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Hundeforum Der Hund
Kanae

Ohne Leine spazieren und an Straße stehen bleiben?

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Hallo liebes Forum :)

Ich weiß, heute hab ich wieder viel gepostet, aber das hier ist vorerst das letzte. 


Es geht darum, dass ich vor einigen Wochen begonnen habe, mit meinem Hund zu üben, ohne Leine an der Straße zu laufen. Dafür nutze ich bisher nur die zehnminütige Pipirunde abends, denn da treffen wir keine anderen Hunde und die Autos, die hier generell kaum fahren, fahren dann erst recht nicht mehr. Zu Beginn läuft alles meistens erstmal ziemlich reibungslos bei uns, auch hierbei hatte ich das Gefühl, er wäre extra vorsichtig und aufmerksam, weil das ja auch neu für ihn war ohne Leine. 

Er reagierte tadellos auf jedes "Stop", "Langsam" oder "Weiter", ich lobte immer, wenn er in einem guten Abstand zu mir lief. Inzwischen üben wir etwa seit einem Monat. An Straßen sitzen soll er, seit ich ihn bekommen habe eigentlich. Es geht mir gar nicht um das Sitzen, sondern dass ich sehe, dass er registriert hat, dass da eine Straße ist und er anhält. Das kann ich, solange er an der Leine ist, leichter, wenn er sitzt, als wenn er nur stehenbleibt. Beim Üben ohne Leine fiel mir sehr positiv auf, dass er an Straßen immer stehen blieb, was ich auch immer euphorisch mit Stimme und guten Leckerlies lobe. Das war es ja eigentlich, was ich erreichen wollte. 

 

Vor ein paar Tagen fiel mir auf, dass er gleich zu Beginn etwas zügiger wurde und ich ihn öfter darauf ansprechen musste, zu warten oder das Tempo zu drosseln. Andererseits schnupperte er auch länger an irgendwelchen Ecken und ich musste ihn da öfter zum Weitergehen auffordern. 

Als wäre das halt jetzt selbstverständlich für ihn ohne Leine und er würde sich mehr auf anderes konzentrieren. 

 

Heute Abend begann er plötzlich erst zu traben und als ich "Stop" rief, rannte er los und über die Straße. Da stand er dann und guckte irgendwas an. Nach etwa dreimal "Hier" rufen (ein Kommando, das eigentlich sehr gut klappt bei uns), kam er. Obwohl weit und breit kein Auto und kein Mensch und kein Hund in Sicht waren, war es trotzdem erstmal der totale Horror. Ich war auch etwas überfordert, wie ich reagieren sollte, gab ihm also ein gutes Leckerlie, ließ ihn erstmal noch ein Stück ohne Leine, aber unter dem Kommando "Langsam", weiterlaufen und nahm ihn dann sicherheitshalber an die Leine. 

 

War meine Reaktion okay? Eigentlich mach ich so ein "Äähh" geräusch, als hätte er in einer Quizshow den falschen Buzzer gedrückt, wenn er eine Straße betritt und lobe verbal, wenn er zurück auf dem Bürgersteig ist. Das üben wir auch, seit ich ihn habe und es kam seit Ewigkeiten nicht mehr vor. Als er auf die Straße rannte, hab ich überlegt, das Geräusch zu machen oder "Nein" zu rufen, entschied mich aber für den Rückruf, weil der am besten sitzt und er weiß, dafür gibt´s was zu essen und ich fürchtete, er könnte ein Wildschwein sehen oder so. Da ich nicht weiß, was  er gesehen hat, dass er erst beim dritten Rufen kommen wollte, hab ich ihn trotzdem belohnt. Das heißen ja manche auch schon nicht gut, den Hund noch zu belohnen, wenn er die Male vorher nicht gehört hat. 

Und direkt anleinen wollte ich ihn auch nicht, weil es ja keine Strafe sein soll, wenn er zu mir kommt. 

 

Ich kenne einige Hunde, die nicht mal die Pfote über die Bordsteinkante setzen würden, wenn ihr Lieblingsspielzeug auf die Straße geworfen wird. Die einfach Wissen, dass man Straßen nicht betreten sollte. Wisst ihr, wie ich das meinem Hund beibringen könnte? Bzw. wie habt ihr es euren Hunden beigebracht? Wenn mein Hund das nach einem Jahr üben nicht geschnallt hat, dann ist ja eindeutig mein Ansatz falsch oder unzureichend. Und wie hätte ich richtig darauf reagieren können, als er über die Straße rannte? Wie kann ich sowas vorbeuten? Oder sollte ich das Training erstmal ganz einstellen? 

 

Liebe Grüße :)

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Strasse = Leine dran (obwohl Wega den Strasseramd einhält)

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Warum soll er an der Straße ohne Leine laufen? 

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@Siobhan 

Ich fänd es einfach beruhigend, zu wissen, dass das läuft. Irgendwas kann immer mal sein, zum Beispiel finde ich erstaunlich oft Streuner. Da wäre es klasse, könnte ich sein Geschirr und die Leine schnell umfunktionieren, um den anderen Hund zu sichern und wüsste, ich kann mich ganz gut auf meinen verlassen. Oder wenn mal was reißt oder sonstewas, da hätte ich einfach gern eine Absicherung, dass er nicht so einfach über die Straße rennt, denn es könnte ja doch mal eine befahrenere Gegend sein.

 

Also das sind die Hauptgründe. Abgesehen von denen wohne ich in einer ganz ruhigen Gegend, in der kaum Autos fahren, besonders morgens und abends nicht. Mit vielen Wiesen an Wegrändern und kleinen, grünen Plätzen. Es bietet sich hier an, das zu üben, weil ich weiß, dass nichts passiert, wenn er mal über die Straße rennt. Und es macht auch Spaß, das zu üben irgendwie, zumindest als es noch gut lief.. :D

 

Ich würde ihn nie dauerhaft ohne Leine laufen lassen und nicht an fremden Orten und nicht an größeren Straßen. Es gibt immer ein Restrisiko, das vergesse ich nicht.

 

 

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@Kanae ist schon spät, morgen schreibe ich mehr dazu.

 

Die erste Frage ist, warum, welche Zielsetzung hast du.

 

ich wohne mitten in der Stadt, meine Dame läuft sehr viel ohne Leine, grundsätzlich kann ich das auch an der Strasse, aber wozu. Ich bin dann ein schlechtes Vorbild für andere.

 

Was konkretes, obwohl meine Dame stop kennt und eigentlich sehr fest sitzt. Da ist mal ein Wagen mit Anhänger an uns vorbei gefahren, Schlagloch und etwas knallte ganz laut dort rein. 

Meine Hündin hatte sich so sehr erschrocken, da ging gar nichts mehr. Möchtest du so ein Risiko eingehen, es kann so viel passieren

 

Ich würde es eher ganz anders aufbauen, Leine fällt zu Boden bedeutet stehen bleiben, sofort, ganz konsequent. Somit hast du deinen Hund Locker an der Leine und wenn was ist, auch Straßenrand oder was auch immer du ein System aufbaust, was sicher funktioniert, zum Schutz von allen.

 

Nur weil es evtl. Cool aussieht, wir warten auch an jeder Straßenecke bzw. Bordstein, würde ich das nicht trainieren oder empfehlen. 

 

Ich habe die Leine fällt zu Boden so ganz fest konditioniert, meine Hündin bleibt so lange an diesem Ort, bis ich es auflösen würde , auch wenn ich mich entferne. Es ist für uns ein Sicherheitsmittel, dies habe ich früher viel auch geübt, heute gar nicht mehr, aber das sitzt tief drin.

 

Ich würde niemals jemanden dazu raten, ohne Leine an der Strasse zu üben. Evtl. Schön, wenn man es durch andere Übungen so aufgebaut hat, wie geschildert kann da viel zu viel passieren.

 

Zum Beispiel mit dem Streuner von dir, genau da würde meine Dame dann mit der Leine am Sammelpunkt dann warten, bekäme noch ein bleib, ich kann dann machen was ich will oder muss, jemanden anderen helfen oder was auch immer. Ich könnte sie so 15 Minuten sitzen oder liegen lassen, gerne erkläre ich es mehr wenn du magst, aber dann morgen.

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Ich bin da rigoros - an der Straße kommt die Leine dran. Trainieren kann man trotzdem, in diesem Fall „immer artig an der kurzen Leine laufen, nicht ziehen, nicht versuchen, den Bürgersteig zu verlassen“ und auch das anhalten und warten vor dem überqueren einer Straße machen wir angeleint - die Leine gerät dabei auch eigentlich nie unter Spannung ... eigentlich ... Da war dann das Eichhörnchen, das munter auf der anderen Straßenseite über den Jägerzaun kletterte. Oder die Katze mit dem stummelschwanz. Beim Rüden könnte auch noch eine läufige Hündin für Probleme sorgen.

 

Für den Fall, dass unsere Leine mal reißt hoffe ich dennoch darauf, dass dann unser tägliches Training an der Leine reicht und greift. Würde ich regelmäßig Streuner finden, hätte ich ebenso regelmäßig eine Zweitleine in der Tasche. 

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Es gibt einige - sehr wenige - Hunde, die können das wirklich zu 100% verlässlich. Aber bei der Mehrzahl ist es eben doch oft ein Spiel auf Glück,

denn es kann IMMER irgendeine unterwartete Situation kommen die Hund die Erziehung vergessen lässt.

 

Von meinen, inzwischen 6 Hunden, konnte das eine verlässlich (jetzt im Alter nicht mehr, da fast blind/taub).

Bei der einen Hündin ging es 8 Jahre gut und dann war eben Fall X und sie rannte über die Straße, mitten im Verkehr.

 

Also bleibt bei allen jetzt die Leine dran. Mir egal ob sie es könnten oder nicht, ich muss mein Glück nicht ausreizen und sehe auch keinen Anlass

mehr dazu. Klar ist es für den Hund schön wenn er ohne Leine laufen kann aber an der Straße ist man trotzdem mehr dazu angehalten den Hund u.U.

verbal zu "gängeln" was dann auch wieder zu Stress führt.

Auch wenn hier abends fast keine Autos fahren, ab und zu kommt dann doch mal eins und wenn dann genau in dem Moment.... nein, brauche ich nicht mehr.

 

Für Streuner bietet es sich an einfach noch eine Leine dabei zu haben, wenn es denn wirklich so oft vorkommt.

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@Asisina Das mit der Leine am Boden gefällt mir von der Idee her sehr. 

Wir haben bisher viel sitz und bleib geübt, aber noch nicht so. Ich kann mir vorstellen, dass das Kommando sich durch das Gefühl der Leine am Hund sich besonders einprägt, weil es nicht so alltäglich ist. Es ist auch gut im Alltag einzubauen. Dankeschön! :)

 

Ein Risiko gibt es immer, aber ich denke, man kann es durch Training etwas reduzieren. Sicher könnte man aus einem Hund, der völlig unbedarft über jede Straße dödelt, einen machen, der zumindest kurz stehenbleibt. 

 

Ich würde mich sehr über eine nähere Erklärung freuen!

 

 

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@Annali 

Ja, vermutlich der konsequentere und sicherere Weg.

Ich merke halt, dass mein Hund an der Leine weniger konzentriert ist und oft einfach neben oder hinter mir herkommt und sich an Straßen zum Beispiel hinsetzt, weil ich stehenbleibe und nicht, weil er darauf geachtet hat, dass dort eine Straße ist. 

 

Vor einigen Tagen fanden wir dann im Park zum zweiten mal einen entlaufenen jungen Pudel- die Besitzer scheinen ihr Gartentor wohl öfters offen zu lassen- und da konnte ich gut den jungen Zappelphilipp anleinen und meinen nebenher laufen lassen. Aber es war zum Glück auch nur im Park. Nach einigem Herumtelefonieren war der Besitzer ausfindig gemacht und er kam zum Parkeingang und holte den Hund hab. Aber ja, vielleicht wären eine zweite Leine und ein Halsband in der Tasche ganz praktisch. Allerdings hoffe ich, es werden irgendwann weniger Streuner... Die alle einzusammeln und da verantwortungsbewusst zu handeln, kann Zeit und Nerven rauben.. Nur irgendwie kleben verwirrte Hunde immer an meinem und so werde ich die auch nicht mehr los und muss mich wohl in das Schicksal fügen, mich für sie verantwortlich zu fühlen, bis sie wieder zuhause sind. Ging bisher auch immer alles gut, aber oft dachte ich schon, dass ich das gern jemandem mit größerem Helferkomlplex überlassen würde... 

 

Ich werd trotzdem mal schauen, was ich an Halsbändern und Leinen zum Ersatz noch bei mir finde. Du hast recht, ist natürlich auch gut, wenn bei meinem Hund mal was reißt.

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Danke für alle Kommentare :)

 

 Ihr habt mir da ganz gut den Kopf zurecht gerückt, dass ich lieber auf der sicheren Seite bleibe und keine halbgaren riskanten Experimente mache.

 

Habt einen schönen Abend :)

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