannungsduft/ )

Massagen (bitte dafür eine Anleitung von einer Tierphysio geben lassen)

Thundershirt, wenn der Hund es mag

 

... gibt bestimmt noch mehr.

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Statt  Dauermedikation versuche  lieber  mit dem  Hun d  gezielt  zu  desensib il iseren   und gegenkonditionieren,  der Hund  sammelt  sonst  nur  noch  mehr  Auslöser. Man kann   das Training anfangs medikamentös  unterstützen. Ohne wenigstens ein Training über mehrere Monate versucht zu haben, würde ich den Hund niemals dauerhaft möglichen Nebenwirkungen aussetzen.

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vor 15 Stunden schrieb 011:

Was mir gerade noch eingefallen ist, was man ja theoretisch bei stressigen Situationen als Unterstützung nehmen könnte: Es gibt ja seit Neustem solche eng anliegenden Shirts für Hunde, die ihnen irgendwie Sicherheit vermitteln. Weiß jemand, ob das Quatsch ist, oder wirklich funktioniert? Kann man dies ergänzend zum Training verwenden?

 

Das sind Thundershirts. Basieren u.a. auf dem Konzept des Tellington Touches. Bei meiner werten Tuulikki funktioniert das sehr gut. 

 

35426108666_e18edd5181_b.jpg

 

so weit

Maico

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