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Hundeforum Der Hund
Nebelfrei

Coronakoller - was tun?

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vor 2 Minuten schrieb Shyruka:

Mir geht es momentan mental nicht sonderlich gut. Ich hab sonst recht viel mit Freunden gemacht und bin auch ein Mensch der körperliche Nähe von Freunden sehr schätzt. Das fehlt mir sehr. Ein bisschen zusammen unter einer Decke kuscheln, Kakao trinken und einen Film gucken. Sowas zusammen. 

Jetzt gerade bin ich extrem demotiviert. Ich hätte sehr vieles zu tun, aber ich komm einfach nicht hoch. Auch Tagespläne helfen mir dabei nicht sonderlich.

Hat jemand Tipps oder Erfahrungswerte wie ich das ändern kann? 

 

Mir ging es ähnlich. Wie gesagt haben wir sonst fast täglich Besuch. Es kommen neben Corona noch andere Probleme dazu, mit denen wir hier fertig werden müssen.

Mir fehlte jegliche Motivation und letzte Woche brauchte ich ewig für meine Aufträge.

 

Es geht meiner Meinung nur mit eigener Gedanken-Kontrolle (Hilfe, noch mehr Kontrolle :D ). Nein, im Ernst. Krisen gibt es ja immer wieder und ich finde es auch richtig und wichtig, sich auch mal fallen zu lassen -  und Traurigkeit, Ängste etc. zuzulassen. Sonst schleppt man all das ewig mit sich herum.

Aber aufstehen halte ich für genauso wichtig - sonst besteht die Gefahr, in ein großes Loch zu rutschen.

 

Ich habe mit Absicht aufgehört, mir ständig die Corona-News und die Zahlen anzuschauen. Außerdem habe ich mit meinem Mann beschlossen, dass wir uns jetzt einfach auf das Positive konzentrieren und die Hoffnung auf ein baldiges Ende dieses Dramas nicht verlieren. Man muss sich positive Gedanken machen, erstmal ganz ganz bewusst und mit voller Absicht. Die Emotionen ziehen dann nach. 

 

Einen Tagesplan habe ich derzeit auch nicht. Wenn ich merke, dass die Konzentration fehlt, mache ich einfach eine Pause und tue etwas, das mir gut tut. Und dann setze ich mich wieder hin und arbeite weiter. 

 

Ich glaube, jeder hat doch so seine persönliche Werkzeugkiste für Krisenzeiten, oder? Die krame ich immer wieder hervor, wenn dunkle Zeiten zu überstehen sind. Überlege mal, wie du andere Krisen in deinem Leben gemeistert hast. 

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Bei mir waren es mehrere Phasen. Zuerst habe ich es nicht sonderlich ernst genommen. Als dann am 13. März hier in Österreich die Ausgangsbeschränkungen und Geschäftsschließungen verkündet worden sind war ich zunächst ziemlich verwirrt und schockstarr. 

Die nächsten Tage habe ich mir jede Sendung über das Virus und seine Auswirkungen angesehen. Da war ich dann erst recht wirr im Kopf.

Jetzt informiere ich mich einmal am Tag und bin auch ruhiger. Mein Alltag hat sich ja ohnehin kaum geändert. 

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hm da ich eh zu den Einsiedlern gehöre, hat sich für mich eigentlich garnichts verändert, ausser, daß draussen NOCH spookiger ist, ich war von 1999 bis 2015 vielleicht 5mal "Abends weg" und Freunde habe ich auch nicht getroffen, denn ich hatte keine (von ein paar "Zwangsfreundschaften" zu zwei Kindergartenmuttis abgesehen, wenn die Kinder sich getroffen haben) . Das war auch nicht unbedingt freiwillig, nach einem Überfall und einer katastrophalen Reaktion meines Umfeldes (nämlich gar keiner) habe ich jeden Kontakt/Nähe vermieden.

 

Ich weiß, wie es ist, wenn man alles verliert, was man für "sicher" und "selbstverständlich" gehalten hat, von daher weckt diese Situation auch Erinnerungen, mit dem Unterschied, daß es jetzt alle trifft und die Leute mit dieser sicherlich potentiell traumatischen Erfahrung nicht alleine sind (was gute aber auch schlechte Seiten haben kann). Ich denke diese Erschütterung des Weltbildes wird uns als Gesellschaft noch lange beschäftigen, mehr als vielen heute klar sein dürfte.

 

Ich habe das Gefühl der Machtlosikkeit damals mit Arbeit - später Arbeitssucht bekämpft, irgendwas schaffen, erschaffen, verändern irgendwo die eigene Wirksamkeit erleben, anstatt auszuharren und in die Depression zu kippen. (Manchmal ist weniger jedoch mehr ;) ) Wenn man schon immer alles am liebsten alleine gewuppt hat, und sich der eigenen Unabhängigkeit bewusst ist, ist das natülich viel leichter, als wenn man ein Teamplayer ist - oder gar lieber andere "vorgehen" lässt.

 

Mein Rat: TUT was... macht nicht den Fehler, zu warten, denn das jetzt ist erst der Anfang.

 

Ich weiß nicht, ob euch klar ist, was auf uns zukommt - meine Prognose : in einer Woche haben wir die ersten 1000 Tote, sollten sich die Zahlen so wie in Italien entwickeln.

 

Startet etwas, lernt -wenn ihr Zeit habt- etwas neues (oder bringt es den Kindern/Hunden bei), vielleicht etwas, daß ihr immer auf "wenn ich mal Zeit habe" verschoben habt, und sei es die Steuererklärung, verschafft euch kleine Erfolge und Erleichterung und arbeitet evtl den Berg ab, der evtl schon lange aufs Gewissen und Gemüt drückt.

 

Wir machen hier Grundrein, und renovieren die Wohnung (ich habe gsd das Material schon gekauft, als es losging, damit ich was zu tun habe, wenn wir festsitzen) und klar, uns hier geht es gut, wir haben Geld, Garten und denselben Alltag, den wir schon sehr lange haben, nur ohne die lästige Fahrerei zur Schule.

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Mir bricht die Arbeit weg, dadurch hätte ich eigentlich mehr Zeit. Aber die bleibe ich trotzdem auf der Arbeit, aufräumen etc. Ab nächste Woche bin ich erstmal zu Hause, hoffentlich nur bis Ostern.

Ich hatte eigentlich diverse Ideen für die Zeit, wenn ich aber realistisch bin wird davon wohl nicht viel umgesetzt. Eigentlich wäre ich urlaubsreif, aber es fühlt sich nicht wie Urlaub an. 

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Was zum Lesen.

Sehr passend in der jetzigen Situation. Habs bereits zweimal durch und werds wohl wieder brauchen :D

 

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Jetzt gerade geht es bei meinem Freund los, dass sich die Meldung verbreitet, dass es ggf Lündigungen gibt. Das hilft mir natürlich auch nicht weiter und macht weiter Angst. 

Darauf war ich nicht vorbereitet. Der Job schien mir sicher. Aber klar, wenn die Kunden selbst keine Kunden haben wirds blöd.

 

Wenn das wirklich passieren sollte, wird das wahrscheinlich der Verlust unseres Hauses bedeuten. Sofern uns nichts anderes einfällt. Ich habe jetzt gerade Ängste, die ich vorher nicht hatte und das ist extrem unangenehm. 

 

Ich werde morgen mein Büro fertig machen und dann dort anfangen zu arbeiten, denke ich. Und spazieren, spazieren, spazieren.

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@Shyruka könntest du vielleichtnein Projekt zusammen mit einer (oder mehrerer) Freundin machen?

Yoga oder sonst ein Sport, jeder im eigenen Zimmer über Skype? Und danach noch zusammen über skype was trinken?

Oder zu jedem Tag ein Thema (Kiesel, Blume, Himmel) suchen, das ihr fotografiert und abends zusammen, über Skype,  anschaut, besprecht? Da könntet ihr, damit es ein 'Projekt' ist, später ein Fotobuch machen.

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Hab jetzt nicht alles gelesen, vielleicht hat's ja schon jemand geschrieben.

 

Abgesehen davon, dass ich noch regulär arbeite und meine ältere Familienmitglieder mit Einkäufen versorge, läuft's bei mir

"business as usual".

Die Beschränkungen gelten doch erst seit Sonntag, das sind 2 Tage und jetzt schon von Lagerkoller zu sprechen finde ich befremdlich.

Ich habe in meinem Bekanntenkreis jemanden, der eine Stammzellentherapie durchgemacht hat,

da ist man dann auch mal schnell für ein paar Wochen bzw. Monaten in Quarantäne

... und das zu einer Zeit wo sich sonst alle anderen Treffen können.

Leute, geniesst doch einfach mal die Entschleunigung.

Wenn ihr jetzt schon am Rad dreht ... wird das nicht gut gehen.

Tief durchatmen und ooooohmmmm

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vor 10 Minuten schrieb Buhund:

 läuft's bei mir "business as usual".

 

Das ist ja perfekt

 

vor 11 Minuten schrieb Buhund:

 

Wenn ihr jetzt schon am Rad dreht ... wird das nicht gut gehen.

 

 

Eben.

Deshalb ist es gut, wenn diejenigen, die es betrifft, rechtzeitig Pläne machen.

 

Es trifft eben nicht alle gleich, weder in Wirklichkeit, noch gefühlsmässig. Wenn sich der Alltag, wie bei dir, gar nicht gross geändert hat, ist es ja kein Problem. Bei anderen sieht es eben ganz anders aus, und da hat sich das Leben, die Zukunft nicht erst seit 2 Tagen geändert.

 

Natürlich gibt es immer Menschen, denen es schlechter geht,,aber das war schon immer das blödewte Argument

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Es dreht überhaupt niemand am Rad.

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