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Hundeforum Der Hund
DerOlleHansen

"Nachbarschaftshilfe": Neuer Hund aus Rumänien

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Ich habe mit ängstlichen Hunden nicht viel Erfahrung. 

 

Hunters Angst vor Böllern und Schüssen haben wir nicht raus gekriegt, die wurde im Laufe seines Lebens aber moderat besser, ohne dass wir was Spezielles dazu getan haben. Seine Angst vor Männern legte sich ebenfalls mit den Jahren, in denen er keine schlechten Erfahrungen (mehr) machte. An fremde, neue und damit suspekte Dinge (wie z.B. Mülltonnen, die "plötzlich" draußen auf dem Gehweg stehen, oder ein Luftballon, der auf der Wiese gelandet ist) habe ich ihn heran geführt. Heute würde man das wohl "zeigen und benennen" nennen. 😉

 

Pulce hatte eigentlich keine Umweltängste, sie war halt menschenscheu und misstrauisch, ansonsten mäßig vorsichtig, nicht auffällig. Also mit Vera eher weniger zu vergleichen. So lange ich anfangs mit ihr alleine spazieren ging, um sie daran zu gewöhnen, war das Stress für sie. Sie wollte nicht mit mir unterwegs und mit der Leine an mich gebunden sein. Erst als ich sie auf die gemeinsamen Spaziergänge mitnahm, fand sie Gefallen daran, und ich bin sicher, das lag an meinen anderen Hunden bzw. deren Gegenwart. Sie hatte mit denen gar nichts am Hut, aber ähnlich wie @Annali es geschrieben hat, habe ich das bei ihr auch wahrgenommen: Alex und Hella waren entspannt und freudig unterwegs, und von ihnen lernte sie, dass das okay ist und ihr nichts droht. 

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vor 15 Minuten schrieb DerOlleHansen:

 

Ja. Aber ich denke, ich werde sie ab und zu überlisten. Wenn ich sie "rein zufällig" unterwegs treffe, werde ich fragen, ob wir mitkommen dürfen. ;)

"Desinteressiert" ist Pavel keineswegs, aber er spürt, dass er auf Abstand bleiben soll, solange Vera ängstlich ist.

Du hast doch selbst geschrieben, dass deine Nachbarn das mit dem Hund hinbekommen werden.

Warum vertraust du ihnen dann nicht und willst dich aufdrängen?

Dein Hund zeigt auch an, dass es noch zu früh ist.

Lass den Hund doch erstmal in Ruhe abkommen und vor allem respektiere den Willen deiner Nachbarn.

Die Zeit für gemeinsame Spaziergänge wird sicherlich kommen, wenn alle dafür bereit sind und dann wird Vera auch von Pavel profitieren.

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Ich finde gut, dass @DerOlleHansen

hier ein Brainstorming veranstaltet. Ein Austausch über eine solche Problematik ist nicht verkehrt und auch die Nachbarn können nicht alles wissen.

Ausserdem ist man selten auf dem neuesten Stand.

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Ich bin da  ganz bei Bimbam..

Mag es auch nicht, wenn sich "Fremde"  aufdrängen, weil sie denken, sie wüssten es besser (nich bös gemeint 😉 )  Mache  auch gern  mein eigenes Ding, zumal  man so einen Hund auch erst  selbst kennenlernen muss und  bei jedem  funktioniert was  anderes.....

 

Allgemein: Ich hatte 2007 einen Angsthund aus Suceava über Brunopet zur Pflege und später dann fest.

Geduld, nicht Zuviel verlangen  und meine eigenen Hunde  haben  da  sehr geholfen. 

Anfangs  hab ich ihn in Ruhe gelassen und  dann  mit  etwas  "Gewalt"  Geschirr an und  dann  draussen  nach und nach  die Runden erweitert.Anfangs  sind  wir  nichtmal die Auffahrt  runtergekommen.   

Immer mit Begleitung von meinen Hunden. Aber es halt  gedauert und Simba war  ein Hund  der  viel beobachtet und sich abgeschaut hat. Das  kann man aber  so aus der Entfernung halt nicht sagen was  Vera  für ein Hund ist  und  wie  sie am Besten lernt.

ZB auf Pfeife  kommen, haben wir nie  wirklich einzeln  mit ihm trainiert, hatter einfach immer mit den anderen mitgemacht, wurde gelobt und konnte  das  dann später auch ohne die  anderen perfekt  und mit  viel Freude. 

 

Finde es  ehrlich gesagt etwas  unglücklich,  dass  der Verein   an Leute vermittelt, die  keinen souveränen Ersthund haben...

 

 

 

 

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vor 1 Stunde schrieb DerOlleHansen:

Kann man so etwas beschleunigen? Oder muss man einfach Geduld haben?

Das geht ja 1:1 einher mit Vertrauen. Also alles, was Vertrauen aufbaut (natürlich mit der berühmten Geduld und in Maßen).

Ich habe zB, als draußen noch so vieles gruselig war und schwerer zu überwinden, drinnen kleine Erfolgserlebnisse künstlich produziert. 

Also Sachen zusammen lösen, die gruselig sind, aber nicht so gruselig wie die ganze Welt da draußen. 

 

Beispiel: Dem Brackel waren Kartons aller Art ungeheuer. Ich habe dann einen Karton seitlich hingelegt und mit Leckerchen gefültt, auch den Bereich davor. Und dann haben wir uns gemeinsam mit dem Karton vertraut gemacht... (ich denke, du weißt worauf ich hinaus will) und ich denke, dass das geholfen hat beim Brackel zu verankern, dass wir gruselige Sachen zusammen klären können. 

 

 

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Wie @Annali mit "gemeinsam wegrennen" schrieb und @Lique mit "Sachen gemeinsam klären" ist ein guter Ansatz, finde ich. Weil es auch die Bindung und das Vertrauen in die Halter stärkt. So habe ich es eigentlich bisher auch immer gemacht. (wir haben z.B. eine "durchsichtige" Treppe im Haus, ziemlich gruselig für Hunde)

 

Ich will mich den Nachbarn auch nicht aufdrängen oder gar dreinreden. Wenn man sich trifft (ca. einmal pro Woche), frage ich natürlich, wie Vera sich entwickelt. Und wenn es im Gespräch passt, gebe ich gerne einen guten Rat aus dieser Diskussion als Vorschlag oder Idee weiter oder bestärke die Nachbarn in einem Vorgehen, das hier auch positiv vorgeschlagen wird. Beispielsweise werde ich den Vorschlag von @mikesch0815 mit den Pheromonen und der "Nervennahrung" weitergeben, aber ich werde nur dazu raten, das mit dem Tierarzt zu besprechen.
Apropos "Nervennahrung": Habe früher mal gelesen, Bananen seien da sehr hilfreich. Ist diese "Erkenntnis" immer noch aktuell?

 

Wenn es denn mal so weit ist, dass es zu gemeinsamen Spaziergängen kommt, würde Pavel sowieso auf Abstand nebenherlaufen und "sein Ding" machen (Mauselöcher inspizieren und Grasbüschel markieren). Er wäre, wie ihr schon geschrieben habt, ein Hund auf Distanz, an dem sich Vera trotzdem orientieren kann - wenn sie will. Pavel wird erst reagieren, wenn Vera Kontakt aufnimmt.

 

Es ist ja schon mal eine gute Grundlage, dass Autofahren, Tierarzt und Geschirr an-/ausziehen problemlos funktionieren. Und Vera ist im Haus total ruhig, sodass die Nachbarn keinen Stress haben wegen genervter Mitbewohner. Im Gegenteil, alle sind Hund und Haltern sehr freundlich gesonnen.

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Wenn der Besitzer Rat braucht, wäre es am sinnigsten, wenn er sich selbst hier anmeldet.
Wenn nicht, möchte er vielleicht keinen 😉

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@benno0815 Da ist natürlich was dran ... ;) Aber die Nachbarn sind keine "Forenmenschen", ich glaube, die sind ziemlich analog unterwegs. 

Ich versuche auch, mich zurückzuhalten. Aber man nimmt doch Anteil an seinen Mitmenschen und Hunden.

 

Wenn man diese verängstigte Hündin sieht, wünscht man sich einfach nur, dass sie ihr schönes neues Leben so schnell es geht auch genießen kann.

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So, wie Pavel agiert, wenn er Vera trifft, hätte ich wenig Bedenken, dass er sie bedrängen und ängstigen könnte.

Auch hatte ich nicht den Eindruck, dass @DerOlleHansen sich seinen Nachbarn "aufdrängen" will.

Ich denke, dass es normal und manchmal auch unvermeidbar ist, dass man ab und an auf seinen Spaziergängen mit seinem Hund auf andere Hunde und ihre Halter trifft.

Und da ist es für die Hündin sicherlich leichter Pavel zu treffen, der sowieso zur Zurückhaltung neigt, als irgendeinen anderen Hund.

Es wurde ja auch signalisiert, dass gefragt wird, ob man erwünscht ist.

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@Renegade:Ja, schon, aber ein wenig "einbremsen" bzw. zur Zurückhaltung zu mahnen, ist schon ok. Man neigt ja manchmal vor lauter "Begeisterung" zum "zu viel". ;)

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