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Hundeforum Der Hund
Asisina

Urvertrauen-das Band zwischen Mensch und Hund

Empfohlene Beiträge

Wenn es erarbeitet werden muss, ist es kein Urvertrauen, sondern allenfalls Vertrauen.

 

Hunde (Haustiere) lassen sich, im Gehensatz zu Wildtieren,ä (zb Wölfen) gern auf Menschen ein.

Sie geben den Menschen ein Vertrauensvorschuss, sie gehen davon aus, dass keine Gefahr droht.

 

Dieses Urvertrauen kann natürlich verspielt werden, dann braucht es einiges um wieder Vertrauen aufzubauen, und, so denke ich, dieses Verttauen geht nicht so tief wie das angeborene Urvertrauen

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Wenn ich meinem Hund gegenüber Vertrauen aufbauen möchte, ist eine ganz wichtige Voraussetzung dafür, dass ich eine Situation einschätzen und im Notfall blitzartig (und gewaltlos) beenden kann, wenn etwas aus dem Ruder läuft.

Jedesmal, wenn eine Situation gut verläuft, steigert das mein Vertrauen in den Hund.

Und mein Hund hat ein Erfolgserlebnis, was wiederum wichtig ist für sein Vertrauen in mich.

 

Das ist ein Idealziel. Rückschläge müssen natürlich eingeplant und kompensiert werden können.

 

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vor einer Stunde schrieb Renegade:

Wenn ich meinem Hund gegenüber Vertrauen aufbauen möchte, ist eine ganz wichtige Voraussetzung dafür, dass ich eine Situation einschätzen und im Notfall blitzartig (und gewaltlos) beenden kann, wenn etwas aus dem Ruder läuft.

Jedesmal, wenn eine Situation gut verläuft, steigert das mein Vertrauen in den Hund.

Und mein Hund hat ein Erfolgserlebnis, was wiederum wichtig ist für sein Vertrauen in mich.

 

Das ist ein Idealziel. Rückschläge müssen natürlich eingeplant und kompensiert werden können.

 

 

Da hast du recht. Wir hatten ja diese Beißattacke mit Emma. Dabei war sie angeleint und seitdem ist sie an der Leine eine sogenannte Pöblerin. Das Wort kann ich überhaupt nicht leiden, aber mit diesem Begriff wisst ihr, wie sie an der Leine vielen (nicht allen) Hunden begegnet. 

Anfangs, nach diesem Vorfall, ist sie vor allen Hunden abgehauen. Das hat eine Weile gedauert, bis es sich wandelte und sie zu mir kam, wenn bestimmte Hundetypen auf der Bildfläche erschienen. Mittlerweile ist es ohne Leine gar kein Problem mehr. Da vertraut sie mir. 

 

Manches sitzt bei Hunden aber so tief, dass bei bestimmten Sachen das Vertrauen nicht komplett vorhanden ist. Wir hatten das mit Lucky, der anfangs große Panik vor Stöcken jeglicher Art hatte. Sobald wir etwas Stock ähnliches in der Hand hielten, warf er sich schreiend auf den Boden. 

Die Panik verwandelte sich im Laufe der Zeit zu Vorsicht. Mehr war nicht drin. Mein Mann angelte oft. Wir haben Lucky an der Angelrute schnüffeln lassen und ihm gezeigt, dass damit nichts passiert, jedenfalls nicht, wenn wir die Angel in der Hand halten.

Aber, sobald mein Mann die Angel in die Hand nahm, verkroch Lucky sich. 

Ich bin eine Zeit lang mit zum Angeln gefahren und habe mich mit unseren beiden Hunden daneben gesetzt. Lucky blieb entspannt bei mir liegen, aber zur Angel hin wäre er nie gegangen.

 

Dennoch hatte er großes Vertrauen zu uns, obwohl er diese Vorsicht bzgl. Stöcken behielt und obwohl er ein eigenständiger Hund war. Er schlief ja auch draußen, weil er es so wollte. Aber, wenn zum Beispiel Hilfe gebraucht wurde, kam er zu uns.

 

So war es eines Nachts. Lucky bellte seinen Ruf: "Kommt ihr mal raus, da ist etwas Unheimliches!"

Wir standen auf, gingen in den Garten und sahen Lucky in der Hütte liegen. Er kam zu uns und schaute in Richtung Gartenende. Da entdeckten wir einen Fuchs, der wiederum uns beobachtete. 

Mein Mann war Luckys Held und so ging er auf den Fuchs zu und verscheuchte ihn. Danach konnte Lucky wieder beruhigt schlafen - unser toller Wachhund :D 

 

 

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Hunde lassen sich- ausgenommen die ausgesprochenen Opportunisten und die ganz arglosen- gar nicht gerne auf irgendwelche fremden Menschen ein, sie haben die Spezies nicht automatisch lieb. Die Personen müssen sich erstmal beweisen. Je früher sie die treffen und je weniger schlechte Personen sie bis dahin treffen umso leichter. Wirklich angeborenes vertrauen wird im Mutterleib und den ersten Wochen erworben, einfach weil es mit Geborgenheit assoziiert ist.

Ich finde an dem Konstrukt des "ursprünglichen" Vertrauens auch nichts romantisch- ganz im Gegenteil. Es suggeriert, dass Individuen nie tiefes vertrauen und tiefe Verbindung erwerben können, wenn ihnen dazu die Genetik fehlt. Hirnorganische Störungen ausgenommen, fällt ihnen dies bestimmt oft schwerer, aber es heisst nicht, dass sie nicht noch viel tiefere verbindung erfahren können, als manches Individuum, das von sich aus eher oberflächlich angelegt ist.

 

Für mich ist das unsinniger pathetischer und sehr unromantischer Kram, der potentiell sehr viel verwehrt.

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@gebemeinensenfdazu Meiner Meinung nach war auch nicht von "romantisch" die Rede, sondern von "romantisierend" .

Also wurden dem Urvertrauen mögliche romantische Konnotationen abgesprochen. Was auch meiner Meinung entspricht.

 

Was du mit deinem Post eigentlich mitteilen willst, verstehe ich nicht ganz. (s.u.)

Dass ein Individuum Vertrauen schon im Mutterleib anlegt, erscheint mir logisch. Im Umgang mit dem Menschen wird - so wurde das hier auch formuliert - ein gewisser Vertrauensvorschuss gegeben, inwieweit dieser bestätigt, gefördert oder enttäuscht wird, hängt von den Erfahrungen ab. So sehe ich, grob formuliert, das Thema Vertrauen.

 

Was genau meinst du damit?

vor 32 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Für mich ist das unsinniger pathetischer und sehr unromantischer Kram, der potentiell sehr viel verwehrt.

 

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Das Konstrukt des ursprünglichen genetisch verankerten vertrauens, ich würde sagen, dass man insbesondere als Mensch schlecht sagen kann, dass ein Hund aus tiefem Vertrauen auf einen fremden Menschen zugeht, für mich ist das sehr unwahrscheinlich, wenn dann scheint mir Opportunismus Arglosigkeit/Naivität , kognitive Schwäche oder Hypersozialitäthttps://www.sciencemag.org/news/2017/07/what-makes-dogs-so-friendly-study-finds-genetic-link-super-outgoing-people/William (was aber eine genetische Störung wäre) wahrscheinlicher.

Auch pränatal erworbenes Vertrauen ist erworben, dadurch, dass man es schon so lange kennt, vermittelt es Geborgenheit.

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vor 58 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Hunde lassen sich- ausgenommen die ausgesprochenen Opportunisten und die ganz arglosen- gar nicht gerne auf irgendwelche fremden Menschen ein, sie haben die Spezies nicht automatisch lieb. Die Personen müssen sich erstmal beweisen. Je früher sie die treffen und je weniger schlechte Personen sie bis dahin treffen umso leichter. Wirklich angeborenes vertrauen wird im Mutterleib und den ersten Wochen erworben, einfach weil es mit Geborgenheit assoziiert ist.

 

Genau. Mal als Beispiel der George. Die Mutter ist eine sehr zutrauliche, freundliche, fröhliche Hündin. Die Väter (die gleichzeitig Georges ältere Brüder sind) ebenso.

Diese Charaktereigenschaften kommen beim ganzen Wurf zum Tragen, ebenso beim vorigen Wurf.

 

George ist vorsichtig, aber nicht ängstlich. Er mag fremde Menschen - er mag alle Menschen...zunächst. D.h., er geht grundsätzlich freundlich, offen auf Menschen zu. Aber dann beobachtet er die Fremden und nach seinen Beobachtungen entscheidet er darüber, wie er zukünftig mit dem Fremden umgeht. Also, nimmt er Abstand oder begrüßt er sie beim nächsten Mal fröhlich? 

 

Das, was du als angeborenes Vertrauen bezeichnest, ist für mich das Urvertrauen. Und dabei spielen die Erfahrungen der Eltern und wahrscheinlich auch der vorigen Generationen eine Rolle plus die Erfahrungen des Neugeborenen in den ersten Wochen. 

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Ich bin der Meinung, dass dieses Urvertrauen eben genau der Unterschied zwischen Haus- und Wildtieren ist.

Hausziegen haben im Gegensatz zu Gämsen Urvertrauen, Hunde im Gegensatz zu Wölfen, Hauskatzen im Gegensatz zu Wildkatzen. Das hat auch nichts mit Romatik zu tun.

Diese Wildtiere kann man alle zähmen, ihr Vertrauen erwerben, vor allem wenn sie vom Menschen aufgezogen werden, aber es ist eben dann kein Urvertrauen.

Dieses ist mE eben wirklich angeboren, in langer Selektion erworben und deshalb genetisch irgendwo verankert.

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vor 12 Minuten schrieb Nebelfrei:

Ich bin der Meinung, dass dieses Urvertrauen eben genau der Unterschied zwischen Haus- und Wildtieren ist.

Hausziegen haben im Gegensatz zu Gämsen Urvertrauen, Hunde im Gegensatz zu Wölfen, Hauskatzen im Gegensatz zu Wildkatzen. Das hat auch nichts mit Romatik zu tun.

Diese Wildtiere kann man alle zähmen, ihr Vertrauen erwerben, vor allem wenn sie vom Menschen aufgezogen werden, aber es ist eben dann kein Urvertrauen.

Dieses ist mE eben wirklich angeboren, in langer Selektion erworben und deshalb genetisch irgendwo verankert.

 

Ich sehe da gar keinen Unterschied. Jedes Lebewesen hat Urvertrauen - oder auch nicht. Da sehe ich keinen Unterschied zwischen gezähmten und wilden Tieren. 

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Aber nicht in den Menschen.

Auch wenn eine Gämse bei Menschen aufwächst, hat sie  nicht das Urvertrauen, das eine gleich aufgewachsene Ziege hat 

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