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Hundeforum Der Hund
Estray

Dem Hund verbieten vom Boden zu fressen

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Es gibt Leute, die haben so eine starke Angst vor Giftködern, dass sie ihren Welpen von Anfang an verbieten Sachen vom Boden zu essen / in den Mund zu nehmen. Dem Hund wird alles weggenommen und verboten, was er draußen findet. 

Die Giftköderparanoia ist weit verbreitet unter Hundehaltern, leider. 

Die Leidtragenden sind die Hunde, denen völlig natürliche Handlungen abgewöhnt werden. Es ist normal, dass junge Hunde Sachen in den Mund nehmen um sie kennenzulernen. Sie haben keine Hände. Kleinkinder tun das auch. Die Hunde lernen dadurch, was essbar ist und wie sich Materialien anfühlen und wie sie schmecken.

Ich finde es ethisch bedenklich, das zu unterbrechen, weil man selbst Kopfkino hat.

Wir hätten kein Straßenhundeproblem, wenn sich Hunde dauernd selbst umbringen würden, weil sie gefährliche Sachen essen und kein "Pfui" befehlender Mensch zur Stelle ist.

 

Für mich ein Aufreger, leider sind diese Personen oft unbelehrbar, weil sie so ängstlich sind. 

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Meine Hunde dürfen draußen nichts vom Boden fressen, und ich bin kein übermäßig ängstlicher Mensch. 
 

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ich würde es gerne unterscheiden, aufnehmen, riechen oder fressen, für mich ein Unterschied.

 

Ich kenne es so, das jeder Geruch, jeder Kothaufen, jede Ecke, jeder Stock eine Geschichte erzählt für den Hund, er nimmt seine Umwelt, seine Artgenossen war.

Meine darf z.B. an anderen Kothaufen, obwohl es die ja gar nicht gibt weil wir HH die ja immer ganz brav aufheben, hust, riechen. Es passiert da so viel denke ich, es wird im Kopf verarbeitet. Sie nimmt es in der Regel aber nicht auf, dies möchte ich eher nicht.

 

Genau so gehts an der Ecke, Markierung vom Rüden, evtl. kennt meine Dame den ja, da wird auch ausgiebig gerochen. Eine liebe ältere Hundetrainerin sagte dazu immer, dein Hund liest da gerade ein Buch, oder ein Schlagzeile, so wie du die Zeitung morgens.

 

Parallel übe ich aber auch, man muss nicht alles haben und nehmen. Ja der Keks liegt da auf dem Boden, sehe ich auch, ist aber nicht für dich, der bleibt da einfach mal liegen. Klappt das, gibts natürlich eine Erstazbelohnung. Hier baue ich eigentlich frühzeitig auf, dass man auf nein nichts aufnimmt. Deshalb habe ich eher wenig Angst vor Gifködern, weil ich das früh so einbaue und empfehle. Es genügt dann später doch ein nein oder lass es. Passieren kann natürlich immer was, möchte das Thema sicher nicht verharmlosen.

 

Ein schönes Thema, aber schwer so ganz auf den Punkt zu bringen für mich. Also meine darf, Stöckchen, Nüsse und sowas nehmen, damit spielen, sie wieder verstecken.....

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Ich habe nicht das Recht meinem Hund das grundsätzlich zu verbieten. 

 

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Ich hatte noch nie einen Hund, der sich sowas auf Distanz gefallen lassen hätte. Die schlucken doch dann bloß schneller. 

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vor 40 Minuten schrieb Asisina:

Genau so gehts an der Ecke, Markierung vom Rüden, evtl. kennt meine Dame den ja, da wird auch ausgiebig gerochen. Eine liebe ältere Hundetrainerin sagte dazu immer, dein Hund liest da gerade ein Buch, oder ein Schlagzeile, so wie du die Zeitung morgens.

 

Genau das. Und das "Lesen von Schlagzeilen, interessanten Artikeln" führt doch letztlich dazu, dass wiederum eine "Kontaktanzeige" aufgegeben wird, sprich weitere Hunde markieren.

Oder dürfen sie das dann auch nicht?

Ich stimme @Estray in diesem Punkt zu. Klar gibt es das Risiko, dass der Hund mal etwas frisst, was ihm nicht bekommt (evtl. sogar seinen Tod verursachen könnte), doch wir können unsere Hunde doch nicht ernsthaft so mechanisieren, dass sie ihren paar natürlichen Neigungen, die ihnen noch nicht genommen worden sind, auch noch abschwören müssen!

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Wenn der Hund gar nichts vom Boden aufnehmen dürfte, wäre es schwierig, mit dem Fährten. Da legt man zum Lernen ja selbst die Leckerchen aus und am Ziel den Jackpot. Fricco folgt einer so ausgelegten Fährte mit Begeisterung und frisst natürlich die Leckerchen.

 

Auch sonst, unterwegs, darf er selbstverständlich ausgiebig "Zeitung lesen" und selbst Artikel hinzufügen, aber bitte nicht an Bänken, Laternen, Stromkästen, dass muss grad nicht sein. Zufällig gefundenes Fressbares allerdings darf nur beschnüffelt werden, fressen verboten. Das klappt auch gut, meistens jedenfalls. Wenn er geschnüffelt hat und mich anschaut, bekommt er eine Belohnung. Wenn er versucht, das zu fressen, nehme ich es ihm schnellstens weg. Klappt immer besser.

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Aber vom Stuhl (Schokolade), in der hecke (rattengift) und am Baum (Meisenknödelnetz) ist erlaubt?

Das ist doch überhaupt nicht konsistent so eine Regel. Da kann der Hund nie draußen Futterstücke suchen, nie Gras fressen... das ist einfach gemein.

Mit dem Welpen wurde Aufgenommenes getauscht, bzw. wenn es etwas gefährliches war, "Nein, komm tauschen" also direkt ein Tausch angeboten

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Ich hab das lange Zeit versucht. Ich fand es halt sehr gruselig, wie das Fräulein wie ein Staubsauger einfach alles eingesogen hat was möglich war.

Hab dann irgendwann gemerkt es bringt nichts. Mit fairen Mitteln war dem gar nicht bei zukommen, mit unfairen wurde es falsch verknüpft - logisch.

 

Hab dann also aufgehört und mich nur noch leise innerlich geärgert. Wobei der Ärger aus der Sorge heraus kam, dass es doch was schlimmes sein könnte. Also nicht wirklich Ärger. Sorgenärger oder so :D

 

Nachdem ich aufgehört hatte, hat sie auch irgendwann aufgehört 🤷‍♀️ Vielleicht ist sie auch wählerischer geworden 😆

Ich hab mich dann eher drauf konzentriert zu beobachten wonach sie geht ob sie dieses oder jenes nun frisst oder nicht. Da sie nicht mehr befürchten musste, dass ich dazwischen funke, hat sie sich auch mehr Zeit dabei gelassen. Das war in erster Linie intensives Schnüffeln und mal mit der Pfote anstupsen was es denn eigtl ist. Vieles ließ sie dann einfach liegen, manches fraß sie. Immer öfter fing sie an mich zu fragen -Lob Lob Lob!- was ich denn davon halten würde was sie da gefunden hat. Und hat tatsächlich auf meinen "Rat" gehört.

 

Wir sind jetzt wesentlich entspannter unterwegs.

 

Wenn sie etwas aufleckt werde ich zwar immer noch panisch, aber da kann ich dann eh nichts mehr machen als hoffen. Und zu versuchen nicht an die Geschichte von vor zwei Jahren zu denken.

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vor 2 Stunden schrieb Estray:

Es gibt Leute, die haben so eine starke Angst vor Giftködern, dass sie ihren Welpen von Anfang an verbieten Sachen vom Boden zu essen / in den Mund zu nehmen. Dem Hund wird alles weggenommen und verboten, was er draußen findet. 

Die Giftköderparanoia ist weit verbreitet unter Hundehaltern, leider. 

 

 

 

Dem möchte ich zustimmen.

Meine Hunde dürfen in der Regel draussen machen, was sie wollen. Nur beim morgentlichen Eigenescheissefressen von Carlos erhebe ich meine Stimme, er wusste schon immer, was ich meine und verschiebt es auf den Rückweg, wo ich längst vergessen habe, wo es liegt. Also habe ich begonnen, da Laub und Erde drüber zu tun.

 

Ich habe nie ein derartiges Training a la "Tauschen" gemacht, möchte dies aber beim nächsten Hund angehen, da es im Notfall wichtig ist.

 

Also: Keine Einschränkungen, wenn, dann tauschen.

 

 

vor 2 Stunden schrieb Estray:

Wir hätten kein Straßenhundeproblem, wenn sich Hunde dauernd selbst umbringen würden, weil sie gefährliche Sachen essen und kein "Pfui" befehlender Mensch zur Stelle ist.

 

 

Den Satz finde ich eine Unverschämtheit.

Ich kann nicht glauben, dass irgend jemand hier so etwas schreibt. In einem Hundeforum.

Ich frage aber doch noch mal nach:

Wie ist er gemeint?

Leute holen sich unentwegt neue Hunde, da ihre anderen sich selbst killen durch Giftköder und wir alle reduzieren so das Strassenhundeproblem???

Oder Strassenhunde reduzieren sich selbst weil sie unentwegt Giftköder fressen???

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