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Hundeforum Der Hund
Manu__

Erziehung Pferd und Hund Gemeinsamkeiten

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Hallo zusammen, 

wir überlegen uns einen Hund zuzulegen, wir möchten natürlich keinen Fehler bei der Hunderasse machen. Der Hund sollte nicht nur vom Wesen zu uns passen, er sollte uns auch gefallen und genau da liegt das Problem. Wir wissen eigentlich genau was wir wollen, allerdings stocken wir immer wieder bei den Infos "erfahrene Hände". Grundsätzlich gefallen uns immer die Hunde, die eine konsequente Hand benötigen und sehr selbstbewusst sind.

 

Wir hatten noch nie einen Hund, allerdings habe ich meine Stute komplett selbst ausgebildet. Sina (mein Pferd) ist jetzt 12 Jahre alt und folgt mir wie ein Hund... Sie spielt mit mir, legt sich auf Kommando hin, Strick und Halfter benötigen wir nur selten und natürlich auch im Gelände gehen wir überall gemeinsam hin.

 

Jetzt ist meine Frage an die Reiter und Hundebesitzer. 

Ich hab schon ein Pferd ausgebildet, ist es möglich mit meinen Vorkenntnissen vom Pferd einen selbstbewussten Hund zu einem tollen Begleiter im Alltag zu erziehen? 

 

Ich hoffe Ihr habt ein paar Tipps für mich.

 

Liebe Grüße 

Manu

 

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Mir hat das überhaupt nicht geholfen.

Ich bin mit Pferden groß geworden, schon als Kind geritten, auch einige Pferde selber ausgebildet, aber irgendwie war das anders. Als der erste Hund kam war ich mir so sicher, ich bin konsequent, ich habe Führungsqualitäten, das kann doch nur ein Kinderspiel sein, man sehe einfach nur die Gewichtsverhältnisse und alles war ganz anders. Ich habe mich bei einem Pferd noch nie so hilflos gefühlt wie bei meinem Hund anfangs. Ich fand, ein Pferd ist viel näher bei einem, es läuft halt nicht im Freilauf durch die Natur und kommt auf so bescheuerte Ideen wie einem Reh hinterher zu sprinten oder im harmlosen Fall einem Radfahrer. Es kommt auf nicht auf die blöde Idee andere Menschen anzupöbeln und in die Enge zu treiben. Vielleicht habe ich aber auch nur den falschen Anfängerhund bekommen, keine Ahnung. Aber ich habe mir am Anfang echt die Zähne ausgebissen und mehr als einmal die Leine in die Ecke geknallt und dem Hund angedroht, er kommt ins Tierheim 😄. Nach einem vernünftigen Einzeltraining ist aber irgendwann der Groschen gefallen und irgendwann wurden wir auch ein gutes Team, aber easy ist anders.

Mein Hund ist mir damals über einen Hundetrainer (für mich aber nur ein Bekannter) vermittelt worden und der erzählte auch schon mal ein bißchen aus dem Nähkästchen. Der sagte damals zu mir, richtig verstehen kann er es zwar nicht, aber er hatte in seinem Kundenkreis eine hochrangige Tunierreiterin, aber mit ihrem Hund fluppte auch so gar nichts. Ich denke, die Kommunikation ist anders, keine Ahnung. Eigentlich habe ich auch erst gelernt, Hunde richtig zu verstehen, seitdem ich selber einen habe. Obwohl auf jedem Bauern- und Reiterhof auch Hunde zu Hause sind.

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Bei mir war es genau umgekehrt.

Ich hatte schon einige Erfahrung mit Hunden und eigentlich nie grossartige Probleme.

Durch die Ausbildung unserer beiden Pferde (der Hengst/Wallach kam mit 3 Monaten zu uns, seine Schwester ist im Jahr darauf bei uns geboren), habe ich nochmal eine ganze Menge über Konsequenz, kleinschrittigen Aufbau, Selbstbeherrschung und Körpersprache gelernt.

Vielleicht hängt viel an Typ und Charakter des Tieres...

Die Pferde sind Araber-Berber: sehr intelligent, temperamentvoll und reaktiv.

Ohne die  mit ihnen gesammelten Erfahrungen wäre mir der Umgang mit Windhunden sicher nicht so leicht gefallen, nachdem ich zuvor schwerpunktmässig mit Schäferhunden und deren Mischlingen zu tun hatte.

Und ich finde, unter Reitershunden trifft man viel seltener einen völlig unerzogenen, als auf den Hundespaziergängen.

Wer einem 500 Kilo-Tier beibringen kann am Strick mitzulaufen, ohne dass es sich nach Lust und Laune verabschiedet, bekommt das auch bei den meisten Hunden hin.

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@saicdi Danke , ich wollte vorhin ähnliches schreiben (genau das mit Arabern und Windhunden zumindest 😉 ) und hab es dann nicht formuliert bekommen.

 

Ich denke auch, es liegt sehr am Charakter des Tieres und an dem des Menschen natürlich auch.

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vor 2 Stunden schrieb Manu__:

Wir wissen eigentlich genau was wir wollen, allerdings stocken wir immer wieder bei den Infos "erfahrene Hände"

 

Welche Rasse(n) habt ihr denn im Visier?

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Ob man Erfahrungen transferieren kann oder nicht, hängt sehr vom individuellem Tier ab. Es gibt Pferde die sind absolute Lämmer und es gibt Hunde die sind absolute Lämmer. Und es gibt das Gegenteil. 

Wenn du einen Reitbegleithund möchtest solltest du dir auf jeden Fall eine Rasse ohne Jagdtrieb aussuchen. Das spart auf jeden Fall eine Menge Arbeit. Auch von Hunden die im Sozialverhalten eher Einzelgänger sind würde ich abraten. 

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Grob: Pferde sind Fluchttiere.

Hunde sind Beutegreifer, deren Verteidigungsrichtung ursprünglicherweisenach vorne geht. Allein dadurch ergeben sich andere Trainingsansätze -Pferde meiden schneller, auch wenn man damit sowieso nicht trainieren sollte) und Herausforderungen. Auch mit Landesverordnungen haben sie nicht zu kämpfen.

Und BITTE lass dir nichts in Richtung "konsequente Hand" aufschwätzen. Meist ist das nur eine nette Umschreibung für starre Konditionierung und Härte.

Was man braucht ist Geduld, Feingefühl, Empathie und Gelassenheit.

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vor 9 Minuten schrieb Eifelkater:

Wenn du einen Reitbegleithund möchtest solltest du dir auf jeden Fall eine Rasse ohne Jagdtrieb aussuchen

Eine Rasse mit Schutzmotivation ist eigentlich noch ungeeigneter...

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Mein erst und war ein Cattle Dog. Nicht unbedingt die einfachste Rasse. 

Ich würde hundeerziehung eher mit Kinder- als mit Pferdeerziehung vergleichen. Konsequenz (nicht zu verwechseln mit Härte!) ist da meiner Ansicht nach nicht verkehrt, denn das macht es einem Hund leichter zu verstehen was man möchte. 

Meine damalige Hündin ließ sich so, trotz Temperament, gut erziehen. Mit meinem Rüden als Ersthund wäre es sicher sehr schwierig geworden. 

Bei uns auf dem Hof gibt es viele Schäferhund--und Hütehundartige. Ridgeback und Hovawart und meine beiden Cattles ebenfalls. Die laufen fast alle auch am Pferd mit. 

Mich würde auch interessieren welche Hunderasse dir vorschwebt. 

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vor einer Stunde schrieb gebemeinensenfdazu:

Eine Rasse mit Schutzmotivation ist eigentlich noch ungeeigneter...

Einen Hund mit Schutzmotivation bekommst du aber einfacher umgelenkt ( gerade wenn du ihn von Anfang an hast) als einen Jagdhund. 

Man bekommt die Rassen doch von klein auf relativ gut darauf konditioniert, dass Spaziergänger, andere Reiter und Co keine Gefahr darstellen. 

Die meisten Dobermänner und Schäferhunde (als Beispiele),  die ich kenne ( und die nicht versaut sind) sind zwar zurückhaltend aber keineswegs aggressiv, bei entsprechender Auslastung. Und die kann durchaus auch aus Bewegung bestehen. Einen Jagdhund kannst du aber im Normalfall über Bewegung nicht so umlenken/befriedigen wie einen Hund mit Schutzmotivation. Einfach schon weil die Bewegung zum Jagen dazugehört. Jagdhunde sollen ja in der Regel laufen UND jagen. 

 

Außerdem gibt es ja neben Jagd- und Schutzhunden durchaus auch reine Begleithunde. 

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