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Hundeforum Der Hund
LisaSii

Hund fühlt sich drin unwohl

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Hallo zusammen, 

 

unsere Hündin ist jetzt seit ca. 2 Monaten bei uns. Sie ist ca. 2 Jahre alt und kommt aus dem Tierschutz in Rumänien. In den 2 Monaten haben wir schon einige Höhen und Tiefen durch gemacht, uns gefragt, wieso wir uns gleich so einen schweren ängstlichen Fall antun und sie natürlich auch absolut ins Herz geschlossen. Draußen machen wir allerdings riesen Fortschritte: Wir können sie unbesorgt frei laufen lassen, sie kommt sicher zu uns zurück, sie sprint mittlerweile mit ein bisschen gut zureden alleine ins auto, obwohl sie am Anfang in Panik ausgebrochen ist. Zu Beginn hatte sie panische Angst vor meinem Freund (der mit Besitzer ist :D) auch das hat sich bis auf kleine Momente ziemlich gut egalisiert in den letzten Wochen. Außerdem können wir uns mittlerweile sehr entspannt mit ihr in Cafes/Restaurants setzen oder auch Straßen, auf denen viele Menschen unterwegs sind sehr entspannt entlang gehen. 

 

Jetzt zu meiner Frage: 

So viele Fortschritte wir auch draußen gemacht haben, so wenig mach wir in der Wohnung. Sobald wir rein gehen (und das gilt sogar auch für alles hinter dem Gartentor) geht der Schwanz runter, sie fühlt sich absolut unwohl und bewegt sich im schlimmsten fall keinen CM mehr von der Stelle. Sie flüchtet oft ohne Grund unter die Couch und unter dem Tisch ist ihr lieblingsort. In ihr Körbchen oder ihre Box lässt sie sich zum glück schicken, aber da hat sie dann unter Umständen riesen Angt vor geöffneten Fenstern oder oder oder... 

Wir sind nicht ihr ersten zuhause in Deutschland, sie war vorher ca. 5 Monate in einer Pflegestelle bei einer Familie. Dort war ihr angeblich zu viel Trubel und sie konnte sich nicht entspannen. Allerdings ist demnach das "eingesperrt sein" in der Wohnung für sie nicht neu. 

Habt ihr Ideen wir man ihr das drin sein Schmackhaft machen kann? Futter gibt es natürlich auch nur drin, wir versuchen auch ihr schöne Sachen wie einen Schnüffelteppich drin anzubieten, das nimmt sie auch oft wahr. Aber an spielen wäre drin überhaupt nicht zu denken, dafür ist sie viel zu apathisch :/. 

 

Ich bin für alle Vorschläge offen und freu mich auf eure Ideen! 

 

Lisa 

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@LisaSii das ist immer kein leichtes Thema, man kennt halt nie die Vorgeschichten. Viele Hunde haben als Welpe und Junghund kein drinnen gelernt, sie kennen das Leben draußen, sind es gewohnt, drinnen ist für sie oft eher ein einsperren, sie können halt nicht selbständig entscheiden wo sie hingehen können.

 

Vertiefen möchte ich das Theme nicht, denn nun gibt es eine "ist" Situation, damit muss man nun umgehen.

 

Grundsätzlich würde ich üben, da wo ihr seid ist halt das Tolle, dazu benötigt man viele gute Ereignisse um das Vertrauen halt aufzubauen. Das dauert und geht nicht in einigen Wochen oder Monaten.

Noch etwas grundsätzlich, macht nicht zu viel, oft ist es gut gemeint, ist aber meist nicht so hilfreich, gebt ihr so viel Freiheiten wie es irgendwie geht.

Sie musste in den letzten Monaten schon eine Menge lernen.

 

Wir Menschen neigen oft dazu es zwar gut zu meinen, machen dann aber echt zu viel und die hündischen Themen kommen oft zu kurz dann.

 

wie sieht es mit anderen Hunden aus, eher gut oder eher auf keinen Fall?

 

 

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Angst vor geöffneten und sich bewegenden Fenstern haben hier meine auch. Auch sich bewegende  Türen lösen bei machen Hunden Panik aus. Da hilft nur feststellen oder schließen.

Sonst würde ich zu Geduld raten, vielleicht wissen da andere mehr, wie man ihr "Drinnen" schmackhaft machen kann.

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Alle Achtung, wenn es draußen schon so gut klappt, ist das doch viel wert!

 

Wir hatten auch einen "Angsthund", haben aber damals was draußen angeht, nicht so rasante Fortschritte gemacht wie ihr. 

 

Mein Vorschlag für drinnen wäre, sie dort einfach in Ruhe zu lassen und wenn sie dann halt unter die Couch oder den Tisch liegen will, weil sie sich dort am sichersten/wohlsten fühlt, ist das doch auch in Ordnung. Sie stört doch dort nicht. Insofern würde ich es auch vermeiden sie in ihr Körbchen oder in die Box zu schicken, wenn es nicht wirklich Not tut. Nach und nach wird sie sich die Wohnung Stück für Stück "erobern". Es braucht halt alles seine Zeit und wenn es draußen so gut läuft, muss man halt die Aktivitäten wie schmusen und spielen auf draußen verschieben und sie zuhause einfach erst einmal in Ruhe lassen, bis sie sich dort entspannt fühlt.

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@Asisina Sie ist jetzt nicht gerade auf dem weg nach einem Ausgang und wenn wir vom spazieren gehen nach hause kommen geht sie auch bereitwillig in die Wohnung... Also panische Angst vorm reingehen hat sie eigentlich nicht.. Sie hat auch wenns jetzt nicht gerade in Strömen regnet die Möglichkeit rein und raus zugehen wie sie mag unser garten ist auch recht groß, das nutzt sie aber auch nicht. Jetzt könnte man so argumentieren dass sie dort immer noch eingesperrt ist. Sie war aber zwischen der Zeit bei der Familie und unserer Adoption noch einen Monat auf dem Tierschutzhof, auf dem sie auch mit viel Platz draußen "eingesperrt" war und da hat sie sich auch frei bewegt. Gut.. da waren natürlich auch andere Hunde... 

Nee du hast vollkommen recht, wir versuchen es auch nicht zu übertreiben :) Also wir schauen schon dass sie sich mindestens 18/19 Std am Tag ausruhen kann damit sie all den Stress verarbeiten kann...

Mit anderen Hunden ist es so lala :D Da ist sie recht wählerisch, manchen geht sie aus dem Weg - bei anderen freut sie sich - bei wieder anderen hat sie Angst.. Also relativ normal würd ich sagen.. 

 

@gatil Danke :) Ja Geduld haben wir sowieso! Es geht in erster Linie ja darum, dass sie sich wohler fühlt. Uns geht es nicht um unsere persönliche Unterhaltung, dass wir zuhause mit ihr Spaß machen.. Auch wenn das natürlich auch toll wäre und wir uns sehr drauf freuen, wenns endlich soweit ist :)

 

@Goscha Erstmal, so fies das auch klingt - aber ich freu mich riiiesig über das was du sagst :) Wir haben in der Umgebung nur Hundebsitzer, die sich Welpen beim Züchter geholt haben und da trifft man immer auf Unverständnis wenn man von seinen Problemen erzählt. Daher freut es mich, umso mehr wenn du uns da in der Form Mut zusprechen kannst! :) 

Also meine initiale Idee wäre auch gewesen, dass sie einfach unter der Couch bleiben soll, wenn sie sich da sicher fühlt, aber wir waren vor kurzem bei einer Hundetrainerin die uns geraten hat, dass wir sie "nicht alleiner in ihrer Angst unter der Couch lassen sollen", sondern ihr durchs einführen von Korb/Box sichere zufluchtsorte beibringen müssen. Ich bin mir noch nicht so sicher was ich als richtig ansehe dabei :/... ich finde es an sich sehr gut, dass sie in ihrem Körbchen/Ihrer Box schläft und sich dort geborgen fühlt.. aber solang es noch diese Couch-Situationen gibt scheint es ja noch nicht zu 100% geklappt zu haben... 

Also sie anzufassen oder zu schmusen ist tatsächlich gar nicht so arg ein Problem.. sie geniesst es sogar wenn man sich zu irh setzt und sie streichelt und ein bisschen massiert.. sie schläft sogar nicht selten auf meiner Hand ein :D Aber wie gesagt, sie bewegt sich einfach keinen cm frei zuhause.. jeder schritt ist von Angst geprägt.. selbst sie zum spaziergang zu bringen ist manchmal eine harte Aufgabe 😕

 

Danke für eure Antworten auf jeden fall!! :)

 

LG Lisa 

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Geduld Geduld Geduld... 2 Monate ist gar nichts für einen Hund, den Ängste plagen.

Unsere Spanierin ist jetzt ein dreiviertel Jahr bei uns und -obwohl kein bisschen ängstlich- immer noch am "ankommen", es treten noch ganz oft Verhaltensweisen zutage, die sie vorher für sich behalten hat. Auch in Sachen Bindung und Vertrauen ist noch viel Luft nach oben.

 

Ich würde sie drinnen wenig beachten, mal ein liebes Wort im Vorbeigehen, nicht bedrängen. Vielleicht ist sie früher drinnen malträtiert, von Kindern als Spielzeug missbraucht, misshandelt worden. Sowas steckt tief in den Knochen.

Adaptil könnte man versuchen, Raumzerstäuber oder mit dem Spray das Körbchen einsprühen, ich hab damit in Sachen Anspannung im Auto gute Erfahrungen gemacht. Außerdem mehrere Stoffboxen ohne Sicht nach draußen, aber immer offen, das Höhlenfeeling mögen viele Hunde. Gibt`s vielleicht gebraucht günstig zu kaufen.

 

Hast du mal ein Foto von ihr zur Hand? :)

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Ich verstehe nicht ganz, warum es denn unbedingt eine Box sein soll, wenn sie sich schon den Platz unter der Couch als sicher auserwählt hat.

Das mit dem Adaptil finde ich eine gute Idee, kann man auch unter der Couch versprühen. Oder eines der Adaptil Halsbänder im Haus anlegen.

 

Ein Platz, vom Hund selbst als möglichst sicher gewählt, von dort aus die Welt um sich herum beobachtend und sich langsam gewöhnend -

ist das nicht, auf dieser halbwegs freiwilligen Basis, ein besserer Ausgangspunkt als eine Decke oder Box, in die man den Hund per Befehl schickt, wo er aber in erster Linie ja noch  zusätzlich zu seinen Ängsten noch damit zu kämpfen hat, an einem Platz zu sein, an dem er eigentlich nicht sein möchte, aus welchen Gründen auch immer?

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Ich hatte es so verstanden, dass sie die Box mag und gerne von sich aus drinnen ist!?

Deshalb würde ich ihr möglichst mehrere solcher "sicheren" Orte im Haus anbieten.

Hineinschicken auf keinen Fall!

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Wer weiß was auf der Pflegestelle so alles los war, dass sie sich lieber unter der Couch verkrümelt......

Hast du die Chance sie zum Beispiel beim fernsehen zu dir AUF die Couch zu locken? 

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Es reicht schon irgendwas , das anfangs heruntergefallen ist. Kann wieder passieren in dieser engen Umgebung und man kann nicht fliehen. Das sollte sich am besten jemand anschauen.

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