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Hundeforum Der Hund
Caro73

Was mache ich, wenn mein Hund mich anpöbelt

Empfohlene Beiträge

vor 17 Stunden schrieb Selkie:

Das ist nun echt keine allzu komplizierte Übung. Denn im Gegensatz zum Reh hab ich den Braten ja unter Kontrolle. :D

 

Der Hund wird ins Körbchen geschickt (oder gebracht). Wenn er da liegt, fliegt ein Stück Braten ins Körbchen. NUR wenn der Hund im Körbchen liegt, sonst nie. In der nächsten Stufe gibt es Braten nur noch dann wenn der Hund wirklich entspannt da liegt.

 

Wenn man das sauber aufbaut, wird der Hund bei Bratenduft auf dem Tisch von ganz allein ins Körbchen gehen, sich hinlegen und auf Flugbraten warten. ;)

 

Die Situation mit dem Besuch ist schon deutlich schwieriger, denn den Besuch hat man nicht so gut unter Kontrolle wie den Braten. 😎 Und den kann man auch nicht so einfach in Richtung Körbchen werfen, wenn der Hund gelernt hat, darauf zu warten. Aber auch diese Situation kann man üben, ist nur deutlich anstrengender und in der Übungsphase macht Besuch keinem der Menschen so richtig viel Spaß. Da hilft nur geplanter Besuch, der in erster Linie zum Üben kommt und den Hund wirklichwirklichwirklich ignoriert. Wie man das übt, ob man z.B. den Besuch einfach nur langweilig macht oder ob man dem Hund zeigt, dass man selbst gut entscheiden kann, wer rein darf, hängt vom Hund ab.

 

Wenn der Hund das "geh ins Körbchen" eigentlich kann, aber in bestimmten Situationen zu aufgeregt ist, um es auch zu tun, hilft nur: längeren Atem haben. Den Hund konsequent ins Körbchen schicken, bis er es tut. Zur Not immer wieder schicken. Wenn der Hund dann rumhampelt (das würde ich als Übersprungshandlung interpretieren),  würde ich warten, dass der Hund "runterkommt" und ihn dann noch mal ins Körbchen schicken. Ob das dann noch belohnt wird, hängt vom Übungsstand und vom Hund ab (meine Hündin dreht bei Lob gleich wieder auf). Einfach nur hinsetzen nach dem Rumgekasper würde ich definitiv nicht belohnen, denn das war nie das, was du vom Hund wolltest. Wenn du einen schlauen Hund hast, lobst du damit die ganze Handlungskette inklusive Rumgekasper.

 

 

Gute zusammengefasst :) .

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vor 13 Stunden schrieb Renegade:

Klingt auf den ersten Blick echt bestechend!

Nur: unser verfressenes und immer auf Action programmiertes Schätzchen würde das für ein sehr verlockendes Spiel halten.

Fliegender Braten? Klasse! Mehr davon ! Und schneller!!

Wir hätten keinen Moment mehr Ruhe und diese Vorstellung

 

Ich würde es erst mal systematisch so probieren. :) 

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vor 19 Stunden schrieb Estray:

 

Nun war die Fragestellung ja die, dass ein Hund ungerne im Körbchen bleibt und sich soooo über den Besuch freut. 

Ich wollte damit keine allgemeingültige Antwort auf alle Besuchsprobleme geben. 

 

Das bezieht sich auf den Einwurf einer Userin mit einem Riesenschnauzer.

Das ist mit fast absoluter Sicherheit Fiddlen bei einem Wach-und Schutzhund. Fiddlen ist hier auch Nahstrategie um autorisierten Besuch abzuchecken, für die anderen gilt "Fight". Hast du nicht gesagt , dass du da nach Hundetyp gingst? Das wäre so einer, war dir wahrscheinlich nicht bewusst, um welchen Hund es sich da handelt.

Gerade Wach-und Schutzhunde stauen dann Aufregung auf, wenn sie dort gegen ihr intrinsisches Bedürfnis festgehalten werden. der Hund wurde auch an anderer Stelle mit Halti "trainiert". Da läuft also Einiges schief.

Meine Empfehlung: Kurz mit Zeigen und Benennen einleiten/Keks/ritualiserte Begrüßung/Schnüffeln lassen/Keks evtl. kurzues Spiel hinsetzen, dann kann man den Hund ins Platz schicken.

Ein*e durchschnittliche*r Riesenschnauzer*in will ganz sicher nicht nicht den Besuch abchecken. er hat ein tiefes Bedürfnis festzustellen wie der auftritt. Man verliert  nur an glaubwürdigkeit, wenn man da nicht mit ihm zusammenarbeitet und stattdessen die Schäferhundnr. abziehen will . Und zum Glück gibt es noch viele rassetypische.

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vor 29 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

dann kann man den Hund ins Platz schicken.

 

Warum sollte man das tun?

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Wenn man unbedingt will, dass der Hund sich ablegt. Bei uns muss er das auch nicht. Aber vorher ist es nur STaress für ihn

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Am 13.7.2020 um 12:29 schrieb Zurimor:

 

Das find ich so unsinnig und schädlich wie die "stille Treppe" in der Kindererziehung. Die Frau Saalfrank distanziert sich inzwischen auch absolut davon.

Das ist nicht unsinnig, das ist Erziehung, wenn mein Hund mich zu irgendwas versucht zu nötigen, was jetzt keiner unmittelbaren Indikation bedarf, dann "zwing" ich ihn sich auch mal abzulegen. Das sollte man generell mal öfter machen bei Hunden die nur schwer zur Ruhe kommen. 

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vor einer Stunde schrieb Victoria94:

Das sollte man generell mal öfter machen bei Hunden die nur schwer zur Ruhe kommen. 

Damit sie sich noch nicht einmal den Stress ablaufen können und Frust den Stress noch verschlimmert...

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vor 45 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Damit sie sich noch nicht einmal den Stress ablaufen können und Frust den Stress noch verschlimmert...

Hunde brauchen ca 16 - 18 h Ruhe am Tag, der Hund hat aber keine Ruhe wenn er ständig in Erwartungshaltung ist, es gibt Hunde die springen sofort auf, wenn sich der Halter nur ein bisschen rührt, sind ständig unter Strom und laufen einen dauernd hinterher. Da gilt es dann mal die Hunde zu entschleunigen und das macht man eben, in dem man halt mal den Hund zu seiner Ruhe zwingt. 

Wenn mein Hund mal so drauf ist, weil er jetzt vielleicht unbedingt Bock hat spazieren zu gehen (und das nichts mit Pipi etc. zu tun hat) wir aber halt erst etwas später gehen, dann soll er sich auf seinen Platz ablegen, wenig später liegt er dann auch wieder völlig entspannt da. Also, man hilft damit seinem Hund, das hat nix mit ärgern zu tun. 

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Ich würde sagen ,man hilft seinem Hund, indem man in gewissem Maß berechenbar bleibt und genug Möglichkeiten anbietet draußen Auslastung zu kriegen und Stress loszuwerden mit klar getrennten Zeiten. dann muss man den Hundn auch nicht wegschicken und Erwartungen enttäuschen- im allgemeinen schläft der Hund dann auch viel tiefer. Ihn zur Resignation zu bringen beutet nur noch mehr Stress, der noch mehr stresst, weil er ihn nicht zeigen darf. Und das sage ich mit einem Hund der genau die beschreibung erfüllen würde.

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vor 2 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Ich würde sagen ,man hilft seinem Hund, indem man in gewissem Maß berechenbar bleibt und genug Möglichkeiten anbietet draußen Auslastung zu kriegen und Stress loszuwerden mit klar getrennten Zeiten. dann muss man den Hundn auch nicht wegschicken und Erwartungen enttäuschen- im allgemeinen schläft der hund dann auch viel tiefer. Ihn zur Resignation zu bringen beutet nur noch mehr Stress, der noch mehr stresst, weil er ihn nicht zeigen darf. Und das sage ich mit einem Hund der genau die beschreibung erfüllen würde.

Ich verstehe wie du das meinst, aber ein gestresster Hund zeigt auch das er gestresst ist, da gibt es kein Denken " oh Mist, ich darf jetzt meinen Stress nicht zeigen und bin dadurch jetzt total enttäuscht und vertraue meinem Herrchen nicht mehr" nene, der geht vielleicht erstmal widerwillig auf seinen Platz, aber beruhigt sich dann schnell und ist dann auch wirklich entspannt, das kann ja ein Hund nicht vorspielen. Genügend Auslastung ist ja sowieso klar und ich schicke meinen Hund auch nur dann auf seinen Platz, wenn ich mir wirkich sicher bin, dass auch seine Grundbedürfnisse erfüllt wurden (wie z.B. Pipi) - aber darüber hinaus hat mein Hund nicht zu entscheiden wann es an der Zeit ist rauszugehen, das entscheide halt immernoch ich, natürlich unter Berücksichtigung seiner individuellen Bedürfnisse und genau das ist ja das was Hunde brauchen, jemanden der Führt und der den Ton angibt, das ist in jedem Rudel nicht anders. 

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