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Hundeforum Der Hund
Renegade

Verhalten in der Scheinmutterschaft

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Ich kann nur von Tschuli berichten, da Holly kastriert ist.

Der auffälligste Unterschied war ihre Verteidigungsbereitschaft, die nahm in der Zeit, in der sie imaginäre Welpen hatte, heftige Formen an. Teilweise wurden sogar Menschen verknurrbellt und sogar attackiert, die nur in die Nähe unseres Hauses kamen. Hunde sowieso.  Deshalb fast nur an der Leine in dieser Zeit, zumindest in Hausnähe. Sie war in diesen Wochen teilweise schwer auszuhalten, ziemlich aggressiv gegen Fremde. Wachsamer als sonst, ganz kurze Zündschnur.

 

vor 6 Stunden schrieb Estray:

Finde ich eine interessante Frage, auch ob ihr Verhaltensunterschiede zwischen Scheinträchtigkeit und Scheinmutterschaft beobachten könnt.

 

Ja, deutlich. In der Scheinträchtigkeit war sie eine kuschelige Schlaftablette. Also, für ihre Verhältnisse :D

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Genauso hier, bis auf die Hunde, aber mit denen hat sie generell keine Probleme solange die nicht dafür sorgen. Die Pflegehündin, die Artgenossen meist nicht mochte, verhielt sich ebenfalls wie beschrieben.

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vor 8 Stunden schrieb Renegade:

Es würde mich interesssieren, wie eure Hündinnen sich in dieser Phase der Läufigkeit verhalten und ob es im Lauf der Jahre Verhaltensänderungen gegeben hat.

Enya ist jetzt 6 Jahre alt und ich stelle fest, dass sich das Verhalten verfestigt hat, bzw. in stärkerem Maß auftritt.

Das Verhalten/die Symptome:

- leicht geschwollenes, warmes Gesäuge

- der Scheidenausgang wird oft und akribisch gesäubert

- sie ist sehr anhänglich

- Artgenossen werden nicht gerne gesehen

- bei den Spaziergängen möchte sie jeden Graben, jedes offene Kanalrohr genau inspizieren. Oftmals jault sie dabei (vermutet sie ihre imaginären Welpen darin?)

- sie ist sehr interessiert an manchen Urinspuren/Gerüchen an ihren Spazierwegen, oftmals leckt sie auch an den Grashalmen, so wie im Proöstrus (Vorbrunst) auch

 

Beobachtet ihr an euren Hündinnen Ähnliches oder ganz Anderes?

Es würde mich freuen, wenn ihr zu diesem Thema etwas beitragen möchtet.

Es gibt keine "Scheinmutterschaft", sehr wohl aber Scheinträchtigkeit. Scheinträchtig ist grundsätzlich jede!! unbelegte Hündin im Diöstrus. Manche mehr, manche weniger. Oftmals nicht offensichtlich, bei Wenigen sehr deutlich. Was du bei deinem Hund beschreibst, sind klassische Anzeichen von Scheinträchtigkeit. Selbst das ( "... jeden Graben, jedes offene Kanalrohr genau inspizieren. Oftmals jault sie dabei (vermutet sie ihre imaginären Welpen darin)" ) gehört in dem Fall dazu. Das ist normales Verhalten und nochmal: von Hündin zu Hündin unterschiedlich stark ausgeprägt. Nur wenn Scheinträchtigkeiten zu körperlichen Problemen führen ( z.B. Gesäugeentzündungen, Pyometra, massivem Nestbau, usw ) würde ich entweder eine Hormonbehandlung oder eine Kastration anraten. Beides natürlich nur nach Rücksprache und (Mit-)Entscheidung eines Ta.

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Die Symthome, die Du beschreibst hatte Finja immer während der Scheinträchtigkeit. Da hat sich auch mit dem Alter nichts verändert.

Finja war in der Zeit auch ausgesprochen phlegmatisch, keine Lust auf nichts außer fressen und schlafen.

Die Scheinmutterschaft kommt ja eigentlich erst danach. Damit hatte Finja weniger Probleme. Ca. 8 Wochen nach der Läufigkeit war der  Schalter wie umgelegt. Von heute auf morgen wieder munter. Sie hat dann aber ca. 1 Woche schlecht gefressen. Ich habe schon während der Hitze alles Spielzeug weggepackt, was sie als Welpenersatz in Betracht ziehen konnte. Sie fand in der zeit kleine Hunde ganz toll, wurden immer fiepsend und freudig begrüßt.

Ihre Schwester, Luise, hatte wenig Probleme mit Scheinträchtigkeit, Gesäuge ein bißchen geschwollen, aber sonst alles normal. Sie hatte aber extrem mit Scheinmutterschaft zu tun. Alles auf ihrem Bett gehortet, was nicht niet- und nagelfest war (Telefon, Fernbedienungen, Socken...), rumgejammert, keine Lust zum Spazierengehen (schnell wieder nach Hause, die Welpen sind alleine!), Milcheinschüsse...

 

Finja ist ja mittlerweile kastriert. Sie hatte ja Anfang des Jahres eine Gebärmutterentzündung. Sie ist ja im Grunde in ihrer Scheinmutterschaftsphase kastriert worden und der Zustand ist wie eingefroren. Ihr Leben lang gab es nur ein paar Hunde, die sie nett fand, alle anderen waren egal. Heute sind fast alle nett 🙂

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@Renegade Brienne ist inzwischen kastriert, sie hatte auch einen immer kürzer werdenden Zyklus und stürzte quasi von der Scheinmutterschaft direkt in die nächste Läufigkeit. 

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vor 13 Stunden schrieb Gerhard:

Es gibt keine "Scheinmutterschaft", sehr wohl aber Scheinträchtigkeit.

 

Das verwirrt mich jetzt.

Ich bin immer davon ausgegangen, dass sich die Phasen Scheinträchtigkeit bzw. Scheinmutterschaft sehr wohl voneinender unterscheiden..

Zwischen den beiden liegt (wenn auch nur imaginär) die Geburt.

 

der Artikel, den @gebemeinensenfdazu verlinkt hat

vor 13 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

https://www.wuff.eu/wp/die-intakte-huendin-das-unbekannte-wesen/

Da es unterschiedliche hormonelle Phasen sind unterscheidet sich auch das Verhalten meistens

 

spricht auch explizit von den beiden Phasen. Sinngemäß heisst es dort, dass die Hündinnen in der Scheinträchtigkeit ruhiger und weniger konfliktbereit reagieren, sich quasi schonen. In der Scheinmutterschaft werden sie wieder aktiver und zeigen Aktionen der Brutpflege. Wie z.B. das Anlegen einer "Wurfkuhle".

Das macht Enya übrigens auch, wenn sie dazu Gelegenheit findet.

Des weiteren reagiert sie in dieser Zeit ( so wie auch im Proöstrus) sehr gereizt auf Geschlechtsgenossinnen.

In der Scheinträchtigkeit betrachtet sie diese durch eine mildere Brille.

So ähnlich beschreibt @Juline ihre verstorbenen Hündin ja auch.

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vor 4 Stunden schrieb Renegade:

 

Das verwirrt mich jetzt.

Ich bin immer davon ausgegangen, dass sich die Phasen Scheinträchtigkeit bzw. Scheinmutterschaft sehr wohl voneinender unterscheiden..

Zwischen den beiden liegt (wenn auch nur imaginär) die Geburt.

 

Meines Wissens wird es meist falsch bezeichnet. Das was die gemeinhin als "Scheinträchtigkeit" bezeichnet wird ist tatsächlich die Scheingeburt (Höhle graben, zurückziehen) und Scheinmutterschaft (Brutpflegeverhalten, Milchfluss).

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vor 41 Minuten schrieb Selkie:

 

Meines Wissens wird es meist falsch bezeichnet. Das was die gemeinhin als "Scheinträchtigkeit" bezeichnet wird ist tatsächlich die Scheingeburt (Höhle graben, zurückziehen) und Scheinmutterschaft (Brutpflegeverhalten, Milchfluss).

:???

Sophie Strodtbeck schreibt im weiter oben verlinkten Artikel von "der Phase der Scheinmutterschaft, die sich an die Phase der Scheinträchtigkeit anschliesst.

Der Phase also, in der die imaginären Welpen bereits da sind."

Die Phase der Scheinträchtigkeit dauert genauso lang wie eine tatsächliche Trächtigkeit, ca. 2 Monate.

Was danach kommt ist die Scheinmutterschaft.

Es werden in beiden Phasen auch unterschiedliche Hormone ausgeschüttet, die wiederum auch unterschiedliche Verhaltensweisen bewirken.

So habe ich das zumindest verstanden.

 

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vor 13 Minuten schrieb Renegade:

Die Phase der Scheinträchtigkeit dauert genauso lang wie eine tatsächliche Trächtigkeit, ca. 2 Monate

 

Oft etwas verkürzt, so habe ich es gelesen und tatsächlich dauerte die Scheinschwangerschaft bei Tschuli so um die 50 Tage. Dann Scheingeburt (Unruhe, Rastlosigkeit, Verstecke suchen) und dann war mein Hund binnen eines Tages wie ausgewechselt. Vom verpennten Schaf zum zähnefletschenden Muttertier mutiert, sozusagen.

Das war schon beeindruckend, dafür dass da gar keine Welpen waren.

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