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Hundeforum Der Hund
_do_ris

Hund jagt

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Hallo ihr Lieben,

im Moment macht mir der Jagdtrieb meines Hundes (3 Jahre) sehr zu schaffen. Bis vor ein paar Monaten war es noch total ok, mit meinem Hund ohne Leine im Wald spazieren zu gehen. Hin und wieder ist er fortgelaufen, er kam aber immer wieder schnell zurück, wenn ich ihn rief. Was am Anfang wenige Minuten waren hat sich innerhalb von wenigen Monaten immer mehr in die Länge gezogen - vorige Woche ist er mir fortgelaufen und war 1,5 STUNDEN weg!!😥 Das geht natürlich überhaupt nicht... Mittlerweile lasse ich ihn nur mehr sehr selten frei laufen, weil ich jedes Mal Angst hab, dass er wieder so lange wegbleibt. Und das tut mir natürlich für meinen Hund auch sehr Leid, ich würde ihm gerne mehr Freiheit schenken, aber so geht das nicht... Ich bin mir nicht genau sicher. was ich falsch gemacht habe - bis vor ein paar Monaten gab es (fast) keine Probleme beim Gehen ohne Leine! Mittlerweile scheint sein Jagdtrieb EXTREM ausgeprägt, selbst wenn wir zuhause sind (unser Haus ist ca 100m neben einem Wald) versucht er auszubüchsen, um jagen zu gehen. Ich hab dann einen Artikel über ein Anti-Jagd Training gelesen (https://www.diehundezeitung.com/anti-jagd-training/) und habe mir selber überlegt, eines zu machen. Hat jemand Erfahrungen damit? LG!! 

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Suche nach Jagdersatztraining und im Forum darunter, das Thema gab es oft genug...

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Willkommen im Forum. :) 

 

Was für eine Rasse ist er denn?

 

Macht ihr etwas beim Gassi gehen? Nasenarbeit, Spielen, Tricks? Und wie steht dein Hundi denn im Gehorsam?

 

Ohne dass ich jetzt viel von euch weiß, würde ich dir den Rat geben, dich interessant zu machen und den Rückruf noch einmal richtig zu üben. Das Hundi soll ja auch was davon haben zu dir zu kommen. Spiel, Spaß und Aktion. Mach dich da auch ruhig mal zum Affen und feier ne mega Party, wenn er da zu dir kommt.

 

Ich hab noch nie ein Anti Jagdtraining gemacht, habe aber von einigen Leuten aus meiner Hundeschule viel gutes gehört. Ich würde dir allerdings zu einem Jagdersatz raten und eventuell zusätzlich das Anti Jagdtraining. Das machen zumindest viele von den Leuten mit denen ich gesprochen habe.

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vor 2 Stunden schrieb Alanza:

würde ich dir den Rat geben, dich interessant zu machen

 

Nix für ungut, aber interessanter als ein flüchtendes Reh?

 

Natürlich sollte stark an der Bindung und an der Impulskontrolle gearbeitet werden. Der Rückruf muss sitzen, natürlich....

Aber für einen Hund mit hoher Affinität zum Jagen/Hetzen ist flüchtendes Wild nun mal das Allergrösste. Da kann kein Hundehalter in seiner alternativen "Programmgestaltung" dagegen an.

Du solltest jetzt erst einmal unbedingt verhindern, dass der Hund weitere Jagd-/Hetzerlebnisse hat. Die akkumulieren sich letztendlich und jeder neue Erfolg in dieser Richtung legt schon die Basis für den nächsten. Jeder Schritt, jeder Sprung bei der Jagd ist Belohnung pur für den Hund.

Aber das steht ja auch alles im verlinkten Artikel.

Ich würde dir ebenfalls zu einem Jagdersatztraining raten.

Und vor allem dazu, deinen Hund nicht aus den Augen zu lassen bei den Spaziergängen. Sein Verhalten sollte dir sagen, was als nächstes kommt.

Nur so hast du eine reelle Chance einen Rückruf einigermaßen erfolgreich anbringen zu können. Nämlich in dem Mini Zeitfenster, das es ganz knapp vor dem Losspurten gibt.

 

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So ganz am Rande, Jagdersatztraining ist die einzig sinnvolle Option. Man kann einem jagdmotivierten Hund das Jagen nicht abtrainieren, geht nicht, das ist genetisch verankert. Hunde sind nunmal Raubtiere. Da hilft nur umlenken.

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@Renegade  Nun, da der Hund 3 Jahre lang nicht gejagt hat. Von was ich ausgegangen bin, kann es sehr wohl dran liegen das Frauchen zu uninteressant ist. 

 

@Zurimor Das Anti Jagdtraining zielt nicht darauf ab, den Jagdtrieb abzutrainieren, sondern den Hund ansprechbar zu machen und so zu lenken, dass er nicht sofort jedem Reh hinterher läuft. In Verbindung mit einem Jagdersatztraining nicht falsch. 

 

 

 

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Danke für euren Input. Ich werde das Training in Betracht ziehen, sowohl das Jagdersatz als auch das Anti Jagdtraining. @Renegade ja, das mit den aus den Augen lassen, versuch ich - aber so schnell man gar nicht schauen: Im einen Moment läuft er noch ganz brav neben mir her, und eine Sekunde darauf -zack- ist er weg!

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vor 18 Stunden schrieb Alanza:

Willkommen im Forum. :) 

 

Was für eine Rasse ist er denn?

 

Macht ihr etwas beim Gassi gehen? Nasenarbeit, Spielen, Tricks? Und wie steht dein Hundi denn im Gehorsam?

 

Ohne dass ich jetzt viel von euch weiß, würde ich dir den Rat geben, dich interessant zu machen und den Rückruf noch einmal richtig zu üben. Das Hundi soll ja auch was davon haben zu dir zu kommen. Spiel, Spaß und Aktion. Mach dich da auch ruhig mal zum Affen und feier ne mega Party, wenn er da zu dir kommt.

 

Ich hab noch nie ein Anti Jagdtraining gemacht, habe aber von einigen Leuten aus meiner Hundeschule viel gutes gehört. Ich würde dir allerdings zu einem Jagdersatz raten und eventuell zusätzlich das Anti Jagdtraining. Das machen zumindest viele von den Leuten mit denen ich gesprochen habe.

Rasse ist ein Bordercollie-Spitz Mischling. Nein, ehrlich gesagt keine besonderen Tricks oder Nasenarbeit beim Spazieren... Grundsätzlich ist er aber sehr gehorsam (im Haus zumindest) sobald wir aber in den Wald gehen, ist er wie ausgewechselt. 

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vor 16 Stunden schrieb Alanza:

@Renegade  Nun, da der Hund 3 Jahre lang nicht gejagt hat. Von was ich ausgegangen bin, kann es sehr wohl dran liegen das Frauchen zu uninteressant ist. 

 

Du hast den Text wohl ganz anders verstanden als ich ;)

Ich habe die Schilderung

Zitat

Hin und wieder ist er fortgelaufen, er kam aber immer wieder schnell zurück, wenn ich ihn rief. Was am Anfang wenige Minuten waren hat sich innerhalb von wenigen Monaten immer mehr in die Länge gezogen - vorige Woche ist er mir fortgelaufen und war 1,5 STUNDEN weg!!

 

so aufgefasst, dass man auf das Jagdverhalten des Hundes nicht gleich zu Anfang adäquat reagiert hat. Somit liess man dem Hund den Freiraum immer länger wegzubleiben.

Von wegen "3 Jahre nicht gejagt" sehe zumindest ich nichts im Text.

 

vor 1 Stunde schrieb _do_ris:

Danke für euren Input. Ich werde das Training in Betracht ziehen, sowohl das Jagdersatz als auch das Anti Jagdtraining. @Renegade ja, das mit den aus den Augen lassen, versuch ich - aber so schnell man gar nicht schauen: Im einen Moment läuft er noch ganz brav neben mir her, und eine Sekunde darauf -zack- ist er weg!

 

Kenn ich, kenn ich.... zur Genüge! :D

Wenn du sowieso vorhast, in eine HuSchu zu gehen, dann kannst du ja mal besonderen Wert darauf legen, deinen Hund "lesen" zu lernen.

Sprich den Trainer ruhig mal darauf an.

Die Ausdrucksformen seines Hundes richtig zu deuten und dann auch noch adäquat darauf zu reagieren ist kein Kinderspiel und kostet viel Zeit und Geduld.

Und ist gerade kurz vor einer Situation, die nach Jagd riecht, ganz besonders schwer. Insofern beschränke deine Übungen in dieser Hinsicht erst einmal auf alltägliche Situationen wie z.B. wie sieht mein Hund aus, wenn er andere Hunde trifft, wenn er auf jemanden stösst, den er mag, oder auf jemanden, der ihm suspekt erscheint.

Und wenn du die im Wald deiner Sache nicht sicher bist - Leine dran. Ohne Kompromisse, nicht dass das Jagdverhalten sich noch mehr habitualisiert

als es jetzt schon der Fall ist.

Meine Hündin z.B. läuft in übersichtlichem Gebiet frei und der Rückruf funktioniert.

Im Wald hingegen ist mir die Kiste zu heiss. Da geht sie an der 5m Leine.

Was das Abrufen ganz knapp vor dem Wegrennen angeht, so gelingt mir das auch nicht in schöber Regelmässigkeit. Das Zeitfenster, in welchem man noch reagieren kann, ist oft viel zu klein.

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Es sollte auch beachtet werden, dass Hunde in der Brut- und Setzzeit an der Leine zu führen sind. Diese ist in den Bundesländern teilweise unterschiedlich festgelegt, meist aber vom 1. April bis 15. Juli. Die Zeit für das eigene Bundesland lässt sich im Internet recherchieren. freilaufende Hunde könnten ggf. vom Jäger erschossen werden ...

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