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Hundeforum Der Hund
Asisina

Urvertrauen-das Band zwischen Mensch und Hund

Empfohlene Beiträge

vor 7 Minuten schrieb Nebelfrei:

Aber nicht in den Menschen.

Auch wenn eine Gämse bei Menschen aufwächst, hat sie  nicht das Urvertrauen, das eine gleich aufgewachsene Ziege hat 

 

Kommt scheinbar auf die Definition von Urvertrauen an. Für  mich bedeutet Urvertrauen: Vertrauen in die Welt, aber auch Selbstvertrauen.

 

Da könnte schon fast eine philosophische Diskussion entstehen :D Denn: Gibt es Wildtiere, die kein Urvertrauen haben? Also, Wildtiere = Keine Tiere, die engeren Kontakt zu Menschen haben.

Hängt mangelndes oder fehlendes Urvertrauen vielleicht mit dem Menschen zusammen?

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Ok, Definitionssache.

 

Ich habe es als Urvertrauen des Tieres in den Menschen verstanden

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vor einer Stunde schrieb gebemeinensenfdazu:

Das Konstrukt des ursprünglichen genetisch verankerten vertrauens, ich würde sagen, dass man insbesondere als Mensch schlecht sagen kann, dass ein Hund aus tiefem Vertrauen auf einen fremden Menschen zugeht, für mich ist das sehr unwahrscheinlich, wenn dann scheint mir Opportunismus Arglosigkeit/Naivität , kognitive Schwäche oder Hypersozialitäthttps://www.sciencemag.org/news/2017/07/what-makes-dogs-so-friendly-study-finds-genetic-link-super-outgoing-people/William (was aber eine genetische Störung wäre) wahrscheinlicher.

Auch pränatal erworbenes Vertrauen ist erworben, dadurch, dass man es schon so lange kennt, vermittelt es Geborgenheit.

 

Danke für den Link. Hieraus ein Zitat, das @Nebelfreis Bemerkung über Hausziegen und Gämsen untermauern könnte:

 

Zitat

Researchers already know that dogs are hypersocial compared with wolves, and the team confirmed this by comparing the behavior of 18 dogs—some purebreds, others mixed breeds—with 10 captive, hand-raised wolves at a research and education institute in Indiana. As others had shown, the dogs were much friendlier than the wolves, even though the wolves had been raised by people. Both hand-raised wolves and dogs greet human visitors, but dogs continue to interact with people much longer than wolves do, even when visited by a stranger.

Quelle: obiger Link

 

Im verlinkten Artikel werden Parallelen gezogen von "hypersocial dogs" zu menschlichen Patienten, die am "Williams Beuren Syndrom" erkrankt sind,

was u.a. eine spezielle Physionogmie als auch ein besonders vertrauensvolles Verhalten mit sich bringt.

Die dahingehend gemachten Beobachtungen basieren darauf, dass bei "hypersocial dogs" DNA Veränderungen ("DNA disruptions") vorhanden seien als bei den untersuchten Wölfen.

 

Ob das nun wirklich so ist, vermag ich nicht zu beurteilen, allerdings wird auch am Ende des Artikels darauf verwiesen, dass dieses Ergebnis wegen der zu kleinen Testgruppe (noch) nicht als gesichert zu betrachten ist.

 

Zitat

However, some experts think the study needs to be expanded to more dogs and wolves to be sure of the conclusions. With so few individuals “the associations are at most suggestive at this point,” Jensen says. Kikusui suggests they look for this gene-behavior connection in other populations of dogs and more individuals.

 

Der im Artikel gezogene Schluss legt also nahe, dass allzu vertrauensvolles Verhalten Folge einer krankhaften Gen Veränderung ist.

Oder nennt man das als Nichtwissenschaftler einfach Domestizierung? :think:

 

Was mir den gesamten Artikel hindurch gefehlt hat, war eine Definition von "hypersocial dog".

Welche Verhaltensweisen genau kennzeichnen so einen Hund?

Hier den Bogen zu spannen zum Begriff des Urvertrauens scheint mir ....gewagt.

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vor 37 Minuten schrieb Renegade:

dass dieses Ergebnis wegen der zu kleinen Testgruppe (noch) nicht als gesichert zu betrachten ist.

 

Wissenschaft ist niemals statisch. Sehen wir ja jetzt live an Corona. Die Forscher schaffen Wissen - und neues Wissen kann das alte ungültig machen. Aber immer nett, wenn wissenschaftliche Quellen zur Untermauerung der eigenen Ansicht beigefügt werden :D

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Naja... i.Allg. bildet man persönliche Meinungen ja nicht einfach so aus der Luft. Idealerweise informmiert man sich breitbandig.

Daraus ergibt sich dann eine Meinungsbildung. Die selbstverständlich nicht unumstösslich festgemauert sein sollte.

Der oben verlinkte Ansatz ist interessant.

Für mich aber ist so eine Publikation doch sehr verfrüht, wenn die Forschungsgruppen so klein sind. Da hätte ich mir Grundlagen gewünscht, die mehr Sicherheit in den Ergebnissen versprechen.

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@Renegade Diese Mutation wurde nur bei Hunden entdeckt, die so ein "Lieben alles" verhalten zeigen, die meisten Hunde zeigen das nicht. Die meisten Menschen auch nicht...und können trotzdem tiefes Vertrauen aufbauen. Da besteht qualitativ kein Unterschied.

Ein argloser Mensch kann genauso enttäuscht werden, wie ein mißtrauischer Mensch tiefes Vertrauen schöpfen kann, ganz erfahrungsabhängig - also erworben- und ich würde das direkt auf Hunde übertragen. Menschen die alles und jedem sofort alles erzählen und mit offenen Armen begegnen... da hätte ich eher Schwierigkeiten, vertrauen aufzubauen....

 

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Vertrauen heisst für mich nicht, dass man einfach allen 100% glaubt, so naiv ist wohl kaum ein Mensch oder Hund, selber denken ist gehört schon dazu.

Urvertrauen ist aber eben ein Vertrauensvorschuss

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vor 16 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

ein "Lieben alles" verhalten

 

das ist total schwammig und kaum greifbar. Und was sind "die meisten Hunde"?

Wenn man wissenschaftliche Studien beschreibt und publiziert, ist die Definition essenziell wichtiger Begriffe wie "hypersozial" unbedingte Voraussetzung für ein Verständnis der Resultate.

 

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https://advances.sciencemag.org/content/3/7/e1700398

Das soziale Interesse an Fremden unterschied sich übrigens NICHT signifikant zu dem der Wölfe und das ist ja eigentlich das, was dieses Syndrom kennzeichnet.

Außerdem: Soziales Interesse kann auch Abwehr sein, vermeintliche Freundlichkeit kann Fiddlen sein und da würde ich auch sagen dass es das in den meisten fällen ist- eine bewährte KONFLIKstrategie und nicht Ausdruck von Sympathie.

Es gibt diese Hunde, aber für die meisten bedeuten Fremde entweder einfach wenig (kein Interesse) oder ein potentielles Problem, das Konfliktstragien erfordert.

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Wenn jetzt auch noch Fiddlen hier reinkommt, sind wir reichlich weit weg vom Thema.

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