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Hundeforum Der Hund
maltis

Welpe als Zweithund

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Hallo!

Wir haben seit seit 3 Tagen einen 9 Wochen alten weiblichen Malteserwelpen (Nala) bei uns aufgenommen. Der Welpe wurde mit seinen Geschwistern in einem Tierheim aufgezogen, weil die Mutter verstorben ist. 

Zudem haben wir eine 5jährige Malteser Dame (Mimi), die seit dem Welpenalter unser Familienmitglied ist. Mimi ist der sanftmütigste Hund, den ich kenne und hört aufs Wort. Beim Spielen mit anderen Hunden zeigt sie ein sehr soziales Verhalten und sie ist dabei weder stark unterwürfig noch zu dominant. Sehr ausgeglichen also.

Kennengelernt haben sich die beiden auf "neutralem Terrain". Dann in unseren Garten und anschließend im Haus. Mimi ist sehr zurückhaltend mit dem Welpen und ignoriert sie teilweise. Nala ist natürlich sehr verspielt und ärgert Mimi natürlich immer wieder- primär draußen im Garten. Sie jagen sich dann gegenseitig, wobei es meistens vom Welpen ausgeht. Mimi unterwirft den Welpen dann immer, legt sie auf den Rücken und geht ihr an die Kehle. Nicht sehr grob, aber so, dass es die kleine versteht, dass Mimi das nicht möchte. Ist das normal? Ich kenne es beim Spielen mit anderen Hunden von Mimi, dass jeder mal der unterlegene ist...

Das Nächste ist, dass Mimi niemals auf das Hundebett oder die Hundehöhle von Nala geht, aber Nala ständig in Mimis Höhle geht und ihr den Platz wegnimmt oder Mimi vertreibt. Mimi lagert in ihrer Höhle ihre Knochen und Nala klaut sie dann. Mimi lässt dieses Verhalten einfach zu. Wir versuchen zu verhindern, dass der Welpe so dominant ist uns in die Höhle geht, aber ist es ok, wenn der Mensch sich da einmischt? Mimi lässt sich sogar den Knochen während des Kauens wegnehmen, wenn sie kurz eine Kaupause macht. Mimi lässt sich diesbezüglich fast alles gefallen und zeigt Nala keine Grenzen beim Spielzeug oder Kochen etc.. Ich mache mit Sorgen, dass Mimi, weil sie so sanft ist und Streit aus dem Weg geht, vollkommen eingeschüchtert wird und der Welpe sie dominiert. 

Das einzige, wo Mimi sehr konsequent ist und Nala maßregelt ist, wenn Nala Mimi anspringt und sie zwickt.

Bald kommt unsere Hundetrainerin zu uns, aber ich hätte gerne schon mal vorab ein paar Tipps!

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Halli Hallo,

 

es ist immer schwer, von außen und als Fremder etwas dazu zu sagen. 

 

Bei uns lebt seit Dezemper 2019 ein junger Hund. Zudem gehört eine 7-jährige Hündin zu uns. Die Hündin ist kein bisschen dominant, sondern ließ sich eher zu viel gefallen.

 

Wir haben es anfangs so geregelt, dass der Junghund nicht in die Körbe der Hündin durfte. Nach einer Weile konnten wir beobachten, dass unsere Hündin dem Junghund die Meinung geigen konnte, wenn es nötig war. Also haben wir uns in die Korb-Geschichte nicht mehr eingemischt (er hat allerdings dann wieder ein Korb-Tabu bekommen, weil er noch ein Nagetier ist und sämtlichen Stoff zerkaut. Solange er das macht, darf er seine eigenen Körbe klein nagen, aber nicht die der Hündin - Punkt).

 

Knochen und anderes Kauzeugs lassen wir gar nicht rumliegen. Wenn sie ein Kauzeug bekommen, gehen sie damit in ihre Körbe, fressen es dort auf. Wenn Reste liegen bleiben, räume ich sie weg. Bei unseren Hunden glaube ich zwar nicht, dass es dadurch zum Streit käme, aber man weiß ja nie. Futter ist immer reizvoll und eine wertvolle Ressource. 

 

Auch Emma überlässt dem Junghund Spielzeug. Sie hat ihm sogar ihren absoluten Lieblingsball überlassen. Wenn sie es aber unbedingt haben möchte, nimmt sie sich das Spielzeug und knurrt den Junghund an, wenn er es ihr abnehmen will. 

 

Also, grundsätzlich stellen wir Menschen die Regeln auf und beobachten den Ersthund und den Neuling. Und je nachdem wie das abläuft, mischen wir uns nicht mehr ein oder nur noch dann, wenn es notwendig ist. 

 

Wir hatten aber auch schon den Fall, dass wir eine junge Hündin aufnahmen und sie hatte unsere ältere Hündin ziemlich untergebuttert. Gegen sie kam unsere ältere Hündin nicht an. 

 

Weil euer Zweithund erst drei Tage bei euch ist, würde ich erstmal Regeln aufstellen und zwar pro Ersthündin. Und dann gut beobachten und entsprechend lockern oder halt nicht lockern. 

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Bei uns war es mit neuen Welpen so, dass die ältere Hündin immer klar gemacht hat, dass ihr alles gehört. Eindeutig, aber gegen den jungen Hund nicht agressiv. Dann ist sie aber auch gleich danach gegangen oder hat auch nur weggeschaut und damit war klar, dass der junge Hund sich bedienen konnte.

Generell - jetzt habe ich drei Hunde - hat damals und heute nicht funktioniert, dass Kauzeug länger rumliegt. Irgendwann fängt dann einer an, es als seins zu verteidigen und dann ist der Streit nicht mehr weit. Man ist ja nicht immer im Raum.

Also - ich würde nichts mehr rumliegen lassen. Nur Sachen geben, die dann gleich weg sind. Das sind bei uns Kekse und getrockneter Pansen.

Ich würde jetzt, evtl. aber auch später, in vielen Dingen der Althündin deutlich den Vorzug geben. Den Welpen auch mal ignorieren.

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Danke für die Antworten. Die Tipps mit dem Kauzeugs klingen sehr einleuchtend und werden nun beherzigt. Auch beim Körbchen werden wir nun besser aufpassen.

 

Ich habe generell nur Angst, dass der Ersthund untergebuttert wird, weil ihr einfach vieles wurscht ist und die die Kleine sich dadurch bei fast allem durchsetzen kann. Was sehr schade wäre für Mimi, da sie ja bis jetzt immer die Nummer eins war. Klingt blöd, aber ich will ihre Gefühle nicht verletzen.

Nur im Garten zeigt Mimi ihr, wer der Boss ist. 😏

 

Allerdings finde ich die Situation komisch, dass wenn beide Hunde etwas zum Kauen bekommen, der Welpe seins liegen lässt und das von Mimi will. Es ist dann schon öfters vorgekommen, dass Mimi dann weggeht und den Kochen liegen lässt für den Welpen. Und wenn ich dem Welpen Mimis Knochen dann wegnehme und Mimi zurückgeben fängt das Spiel von vorne an. Sollte ich mich zurückhalten oder mich für Mimi weiter einsetzen und dem Welpen klar machen, dass er das nich machen darf? Ich will mir ja auch nicht mein Essen vom Teller wegnehmen lassen🤷‍♀️

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Du siehst es zu sehr von der menschlichen Seite. Und betrachtest das Verhalten der Hunde wie man auf menschliche Geschwister blicken würde. Jeder hat seinen Platz, keiner soll bevorzugt werden, keiner untergebuttert.

Wenn du aber es siehst wie das Verhalten eines Erwachsenen mit einem Baby - deine Hündin ist ein erwachsener Hund - da geht es nicht um Gleichheit. Da werden mal Grenzen gesetzt und mal ist man zum Kleinen großzügig.

 

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vor 35 Minuten schrieb maltis:

Allerdings finde ich die Situation komisch, dass wenn beide Hunde etwas zum Kauen bekommen, der Welpe seins liegen lässt und das von Mimi will. Es ist dann schon öfters vorgekommen, dass Mimi dann weggeht und den Kochen liegen lässt für den Welpen. Und wenn ich dem Welpen Mimis Knochen dann wegnehme und Mimi zurückgeben fängt das Spiel von vorne an. Sollte ich mich zurückhalten oder mich für Mimi weiter einsetzen und dem Welpen klar machen, dass er das nich machen darf? Ich will mir ja auch nicht mein Essen vom Teller wegnehmen lassen🤷‍♀️

 

Das sehe ich anders als @gatil. In dem Fall würde ich dafür sorgen, dass jeder seinen Knochen nagt.

Es ist aber nicht unnormal, dass der Welpe die Sachen von anderen Hunden spannender findet als das, was er hat. Also, generell können das auch erwachsene Hunde :D Es muss DER eine Stock, Ball etc. sein und kein anderer.

 

Also, bei uns lief und läuft es so: Die Hunde bekommen Futter, Knochen oder sonst was und jeder hat seinen Fress-Platz. Und da können sie ganz in Ruhe essen oder knabbern - und der andere Hund hat jeweils nix auf dem Platz zu suchen.

 

Will einer von beiden das Knabberzeugs nicht fressen, nehme ich es weg und lasse es nicht liegen. 

 

Warum ich das so mache? Meine ältere Hündin ist wie gesagt kein bisschen dominant und eine gaaanz gemütliche Esserin. Würde der Junghund ihr ständig versuchen, Knochen und Co abzunehmen, würde sie sich zurückziehen - obwohl sie gerne das Knabberzeugs knabbern würde.

Also musste der Junghund vom ersten Tag an lernen, dass er nichts am Futter der Hündin zu suchen hat. Wir haben ihm direkt beigebracht, dass er sein Knabberzeugs in seinem Korb frisst.

 

Und das läuft hier prima und ganz unproblematisch. Sie tragen beide ihr Knabberzeugs in ihre Körbe und fressen da ganz in Ruhe.

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Ich seh das wie gatil, das regeln die beiden doch gut untereinander. Wenn die Hündin der Kleinen freiwillig ihren Knochen überläßt muß man sich nicht Einmischen, ist ja ihre Entscheidung, niemand hat sie dazu gezwungen. 

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Nichtsdestotrotz würde ich es hier bei mir in so einem Falle auch nicht dulden, dass der ältere Hund dann immer ohne Kauzeug da sitzt. Ich würde schon versuchen, es sie untereinander regeln zu lassen, wie beschrieben, wenn es eine Großzügigkeit von der älteren gegenüber dem Welpen ist. Ist es dies nicht, würde ich versuchen, der Älteren den Rücken zu stärken und, wenn nötig, den jüngeren einschränken.

Das gilt es abzuwägen.

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vor 15 Minuten schrieb gatil:

Das gilt es abzuwägen.

 

Ja, da stimme ich zu. Es liegt halt immer an den Hunden - und am Ersthund. Charakter etc. 

 

vor 2 Stunden schrieb Zurimor:

Ich seh das wie gatil, das regeln die beiden doch gut untereinander. Wenn die Hündin der Kleinen freiwillig ihren Knochen überläßt muß man sich nicht Einmischen, ist ja ihre Entscheidung, niemand hat sie dazu gezwungen. 

 

Das kommt auf den Hund an. Es wäre auch Emmas Entscheidung, aber sie ist halt ein Hund, der sich schnell in die Ecke drängen lässt und sich komplett zurückzieht. Als Lili bei uns war, blieb von Emma kaum noch was übrig. Sie hockte fast den ganzen Tag in einer Ecke.

 

Jetzt mit George ist es anders. George ist ähnlich wie Emma kein bisschen dominant und eher vorsichtig im Umgang mit Hunden (auch mit Menschen). Emma braucht bei ihm keinen Gewaltakt an den Tag zu legen. Es reicht, wenn sie leise und ganz kurz knurrt. Dann lässt er sie in Ruhe. Bei den Beiden müssen wir uns so gut wie nie einmischen. 

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vor einer Stunde schrieb KleinEmma:

Als Lili bei uns war, blieb von Emma kaum noch was übrig. Sie hockte fast den ganzen Tag in einer Ecke.

 

Jetzt mit George ist es anders

Was ist mit Lili passiert, wenn ich fragen darf? Ist sie nicht mehr bei euch?

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