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Hundeforum Der Hund
LiKi76

Hund greift Kind an

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Guten Abend, 

länger schon beschäftigt mich das oben genannte Thema. 

Meine Hundedame (8j. Mischling, Kniehöhe) ist vor einigen Wochen auf meine Nichte (2,5j.) los gegangen. 

Ich selbst habe es nicht mitbekommen und kenne die Geschichte nur von Erzählungen. 

Meine Nichte ist des Öfteren zu Besuch und zu einem Vorfall kam es noch nie. Meine Hündin lag in ihrem Körbchen, wie immer. Meine Nichte spielte etwas entfernt von ihr im Wohnzimmer. Aus dem nichts heraus ist meine Hündin auf meine Nichte zu gestürmt und hat sie im Gesicht erwischt. Es waren genug andere Familienmitglieder dabei die die Situation schnell auflösen konnten. 

Ich war total geschockt und war noch an dem selben Abend beim Tierarzt wo erneut festgestellt wurde das sie Scheinträchtig ist. Ihr wurden Hormone gespritzt und die Tierärztin meinte das Hündinnen in dieser Phase häufig aggressiv reagieren. 

Ich kann mir je doch nicht erklären wie sie aus dem nichts so los geht. Vorher war immer alles sehr harmonisch und beide wurden so gut es geht in den Alltag mit einbezogen. 

Wir lassen beide grundsätzlich NIE alleine, es ist immer jemand dabei. 

Jetzt habe ich natürlich Angst beide wieder länger zusammen zu lassen und hoffe auf Tipps von euch. 

 

Vielen Dank schon mal im Voraus 🙏🏻 

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vor 51 Minuten schrieb LiKi76:

Ihr wurden Hormone gespritzt 

 

Warum und welche Hormone?

 

vor 51 Minuten schrieb LiKi76:

Meine Hündin lag in ihrem Körbchen, wie immer. Meine Nichte spielte etwas entfernt von ihr im Wohnzimmer

 

Irgendetwas muss der Auslöser gewesen sein.

War jemand direkt beim Hund, hat gestreichelt, gefüttert?

Was hat das Kind gespielt? 

Lag vielleicht ein Spielzeug der Hündin in der Nähe? Oder war irgendetwas Essbares in Spiel? Wenn ja, ist die Hündin ressourcenverteidigend?

 

Zuerst wäre für mich eine genaue Analyse der Situation wichtig, blöd dass du nicht dabei warst. Evtl. frag nochmal alle Anwesenden nach Details.

 

Wie ist sonst das Verhältnis zwischen dem Kind und dem Hund?

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vor 4 Stunden schrieb LiKi76:

Ich war total geschockt und war noch an dem selben Abend beim Tierarzt wo erneut festgestellt wurde das sie Scheinträchtig ist. Ihr wurden Hormone gespritzt und die Tierärztin meinte das Hündinnen in dieser Phase häufig aggressiv reagieren.

Wenn dann war sie in der Scheinmutterschaft, hat Galastop gespritzt bekommen gegen die Prolaktinbildung und evtl. Scheinwelpen gegen das Kind verteidigt, andernfalls würde Aussage und Massnahme wenig Sinn ergeben.

Prolaktin wird nicht von den Keimdrüsen erzeugt, also vergiss irgendwelche operativen Massnahmen - falls du das in Erwägung gezogen hattest. verhalten lässt sich nur trainieren und nicht operieren.

Klingt nach Maßregelung. Der gehen ganz viele kommunikativen Signale voraus. Um diese zu lesen und rechtzeitig entzerren zu können, dürfen Hunde und Kinder- Kombinationen nicht unbeaufsichtigt bleiben. Das ist leider versäumt worden mit entsprechender negativer Folge- vermeintliche "ohne Vorwarnungen" liegen eher an Ignoranzleistungen von menschlicher Seite. Ganz besonders da du nicht dabei warst, musste der Hund die Angelegenheit selber regeln.

Trenne der Hündin einen Bereich ab, in dem sie sich frei und unbelästigt bewegen kann und wo sie ihren Sachen in Sicherheit weiss bei solchen stressigen Anlässen, und wenn du kurz aus dem Zimmer gehst...

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Wobei Galastop nicht gespritzt wird-fällt mir ein... sollte sie wirklich Hormone gespritzt bekommen haben, würde ich sie die nächsten Wochen verstärkt auf Pyometraanzeichen beobachten und die Tierärztin wechseln.

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"Etwas entfernt" war wohl nicht weit genug. Das Weibchrn in der Scheinträchtigkeit aggressiv reagieren ist nichts Ungewöhnliches. Liegt schlicht an den Hormonen. Dazu kommt dann noch zusätzlich die stressige Situation für den Hund: kein Frauchen da, nur "fremde" und ein für den Hund in der Situation mehr als unberechenbare Kleinkind. 

 

Wie oft war sie bisher scheinträchtig? 

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Alle intakten Hündinnen werden scheinträchtig, unnormal wäre es, wenn sie es nicht würden.

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Danke schon mal für die Antworten. Ich habe schon viel darüber nachgedacht was der Auslöser dafür war. Ich habe auch erfahren das meine Hündin vorher im Hof war und sich mit der Nachbars

Hündin am Zaun angebellt hat. Könnte mir auch vorstellen das sie dadurch auch noch ein bisschen angeheizt war. 

 

Meine Nichte ist nie alleine mit dem Hund, das kann ich ganz sicher sagen. Alle anderen die dabei waren, sind auch keine „Fremden“ sondern wohnen bis auf eine Person alle mit im Haus. Ich weis natürlich nicht was passiert wäre hätte ich mit im Raum gesessen. 

Die Beziehung zwischen Hund  und Kind war immer gut, sie durfte sie in Maßen streicheln und mit ihr spielen. So wie man es sich mit Kind und Hund vorstellt. 

 

Über eine Operation denke ich nicht nach. Das kam für mich nicht in frage. Sie war jetzt das zweite mal Scheinträchtig. 

 

Raumlich hat der Hund auch alle Freiheiten und kann sich frei in Haus und Hof bewegen bzw. zurückziehen was sie aber nicht macht. Sie bleibt lieber dabei liegen.

Bringe ich sie in den hinteren oder unteren teil vom Haus ist das Gejammer und die heulerei meiner Hündin groß. 

 

Ich sehe aber im Moment keine andere Lösung als sie erstmal räumlich zu trennen.  

Sie sehen sich zwar aber eben nur kurz. 

Meine Hündin freut sich auch wenn sie zu Besuch kommt. 

 

 

 

 

 

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Ich möchte auch nicht meinen Hund für die Situation verantwortlich machen. 

Eher den Rest an Personen die dabei waren, das vielleicht wirklich nicht die Warnzeichen wahrgenommen wurden und meine Hündin früh genug aus einer Stress Situation raus genommen wurde. 

Ich bin da übervorsichtig und Handel lieber früher wie zu spät. 

Tatsache ist, das es passiert ist und ich nun schauen muss wie es weiter geht. Ich möchte beide nicht ewig  von einander trennen. 

Meine Nichte hat auch zum Glück keine Angst vor der Hündin. 

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Da bring ich mal die Babygitter ins Gerede.

Ehe die Hündin räumlich getrennt wird.

Ich trenne auch gerne mit Sessel oder so im Raum damit meine sehr ängstliche Enkeltochter sich sicher fühlt.

Einem Kleinkind und demHund kann es eine Grenze sein, die dem Hund Sicherheit gibt.

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Was heißt denn "los gegangen"? Vor über 20 Jahren hat mein erster Rüde, der nie einem Tier oder Menschen was getan hat, meine Nichte angeknurrt. (Er war in Urlaubspflege bei meinen Eltern.) Die Kleine hat geheult (2 Jahre plus), weil sie erschrocken war. Großes Drama: Der Hund kann knurren!

Aber, der Hund hat angezeigt, dass er seine Ruhe wollte. Er hat vorbildlich kommuniziert. Er hat selten geknurrt, aber da war es scheinbar nötig. Und das Kind hat es kapiert. Hunde sind keine Plüschtiere. Er hätte mit Sicherheit nicht Ernst gemacht. Er ist mit allen Kindern immer gut gewesen, aber offensichtlich wollte er sich da Raum schaffen.

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