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Hundeforum Der Hund
Asisina

Urvertrauen-das Band zwischen Mensch und Hund

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Wie @Freefallingschon ansprach gibt es halt eine Menge selbstbelohnender Motivationen, in denen der Hund so richtig ausleben kann, was er gut kann und maximale Selbstwirksamkeit erfährt UND es gibt noch die Umwelt darum, die dem Hund gefährlich werden kann, ausgelegte Gifte, Autos/Bahnen, Anzeige erstattetende Leute, Naturschutz... und das gerät bei den Hunden je nach selbstbelohnender Motivation häufig in Konflikt.Die haben ganz großes Vertrauen!

Die kommen auf jeden fall zurück!

Nur auf dem Weg fressen sie den Covid19-Haufen, den Giftköder, hetzen einmal das Reh (ohne es zu verletzen, ist ja nur Spaß) über die Straße und scheuchen den auffälligen und ängstlich aggressiven Menschen da drüben , der sich  auf dich zubewegt ...

Gäbe es ein paar Auflagen, Menschen, Straßen oder auch andere Hunde nicht, könnten sie sich noch viel freier bewegen. Und das vertrauen ist wirklich groß.

Bei meinem Hund bin ich völlig sicher, dass sie nicht zur Gewalttätigkeit neigt. Aber sie würde großen Ärger kriegen, weil sie einfach sehr unternehmungslustig und handlungsbereit ist und das ist eben bei den Typen ganz unterschiedlich.

Es gibt Hunde, die interessieren sich z.B. nicht dafür, wenn jemand sich komisch bewegt oder Angst vor Hunden hat oder herumschreit oder andere schubst.

Meine interessiert das. Und klar kann man Toleranzen durch Erfahrungen und Gewöhnung erhöhen. Aber wenn ich nichts kommunizieren würde, würde sie diese Person anhalten und von mir abchecken lassen- allein weil es sie interessiert und weil sie es kann und bweil es doch einen Grund geben muss, dass die sich so anders verhalten.. Und man macht doch allgemein gerne , was man gut kann.

 

Andere Hunde interessiert das gar nicht. Mit anderen Hundehaltern draußen im feld wäre übrigens überhaupt gar kein Problem, da kann ich sie auch viel machen lassen.- aber sicher nicht in sehr belebten Gebieten und auch sicher nicht, wenn es da Katzen gibt, auch wenn ich sehr sicher bin, dass sie sie nicht umbringen wuerde.

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Viele Hunde möchten gar nicht nur machen was sie wollen. Sie möchten etwas mit ihrem Menschen gemeinsam machen. Das können Spielereien sein, aber auch neue Wege erkunden.

Wanti steht zum Beispiel immer wieder am Zaun und schaut fasziniert in den Nachbargarten. Komme ich hinzu, ist sie wirklich begeistert, dass ich mich für das Selbe interessiere wie sie. Als ich gestern mit meinen Hunden einen neuen Weg gegangen bin und mit ihnen einen Hang hoch kraxeln musste, fanden sie das toll. Wir haben den Weg gemeinsam erkundet. Da hat einer auf den anderen gewartet und geachtet.

Wanti läuft fast immer frei. Ausnahmen sind Stadtgebiete, Strassen und Wege auf denen es von Radfahrern wimmelt. Da ist mir Sicherheit wichtiger als Vertrauen.

Lupus habe ich inzwischen häufiger mal an der Leine. Er höhrt sehr schlecht und würde deshalb auch weder Fahrrad oder andere Gefahren bemerken. Und abrufen kann ich ihn auch nur mit Blickkontakt.

Vertrauen habe ich bei Wild. Sie jagen nicht (Ich mach ja nicht mit).
Ich habe auch keine Sorge, dass sie weglaufen. Ich vertraue Lupus, dass er Kindern nie etwas tun würde (trotzdem ist er mit ihnen nie allein - eher zu seinem Schutz).

Wanti hat Angst vor lauten Knallern. Hört sie diese, hält sie sich dicht bei mir. Steckt ihr etwas in der Pfote, schaut sie mich an und hält die Pfote hoch bis ich das böse Etwas entfernt habe. Lupus hat sich früher öfter den kleinen Zeh ausgerenkt. Seher schmerzhaft. Jammernd kam er auf 3 Beinen zu mir gehopst und ließ mich ihn wieder einrenken - obwohl auch das wirklich schmerzhaft war. Er geht brav mit mir zum Tierarzt, obwohl er wirklich Angst vor ihm hat.

Meiner Meinung nach hat Vertrauen viel mit Bindung zu tun, und damit wie gut man einander kennt.

 

 

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vor 22 Minuten schrieb Renegade:

Du wiederholst, worauf du schon eine Antwort erhalten hast. Du solltest lesen, was ich schreibe.

Hab ich.

 

vor 22 Minuten schrieb Renegade:

Vertrauen worin? Ganz sicher nicht zu der Person, die einen Zugang zu ihm sucht.

Doch, sicher. Wenn der Hund grad lieber jagen geht als auf mich zu hören, hat das doch nichts mit mangelndem Urvertrauen zu tun. Oder hat ein Kind, das lieber dem Schmetterling hinterher rennt als auf seine Eltern zu hören kein Vertrauen in seine Eltern?

 

vor 22 Minuten schrieb Renegade:

s.o. ich schrieb von konstruktiver und gewaltfreier Erziehung. Da ist nix mit Gehorsam aus Angst.

Es ist ein Beispiel, warum Urvertrauen nichts damit zu tun hat, ob ein Hund gut hört oder nicht. Scheint aber nicht bei dir angekommen zu sein. Ich erinnere, worauf sich mein Zitat bezog: 

Selma, lief zu 90% ohne Leine, brauchten nicht viel Worte zur Kommunikation, da war Urvertrauen.

Enya hat anderes im Kopf, hat deutlich ein "Wer bist du denn?" auf der Stirn stehen, hört nicht, würd ich nur eingeschränkt Urvertrauen nennen wollen. 

Da läuft in deiner Argumentation einfach was durcheinander.

 

vor 22 Minuten schrieb Renegade:

Es ist ja klar, dass du wieder auf dein sattsam bekanntes Credo hinauswillst: "Erziehung wird überbewertet" oder so ähnlich.

Bei einem Hund, der macht "was er will" ist es eigentlich völlig irrelevant, wieviel (Ur)vertrauen er hat.

Weil so ein Hund nämlich keine Führung beansprucht oder einfach keine bekommt.

Nö, wie kommste darauf? Übrigens reicht es langsam, mir ständig falsche Zitate unterzuschieben. Ich schrieb mal "klassisches Training ist überbewertet", schrieb auch noch meine Definition, was ich unter "klassischem Training" verstehe. Es gibt genügend Situationen im Alltag um zu lernen. Hab ich mittlerweile auch bestimmt ein halbes Dutzend mal klargestellt, also reicht's jetzt auch mal.

Aber mir ist klar, warum das kommt, mit einem pauschalen "dem liegt eh nichts an Erziehung" kann man jemanden prima diskreditieren und damit auch seine Meinung als irrelevant hinstellen, die Strategie ist auch aus der Politik gut bekannt.

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Ich glaube nicht das man Vertrauen daran messen kann, wie eigenständig oder sozial  der Hund agieren kann

 

Ich habe ziemliches Vertrauen darin, dass Jaro tagsüber in normalen Situationen keinen Menschen angreifen würde. Trotzdem kommt er gerade bei optisch fremdländisch aussehenden Menschen an die Leine. Warum? Weil mein Hund Afrikaner aber auch Chinesen und Frauen in Vollverschleierung "komisch" findet. Und zwar so komisch, dass er sie zumindest anbellt. Find ich persönlich ziemlich doof. Das Gegenüber zumeist auch. Und da ich obwohl ich meinem Hund eigentlich grundsätzlich vertraue, nicht weiß ob die Situation nicht aufgrund der Reaktion des angebellten eskaliert, sichere ich ihn lieber. 

 

Selbiges wenn wir andere Hunde treffen. Jaro liebt Weibchen, aber bei vielen Hunden hört der Spaß auf. Da verwandelt sich der Hund in eine Flaschenbürste. Ich glaube nicht dass das was mit fehlendem Vertrauen zu mir zu tun hat. Sondern eher mit Testosteronüberschuß, "eigenem" Revier und wenig Weibchen. 

 

Vertrauen zeigt sich meiner Meinung nach eher in unbekannten Situationen. 

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vor 21 Minuten schrieb Zurimor:

Selma, lief zu 90% ohne Leine, brauchten nicht viel Worte zur Kommunikation, da war Urvertrauen.

Enya hat anderes im Kopf, hat deutlich ein "Wer bist du denn?" auf der Stirn stehen, hört nicht, würd ich nur eingeschränkt Urvertrauen nennen wollen. 

Da läuft in deiner Argumentation einfach was durcheinander.

 

Wir müssen ja nicht einer Meinung sein, können uns gerne auseinandersetzen...

....aber nicht, wenn du nicht korrekt zitierst.

Dafür gibt es hier eine prima Extrafunktion - warum bemühst du die denn nicht?

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@Renegade Das war kein Zitat, das war eine kurze Zusammenfassung. Erkennbar daran, daß da weder "Zitat" vor steht noch Gänsefüßchen. Wörtlich hab ich deinen Text oben bereits zitiert. Einmal reicht, oder?

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vor 1 Minute schrieb Zurimor:

@Renegade Das war kein Zitat, das war eine kurze Zusammenfassung.

 

Tja... leider aber stark verkürzend und damit sinnentstellend....

So brauchen wir nicht weiter zu diskutieren.

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vor 7 Minuten schrieb Renegade:

 

Tja... leider aber stark verkürzend und damit sinnentstellend....

So brauchen wir nicht weiter zu diskutieren.

 

Dein Zitat steht wortwörtlich weiter oben. Hab ich in meinem letzten Post schon geschrieben.

Ich hab erst wortwörtlich zitiert, dann nochmal kurz (und nicht wirklich sinnentstellend) zusammengefaßt, an dem Vorgehen gibt es wirklich nichts zu kritisieren.

Ich hab den Eindruck, du diskutierst grad nur um des Diskutierens willen und um gegen mich zu "gewinnen". Hab aber auch langsam keine Lust mehr.

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vor 33 Minuten schrieb Asisina:

Ist ja eher ein anderes Thema, oder auch nicht. Wenn du es nicht weißt, es noch nie gemacht hast, dass Vertrauen nicht aufbringst, wie willst du es wissen? 

 

Klar kann das sein, aber ein Versuch wäre es doch wert. Auf einem Gebiet, wo nichts passieren kann, mit Hunden, die zurück kommen, wo ist das Problem.

 

ich habe es zwei mal probiert, einmal gepant und wirklich mit dem Glauben dass das jetzt möglich sei, und einmal unfreiwillig: ;) 

 

Das erste mal war sie erst gut 3,5 Monate alt, gemeinsam mit dem Beagle (der zuverlässig in meiner Nähe blieb!) auf einer großem Hundewiese.

Sie verschwand ziemlich sofort und lautstark in der Prärie! Tauchte nach etwas 15 min wieder in der nähe unseres Autos auf und wurde von netten Passanten gesichert bis wir kamen. 

Dass so etwas in diesem zarten Alter überhaupt schon möglich ist, wusste ich bis dato auch nicht ... 

 

Das zweite mal mit ca einem Jahr - war unfreiwillig, weil sie aus dem Geschirr witschte: etwa eine Stunde später und etliche Kilometer weiter (Straßen und Bahnlinie inclusive) war sie müde und lief am Ortsrand in einen offenen Garten zu fremden Leuten auf die Terrasse um Pause zu machen. Die riefen mich dann an und sicherten das Tierchen bis ich kam ...

 

Auf eingezäunter Hundewiese kann ich sie laufen lassen, sie kommt auch wenn ich rufe ...

im Übrigen läuft sie super am Fahrrad und so kann ich auch ihrem Laufbedürfnis Rechnung tragen. Also lebe ich (vorerst) damit ...

 

 

Klar ist das noch mal ein anderes Thema,

aber wenn ich wenn ich das Wort "ableinen können" in Kombination mit "Vertrauen" oder "Bindung" höre,

kann ich mir den Hinweis auf die unterschiedliche Genetik nicht verkneifen ... 😉 

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vor 44 Minuten schrieb Zurimor:

Ein Raubtier, das nicht jagt. Merkste was?


Ein Raubtier, dass es sich in Herrchens Bett bequem macht, sich einen Ast freut, wenn jemand sein Bauchi krault und sein Futter maulgerecht im Napf serviert bekommt. Merkst’e was?

Ich finde es negativ, einen Hund nur auf diese eine Eigenschaft zu reduzieren. 
 

Abgesehen davon heißt „nicht jagen“, so wie es sich viele HuHa wünschen, doch nicht, dass der Hund seines Raubtierwesens komplett beraubt wurde. Der nicht jagende Hütehund verdankt dem doch ebenso seine Qualitäten wie der Wachhund, der Trüffelsuchhund, der Rettungshund, ...

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