Jump to content
Hundeforum Der Hund
Fiona01

Schwerster Unfall, mit nachfolgender Fußverletzung und Wiederbelebung

Empfohlene Beiträge

@KerstinundTeddy Danke! :) 

Die Idee ist grundsätzlich gut, mit dem Psychologen, aber jetzt gerade hat er einfach zu viele Termine. Das sind jetzt immer noch um die 6 - 8 in der Woche, je nachdem, was gerade anliegt. Und die lasse ich meinen Mann, jetzt, wo er auch wieder Auto fahren kann und einige Meter am Rollator läuft (Juchhuuuuu), wenn er es eben kann, mittlerweile auch alleine machen und stemmen. Das ist ganz wichtig für ihn, sein Selbstwertgefühl und dafür, dass er wieder in die Selbstständigkeit kommt. Und ich habe dann  den Freiraum, mich hier hinzusetzen und wieder Sachen zu machen, in der Zeit, wo er unterwegs ist, die mir Spaß machen und etwas bringen. 

Wenn die letzte Wunde aber endlich zu ist, müssen wir mal schauen, wann wir mal für ein paar Tage wegkommen. 

Vielleicht zur Nordsee, worüber wir uns schon in deinem Thema unterhalten haben und nach Hooksiel. Da gibt es das Packhaus und noch ein oder zwei Unterkünfte, am Alten Hafen, die evtl. in Frage kommen. In der Ecke waren wir schon, das ist "nur" zwei Stunden von uns entfernt und wenn die Unterkünfte behindertengerecht sind, dann könnten wir da zumindest mal ein langes Wochenende hin. Von da aus könnten wir dann ein zwei Sachen auch anfahren, aber da denken wir gerade noch drauf rum. Minos kommt dann natürlich mit. :) 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 14 Minuten schrieb Fiona01:

as ist ganz wichtig für ihn, sein Selbstwertgefühl und dafür, dass er wieder in die Selbstständigkeit kommt.

 

Auf jeden Fall. 6 bis 8 Termine die Woche, wow, das ist schon eine Hausnummer.

 

Das mit dem Urlaub ist eine gute Idee und natürlich muß der Wuff da mit, ohne ist doch kein Urlaub. 😉

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Zwei Mal die Woche ist immer Muskelaufbau in einem speziellen Fitnesscenter. Das ist der Anschluss an die ambulante Reha, die zeitlich begrenzt war. Ist man dann noch nicht fit, dann werden da die Muskeln weiter aufgebaut. Gott sei Dank ist Münster gut aufgestellt, was diese Dinge angeht.

Zwei Mal die Woche ist Lymphmassage, weil sich die Lymphe stauen. Dann Arzt-Kontrolltermine beim Hausarzt, der immer auch mal wieder auf die Wunden guckt und Blutbilder macht, einer anderen Ärztin, die speziell noch mal auf die Wunde schaut, dem (Haus-Orthopäden) usw. 

Außerdem bekam mein Mann in der Zeit, als er die fünf Wochen gar nicht aus dem Zimmer gekommen ist und zu wenig Außenreize sah/hatte, auch noch Probleme. Das kann ich jetzt schlecht erklären, meine Tochter hat mir das gesagt (Krankenschwester) und passiert gar nicht so selten. Ich erkläre es mal so, das Gehirn fährt dann ein Stück weit runter. Und hier, als mein Mann endlich wieder zuhause war, kam er die erste Zeit ja auch nicht aus dem Haus.

Wir waren baulich nicht darauf eingestellt und ich musste dann improvisieren, habe erst mal Rampen besorgt, für im und um das Haus herum (da hat mir auch die Sozialarbeiterin des Klinikums gesagt, an wen ich mich wenden muss und wir haben organisiert) und sein Büro, was mein Mann im Erdgeschloss hat, als Pflegezimmer umgewandelt. Da kamen dann auch noch so einige "Klopper", was uns zusteht, was nicht usw., worüber man sich dann auch noch ärgern kann.

Ironiean: Es ist natürlich wichtig, erst die Kostenfrage und den Kostenträger ausfindig zu machen, bevor man das Pflegebett und den Toilettenstuhl zur Verfügung stellt, damit der Mann endlich nach Hause kann, denn wenn man über ein halbes Jahr krank ist, kommt da eine andere Stelle für in Frage. ;) 

Den ganzen Bürokratiekram hat man ja auch noch an der Backe.

Da hat mir dann aber meine Ausbildung im öffentlichen Dienst geholfen, mich da durchzusortieren und Stress war ich, was das angeht, auch gewöhnt. Ich habe mal in der Abteilung Soziales gearbeitet und in der Kämmerei des Landschaftsverbandes (LWL), also da lasse ich mir nicht die Butter vom Brot nehmen.

Ich bin dann außerdem auch zu den Ärzten der Uni, habe denen erzählt, was da abgeht (Stationsarzt) und die UND die Sozialarbeiterin haben dann Druck gemacht.

Ein Tag Aufenthalt in der Uniklinik kostet richtig richtig viel Geld und dann blockiert mein Mann den nächsten, der da dringend hin muss und wegen so einem Schwachsinn nicht rein kommt? Geht ja wohl gar nicht!!!

Deshalb muss man sich wirklich immer wieder Hilfe holen, die Ellebogen benutzen und sich durchsetzen. Es gibt, so war aber immer auch meine Erfahrung, wirklich viele Menschen, die einem helfen wollen und können, man muss sich aber melden. Ja und man muss die Wege kennen. :) 

Außerdem haben wir dann auch eine Pflegestufe (Stufe 1) zeitlich befristet bekommen,sprich der medizinische Dienst kam.Mein Schwiegervater, den wir hier zuhause pflegten startete mit Pflegestufe 2, da habe ich damals noch Widerspruch eingelegt, damit das läuft. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Leider ist es wirklich so das man alles denen aus der nase ziehen muss.

Von selber kommt da nix.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 3 Stunden schrieb Buerste:

Leider ist es wirklich so das man alles denen aus der nase ziehen muss.

Von selber kommt da nix.

 

Das ist halt alles auch oft so geregelt, wofür die Mitarbeiter auch nicht unbedingt etwas können. Allerdings würde ich mir echt manchmal wünschen, das alles etwas unbürokratischer laufen würde, vor allem in solchen Ausnahmesituationen. Man fällt da durch Raster durch. 

Mittlerweile bin ich da auf dem Stand mir selber zu helfen. Erst habe ich eine Vollgummi-Rampe gekauft, die an unserer Terrassentür liegt, ohne die mein Mann im Rollstuhl aber nicht aus dem Haus auf die Terrasse gekommen wäre. Für die zweite Hürde,  eine Stufe, bekamen wir erst eine Leihrampe, die dann aber auch wieder ausgetauscht wurde weil sie anderweitig benötigt wurde. Dafür habe ich dann die zweite Rampe gekauft. Was ich habe, habe ich ...

Mein Mann ist ja wochenlang gar nicht durch die Hauseingangstür gekommen, weil dort drei Stufen sind. Umgekehrt sollte er aber regelmäßig zur Fußsprechstunde. Organisiert wurde das dann mit einem Taxi, was auch super geklappt hat, weil die Leute dort regelmäßig Behinderte transportieren. Aber bis zu denen hinfliegen konnte er ja auch nicht.

Und auch da gibt es wieder Probleme mit der Übernahme der Kosten für den Transport, wenn man nicht stationär in Klinik ist, sondern "nur" zu deren Fußsprechstunde muss. Fahrten zu  ambulanten Behandlungen, da zahlt keiner die Taxikosten, bzw. dann nicht, wenn  man nicht Pflegestufe 2? oder 3?, da bin ich mir jetzt nicht ganz sicher, hat. Wir haben Stufe eins. Es trifft hier GsD keinen Armen, das will ich damit nicht sagen, aber ist das alles richtig so? Und was, wenn wer eben auch da wieder knapp an einer Mindest-Einkommensgrenze hängt?

Na ja egal. ;) 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 57 Minuten schrieb Fiona01:

Fahrten zu  ambulanten Behandlungen, da zahlt keiner die Taxikosten, bzw. dann nicht, wenn  man nicht Pflegestufe 2? oder 3?,

 

Eigentlich müsste aber auch da was gehen, denn diese ambulanten Behandlungen sind doch notwendig, Pflegestufe hin oder her.

 

Meine Mutter bekam für ihre Chemo einen Taxischein, komplett ohne Pflegestufe, ebenso war das bei der Grundschullehrerin meines Großen. Chemo wird auch ambulant gemacht, nach rund 3 Stunden gehts wieder nach Hause. Meine Eltern hätten das gar nicht leisten können, das Geld wäre schlicht nicht da gewesen. Das ist doch unfair, da so zu unterscheiden, beide Behandlungen sind doch lebensnotwendig.

 

Vor 9 Jahren war mein Kleiner in einer Tagesklinik (lange Geschichte), einen Taxischein haben wir nicht bekommen. Ich konnte meine Arbeitszeiten einschränken, um ihn zu fahren. Und habe für jede Strecke (morgens hin und zurück, mittags hin und zurück, insgesamt 68 km täglich) 30 Cent/km von der Krankenkasse erstattet bekommen. Okay, das war für ein Kind, evtl. gelten da andere Regeln. 😕

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor einer Stunde schrieb KerstinundTeddy:

 

Eigentlich müsste aber auch da was gehen, denn diese ambulanten Behandlungen sind doch notwendig, Pflegestufe hin oder her.

 

Meine Mutter bekam für ihre Chemo einen Taxischein, komplett ohne Pflegestufe.

 

Der Transport zur Chemo läuft immer außerhalb einer Pflegestufe. 

Du musst schon ziemlich stark in deiner Gehfähigkeit eingeschränkt sein, um einen Taxischein zu bekommen. Da ist es leider egal, ob die Anwendungen notwendig sind oder nicht 😕

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 11 Stunden schrieb Fiona01:

Und einen morgen stehe ich auf und es läuft mir alles entgegen aus dem Bein. Sofort habe ich unseren Hausarzt angerufen, der auch direkt kam. Und wie auch immer, ob es jetzt eine kleine Fliege war, die sich auf die Wunde gesetzt hat, oder oder oder, es war eine Entzündung in der Wunde. 

 

Ja, das kenne ich auch. Da meint man gerade halbwegs die Kontrolle zu erlangen und eine "Kleinigkeit" kann dann alles wieder zunichte machen. 

Bei Oma haben sie es später mit einer Madentherapie versucht. Dafür werden Maden einer bestimmten Fliegenart steril im Labor gezüchtet (die Sorte geht nur an nekrotisierendes Gewebe und verflüssigt es mithilfe von bestimmten Enzymen im Speichel, so dass sie es dann abtragen können) in die Wunde eingesetzt und mit einem leichten Verband "vor Ort" gehalten. Dort bleiben sie ein paar Tage und werden dann wieder entfernt (Ich glaube es waren 3 oder 4 Tage, dann waren sie "satt"). Die Vorstellung war anfangs ziemlich Spooky, doch haben die kleinen Kerlchen kurzfristig gute Arbeit geleistet. 

 

Super, dass du deinen Mann so ganzheitlich unterstützen konntest. Es hilft einem selbst schon ungemein, wenn man etwas hilfreiches/unterstützendes beisteuern kann. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@AbInsKörbchen  Spannend, was heute schon so alles geht, wo du das mit den Maden hier nennst. Aber da muss man schon echt in der Materie drin sein, oder Glück haben, dass man an jemanden gerät, der diese Behandlungsmethode wieder kennt.

 

Ja ich versuche meinen Mann schon zu unterstützen, das ist richtig, aber ich bin und bleibe Laie in vielen Dingen. :) 

Und, das muss man jetzt auch einfach mal sagen und das habe ich auch meinem Mann gesagt: Ich mache viel und kümmere mich. Das mache ich auch zuverlässig, aber es sind ja alles, wenn man es mal realistisch betrachtet, nicht meine Aufgaben. Nur um es zu Vereinfachen, für uns alle, habe ich sie übernommen. 

 

Und da nehme ich mich gerade auch ein ganzes Stück wieder raus und lasse meinen Mann jetzt Sachen machen, wenn es eben geht, oder lasse hier auch einfach Sachen liegen. Das hätte ich früher nie gemacht. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 2 Minuten schrieb Fiona01:

Und da nehme ich mich gerade auch ein ganzes Stück wieder raus und lasse meinen Mann jetzt Sachen machen, wenn es eben geht, oder lasse hier auch einfach Sachen liegen. Das hätte ich früher nie gemacht. 

 

Das ist ganz wichtig..für euch Beide. Dir gibt es etwas Entlastung und Erholung und deinem Mann das gute Gefühl wieder selbstständiger agieren zu können.  

 

Bei so einem umfangreichen Krankheitsverlauf lernst du früher oder später deine Grenzen kennen und bekommst einen ganz anderen Blick für das Wesentliche. Du lernst deine Kräfte einzuteilen und sie nicht für unnötiges zu vergeuden. Und wenn dann Sachen liegen bleiben, bleiben sie eben liegen (sie laufen einem ja nicht weg..leider..😉), doch muss man das auch erst akzeptieren und zulassen können. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.