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Hundeforum Der Hund
Estray

Dem Hund verbieten vom Boden zu fressen

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Tja, Nino (von der Strasse aufgesammelt) ging 4 jahrelang Abends seine letzte Runde alleine. Am Anfang hatte er noch überall Futterstellen weil die gesamte 

Nachbarschaft ihn Monatelang durchgefüttert hatte und noch nicht alle mitbekommen hatten, dass er jetzt ein zu Hause hat.

Nach 3 Wochen brachte er unbemerkt einen Schinkenknochen mit nach Hause. Also wie in Spanien üblich ein ganzes Schweinehinterbein. Das war länger als er selber und wog noch gut 3.5 Kilo. Er hatte zu diesem Zeitpunkt 9 Kilo, später dann, im richtigen Leben 15 Kg..

Ich hätte ja zu gerne gesehen wie er damit ankam.

 

Ich habe ihm seinen Spass gelassen. Nach 3 Tagen hatte er die Sehnen durchgebissen und trug ein Dreieck im Maul und fing das Buddeln an. 

Dieser Blick: " Menno das passt immer noch nicht!"

 

Zum Glück brauchte  Nino immer einen Platz; Decke, Fussmatte, seine Gartenhöhle um etwas zu verspeisen. Er nahm somit weder beim Tierarzt noch von Fremden etwas an.

Zu Hause war den Hund unterm Tisch füttern auch verboten. Er bettelte nicht, (schaute nur)  und ich wollte mir nicht durch andere (Gäste , Freunde, Familie einen

 

Soweit so gut.

4 Jahre später die erste Deutschlandtour, Parkplatz in Frankreich, Hund raus und 5 Minuten später kommt er einen Hühnerflügel KAUEND aus dem Gebüsch.

Den Brüller hört mein damaliger Partner heute noch.und der Hund war dermassen perplex das ihm die Kinnlade runtergefallen ist und somit auch der blöde Hühnerflügel aus der Schnute.

 

Und das war´s.

 

Sury ist da sehr ähnlich. Auch sie muss einen Platz zum Essen haben. Nimmt auch beim Tierarzt nichts, nichts von Fremden und selbst bei mir muss sie erst gucken, schnüffeln und sich vergewissern das man das tatsächlich essen kann.

 

Ergo beide Hunde nahmen, nehmen nichts in den Mund was man nicht essen kann. Apportieren geht natürlich nicht, interessiert mich aber auch nicht

 

Sury hat allerdings auch schon einer Möwe ein Croissant abgejagt und einer Strassenkatze eine Frikadelle. Mit dem Ende dass beides im Mülleimer landete.

Käse gegessen.

 

Ich habe es schon einmal oder mehrfach geschrieben:

 

"  Für mich sind diese ganzen idiotischen Futter- Leckerlie Suchspiele absolut kontraproduktiv. Was bezweckt ihr damit? Wozu soll das gut sein?

Und wie soll der Hund lernen, dass darf ich und das nicht?

Eine Regel. Punkt. Nix vom Boden oder Fremden und fertig.

 

 

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vor 7 Stunden schrieb Bobbie42:

Was bezweckt ihr damit? Wozu soll das gut sein?

 

Es ist eine artgerechte Beschäftigung, Hunde lieben das und es lastet sie super aus. Würde ich niemals drauf verzichten wollen. :) 

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Und zum Glück lassen sich nicht alle Hunde so krass einschüchtern.

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Am 20.6.2020 um 13:06 schrieb Selkie:

Aus Sicht meines Hundes ist es bekloppt, sowas liegen zu lassen. Ich wäre froh, hätte ihr jemand in jüngeren Jahren beigebracht, nicht alles vom Boden aufzunehmen.

Wurstverpackungen werden hier nur verschlungen aus Angst, dass man sie wegnimmt. Bei mir macht sie das nicht, weil sie weiss , dass ich es ihr auspacke. dann bringt sie mir die sogar. Ich wage die These aufzustellen, dass Hunde sehr wohl zwischen verpackung und Inhalt trennen unter der Bedingung , dass sie früh genug unterscheiden lernen durften, und dass sie es nur in EIle mitverschlingen.

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vor 2 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Wurstverpackungen werden hier nur verschlungen aus Angst, dass man sie wegnimmt. Bei mir macht sie das nicht, weil sie weiss , dass ich es ihr auspacke. dann bringt sie mir die sogar. Ich wage die These aufzustellen, dass Hunde sehr wohl zwischen verpackung und Inhalt trennen unter der Bedingung , dass sie früh genug unterscheiden lernen durften, und dass sie es nur in EIle mitverschlingen.

 

Ich mag es nicht, wenn andere Menschen so tun als kenne sie mein Leben besser als ich. Dazu gehört auch mein Hund.

 

Wenn DEIN Hund das gut unterscheiden kann - sei froh. Meine erste Hündin konnte es auch.

Dina kann es nicht. Und da ist völlig egal ob sie es in jungen Jahren hätte lernen können. Sie hat es nicht gelernt. Dabei hatte Dina als Hofhund garantiert mehr Möglichkeiten alles mögliche auszuprobieren als der hiesige Durchschnittshund.

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Gerade Verpackungsmüll mit Essensresten liegt doch eher unterwegs herum und nicht auf einem Hofgelände (bei uns im Schnitt wenigstens einmal je Runde.). Und naja der identitäre Zugang wäre mir jetzt etwas weit gefasst...sie war ja längst kein Junghund mehr als du sie übernommen hast. Ich glaube jedenfalls nicht, dass dieses Verbot etwas bringt, der Hund macht es dann eben, wenn man es nicht sieht.

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Am 28.6.2020 um 09:41 schrieb Estray:

Mich würde mal interessieren, wie die Leute, die ihren Hunden verbieten möchten Dinge vom Boden zu fressen, das beibringen. 

Wie ist der Trainingsweg? 

Ich habe einen Anti-Giftköder-Kurs besucht und den Ablauf der Stunden hier im Forum geteilt. Das wäre ein möglicher Weg, der aber auch viel diskutiert wurde. Vielleicht interessiert dich das ja: https://www.polar-chat.de/hunde/topic/111073-anleitung-zum-anti-giftköder-training/

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Es hat bei mir ganz gut funktioniert, also er frisst nichts mehr was er findet, sofern wir damit geübt haben. Sprich Wurst, Brötchen, Döner und sowas lässt er liegen. Menschenkot ist ein Problem geblieben, aber gut, da sollten keine Parasiten und keine Giftköder drin sein. Gras darf er fressen und Suchspiele funktionieren auch, ich bin mir sicher, der Hund kann unterscheiden, was der Besitzer ihm versteckt und was zufällig irgendwo liegt. 

 

Ich halte es schon für nötig oder zumindest günstig, am Fressverhalten draußen zu arbeiten, wenn der Hund sich dadurch in Gefahr bringt. Beispielsweise Rattengift wird ja häufig ausgelegt und ist zumindest etwas, das Ratten lecker finden sollen, die Giftigkeit wird extra von den Herstellern versteckt. Mir wäre es das Risiko nicht wert, dass mein Hund sich so eine Vergiftung zuzieht, nur damit er "freier" leben kann. Er ist sicher nicht übermäßig gedrillt und ich bin nicht übermäßig ängstlich, aber ich denke trotzdem, dass ein gut erzogener Hund die größte Freiheit besitzt. 

 

Auch sollte man bedenken, wie unnatürlich unsere Lebensweise mit den Hunden eigentlich ist. Sicher sind sie domestiziert und alles, aber sie leben doch in einer Menschenwelt mit Menschengefahren, die sie nicht verstehen können und das auch nicht müssen. Natürlich gibt es Straßenhunde, die sich sehr gut anpassen und auch ohne menschliche Unterstützung alt werden, aber es gibt auch genügend, die dafür einfach nicht mehr gemacht sind, weil es eben domestizierte Tiere sind. In einem Rudel werden Erfahrungen gemacht und an die Jungtiere weitergegeben, sodass die Welpen womöglich eher lernen würden, was fressbar ist und was nicht. Da die Hunde hier bei uns aber in einem Menschenrudel leben, ist es an uns, ihnen zu vermitteln, wie sie ein sicheres Leben führen können.  

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vor 3 Stunden schrieb Kanae:

Menschenkot ist ein Problem geblieben, aber gut, da sollten keine Parasiten und keine Giftköder drin sein.

Je nachdem, was der Mensch konsumiert oder woran er erkrankt ist, kann das schon ein Problem sein: Drogen, Medikamente, Sars Cov 2, Giardien usw.

Das Training, von dem du erzählt hattest haben ja einige mit einigen Argumenten kritisiert, das würde bei willensstärkeren und einfallsreicheren Hunden so nicht funktionieren. Bei manchen klappt auch die beste Tausch-Methode nicht, weil der Hund es einfach irsinnig findet, so etwas wie Wurst liegen zu lassen. Er hält dich dann einfach nicht für kompetent und verzichtet auf die unspannendere Belohnung aus der Tasche.

Das Beste wäre wirklich Anzeigen und Beurteilen lassen. Aber wenn es der Hund dann nicht kriegen darf nach der Beurteilung, wird er sich überlegen, dass er beim nächsten Fund einfach nicht Bescheid sagt.

Was  Gefahren durch (un) menschliches Verhalten angeht, sollte der Mensch einfach früh genug reagieren um diese zu verhindern. Am besten indem er den Hund schon in der Ortungsphase umlenkt und natürlich schnell, wenn er doch etwas aufgenommen hat. Und ich meine auch, dass man mit dem Hund vorwiegend auch dort unterwegs bleiben soll, wo Menschen nicht soviele Gefahren bewirken.

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zwar ein interessantes Thema, worauf man hinaus möchte, ist mir noch nicht ganz so klar.

 

Aus meiner Sicht ist es in einer Stadt nicht möglich 100 % zu üben, dass nie was aufgenommen wird, alle 20 cm liegt irgendwas.

Ja, man kann es trainieren, gar nichts aufzunehmen, damit würde ich dem Hund aus meiner Sicht zu viel nehmen, sämtliche Gerüche und schnüffeln auch, denn am Duft der Artgenossen gibts ja tolle Informationen.

 

Meine Hündin zeigt es an, schau mal, eine Packung, würde ich gerne mal den Kopf rein stecken, soll ich aber nicht, oder, sie kommuniziert es.

 

Die berühmte Frikadelle mit schlimmen Dingen drin, ist ein eigenes Thema, auch ein schweres Thema. Da meine Hündin in der Stadt aber auch an der Leine ist, bin ich halt aufmerksam. ich könnte es zwar alles mit lass es oder einem nein regeln, das haben wir auch so drin, für mich ist der Hund dan aber immer angespannt auch, möchte frei schnüffeln, es schwingt aber immer der Frust dann auch mit.

 

Dieses nicht aufnehmen und sogenanntes Giftködertraining kann man ja gut aufbauen, wenn mein Hund alles einsaugen würde, würde ich evtl. auch anders denken über das Thema.

 

 

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