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Hundeforum Der Hund
Babsie

Ob und wenn ja, welche Rasse

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Hallo ihr alle. Nun habe ich mich hier angemeldet, um etwas zu brainstormen und Erfahrungswerte von euch einzuholen. Schon immer waren Hunde meine Lieblingstiere und durch die Reiterferien fr√ľher als Kind und Jugendliche habe ich mich in Rauhaardackel verliebt ūüėć Nun bin ich Ende 20, Psychologin und fange im Oktober an, in der Psychiatrie zu arbeiten und die Therapeutenausbildung berufsbegleitend zu machen. Mein Freund bzw. seine Familie hatte 17 Jahre lang eine s√ľ√üe Hundedame, er hat also etwas Erfahrung. In letzter Zeit sprechen wir immer mal wieder √ľber das Hunde-Thema. Das ging jetzt so weit, dass ich seit gestern stundenlang im Internet verschiedene Rassen recherchierte und 'Welcher Hund passt zu mir'-Tests machte ūüėĄ Bis Sommer 2022 w√ľrde ich vollzeitnah in der Klinik arbeiten, danach w√ľrde ich die sog. Ambulanzstunden machen und es w√§re ab dann mehr Zeit f√ľr einen Hund. Achso, zur Wohnsituation: P√§rchen, Gro√üstadt, 4. Stock, gro√üe Wohnung, Kinder irgendwann gew√ľnscht. W√ľrden den Hund bis zu einer gewissen Gewichtsgrenze nat√ľrlich die Treppen hochtragen. Wir passen auch manchmal auf den Hund einer Bekannten auf, er schl√§ft dann auch bei uns in der Wohnung. Das mag ich.

 

Die Fragen, die sich mir stellen

- passt ein Hund zu meinem Charakter

- passt ein Hund zu meinem Leben
- welche Rasse

- Tierheim? älterer Hund?

 

Ich bin ein sehr freiheitsliebender Mensch und habe Bedenken, dass ich mich (zu) eingesperrt/eingeschr√§nkt f√ľhle mit einem Hund. Dabei liebe ich Hunde und finde es toll, wie sie Leben und Liebe (ok und Haare :D) ins Haus bringen. Deshalb m√ľsste ich herausfinden, ob ein Hund tats√§chlich nicht zu mir passt oder ob ich von hinderlichen Denkmustern beeinflusst bin. Denn ich √ľberdenke Dinge sehr lange sehr gr√ľndlich. Ich bin mir der Verantwortung sehr bewusst. Eventuell stelle ich es mir zu krass vor?
Eine Traumvorstellung w√§re, den Hund sp√§ter in meine Praxis (wenn ich mich niedergelassen habe) mitnehmen zu k√∂nnen. Ob ein Hund als Therapiebegleithund geeignet ist, lie√üe sich am besten an einem √§lteren Tier festmachen und kann man einem Welpen nicht ansehen, richtig? Bei einem √§lteren (Tierheim-)Hund habe ich die Bef√ľrchtung, dass es eine Blackbox ist und er im Patientenkontakt vielleicht unvorhergesehen reagiert. Oder kann das schon quasi ausgeschlossen werden, wenn ich meinen Hund gut kenne und das in der Begleithundeausbildung getestet wird? Der Hund k√∂nnte sonst nat√ľrlich auch in einem anderen Raum in der Praxis liegen w√§hrend der Sitzungen. Er m√ľsste halt still liegen bleiben k√∂nnen :D wir gehen weder joggen, noch reiten, noch jagen. Ein Hund mit √ľberm√§√üigem Bewegungsdrang w√§re daher nichts f√ľr uns. H√§ufig bellende gro√üe Hunde mag ich nicht, habe da ein kleines Kindheitstrauma von den zwei jagdlich gef√ľhrten Nachbarshunden, die mich gef√ľhlt am liebsten zerfleischt h√§tten.
Zudem der Punkt mit der Rasse: ich weiß um den Jagdtrieb des Dackels. Rein optisch betrachtet mag ich gerne kleinere Hunde mit struppigem Fell. Rauhaardackel, Jack Parson Terrier und Kromfohrländer sagen mir optisch sehr zu. Charakterlich und auch optisch wäre eventuell auch ein (ungeschorener :D) Zwergpudel etwas. Meine hundehaltende Tierarzt-Freundin warf noch den Airedale Terrier in den Raum.

Ihr seht, viele, viele Gedanken, die geordnet und Fragen, die beantwortet werden wollen. Ich habe einfach sehr gro√üen Respekt davor, die Verantwortung f√ľr einen Hund zu √ľbernehmen. Und m√∂chte mir einfach mal Anregungen holen von erfahreneren Menschen.
Liebe Gr√ľ√üe!

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Herzlich willkommen!

 

Nun, zwischen Airedale und Zwergpudel liegen Welten - soweit einmal gleich am Anfang.

Von der Gr√∂sse, dem Bewegungsdrang, dem Terrierwesen und dem Willen zur Besch√§ftigung w√ľrde ich von Airedale eher absehen. Auch kleinere Terrier sind im zweifelsfalle etwas anstrengender als Pudel, die aber auch physisch und hirnm√§ssig besch√§ftigt werden wollen, halt nicht so stark.

 

Übrigens schert man einen Pudel, weil sein weiches, stark gelocktes und einschichtiges Fell sehr stark zum Filzen neigt, da fällt zwar der Fellwechsel weg, aber man muss das längere Fell seeehr pflegen. Es ist besser, es kurz zu halten, muss ja keine Löwenschur sein, geht auch normal kurz.

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Herzlich Willkommen!

 

Vorab: Du wirst hier viele unterschiedliche Antworten bekommen und eventuell fangen Leute an in deinem Thread miteinander zu streiten diskutieren, aber dann kannst du sie einfach des Threads verweisen, also lass dich nicht abschrecken. 

vor 18 Minuten schrieb Babsie:

Achso, zur Wohnsituation: P√§rchen, Gro√üstadt, 4. Stock, gro√üe Wohnung, Kinder irgendwann gew√ľnscht. W√ľrden den Hund bis zu einer gewissen Gewichtsgrenze nat√ľrlich die Treppen hochtragen

Einen Erwachsenen Hund brauchst du nicht dauernd die Treppen hochtragen (runter ist auch sch√§dlicher f√ľr die Gelenke) einen Welpen aber nat√ľrlich schon. Angesichts dieser Wohnverh√§ltnisse w√ľrde ich aber von allem √ľber 20 Kilo absehen, dass ist unpraktikabel, sollte der Hund sich mal ein Bein brechen oder √§hnliches (Ich zumindest kann keinen Hund √ľber¬† 20 Kilo mehrmals am Tag auf und ab tragen).¬†

 

Was du auf jeden Fall immer im Blick behalten solltest,sind die vielen gesundheitlichen Probleme mancher Hunderassen (Dackel zum Beispiel haben oft Wirbels√§ulen- Probleme). Ich w√ľrde euch dazu raten, euch mal Tierschutzhunde auf Pflegestellen an zu sehen - die Tiere verbringen dort oft Wochen bis Monate und die Leute kennen sie also sehr gut; es gibt im Tierschutz viele h√ľbsche Hunde und was gutes tut man auch noch.¬†

Tierheimhunde haben auch nicht alle eine schlimme Vergangenheit- viele sind un√ľberlegte Anschaffungen, Trennungskinder oder wurden aus dem Ausland importiert um Pl√§tze aufzuf√ľllen.¬†

 

Altersm√§√üig w√ľrde ich dir zu einem Jahr und √§lter raten; Welpen sind sehr anstrengend (wirklich wie Babys, nur dass sie auch noch spitze Z√§hne haben mit denen sie Kabel und Lieblingsm√∂bel attackieren).

Bei Terriern musst du beachten, dass die viel Jagdtrieb haben und oft nicht freilaufen können. 

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Hey gatil.

 

Danke schön!

Ich habe mich dann nicht richtig ausgedr√ľkt mit der Schur. Ich meinte damit, dass man den Pudel nicht so seltsam scheren muss wie f√ľr Show-Zwecke (fand Pudel bisher n√§mlich recht unsch√∂n, bis ich gemerkt habe, dass es die Schur ist). :)

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@Holo: Alles klar, danke f√ľr die Warnung! Ja, die Probleme bei Dackeln sind mir bewusst.

Gibt es denn eine Rasse, die ihr euch vorstellen k√∂nntet f√ľr meine/unsere Bed√ľrfnisse (eher kleiner, evtl geeignet als Therapiebegleithund)?


Ein Tierheim-Besuch ist eine gute Idee und ich werde auf jeden Fall dar√ľber berichten :)

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Wenn du Pudel magst ist das eine Superentscheidung. Ich finde vor allem Mittelpudel (sind nicht riesig) als angenehm.

 

Die Zwergpudel erlebe ich oft als sehr hysterisch, Grosspudel zT als eher heftig

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Wieviele Stunden m√ľsste der Hund denn alleine sein, oder k√§me auch ein Sitter oder eine Huta in Frage ? (dann w√ľrde ich von "Meinungstabilen" Hunden wie Terriern und auch Dackeln absehen, wenn viele wechselnde Artgenossenkontakte abzusehen sind)

 

Ich w√ľrde die Idee mit dem Tierheim, und evtl als fester Gassig√§nger auch bef√ľhrworten, da kannst du dann auch sehen, wie sich das regelm√§√üige so anf√ľhlt ;) und vielleicht.. l√§uft dir dann direkt an der Quelle ein passender Hund √ľber den Weg. Denn wichtiger als Rasse ist der individuelle Charakter.

 

PS neulich fand ich auch den Lagotto ganz interessant, hab aber keine Ahnung wie die "wirklich" sind ;)

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Ich finde es schwierig, konkrete Rassen zu empfehlen, weil deine Anspr√ľche eigentlich relativ unspezifisch sind.¬†

 

¬†dieses ganze¬†Maltester/ Havaneser/ Zwergpudel-/ Bichon/ Bolonka-¬†¬†Ged√∂ns ist traditionell¬†eher easy-going und aufgeschlossen und freundlich gegen√ľber Menschen. ( ich adde mal @denny¬†, die hat... Havaneser?) Aber halt sehr klein. Das kann problematisch sein, wenn sie irgendwo runterfallen oder im Kontakt mit anderen Hunden.

 

Terrier haben aber auch ihren Charme, und sind oft sehr unersch√ľtterlich (allerdings auch stur). Einige kommen mit Menschen besser klar als mit anderen Hunden. ¬†

 

Von Border-Collies und √§hnlichem¬†w√ľrde ich schon Mal pr√§ventiv abraten, die lernen zwar sehr gerne und schnell (und waren mal in Mode und werden immer noch oft als "leicht erziehbar" beschrieben), die w√§ren euch wahrscheinlich zu anspruchsvoll (ohne das abwertend zu meinen).

 

Beagle sind ein bisschen gr√∂√üer als die ganz kleinen Begleithunde und Jagdhunde, aber oft auch sehr nett. Kann man halt nicht unbedingt √ľberall frei laufen lassen.

 

 

Ist ein Hund, der viel Freilaufen kann f√ľr euch denn wichtig? Ich glaube viele Leute untersch√§tzen die Tragweite von so etwas vor der Anschaffung. Einen Hund mit viel Jagdtrieb zu haben hei√üt unter Umst√§nden, jeden Tag zum selben umz√§unten Gebiet zu fahren, damit er sich bewegen kann.

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vor 45 Minuten schrieb Babsie:

wir gehen weder joggen, noch reiten, noch jagen. Ein Hund mit √ľberm√§√üigem Bewegungsdrang w√§re daher nichts f√ľr uns.

 

Wie definierst du "√ľberm√§ssigen Bewegungsdrang"?

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Solltest du dich f√ľr eine Rasse entscheiden, w√ľrde ich mir an deiner Stelle sehr gut die Rassebeschreibungen durchlesen. Ich kann gut verstehen, dass du die Struppis besonders h√ľbsch findest, aber das sind h√§ufig Terrier und die sind nicht unbedingt einfach und haben deutlich h√∂here Anspr√ľche was Bewegung und Besch√§ftigung angeht (siehe Jack Russel).¬†

Da sind die kleineren Gesellschaftshunde sicher passender. 

Oder, wie schon geschrieben wurde ein Hund von einer Pflegestelle aus dem Tierschutz mit guter Beratung. 

Gut, dass du dir genau √ľberlegst, ob ein Hund √ľberhaupt zu dir passt.¬†

Ein Hund ist auch mal krank, muss erzogen und gepflegt werden, bringt schmutz ins Haus, hat pers√∂nliche Eigenheiten, die einem vielleicht nicht immer in den Kram passen, m√ľssen immer raus, auch wenn man gerade lieber im Bett bleiben m√∂chte oder das Wetter schrottig ist. Rei√üt du gerne ins Ausland? Bist du abends gerne unterwegs,...¬†

Das sind alles Punkte, bei denen man sich gut √ľberlegen muss, ob man sich diese "antun" m√∂chte. So ein hundetier macht viel Arbeit, gibt aber unglaublich viel zur√ľck. Deshalb w√§re es ungerecht dem Tier gegen√ľber, dann doch nach ein paar Wochen zu merken, dass man sich das ganz anders vorgestellt hat.¬†

 

Ich f√ľr mich bin mir da ganz sicher! Ich m√∂chte meine 8 Pfoten niemals missen!

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