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Hundeforum Der Hund
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Morbus Cushing

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Hallo liebe Hundehalterinnen und Hundehalter,

 

ihr habt mir bis jetzt immer so toll weitergeholfen, deswegen schreibe ich euch auch jetzt wieder. Meine Goldenretrievermixhündin wird im Oktober 10 Jahre alt und hatte schon das ein oder andere Wehwechen. Vor ein paar Wochen hat sie begonnen Unmengen an Wasser zu trinken und saßdann auch beim kleinen Geschäft länger, weil die Menge Wasser rausmusste. 

 

Ich habe dann Dr. Google befragt und dachte mir, dass eventuell ihr proteinreiches (getreidefreies) Futter jetzt im Alter zu sehr auf die Nieren schlägt. Deswwgen habe ich auf das Senior Sensitivfutter des Hundes meiner Schwester umgestellt. Dennoch hat sich das Trinken nicht verbessert. Eine Blasenentzündung konnte ich eher ausschließen, da sie nicht öfter muss und auch keine Teöpfchen pinkelt, sondern immer im Strahl.

 

Ich habe von ihr eine Harnprobe genommen und war in der Tierklinik. Dort wurde ihr Blut und ihr Urin untersucht und im Anschluss ein Ultraschall gemacht. Die Tierärztin meinte, dass ein Leberwert unermesslich hoch ist und sie auf Morbus Chusing tippt. Beim Ultraschall des Bauchraumes wurden keine Tumore etc im Bauchraum gefunden, unauffällige Blase, Darm, Galle, Milz, Nieren und Co. Sie meinte aber, dass die Leber etwas "runder" und größer ist und eine Nebenniere minimal vergrößert für Pollys Größe ist. Die zweite Nebenniere konnte sie am Ultraschall nicht finden, da Polly zu viele Gase hatte (musste nach stundemlangen Warten ;) ) ... Die Tierärztin meinte jetzt, sie will einen Stimulationstest durchführen. Da muss ich alle 4 Stunden in die Klinik und ihr wird Blut abgenommen und etwas gespritzt... nur so könne man sicher sein, dass es Morbus Chusing ist... Nierenwerte und Co sind in Ordnung.

 

Den Stimulationstesttermin habe ich am 13.Juli. 

Jetzt habe ich natürlich etwas gegoogelt und bin ratlos, ob sie das wirklich haben könnte oder es eventuell was völlig anderes ist.

Die Symptome von Cushing, die passen würden sind das viele Trinken, der gesteigerte Appetit und das sie zum einen rastloser wirkt und zum anderen beim Spaziergang lustlos hinterhertrabt... 

Aber gleichzeitig hat sie keinen Fellverlust, keine Hautprobleme...

 

Sie verliert auch keinen Harn und muss nicht unregelmäßig oft pinkeln, Harn ist ganz normal hellgelb, sie hat kein Fieber, keine Herztöne und keine Probleme beim Stuhlgang oder Harnlassen. Auch frisst sie wie immer, nur dass sie momentan sehr viel mehr bettelt. 

 

Würdet ihr euch noch eine zusätzliche Meinung holen - schon vor dem Test? Ich möchte mir jetzt Urintestergebnisse und Bluttestergebnisse schicken lassen... oder habt ihr einen Morbus Chusing Hund? Gibt es alternativmedizinisch etwas, das helfen kann? Irgendwelche naturheilkundlichen Präparate, die die Leber stärken? Oder von wo kann EIN Leberwert (welcher, wurde mir nicht gesagt) noch plötzlich unermesslich hoch sein?

 

Liebe Grüße,

Danke im Voraus

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Ich hatte einen Cushing Hund, leider lebt er inzwischen nicht mehr und ich würde dir auf jeden Fall zu dem Dexa-Stimulationstest raten. Nur so bekommst du Sicherheit. Nicht alle Hunde mit Cushing haben Haarausfall. War bei meinem auch nicht so, allerdings ist das Fell an der rasierten Stelle am Bauch ewig nicht mehr nachgewachsen. Er hatte nur extremen Durst und Hunger. In den meisten Fällen von Cushing sitzt der auslösende Tumor im Gehirn und dann ist es "normal" dass man an der Nebenniere keinen Tumor finde sondern diese vergrößert ist. Mein Donald hatte übrigens auch keinen Harn verloren, musste für das wie viel er getrunken hat nicht mal oft pieseln.

 

Den Morgenurin habt ihr schon auf Cushing untersucht oder? War der eindeutig positiv?  

 

Wenn sich Cushing bestätigt führt an Vetoryl kein Weg dran vorbei. Nur damit geht es dem Hund relativ schnell besser. Ich bin ein großer Freund von Naturheilkunde und habe auch die Cushingkräuter versucht, ohne sichtbaren Erfolg. Ich vergleiche es immer mit der Schilddrüse, wenn diese nicht richtig funktioniert muss das mit Medikamenten ausgeglichen werden, so ist das beim Cushing auch. Wenn die Hunde gut eingestellt sind haben sie noch durchaus eine gute Lebenserwartung. Leider kennen sich viele TÄ nicht gut aus und steigen mit einer zu hohen Dosis ein, was für die Hunde wirklich gefährlich werden kann. Auch meine Klinik hätte mir zu einer deutlich zu hohen Dosis geraten welche ich aber dann so nicht gegeben habe.

 

Falls du bei Facebook bist kann ich dir nur die Gruppe dort empfehlen. Da gibt es mehrere Mitglieder die sich seit Jahren intensiv mit dieser Krankheit beschäftigen und sich wirklich sehr gut auskennen und sehr nett helfen.  

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Hallo, also...

Wir hatten jetzt in der Tierklinik den Stimulationstest. Alle 4 Stunden mussten wir wiederkommen zur Blutabnahme... und er ist nicht eindeutig. Der behandelnde Tierarzt meinte, dass ein Wert über 2 Morbus Chusing bedeutet und ein Wert unter 1 kein Morbus Chusing ist... und unsere Polly ist im absoluten Graubereich mit einem Wert von 1,2. Er meinte auch, dass sie für ihn nicht aussieht wie ein "typischer" Chusinghund. Sie hat keine Fell- oder Hautprobleme, keinen Hängebauch, kein dauerndes Hecheln etc. Aber ab und an gibt es auch versteckte Formen... er ist sich aber eben aufgrund der Testergebnisse nicht sicher. Er meinte - im Gegensatz zu seiner Kollegin letztes Mal - dass auch der Ultraschall nicht eindeutig eine wirkliche Vergrößerung der Leber und Nebenniere zeigte... 

Da es ihr ja ansonsten gut geht, meinte er, dass wir weiter auf Ursachensuche gehen sollen. Und wenn wir nichts anderes finden, sollten wir in 6 Wochen den Stimulationstest wiederholen. Da er ja nicht ausschließt, dass sie es hat. Er will sie aber auch nicht gegen Chusing medikamentös behandeln, wenn es nicht sicher ist.

 

Jetzt sollten wir ihr Wasser abmessen und ihre Trinkmenge notieren. Er meinte bei ihren 16,7 Kilogramm sind maximal 1,3 Liter Trinkmenge gestattet. Weniger ist immer okay, mehr nicht. Außerdem mussten wir an 3 aufeinanderfolgenden Tagen ihren Urin sammeln - immer morgens und mittags. Die 6 Proben mit der Verschriftlichung der Trinkmenge haben wir jetzt am Freitag zur Tierklinik gebracht. Es hieß, dass sich der Arzt telefonisch mit uns in Verbindung setzen wird... auf das warten wir noch ... 

Aufgrund von leichtem Gallensand beim Ultraschall hat sie Ursofalk Tabletten bekommen und für die Leber als Nahrungsmittelergänzung Zentolin... 

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Und ihr Fell wächst sehr schnell nach. Sie wurde am Montag, dem 13.07., - also vor einer Woche - an zwei Pfoten für die Blutabnahme abrasiert und da sind schon wieder einige Milimeterlange Haare da. 

 

Trinkmenge ist bei ihr auch keine Unmenge laut unserer Messung. Uns ist es nur so vorfekommen, weil sie früher kaum was getrunken hat... und momentan sind es ca. 1,5 bis 1,8 Liter. Also zuviel für ihr Körpergewicht... aber nicht Unmengen (da der Arzt ja meinte, dass bis 1,3 Liter normal ist)

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