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Hundeforum Der Hund
Fiona01

Schwerster Unfall, mit nachfolgender Fußverletzung und Wiederbelebung

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Oha :( Was für eine schreckliche Geschichte! 
Danke dass du sie mit uns teilst und ich hoffe das dir das bei der Traumabewältigung hilft. 

 

Ich komme ja selbst aus der Pflege, aber die ganze Geschichte inkl. Bilder ist schon hoch dramatisch . Das so ein Martyrium  aus einer „einfachen“ Bänderdehnung entsteht .... :( 

 

Gut das es hier so ein breit-aufgestelltes Haus wie das UKM gibt .

Natürlich merkt man aber auch da unser marodes Gesundheitssystem ..
Ich drücke euch die Daumen, dass der Heilungsverlauf jetzt besser wird. 
Pech hattet ihr wahrlich genug .... 

 

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Noch eine Sache: Ich wollte die Bilder eigentlich noch beschriften, leider war aber, wie oben schon erwähnt, die Bearbeitungszeit zu Ende. Dieses schwarze, was ihr auf dem ersten Bild seht, ist Kunsthaut. Dann wurde eine Vakpumpe https://de.wikipedia.org/wiki/Vakuumtherapie eingesetzt, um ein Vakuum zu erzeugen. Dadurch verringert sich die Entzündungsgefahr. Außerdem wurde dann auch noch durch einen Schlauch Wundflüssigkeit abgeführt. Alles wurde nach einigen Tagen wieder operativ entfernt. 

 

Das Bild zwei zeigt die Wunde, als die Kunsthaut runter war. Man sieht glaube ich ganz gut, dass jede Menge Fleisch fehlt. Fraglich war dann auch, ob die Nerven wieder zusammenwachsen, aber das hat super funktioniert. Die Ärzte haben da wirklich gigantisches geleistet.

Das sagte auch mal einer der Ärzte, wir sind eine "Wiederherstellungsklinik" und das machen die wirklich total Klasse. Hut ab vor so viel können.

 

Bild drei zeigt das Bein und die Wunden, wieder einige Zeit später - ich glaube das war ein halbes Jahr - als der Fixateur endlich raus kam.

 

Bild vier die wieder neue Wunde, die nach der Versteifung entstanden ist, weil der Fuß so geschwollen war, dass keine Naht gesetzt werden konnte.

 

Bild fünf: ENDLICH nach vielen Monaten, ist die erste riesige Wunde zu.

 

Heute nach zehn Monaten, haben wir es dann geschafft, auch die zweite Wunde fast zuzubekommen.  Das ist der Stand, den wir jetzt haben. :) 

 

 

 

 

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Ich bewundere Menschen die so ein durchhaltevermögen haben 💪

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@BastisWunderland  Danke! :) Du schätzt das schon völlig richtig ein, wir waren ziemlich traumatisiert, sowohl mein Mann, als auch ich. Ich kann damit dann noch insofern umgehen, als dass ich gelernt habe, mir eine Art "Mauern" zu bauen, quasi als Schutz. Jetzt muss ich die gaaanz vorsichtig und so nach und nach wieder lösen, um zu verarbeiten. Erschwerend kam damals nämlich noch hinzu, dass ich auch den Tod unserer Fly noch gar nicht verarbeitet hatte. 

 

@Buerste Du packst das ganz bestimmt auch! ✊

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Mir fehlen gerade die Worte. Fühl dich einfach nur ganz ganz fest gedrückt. Ich kann nicht einmal erahnen wie *hier alle Emotionen einfügen* das für euch, aber insbesondere dich, die sich auch ums drumherum kümmern musste, war. Ich kenne nur das Gefühl von einer Planung einer Beerdigung und stelle mir das hier einfach um ein tausendfach schlimmer vor, wenn man nicht mehr weiß wo oben und unten ist.

Ich glaube, nachdem ich erfahren hätte, dass meinem Freund nach dem blöden Sturz das Herz stehen geblieben wäre und er 10 Minuten reanimiert werden musste, wäre ich selbst aus den Latschen gekippt.

Das ist einfach nur unerträglich.

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Ihr Beiden habt meinen absolut größten Respekt für das, was ihr in dieser langen Zeit alles meistern musstet. 

Es ist Wahnsinn, was dein Mann alles über sich ergehen lassen musste und ich möchte mir gar nicht vorstellen, mit wie vielen auf's und ab's er (und auch du) kämpfen musste, um jetzt endlich an dem Punkt angekommen zu sein, wo so etwas wie eine Heilung in Reichweite kommt. Die Fotos sprechen eine deutlichere Sprache, als es jede Erklärung könnte. Ich kann mir auch nicht mal ansatzweise vorstellen, was so eine schwere Verletzung und alle daraus resultierenden Komplikationen mit einem Menschen anstellen können und bin sehr froh für deinen Mann und dich, dass ihr Menschen an eurer Seite habt, die euch beistehen und für euch da sind.

Die Belastungen, die mit so einer Erkrankung seitens der nicht betroffenen Personen einhergehen, kann ich mir dagegen nur all zu gut vorstellen. Bei meiner Oma sollte damals nur eine Venenverengung operativ behoben werden. Im Krankenhaus hat sich Oma eine Infektion der Wunde mit MRSA und Pseudomonas zugezogen, so dass von einer etwas 2 Euro Stück großen Wunde ein zum Ende hin fast offenes Bein entwickelt hat. Daraufhin folgte eine elendig lange Odyssee an Wundauffrischungen,  Entfernung von nekrotisierendem Material, Entzündungen, Schmerzmitteln und einem Bein, dass nicht mehr heilen wollte. Ein ständiges auf und ab und hoffen und verzweifeln bis zum Schluss. 

Dein Mann hat wirklich großes Glück gehabt, dass er während der Wiederbelebung keinerlei Hirnschädigungen davongetragen hat (ich vermute, dass sie ihn zusätzlich heruntergekühlt haben, was ja neurologische Schädigungen reduzieren soll). Auch was das angeht, musste ich vor zwei Jahren leider mehr Erfahrungen sammeln, als mir lieb sind. 

 

Ihr könnt wirklich absolut stolz auf euch sein, dass ihr heute an dem Punkt steht, an dem ihr ankommen seid. Es wartet bestimmt noch einiges auf euch, doch das was ihr bislang gemeistert habt, kann euch keiner absprechen. Ich wünsche Euch alles Gute und fühl dich unbekannterweise ganz lieb gedrückt. 

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Ich habe mir jetzt alles so nach und nach durchgelesen.

Das ist heftig. Ich weiß auch gerade nicht, was ich sagen soll. 
Fühl Dich unbekannterweise umarmt.

Einen großen Teil habt ihr schon geschafft und ich wünsche Euch alles Gute und drücke die Daumen, dass die Heilung so erfolgt, wie es sein soll.

 

 

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@Shyruka In dieser Nacht, als ich mit Minos zuhause war, ging mir so viel durch den  Kopf und natürlich habe ich auch gebetet. Ich bin zwar kein Kirchgänger, aber glaube an Gott. Wir haben schon viele Schicksalsschläge erlebt und dann etwas zu haben, woran man glaubt, kann einem sehr helfen. Und ich glaube aber auch an mich, weil ich weiß, dass ich  sehr willensstark bin. Mein Mann meint dann eher unfassbar stur, dickköpfig, zielstrebig usw., aber ich ja auch Widder vom Sternzeichen. Kann ich ja nichts für. ;) :D 

 

Und ich glaube, "gerettet" hat mich auch, dass ich an dem festgehalten habe, was auch mir gut tut. Einer der Pfleger, die anfangs zu uns kamen, meinte zu mir: SIe sind auch wichtig! Denken sie auch an sich! Und weil ich wusste, dass er recht hat, habe ich genau das getan. Einerseits habe ich unfassbar viel erledigen müssen, womit ich komplett ausgetacktet war, über den Tag, aber ich habe mir meine Pausen erhalten können. 

Alle im meinem Umfeld boten mir immer an, mich in die Klinik zu fahren. Fünf Wochen lag mein Mann in der schlimmsten Phase in der Chirugie. Wenn ich aber eben konnte, bin ich mit dem Fahrrad gefahren und hier über die Wiesen und Felder und am Aasee https://de.wikipedia.org/wiki/Aasee_(Münster)   entlang, der auf meiner Strecke lag. Mit Minos die Gassigänge, da traf ich mich jeden Morgen mit meiner Freundin, behielt ich auch bei. Das waren meine Erholungszeiten und auch die Zeiten, wo ich zur Ruhe kommen konnte. Wenn ich anders nicht wegkam (ich bin ja die ohne Führerschein), habe ich mir Fahrketten aufgebaut. Meine Eltern wohnen hier im Ort, mein direkter Nachbar ist Hausmann , meine Freundin ist in der Übermittagsbetreuung und muss dadurch erst später anfangen und so haben die mir den Rücken freigehalten. 

Interessanterweise - das hört sich jetzt komisch an, aber man kann sich ja denken, dass das bei so viel Bewegung auch passiert - bin ich körperlich auch immer ausdauernder geworden. 

Und für meine Nerven habe ich gegessen. Gott sei Dank kann ich das, wenn ich unter Stress stehe. Manchmal waren es drei Tafeln Schokolade am Tag, aber eben halt auch weiterhin gesund, mit vielen Nüssen, Quark, also alles was auch gut für die Nerven ist. 

Was ich  persönlich in der Zeit nicht haben kann, ist es bedauert zu werden, oder aber Mitleid. Ich weiß, dass ist lieb gemeint, aber das zieht mich runter. Deshalb habe ich auch allen immer gesagt, wenn was ist, dann melde ICH mich. Das war auch ganz wichtig, weil mir das andere Zeitfenster gegeben hat. 

Obwohl meine Freundinnen schon gesehen haben, dass sie mich schon auch rausziehen, zwischendurch. Das war dann aber später, als das gröbste Überstanden war.

Und auch als Fly Jahrestag hatte, war ich nicht alleine. :) 

Das war auch wichtig für meine Kinder, die natürlich auch ihren Verpflichtungen weiter nachkommen mussten. 

 

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vor 9 Stunden schrieb AbInsKörbchen:

 

Die Belastungen, die mit so einer Erkrankung seitens der nicht betroffenen Personen einhergehen, kann ich mir dagegen nur all zu gut vorstellen. Bei meiner Oma sollte damals nur eine Venenverengung operativ behoben werden. Im Krankenhaus hat sich Oma eine Infektion der Wunde mit MRSA und Pseudomonas zugezogen, so dass von einer etwas 2 Euro Stück großen Wunde ein zum Ende hin fast offenes Bein entwickelt hat. 

 

Wir sind mit den großen Wundern ja durch den Sommer gegangen. Ich bin hier wirklich pingelig, was Hygiene für das Bein angeht, wir mussten die Wunde, so war die Anweisung, aber immer wieder stundenweise offen lassen. Natürlich hatte ich auch große Angst vor einer Infektion, das hatten wir nämlich an anderer Stelle mit einer Sepsis bei meinem Mann schon durch. (Er hat ja auch Vorerkrankungen!)

Und einen morgen stehe ich auf und es läuft mir alles entgegen aus dem Bein. Sofort habe ich unseren Hausarzt angerufen, der auch direkt kam. Und wie auch immer, ob es jetzt eine kleine Fliege war, die sich auf die Wunde gesetzt hat, oder oder oder, es war eine Entzündung in der Wunde. 

Unser Hausarzt schickte ihn auch direkt in die Klinik, weil die nächste Operation ja schon wieder anstand. Die meinten dann aber, sie würden da so noch nichts machen. Wir sollten die Entzündungswerte nehmen und AB wäre nicht notwendig. Hä?

Dann habe ich wieder mit meinem Hausarzt gesprochen und wir haben Curtimed sorbact Auflagen auf die Wunde gelegt. Und immer und immer wieder habe ich mit Octenisept desinfiziert.

Außerdem hat er dann morgens auch geschroteten Leinsamen, Apfel, Chiasamen, Nüsse und etwas Honig als "Müsli" gegessen und er hat viel Holundersaft von mir zu  trinken bekommen, also jeden Tag zwei Gläser. Ich habe viel gesundes Essen gekocht, weil ich ja auch selber bei Kräften bleiben musste und auch viele frische Kräuter eingebaut. Petersilie z. B. benutze ich hier viel https://www.heilkraeuter.de/lexikon/petersil.htm

Damit kann man den Körper auch noch unterstützen und mir gibt das dann auch wieder das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Und Salat in allen Varianten und auch mit Wildkräutern, haben wir gegessen. Mein Mann bekam dazu dann auch immer mal wieder ein Stück Fleisch, dann aber Bio. 

Bei der nächsten Messung der Entzündungswerte, so anderthalb oder zwei Wochen später, waren die Entzündungswerte dann wieder so, dass operiert werden konnte und der Infekt klang ab. 

 

 

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Ich weiß gar nicht so recht, was ich sagen will/soll. 😕

 

Nur soviel: Deine Kraft ist bewundernswert, Ihr beide habt jetzt soviel geschafft, den Rest schafft Ihr auch noch. Und es ist absolut richtig, sich in den schwierigsten Situationen nicht selbst aus den Augen zu verlieren, sich Auszeiten zu verschaffen, denn daraus schöpft man die Kraft, um weiter machen zu können.

 

Daß Dein Mann zeitweise "durchhängt", mutlos ist, kann man bei dem, was er da durchmachen muss/te, gut nachvollziehen. Vielleicht ein bißchen psychologische Hilfe in Anspruch nehmen? Es ist ja leider wirklich so, daß die besten Ärzte oft nicht gerade die besten Psychologen sind, vorsichtig ausgedrückt, das kann einen dann schon runterziehen.

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