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Hundeforum Der Hund
Melissa1707

Hund 17,5 Jahre alt - plötzlich Nachtwandler

Empfohlene Beiträge

Hallo,

Mein Freund (26) und ich (22) wohnen zusammen und haben einen Jack Russel. Er ist mittlerweile 17,5 Jahre alt und war bis vor zwei Monaten ein sehr entspannter und ruhiger Hund. Mein Freund ist mit ihm aufgewachsen und hat ihn von seinen Eltern übernommen.

Wir sind total tierlieb, bitte versteht das nicht falsch, aber er raubt uns den letzten Nerv. Seit nun zwei Monaten läuft er die ganze Nacht auf und ab... Stunden lang. Er nimmt Sachen auseinander, kippt Sachen um, macht in die Wohnung, hechelt ganz stark und legt sich einfach nicht mehr in sein Körbchen. Wir gehen auch nachts mit ihm raus usw.. Es hilft nichts. Wir waren mehrmals mit ihm beim Tierarzt, der jedoch keine Ursache für sein Verhalten findet. Sie meinte, dass er vielleicht unter Demenz leiden könnte. Tagsüber ist er wie immer und auch sonst hat sich nichts um ihn herum verändert. Wir probieren ihn tagsüber mehr zu beschäftigen, was sich aufgrund seines Alters schwierig gestaltet. Auf Spielen geht er nicht mehr ein und lange Spaziergänge schafft er nicht mehr. Wir wissen leider einfach nicht mehr was wir machen sollen. Wir gehen beide Vollzeit arbeiten und müssen einfach schlafen. Wir sind nervlich total am Ende. Hat vielleicht jemand etwas ähnliches erlebt oder hat eine Idee woran es liegen könnte? 

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Wurde ein großes Blutbild gemacht, die Organe, insbesondere Nierenwerte geprüft? Genau diese Nächtliche Unruhe mit starkem Hecheln hat vor ein paar Jahren ein Hund von mir gezeigt, der an Chronischer Niereninsuffizenz litt.

Beschäftigung in Verbindung  mit Essen schon verscuht? Gerade alten Hunden tut Kopfarbeit sehr gut.

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Bekommt er irgendwas an Medikamenten? Karsivan? 

Wie verhält er sich, wenn er nur einen kleinen Bereich zur Verfügung hat? Habe meiner  alten Hündin irgendwann neben meinem Bett einen Bereich abgeteilt mit Wäschekörben und dadurch hat sie sich beruhigt. Das wäre zumindest einen Versuch wert. 

Blutuntersuchung finde ich auch unabdingbar. 

 

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Aus meiner Erfahrung mit einem 16 Jahre alten Terrier kann ich sagen: es ist das Alter und wahrscheinlich Demenz.

Natürlich kann es auch körperliche Ursachen haben, aber diese Phänomene, wie du sie beschreibst, lassen sich auch bei alten Menschen feststellen.

 

Meine Hündin war zum Schluss blind und taub, schlief den ganzen Tag, zum Teil so tief, dass sie schwer zu wecken war. Nachts pilgerte sie durch das Erdgeschoss und nahm die Küche auseinander. Geschlossene Türen wurden nicht geduldet, da stand sie davor und bellte, bis sie wieder auf gemacht wurden. Sie war immer der Meinung, nichts zu essen bekommen zu haben und bekam so unentwegt etwas, eben besonders in der Nacht. Sie randalierte sonst in der Küche.

Es gab hier im Forum schon einmal an anderer Stelle Erfahrungsberichte von Hundehaltern mit alten und sehr alten Hunden, bei allen sah es ähnlich aus und einhellig war man der Meinung, dass es Demenz ist.

 

Man kann es nur aushalten.

Man hält es sehr lange aus, weil man das Viech ja liebt.

Irgendwann aber, als sie nur noch völlig orientierungslos war und sie auch Probleme mit den Nieren bekam, habe ich sie einschläfern lassen. Eine sehr schwere Entscheidung.

 

 

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Meine alte Hündin litt an Niereninsuffizienz und zeigte dasselbe Verhalten. Ja, es ist wirklich sehr anstrengend. Aber vielleicht hilft euch der Gedanke, dass diese Zeit begrenzt ist und irgendwann vorbei, leider. 

 

Zu dieser Zeit damals dachte ich auch an manchen Tagen, ich fall um vor Müdigkeit, weil der Schlafmangel sich bemerkbar machte. Und im Nachhinein hätte ich für meine Kleine noch hunderte solcher Nächte mitgemacht... 

 

Wir haben uns abgewechselt mit dem Hunde-Nachtdienst, damit wenigstens einer von uns durchschlafen konnte. Nach Feierabend und am Wochenende dann einfach versucht Schlaf nachzuholen. 

 

Alles Gute für euch 

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Viele Halter von nachtwandernden Hunden machen gute Erfahrungen mit CBD Öl.

 

17,5 Jahre ist ja ein sehr stolzes Alter. Und natürlich ist es anstrengend.

 

Aber wenn er nicht mehr da ist, werdet ihr es vermissen...

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Zusätzlich zu den geratenen Vorschlägen - Blutuntersuchung, Nieren checken etc. - würde ich für ein paar Tage ein Schmerzmittel geben und schauen, ob sich etwas verändert.

 

Die Malteserhündin meiner Schwägerin zeigte ähnliches Verhalten ( zu googeln unter dem Begriff Drangwandern), sie war am Ende blind, taub und stark dement und wurde dann mit 17 Jahren eingeschläfert. 

 

Alles Gute und berichte doch bitte weiter.

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Das nächtliche wandern etc kenne ich nur zu gut. Mein alter Junge (17Jahre) macht das auch, verbunden mit jammern und hecheln.

Bei ihm hilft es wenn ich das TV relativ laut anmache damit er merkt, dass er nicht allein ist. Er bekommt zudem einige Medikamente (da solltet ihr euch dringend beim Tierarzt zu beraten lassen).

Natürlich sollten Schmerzen und andere Erkrankungen ausgeschlossen werden.

 

Vielleicht hilft bei euch ja auch wenn ihr TV oder Radio anmacht. Licht muss übrigens bei uns auch an sein, im dunkeln findet er sich nicht mehr zurecht und weint dann bitterlich.

Wechselt euch in den Nächten vielleicht ein wenig ab wenn es geht, evtl kann einer ja mit ihm auf dem Sofa schlafen?

 

Insgesamt ist es eine anstrengende Zeit, dass weiß ich nur zu gut. Aber vergesst nicht, er war über 17Jahre ein lieber und treuer Begleiter, jetzt habt ihr die Chance ihm seine letzten Wochen/Monate/Jahre noch richtig schön zu machen und für ihn da zu sein so wie er es für dich bzw deinem Freund immer war.

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Oh, wie gut ich mich erinnere.

 

Mein Mann und ich haben uns nächteweise abgewechselt. Einer war immer beim Hund, der andere schlief in einem anderen Zimmer. 

So hatte zumindest einer pro Nacht genug Schlaf. 

Das hat für uns ganz gut funktioniert, um die Nerven etwas zu schonen. 

 

Ja. Es ist so unfassbar hart. 

 

Vlt redet ihr nochmal mit dem Tierarzt, ob es für ganz schlimme Phasen ein mildes Schlafmittel für den Hund geben kann (vorausgesetzt gesundheitlich spricht nichts dagegen). 

 

 

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