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Hundeforum Der Hund
Estray

Dem Hund verbieten vom Boden zu fressen

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Ich bin mir sicher dass sie das nicht gemein hat.

 

Sondern dass Hunde clever genug sind giftiges nicht zu fressen. Sonst würden mehr Hunde auf der Straße an sowas sterben. Was sie aber nicht tun, weil sie clever sind.

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Da geht es eher wahrscheinlich darum, dass STraßenhunde, die ja nun wirklich mit potentiell viel Gefährlichem konfrontiert werden, kaum überleben würden, wenn sie nicht instinktiv lernen würden, was sie lieber fressen und was nicht. Genau das sollten auch Haushunde lernen.

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Okay, kann man so auch lesen.

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vor 3 Stunden schrieb Estray:

 

Die Giftköderparanoia ist weit verbreitet unter Hundehaltern, leider. 

Die Leidtragenden sind die Hunde, denen völlig natürliche Handlungen abgewöhnt werden. Es ist normal, dass junge Hunde Sachen in den Mund nehmen um sie kennenzulernen. Sie haben keine Hände. Kleinkinder tun das auch.

 

 

Mein Hund würde Dönerfolie, Bifi-Verpackungen und Schneckenkorn fressen, wenn ich sie ließe. Da braucht es gar keinen explizit für Hunde ausgelegten Giftköder. Mein Hund lebt gefährlich und es ist meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Gefahr überschaubar bleibt.

 

Ja, das ist völlig natürliches Verhalten. Aus Sicht meines Hundes ist es bekloppt, sowas liegen zu lassen. Ich wäre froh, hätte ihr jemand in jüngeren Jahren beigebracht, nicht alles vom Boden aufzunehmen. Das wäre sooo viel einfacher, als mit dem bei "Futter" ressourcenaggressiven Hund an 2 existentiellen Baustellen gleichzeitig arbeiten zu müssen, auf jedem verdammten Spaziergang.

 

Natürlich gibt es Hunde, die quasi von allein aufhören, alles mögliche fressen zu wollen. Bei Hunden, die von allein nichts aufnehmen, muss man natürlich nicht großartig was verbieten. Aber das geht ja am Problem vorbei, denn beibringen muss ich es genau den Hunden, die das nicht von allein liegenlassen, also denen, die sich mit ihrem natürlichen Verhalten in Gefahr bringen.

 

 

vor 3 Stunden schrieb Estray:

Wir hätten kein Straßenhundeproblem, wenn sich Hunde dauernd selbst umbringen würden, weil sie gefährliche Sachen essen und kein "Pfui" befehlender Mensch zur Stelle ist.

 

Die Argumentation ist genauso falsch wie die Behauptung, es gäbe keine Straßenhunde, wenn Hunde nicht wüssten, dass man an Straßen vorsichtig ist und wie man Unfälle mit Autos vermeidet. Das ist einfach Quatsch. Wenn ein Straßenhund im Graben verreckt, weil er was Giftiges gefressen hat oder sich mit was Unverdaulichem einen netten Darmverschluss geholt hat, dann verreckt der halt. Ich bin nicht bereit, dieses Risiko für den mir anvertrauten Hund einzugehen. Deshalb passe ich auf, dass mein Hund nichts Gefundenes frisst.

 

Und ich bin nicht mal jemand, der "überhaupt nichts vom Boden fressen" erwartet. Dafür mache ich viel zu gern Suchspiele.

 

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vor 4 Stunden schrieb Estray:

Es gibt Leute, die haben so eine starke Angst vor Giftködern, dass sie ihren Welpen von Anfang an verbieten Sachen vom Boden zu essen / in den Mund zu nehmen. Dem Hund wird alles weggenommen und verboten, was er draußen findet. 

[....]

Die Leidtragenden sind die Hunde, denen völlig natürliche Handlungen abgewöhnt werden. 

 

Ist das nicht arg schwarz- weiß gedacht? Zwischen "nichts Gefundenes fressen" und " gar nichts ins Maul nehmen dürfen" sehe ich noch eine größere Strecke an erlaubten Verhaltensweisen. An etwas lecken z.B., Gras fressen, ein Stück Holz herumtragen und zerkauen, Spielzeug, Tannenzapfen bekauen, apportieren.

 

Tschuli wusste, dass sie nichts Gefundenes einfach fressen soll, sie hat es entweder von sich aus liegen gelassen oder um Erlaubnis gefragt. Anderes Zeug (s.o.) hatte sie dennoch oft im Schnabel.

 

Mit durchdachten Training ist das also schon möglich, dass der Hund differenziert, vielleicht nicht bei jedem Hund, je nach Eigensinn und Verfressenheit. 

 

Allerdings haben die wenigsten HuHa  eine Vorstellung davon, wie man das einem Hund beibringt --> es sollte die Aufgabe eines Hundetrainers sein, dies zu vermitteln.

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Wir haben da zwei sehr verschiedene Kandidaten. Einer hat einen guten Instinkt, der ihn schon als Welpe davor bewahrte, ungesunde Dinge wie Kaugummi oder Zigarettenstummel zu probieren. Außerdem reicht ein ruhiges Nein, wenn er an irgendeiner Wurstverpackung interessiert ist. 
Nicht so der Andere. Der würde die Wurstverpackung fressen. Als er sich auf einer Urlaubsreise mal einen zerbrochenen Plastik-Eislöffel schnappte, den ich dann mit echt starkem Willen und Ausdauer aus seinem Maul pflückte, welches er versuchte, fest zu verschließen, wusste ich endgültig, dass ich nicht nur das Recht, sondern die Pflicht habe, auf diesen Hund aufzupassen. Da sah ich ihn in Gedanken wirklich schon aufgeschnitten auf einem Op-Tisch liegen. Im Notdienst, nicht wissend, wer da Dienst schiebt im Urlaubsort am Wochenende....

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vor 13 Stunden schrieb Estray:

Es gibt Leute, die haben so eine starke Angst vor Giftködern, dass sie ihren Welpen von Anfang an verbieten Sachen vom Boden zu essen / in den Mund zu nehmen. Dem Hund wird alles weggenommen und verboten, was er draußen findet. 

 

 

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vor 13 Stunden schrieb Estray:

Es ist normal, dass junge Hunde Sachen in den Mund nehmen um sie kennenzulernen. Sie haben keine Hände. Kleinkinder tun das auch. Die Hunde lernen dadurch, was essbar ist und wie sich Materialien anfühlen und wie sie schmecken.

Ich finde es ethisch bedenklich, das zu unterbrechen, weil man selbst Kopfkino hat.

 

vor 13 Stunden schrieb Estray:

Wir hätten kein Straßenhundeproblem, wenn sich Hunde dauernd selbst umbringen würden, weil sie gefährliche Sachen essen und kein "Pfui" befehlender Mensch zur Stelle ist.

 

Als hätten Lebewesen nicht von Natur aus Entwicklungsphasen, die ihnen wichtige Dinge lehren und sie instinktsicher werden lassen.

 

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Na ja, es einem Welpen zu verbieten ist vermutlich einfacher als das einem erwachsenen Hund beizubringen der vll dann auch noch seinen eigenen Kopf hat....

 

Mit Jaro hatte ich echt Glück, der nimmt nur wenig Sachen in die Schnauze, um sie zu fressen. Insofern bin ich da relativ entspannnt. 

Und hier liegen zum Glück auch nur wenig Giftköder rum. Trotzdem fände ich es nicht verkehrt, wenn er vor dem verspeisen von Kadavern erst mal " fragen" würde, ob er darf oder nicht. 

 

Aber generell finde ich das in der Welpenerziehung sehr komische Trends um sich greifen. Nach den perfekten Kindern müssen halt auch Haustiere perfekt sein....

 

Ich frage mich, ob es früher auch so viele Leute gab die meinten ihr Welpe muss nach einer Woche bei ihnen stubenrein sein. Okay, früher gab es Welpen auch schon mit 6 Wochen. Trotzdem finde ich es erstaunlich was heute in diversen Facebookgruppen von Welpen erwartet wird. 

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Ob ein Hund Dinge (im weitesten Sinn) vom Boden aufnimmt und ggf. verspeist, hängt nicht "nur" vom (bestenfalls) erfolgreichen Training ab.

 

Es gibt die Neugier beim Welpen, die ich nur so wenig wie möglich bremsen würde.

Enya war da der total orale Typ. Einmal musste sie unbedingt eine am Boden liegende Biene durchkauen (nein, wir haben nicht zugeschaut und sie gewähren lassen).

Folge: eine sehr starke und erschreckende allergische Reaktion, im Eiltempo in die TK.

Danach war ihr Interesse an brummenden Insekten Geschichte.

 

Es gibt - offenbar auch bei einer Ernährung, die alle Bedürfnisse abdeckt - Mangelzustände. So kann man z.B. erklären, dass mancher Kot gefressen, der andere

Nase rümpfend liegengelassen wird. Auch das Ausgraben und Fressen von Wurzeln und Erde wird so begründet. uvm.

 

Es gibt Hunde und Hunde.

RR Selma war viel zu "vornehm" für sowas. Sie pinkelte noch nicht einmal an Orte, wo sich viele Hunde vor ihr verewigt hatten. Igitt!

Vom Boden nahm sie so gut wie nichts auf. Ich musste sie sogar dazu auffordern, wenn mir eine Belohnung aus Versehen heruntergefallen war.

Sie war aber auch nicht verfressen.

Im Gegensatz zu DSH Jolly, Cocker Janka und Dalmi Enya. Diese 3 Damen leb(t)en für die Nahrungsaufnahme. Ein Training in die Richtung "tauschen"

(wie bitte macht man das bei einem glibberigen Kothaufen?:think: ) endete immer damit, dass man blitzartig ALLES hinunterschlingt, bei dem Frauchen ein Nein oder Pfui ruft. So schluckte Jolly doch tatsächlich mal einen großen Pinienzapfen, den sie aber zum Glück gleich wieder hervorwürgte.

 

Selbstverständlich lasse ich Enya nicht herumlaufen und schlimme Dinge fressen. Dazu gehört aber eine Menge Voraussicht und Management, wobei ich diese wegen ihrer Hetzleidenschaft sowieso praktizieren muss.

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