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Hundeforum Der Hund
Renegade

Die Rüdin - Wer hat Erfahrungen?

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Unser gefleckter Wirbelwind Enya ist eine Rüdin.

Und zwar reinsten Wassers.

Schon als Welpe und Junghund fiel sie durch ihre nahezu unbeirrbare Rüpelhaftigkeit auf.

Sie hebt beim Pinkeln das Bein, scharrt hinterher wie verrückt, sie leckt Urinspuren vom Gras ab und "kaut" sie unter vernehmlichen  Klappern genüsslich durch.

Sie ist territorial und mit den allermeisten Artgenossen nicht verträglich. Die Hunde, die sich das gefallen lassen, werden unverzüglich besprungen und berammelt.

In der Läufigkeit benimmt sie sich wie eine Hündin und zeigt das phasentypische Verhaltensrepertoire.

Danach startet sie wieder durch. Wie oben beschrieben.

 

Kommt euch das bekannt vor? Habt ihr Erfahrung mit dem geschilderten Verhalten? Wisst ihr von weiteren "Rüdinnentypischen" Verhaltensweisen?

Wie geht ihr mit den Verhaltensweisen um?

Ich würde mich über ein Feedback sehr freuen!

 

 

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Vielleicht, ich mag den Begriff nicht. Bis auf die Artgenossenunverträglichkeit scheinen sie sich in den genannten Verhaltensweisen ähnlich, wobei ich Hündinnen eigentlich bisher immer territorialer als Rüden erlebt habe und beim Dobermann auch wohl generell so gilt, dass die Hündinnen die besseren Wächterinnen sind.

Meine mag Hündinnen und kastrierte Rüden spontan meist lieber, bei kleinen hat sie keine Voreingenommenheiten, bei großen ist es Vorsicht, weil die stärker sein könnten. Kennt sie die näher ist es kein Problem. Sie wurde auch schon von intakten Rüden angegriffen, aber auch Hündinnen, daran kann man es nicht genau festmachen. Aber sie hat eine tiefere Stimme und ist sehr gut bemuskelt und ist inspiriert von Läufigkeitsgeruch, bleibt aber höflich und entscheidet grundsätzlich nach Sympathie, ob sie in Kontakt treten mag.

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Meine vorige Hündin musste wie ein Rüde alles Mögliche und Unmögliche markieren.

Sie war auch nicht mit anderen Hunden verträglich, aber das lag an ihrer Geschichte. Sie war eh ein durch und durch gestörter Hund.

 

Ansonsten denke ich, dass es einfach Persönlichkeitsmerkmale sind, die du bei Enya feststellst. 

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Meine Motte war eine Rüdin und dazu noch ein kleiner Hooligan.

 

Das Rüdinnenverhalten hat mich nicht weiter gestört. Sie durfte (an passenden Orten) markieren bis die Blase ächzt, sie durfte scharren bis die Ballen qualmen, sie durfte "Urin-Parties" mit anderen Hunden feiern, bis die gemeinsam erzeugte Pfütze als Badesee durchging ...

 

Was sie nicht durfte, war: sich prügeln. Zu ihrem großen Leidwesen, denn als waschechter Hooligan war sie der Überzeugung, dass gepflegte Kneipenschlägereien einfach dazugehören. Situationen, die diesbezüglich heikel sind, habe ich weitgehend gemieden, insbesonderen habe ich zufällige Begegnungen mit nicht oder nur wenig bekannten Hunden nur selten zugelassen und dann sehr eng gemanaged. Aber da bin ich nicht mal sicher, ob das mit "Rüdin" zusammenhängt. Genauso wie die sehr selektive Verträglichkeit - das können auch unrüdige Hündinnen sehr gut. Was aber ziemlich wahrscheinlich mit dem Rüdinnen-Sein zusammenhing: Wenn ihre Lieblingsfeindin läufig war, mutierte besagte Feindin zur Freundin.

 

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@Selkie  Hooligan?

Bingo! :D

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Meine Momo ist so eine.... markiert (öfter als mein Rüde markiert hat), hebt das Bein beim pinkeln, scharrt, manchmal schnuppert sie nur und scharrt, sie klappert und schleckt Markierstellen wie mein Rüde, sie schreckt vor keinem Streit zurück, baut sich groß vor anderen Hunden auf....allerdings hat sie noch nie einen anderen Hunde besprungen oder berammelt und die Verträglichkeit entscheidet die Sympathie. 

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Ich habe mir den Begriff  "die Rüdin" nicht so einfach geschnitzt.

Als wir neulich über den Zyklus der Hündin inkl. Scheinträchtigkeit etc. sprachen, nahm ich dazu seit langer Zeit mal wieder dieses Buch zur Hand

https://www.amazon.de/Kastration-Verhalten-beim-Hund-Gansloßer/dp/3275018205/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&dchild=1&keywords=Strodtbeck+Gansloßer&qid=1590769716&s=books&sr=1-1

und stiess auf ein paar Zeilen zu diesem Thema.

Dort werden Hündinnen mit hohem Testosteron Spiegel u.a.so beschrieben "ganzjähriges rüpelhaftes Verhalten (...) wahllos gegen andere Hunde unterschiedlichen Alters- und Geschlechtsklassen (...) mit meist deutlich männlicherem Patroullierverhalten, aktiver in der Revierverteidigung".

Beinchen heben, Scharren etc. werden auch erwähnt.

UND - ganz wichtig - dass solche Hündinnen keinesfalls kastriert werden dürften, weil dann das Östrogen fehlt und sich das rüpelhafte Verhalten verschlimmern würde.

 

Noch ein Artikel zu diesem Thema (viel habe ich leider eh nicht gefunden :() - hier: https://bestehunde.de/ruedin.html

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Vielleicht gibt es bei Hunden auch Zwitter?

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Das wohl auch, bezüglich der körperlichen Merkmale.

Hierbei (zumindest bei Enya) und soweit ich das Gelesene verstanden habe, dreht es sich um die Verteilung von Östrogen und Testosteron.

Und das daraus resultierende Verhalten.

Es wird davon ausgegangen, dass Hündinnen, die in der Gebärmutter zwischen Rüden lagen, mehr männliche Hormone abbekommen KÖNNEN.

Eine Regelhaftigkeit wird nicht benannt.

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Oft wird ein rüdenhaftes Verhalten Hündinnen zugeschrieben, die aus Würfen mit einer starken Überzahl an Rüden stammen und entsprechend im Mutterleib hormonell beeinflusst wurden.

 

Meine Hündin markiert auch sehr intensiv und lässt sich mit anderen Hunden nicht die Butter vom Brot nehmen (wirklich nie). Aber das bedeutet nicht, dass sie unverträglich ist. Sie möchte einfach unhöfliche Hunde maßregeln. Anfangs war ihre Zündschnur da wirklich kurz und ihre Reaktionen heftig, daran haben wir lange hart gearbeitet, ich habe besseres Verhalten intensiv gefördert und siehe da - heute ist sie da deutlich nachsichtiger und mir gefällt ihr Umgang mit anderen Hunden. Nur wenn ihr einer wirklich blöd kommt sorgt sie halt dafür, dass sie besser aus der Sache rausgeht (wobei ich es normalerweise nie dazu kommen lasse).

 

Ich finde sie toll, wie sie ist🤷‍♀️

 

Sie sieht übrigens auch nicht wie eine Hündin aus, der TA meinte schon, sie hat einen "Rüdenkopf". 

 

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