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Hundeforum Der Hund
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Wolf im Bergischen Land nachgewiesen

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vor 5 Stunden schrieb sampower:

Ich weiß dass das überall noch so erzählt wird, aber tatsächlich gibt es selten Wiederholungstäter. Es gibt mittlerweile umfassende Untersuchungen dazu, dass es fast immer durchziehende Einzeltiere sind die sich an Weidetieren vergriffen haben. Und selbst diese steuern fast nie die gleiche Weide erneut an.

 

Wenn es tatsächlich durchziehende Tiere sind, ergibt sich daraus ja mehr oder weniger zwangsläufig, dass sie nicht wiederholt die gleiche Weide ansteuern. Das geht mit "durchziehen" nicht so gut zusammen.

 

Auch ich hätte dazu eigentlich gern ne Quelle, denn ohne ist es ein bisschen witzig, zu sagen, das "wird immer noch so erzählt", stimmt aber nicht. Genau genommen berufst du dich ja selbst nur auf etwas, das dir erzählt wurde.

 

Ein mir bekannter Viehhalter in einem Wolfsrevier berichtete übrigens anderes. Der behauptete seinerzeit (ich war nicht dabei, vielleicht log er ja), dass das Rudel Wölfe zunächst allnächtlich auftauchte und versuchte, an seine Tiere zu kommen. Das ist ne Weile her, er hat mit Zaun und mehreren HSH massiv aufgerüstet. Vermutlich haben die Wölfe inzwischen eingesehen, dass das nichts bringt, ich bin da nicht auf dem laufenden. Jedenfalls waren das keine durchziehenden Tiere und keine Einzeltiere. Nur eine Ausnahme? Hm...

 

 

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Ja Naja, viehhalter als Quelle sind da auch immer so eine Sache. Ich kenne auch einen Rinder Züchter der allen Ernstes in Angst um seine Jungbullen lebt, weil die so weit vom Haus wegstehen und er ständig Wölfe sieht (es gibt dort welche, aber niemand sonst sieht sie).

Ich kenne seine Jungbullen und ich bin sicher, es gibt Deutschlandweit keine unattraktiveren Beutetiere. 

Noch schlimmer sind nur Pferdebesitzer. Was immer ihr auch tut, sprecht nicht mit Pferdehaltern über Wölfe. 

 

Um Hunde muss man sich denke ich keine Sorgen machen, solange man sie nicht völlig frei herumstreunen lässt. Und selbst dann sind wohl Wildschweine die viel größere Gefahr. Und die hängen ja sogar in Großstädten ab. 

 

 

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vor 3 Stunden schrieb Selkie:

 

 

Stattdessen lässt sie sich mit Hunden ein und reißt in unzumutbarem Rahmen Nutztiere, auch wenn die wolfssicher eingezäunt sind. Dummes Vieh, das. :ph34r: Macht sich und ihre Artgenossen nur unbeliebt.

 

 

Vielleicht nicht stattdessen, sondern deswegen? :)

 

Wölfe sind Rudeltiere, was soll sie machen, alleine, frage ich mich da?

Und wenn kein Leittier dabei ist und auch kein  Nahrungsangebot da ist, wie bei  uns  die Schweine, wovon ich hier schon schrieb,, reißt sie das, was sie alleine möglichst einfach erlegen kann. 

Ja, sie macht sich damit unbeliebt, aber darf man ihr das wirklich übel nehmen? Ich irgendwie nicht, aber klar, ich sitze hier auch am warmen Schreibtisch und habe keinen Schadn und kein Schaf verloren.

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vor 1 Stunde schrieb Fiona01:

 

Vielleicht nicht stattdessen, sondern deswegen? :)

 

Wölfe sind Rudeltiere, was soll sie machen, alleine, frage ich mich da?

Und wenn kein Leittier dabei ist und auch kein  Nahrungsangebot da ist, wie bei  uns  die Schweine, wovon ich hier schon schrieb,, reißt sie das, was sie alleine möglichst einfach erlegen kann. 

Ja, sie macht sich damit unbeliebt, aber darf man ihr das wirklich übel nehmen? Ich irgendwie nicht, aber klar, ich sitze hier auch am warmen Schreibtisch und habe keinen Schadn und kein Schaf verloren.

 

Übel nehmen - nein. Die hat begriffen, dass Schafe, Ziegen und Fohlen ganz leichte Beute sind, wenn man nur ein bischen hüpft und klettert. Ich würde fast behaupten, dass die gerade dabei ist, sich selbst ein wenig zu domestizieren. Aber es ist einfach nicht tragbar.

 

Die Hunde dürften theoretisch gar nicht in die Nähe der Wölfin kommen, dieser Teil liegt genau genommen im Verantwortungsbereich der Hundehalter.

 

Was das Nahrungsangebot betrifft: hier gibt es unendlich viel Wild, das würde für weit mehr als eine Wölfin reichen. Ich habe schon am hellichten Tag beobachtet, wie ein Reh auf einem Hundeplatz spazieren ging (während dort trainiert wurde), Damwild schaut mir und meinem Hund beim Spaziergang zu und in einem Maisfeld wurde letztes Jahr per Drohne eine Wildschweinrotte mit über 200 Tieren gezählt.  OK, mit den Schweinen legt sich eine einzelne Wölfin wahrscheinlich nicht unbedingt an. Aber "kein Nahrungsangebot" stimmt trotzdem nicht.

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vor 4 Stunden schrieb fritzthecat:

 

Wenn es tatsächlich durchziehende Tiere sind, ergibt sich daraus ja mehr oder weniger zwangsläufig, dass sie nicht wiederholt die gleiche Weide ansteuern. Das geht mit "durchziehen" nicht so gut zusammen.

 

Auch ich hätte dazu eigentlich gern ne Quelle, denn ohne ist es ein bisschen witzig, zu sagen, das "wird immer noch so erzählt", stimmt aber nicht. Genau genommen berufst du dich ja selbst nur auf etwas, das dir erzählt wurde.

 

Ein mir bekannter Viehhalter in einem Wolfsrevier berichtete übrigens anderes. Der behauptete seinerzeit (ich war nicht dabei, vielleicht log er ja), dass das Rudel Wölfe zunächst allnächtlich auftauchte und versuchte, an seine Tiere zu kommen. Das ist ne Weile her, er hat mit Zaun und mehreren HSH massiv aufgerüstet. Vermutlich haben die Wölfe inzwischen eingesehen, dass das nichts bringt, ich bin da nicht auf dem laufenden. Jedenfalls waren das keine durchziehenden Tiere und keine Einzeltiere. Nur eine Ausnahme? Hm...

 

Warum ist eine mündliche Quelle schlechter als eine schriftliche? Trotzdem bleiben es Experten die jeden Tag damit zu tun haben, ob sie diese Untersuchungen jetzt verschriftlicht haben oder nicht. Und wie Holo schrieb, ich traue Bauern eher nicht. Gerade beim Thema Wolf wird sehr viel überdramatisiert.

Dagegen sind die Angestellten von Wolfbüros und Co sehr pragmatisch und beschönigen keine der Seiten. Denn weder mit schlechten Märchen á la Rotkäppchen oder Wolfsblut helfen hier weiter. Die Mitarbeiter haben durch DNA Proben der Übergriffe fest stellen können dass es fast nie die gleichen Wölfe sind. Und auch durchziehende Wölfe ziehen ja nicht einfach jeden Tag weiter. Aber wenn ein Bestand immer wieder von verschiedenen Wölfen (oder auch den gleichen, völlig egal) angegriffen wird dann läuft was beim Schutz falsch.

 

Und wenn du einen ehrlichen Fall kennst, ich habe ja nie beschritten dass es nicht doch vorkommt dass Wölfe ein und die gleiche Weide angreifen. Es kommt vor, aber es ist eben nicht der Regelfall von wegen das die Wölfe es halt lernen und dann nur noch Weidetiere angreifen

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Sind wir doch mal ehrlich, wenn der Tisch gedeckt ist (Schafe im Zaun) wer geht denn dann bitte woanders (jagen) hin...

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vor 7 Stunden schrieb Selkie:

 

 OK, mit den Schweinen legt sich eine einzelne Wölfin wahrscheinlich nicht unbedingt an. Aber "kein Nahrungsangebot" stimmt trotzdem nicht.

 

Ich glaube auch, dass eine einzige Wölfin Probleme bekommen könnte, wenn sie die alleine jagen will. Die Wildschweine sind ja schon ein ziemlich gefährlicher Gegner. 

 

Was mir noch einfällt wäre, warum sondert sich diese Wölfin ab, ist sie vielleicht auch ein  Einzelgänger, weil sie "eigenartig" ist? Das gibt es in der Tierwelt ja auch, dass, obwohl es so vorgesehen ist, manche Tiere alleine leben.

 

vor 22 Minuten schrieb Buerste:

Sind wir doch mal ehrlich, wenn der Tisch gedeckt ist (Schafe im Zaun) wer geht denn dann bitte woanders (jagen) hin...

 

Was vielleicht auch sein kann, vielleicht ist Schaf geschmacklich einfach auch eine Delikatesse und sie bevorzugt gerade "Steak" statt "Leberwurstbrot". 

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Ich finde immer klasse wenn es heißt, ein wolfssicherer Zaun wurde überwunden. Dann war er ja offensichtlich nicht wolfssicher 🤔

 

Fakt ist daß die Nutztierhalter beim Herdenschutz mächtig im Regen stehen gelassen werden. Wirkliche Sicherungsmaßnahmen sind sauteuer und werden auch nicht mal eben so genehmigt. Und immer dieses „sie werden doch entschädigt“ - mag sein, aber sie finden ihre Tiere lieber lebendig auf der Weide als elendiglich verreckt oder halbtot.  

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vor 2 Stunden schrieb Fiona01:

Was mir noch einfällt wäre, warum sondert sich diese Wölfin ab, ist sie vielleicht auch ein  Einzelgänger, weil sie "eigenartig" ist?

 

Ich weiß natürlich nicht, wie es im Fall dieser speziellen Wölfin ist. Ich kann nur sagen, was ich über solche Fälle gelesen habe. Wo es (noch) keine feste Wolfspopulation gibt, sondern nur Einzelwölfe, kommt es vor, dass Wölfinnen sich mit Hunderüden paaren. Ich weiß nicht, ob das hier mit "sich mit Hunden einlassen" gemeint ist. Kann auch sein, dass sie Hunde(rüden) einfach nur aus Einsamkeit um sich duldet, weil es keinen Wolfsrüden in ihrem Revier gibt. Wenn es so ist, wird sich dieses Verhalten vermutlich ändern, sobald sie die Möglichkeit hat, einen Wolf als Partner zu finden. So dicht ist Deutschland halt (noch) nicht mit Wölfen besiedelt, dass die jungen, auf Reviersuche ziehenden oder in einem eigenen Revier angekommenen Wölfe jederzeit Partner finden. 

 

vor 2 Stunden schrieb Siobhan:

Ich finde immer klasse wenn es heißt, ein wolfssicherer Zaun wurde überwunden. Dann war er ja offensichtlich nicht wolfssicher

 

Und das spricht das an, was ich meinte. Da werden Zäune als wolfssicher definiert, die es womöglich sind, wenn Wölfe gleich bei ihrer ersten Begegnung auf solche Zäune stoßen, die nicht ohne weiteres übersprungen oder untergraben werden können. Dann lassen sie wohl (ich weiß das nicht, ist alles nur angelesen) nach der ersten, zweiten Bekanntschaft mit dem Strom ab, weil die Beute halt doch nicht so leicht erreichbar ist, wie es auf den ersten Blick schien. Kommen sie aber zunächst an Herden mit läppischen 80cm-Zäunen oder gar einer einzigen Litze, ist das im Wortsinn ein gefundenes Fressen. Da braucht ein Wolf nicht lange, um das zu kapieren. Dann wird er, wenn er irgendwann vor einem Zaun von 1,10m oder 1,20m steht, nicht gleich kapitulieren. Das meine ich mit lernen. So ein Zaun ist vielleicht wolfssicher für einen Ersttäter, aber nicht für einen Wolf, der Zäune schon als überwindbar kennengelernt hat. 

Und, @sampower, was du gehört hast, dass es sich bei diesen Wölfen, die Schafe reißen, i.d.R. um ziehende Jungwölfe handelt, passt doch allzu gut in diese Theorie, wenn man mal kurz drüber nachdenkt. Da wolfssichere Zäune erst gefördert werden, wenn ein Wolf oder ein Rudel vor Ort etabliert ist und Opfer gefordert hat, treffen diese ziehenden Wölfe, die ja neue Gebiete erst noch für sich erschließen wollen, immer wieder auf die guten alten Zäunchen, die Schafe drinnen, aber Wölfe nicht draußen halten können. 

 

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vor 8 Stunden schrieb sampower:

Warum ist eine mündliche Quelle schlechter als eine schriftliche?

 

Wenn die schriftliche Quelle eine Studie ist, mit konkreten Fakten und Zahlen, ist das schon geeigneter, sich ein eigenes Bild von der Seriosität der Aussage zu machen, als wenn einem jemand was erzählt. Findest du nicht?

Und soviel ich weiß, sind "meine" Thesen auch nicht zuletzt auf dem Mist von Wolfsbüros gewachsen. Das nur nebenbei, damit hier nicht der Eindruck entsteht, ich rede den Viehhaltern nach dem Mund. 

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