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Hundeforum Der Hund
Fabienne1999

Neue fremde Menschen

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Hallo Ihr Lieben, 

ich habe einen 1 jährigen Schäfermix Rüden aus Rumänien (Tierschutzhund), der mittlerweile seit 4 Monaten mit uns zusammenlebt. Bei mir und meinem Partner hat er sich wirklich gut und ohne Probleme eingelebt. Jetzt versuchen wir ihn mit meiner Familie anzufreunden, damit er dort im Notfall auch hin kann. Hier zeigt er ein ganz komisches Verhalten: er ist ganz ruhig und hat auch überhaupt keine Angst, beim gemeinsamen Essen liegt er unter dem Tisch auf den Füßen der Anderen. Will ihm jemand ein Leckerli geben, rennt er ständig nah an demjenigen vorbei und ständig hin und her, irgendwann nimmt er es dann und dann ist Schluss. Wenn er es einmal gefressen hat dann nimmt er nichts mehr und läuft nur noch hin und her. Manchmal fängt er dann auch zu Knurren an, obwohl er gerade ein Leckerli von der Person gefressen hat. Anfassen darf ihn sonst auch niemand und wenn mein Partner oder ich aus dem Raum gehen kann es passieren, dass er in die Ecke uriniert. Wenn man ihn nicht beachtet kommt er auch ganz nah an die Person heran und verhält sich ganz normal (er ist auch super neugierig und läuft fremden hinterher, schnüffelt auch an ihnen und stupst sie an), doch sobald man ihn ansieht, fängt wieder das hin und her laufen an. 

Wir sind uns nicht sicher, was wir machen sollen, oder ob sich dieses Verhalten mit der Zeit legt. 
Für Tipps und Tricks wäre ich sehr dankbar, da Leckerlis auch nicht wirklich helfen, sind wir mittlerweile ein bisschen verzweifelt.

Vielen Dank und einen schönen Abend!

LG Fabienne

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ich habe meinen DSH jetzt das zweite Jahr.

Im ersten Jahr reagierte er sehr agressiv, wenn Menschen ihn ansahen.

ER musste es erst mühsam lernen, dass wir Menschen das Ansehen nicht als  Drohgeste (fixieren) meinen.

Bei Tieren, außer Primaten ist dieses Ansehen eine Provokation.

 

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Auf irgendeine Art scheint er misstrauisch zu sein und sich bedrängt oder bedroht zu fühlen -vielleicht durch ein (traumatisches) Erlebnis in Rumänien.

 

vor 14 Minuten schrieb Fabienne1999:

Wir sind uns nicht sicher, was wir machen sollen

 

Ich würde den Hund und die Leute schnappen und einen schönen Ausflug machen. Oder mehrere, wenn einer nicht reicht zum Annähern. Etwas, das dem Hund Freude macht. Die anderen beachten ihn nicht sonderlich, werfen aber vielleicht mal ein Leckerchen auf den Weg oder ein Spielzeug. Aber erst, wenn er sich mit ihnen wohl fühlt. So lernt er sie nebenbei kennen, kann sich von ihrer Harmlosigkeit überzeugen.

Drinnen nicht groß beachten, keine Kekse (Konfliktsituation vermeiden), warten ob der Hund von sich aus Kontakt aufnimmt.

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Er zeigt massiven Stress an, das hinundherlaufen kann aus einem Konflikt heraus passieren, evtl. der Idee zu fliehen (ansehen scheint er bedrohlich zu finden), und aber doch den Keks  haben zu wollen ( also hin und hergerissen) unter Umständen gepaart mit einer Ressourcenproblematik /Futterneid. Ich würde diese Situationen vermeiden und da Keks ein Auslöser der Beschreibungnach zu sein scheint, diesen weglassen, da hat er wohl ein Thema mit ( wie ist es insgesammt mit Futter ? Hat er auf der Straße gelebt ? Hat er mal gehungert? ) Ich denke es wäre wichtig, wenn niemand was von ihm "will" also nicht ansehen und auch nicht herankeksen, allenfalls die Kekse in sichere Entfernung werfen und nicht mehr beachten) Ein Trainer der positiv arbeitet, und sich evtl mit Auslandshunden auskennt sollte sich das unbedingt man ansehen - so aus der Ferne kann ich nur mutmaßen.

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Ressourcenproblematik lese ich da nicht heraus, nur: zu eng, zu viele, zu fremde, zu unbekannter Ort und das, wo er gerade bei euch angekommen ist. Ihr verlangt zuviel. Ich würde die Leute auch einzeln positiv mit eueren Gassigängen verknüpfen, da lassen sich dann auch Kekse werfen.

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Eine zentrale Frage: "Wie kann ich meinem Hund helfen, ein guter Hund zu sein?"

1 Antwort wurde schon genannt: Situationen vermeiden, in denen es dem Hund schwer fällt, sich (für die "gute" Möglichkeit) zu entscheiden.

Solche Situationen kann man später vorsichtig(!) "antesten": wie weit geht es jetzt schon?

 

Tolle gemeinsame Erlebnisse sind gut für die Bindung und um üble Erinnerungen aus der Vergangenheit zu vergessen.

Und: erst kommt Beziehung, dann kommt Erziehung.

 

4 Monate sind sehr wenig Zeit! Schaltet mindestens einen Gang runter - mit Allem! Macht alles viel, viel kleinschrittiger!

Euer Hund ist in vielen Situationen überfordert und extrem gestresst! Ein Tag mit viel Stress braucht bis zu einer Woche mit absolut stressfreien Erholungstagen! Lernt, euren Hund zu "lesen", beschäftigt euch mit dem Thema "Beschwichtigungssignale" (im Netz oft unter dem englischen Begriff "calming signals" zu finden)

 

Arbeitet an der Beziehung und lasst den Hund das Tempo der Entwicklung vorgeben. Rechnet mit 2-3 Jahren(!) bis zu einem Hund, wie ihr ihn am liebsten hättet. Gebt eurem Hund eine Chance mit zu entscheiden: Er wird zeigen, war er niemals im Leben schaffen kann - das ist dann so. (und oft gar nicht problematisch) Mit meinem jetzigen Hund hatte ich Vorstellungen, wie ich Dinge haben möchte - so war ich es von seinen Vorgängern gewöhnt. Aber der Hund hat mit Alternativen angeboten, bei denen ich letztlich zu der Einsicht gekommen bin: "Ok, so ist es eigentlich auch in Ordnung."

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vor 7 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

zu eng,

 

S T R E S S !

 

vor 7 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

zu viele

 

S T R E S S !

 

vor 7 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

zu fremde

 

S T R E S S !

 

vor 8 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

zu unbekannter Ort

 

S T R E S S !

 

vor 8 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Ihr verlangt zuviel.

 

S T R E S S !

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Ich habe damals eine vertrauensperson gewählt, die dem hund am meisten zusagte (sprich kein mann, eine sehr ruhige person) und sie bei uns zu hause langsam aneinander gewöhnt. 

Ich kann verstehen, dass ihr für den notfall jemanden haben wollt, der aufpassen kann, aber es bringt nichts, wenn der hund gestresst ist, oder in der Umgebung bereits jetzt in stress verfällt. Bei uns wird bis heute in meiner wohnung gesittet. Meine Hündin ist woanders ohne mich massiv gestresst und läuft unter Umständen acht stunden im kreis. 

Zu hause fühlt sie sich sicher und das sitten ist absolut kein problem.

Besuche außerhalb würde ich auch, wie andere schon schrieben, grundsätzlich ruhiger gestallten. Mein Vater hat monatelang Fleischwurst geschmissen bis der hund selbst initiative ergriffen hat ihn kennen zu lernen. Auch das urinieren ist uns mal passiert, zu viele menschen, zu schnelles vorgehen meinerseits und zack... ich habe mich darauf konzentriert, dass meine zu hause gut alleine bleiben kann. Dadurch war ich flexibler in der Entscheidung sie mitzunehmen (was am anfang sehr dosiert passierte, oft auch nur ein mann/frau besuche) oder alleine zu gehen. Das nimmt euch und vor allem dem hund viel Stress.

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vor 11 Stunden schrieb DerOlleHansen:

 

S T R E S S !

 

 

S T R E S S !

 

 

S T R E S S !

 

 

S T R E S S !

 

 

S T R E S S !

Mein Schäfertier hatte alsLösungdas Nach vorne gehen,alle anknurren , Angriff.

Wir haben aber auc beobachtet, dass er sich gerne zurück zog, uns aus der , für ihn sicheren, Entfernung beobachtete.

Also haben wir für den Hund Gitter aufgestellt in der Wohnung.

Da fühlte er sich nicht ausgesperrt, aber vor uns sicher, konnte sich entspannen und uns zu sehen.

Nach Monaten habe ich ihn immer das Gitter geöffnet, wenn alle Menschen brav am Tisch saßen, ihn ignorierten, nicht ansahen,nicht ansprachen.

Aber ab und zu fiel was Leckeres einfach so auf den Boden vor ihm. (Ramse musste erst lernen, seine Nase ein zu setzen)

Sobald jemand aufstehen wollte, habe ich Ramse wieder die Sicherheit des Babygitters gegeben.

 

Entschuldigt,wenn der Beitrag nicht so passt, ich muss gleich wieder los, Pflege ruft.

Ach ja,in dieser (mehr als ein Jahr) zeit half Ramse immer Knabberzeug,wie Rehgeweihstücke, diese gefüllten Kongs, Kuhkopfhaut (arme Kühe) usw.

Er knabberte sich seine Unsicherheit/seinen Stress weg.

Natürlich immer in der geborgenen , gesicherten Umgebung.

 

Heute braucht er das nicht mehr.

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Achso: vielleicht noch als Ergänzung. Besuch wurde auch bei mir stark dosiert und reduziert. 

Erst mit der Zeit langsam gesteigert. 

Hunde haben ein wahnsinns Repertoire an beschwichtigungssignalen. Aber man muss sich oft erst dafür sensibilisieren. Vieles hab ich am anfang gar nicht wahrgenommen. Aber grundsätzlich galt bei uns das motto, weniger ist mehr. Und vor allem, ich übernehme die Verantwortung. 

Wichtig ist, dass der hund nicht bedrängt wird und immer die Möglichkeit hat sich aus der Situation zu nehmen. Streicheln ist bei uns heute noch von oben ein tabu. Sie weicht bei den meisten immernoch aus. Daher gibt es dahingehend strikte ansagen meinerseits. Ich hatte nämlich immer Angst, dass bei zu starker Bedrängnis der hund irgendwann nach vorne geht. 

Aber auch dafür bekommt man ein Gefühl, was man mal laufen lassen kann und wo man eingreifen sollte. Vier monate ist ja noch keine zeit 😊

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