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Hundeforum Der Hund
Victoria94

Hündin zu mehr Gelassenheit verhelfen

Empfohlene Beiträge

Hallo liebe Hundefreunde,

 

ich habe letzes Jahr eine Kangal-Kaukasen Hündin (kastriert und 4J), aus einer eher schlechten Haltung übernommen (keine Misshandlung aber kaum Gassi und wenig geistiger Input). Mir ist natürlich bewusst, dass insbesondere diese Rassen Kombination kompliziert ist und bin auch mit den rassetypischen Eigenschaften vertraut. 

Sie hat sich super schnell bei uns eingelebt und genießt unsere großen Waldrunden, sie hört prima auf mich, respektiert mich und meine Familie, kann ohne Leine Fuß gehen, lässt sich zurück rufen etc. Nur selten muss ich da energischer werden. 

Nur haben wir ein Problem, es ist zwar normal für Ihre Rasse, dass sie unser Grundstück verteidigt (ist eingezäunt) aber sie steigert sich teilweise richtig rein, wenn sie die Nachbarshunde sieht, lässt sich dann schwer eingrenzen (ich ruf sie dann zu mir und lass sie sich ablegen) hilft meistens schon, nur ist sie sichtlich unentspannt dabei. Eigentlich sollte sie ja die Nachbarshunde mittlerweile kennen und dann sich nicht jedes Mal so in Rage bellen. Das gleiche gilt bei fremden Besuch, insbesondere Männer, da ist sie extrem misstrauisch und versucht diesen zu verbellen, auch hier lasse ich sie dann neben mir ablegen, aber wenn es arg extrem ist, bringe ich sie in ein anderes Zimmer, um Sie aus der Situation rauszuholen, nur allerdings bekämpft das natürlich nicht die Ursache. Wie kann ich ihr helfen? Oder was muss ich verändern. Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder Tipps? Bin für jeden Rat dankbar. 

 

Liebe Grüße 

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So jetzt habe ich auch den thread gefunden- willkommen im Forum!

Wie ist sie sonst mit Artgenossen?

Kennen sich die Nachbarhunde und dein Hund von anderen gelegenheiten?

 

Ich kann dir jetzt nur Pauschaltipps geben, besser ist immer, wenn sich das jemand anschaut.

Ein Hund der wacht, ist immer froh, wenn seine Warnung verstanden wird. Erleichternd, wenn nicht der ganze Job am Hund hängenbleibt. Deshalb Zeigen und Benennen (einfach mal danach im Forum und Netz suchen), sich beim hund bedankern, ihn belohnen und die gefahrenlage einschätzen.

"Ach ja die nachbarshunde , kein Problem", Hund zu sich rufen, belohnung, Alternativverhalten (z.B. weiter beobachten, aber nicht bellen).  Also ein Team gründen, nicht gegen den hund arbeiten. er hat die bessere Wahrbnehmung und zeigt dir an, du gibst dann an, was zu tun ist. Und das sollte die Interessen des Hundes berücksichtigen. Dass er z.B. die Hunde im Auge behalten kann und einfach merkt, dass alle informiert sind.

Hund schimpfen und wegschicken ist keine Alternative und der Hund fühlt sich unverstanden, muss sein verhalten also intensivieren.

Das braucht alles Übung und geduls. Sobald Nachbarshunde keks und keine Aufregung bedeuten, kann sich das legen, erst recht, wenn die hunde sozial sind und sich "privat" außerhalb des territoriuleiden können. Mit Konkurrenten ist das nocch etwas schwieriger zu trainieren, aber geht grundsätzlich auch.

 

Es ist nie verkehrt auch mal für etwas Ersatzbeschäftigung zu sorgen, die den Hund ebenfalls fordert und euch ein bisschen zusammenwachsen lässt. Suchspiele unterwegs zum Beispiel, dass der Hund ein Familienmitglied wiederfindet und so etwas. Wenn der Hund nur einen Job hat, neigt er eher zum sich hineinsteigern.

 

Bei Gästen ein klares begrüßungsritual entwickeln, wieder initiiert von Zeigen und Benennen

Hund zeigt aan

Benennen

Lob/Keks

Beurteilen

je nach Besuch hund anleinen und schnüffeln lassen

Belohnung

während des besuchs immer mal verbal mit dem Hund Kontakt halten, und bei Bedarf Anweisungen geben. Der Hund soll immer das gefühl haben, dass jemand mitüberlegt

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vor 18 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

So jetzt habe ich auch den thread gefunden- willkommen im Forum!

Wie ist sie sonst mit Artgenossen?

Kennen sich die Nachbarhunde und dein Hund von anderen gelegenheiten?

 

Ich kann dir jetzt nur Pauschaltipps geben, besser ist immer, wenn sich das jemand anschaut.

Ein Hund der wacht, ist immer froh, wenn seine Warnung verstanden wird. Erleichternd, wenn nicht der ganze Job am Hund hängenbleibt. Deshalb Zeigen und Benennen (einfach mal danach im Forum und Netz suchen), sich beim hund bedankern, ihn belohnen und die gefahrenlage einschätzen.

"Ach ja die nachbarshunde , kein Problem", Hund zu sich rufen, belohnung, Alternativverhalten (z.B. weiter beobachten, aber nicht bellen).  Also ein Team gründen, nicht gegen den hund arbeiten. er hat die bessere Wahrbnehmung und zeigt dir an, du gibst dann an, was zu tun ist. Und das sollte die Interessen des Hundes berücksichtigen. Dass er z.B. die Hunde im Auge behalten kann und einfach merkt, dass alle informiert sind.

Hund schimpfen und wegschicken ist keine Alternative und der Hund fühlt sich unverstanden, muss sein verhalten also intensivieren.

Das braucht alles Übung und geduls. Sobald Nachbarshunde keks und keine Aufregung bedeuten, kann sich das legen, erst recht, wenn die hunde sozial sind und sich "privat" außerhalb des territoriuleiden können. Mit Konkurrenten ist das nocch etwas schwieriger zu trainieren, aber geht grundsätzlich auch.

 

Es ist nie verkehrt auch mal für etwas Ersatzbeschäftigung zu sorgen, die den Hund ebenfalls fordert und euch ein bisschen zusammenwachsen lässt. Suchspiele unterwegs zum Beispiel, dass der Hund ein Familienmitglied wiederfindet und so etwas. Wenn der Hund nur einen Job hat, neigt er eher zum sich hineinsteigern.

 

Bei Gästen ein klares begrüßungsritual entwickeln, wieder initiiert von Zeigen und Benennen

Hund zeigt aan

Benennen

Lob/Keks

Beurteilen

je nach Besuch hund anleinen und schnüffeln lassen

Belohnung

während des besuchs immer mal verbal mit dem Hund Kontakt halten, und bei Bedarf Anweisungen geben. Der Hund soll immer das gefühl haben, dass jemand mitüberlegt

Vielen lieben dank. Das klingt für mich jetzt alles viel plausibeler, ich werde mich da jetzt mal näher informieren, ich hab halt nur immer diese Befürchtung, dass ich es verpasse im richtigen Moment zu loben und dann ausversehen ein unwillkommenes Verhalten fördere, insbesondere wenns darum geht mit Leckerli zu loben, aber wie gesagt, ich werde mich da mal mehr reinlesen. 

 

Bisher hatte sie nur mit einem Nachbarshund guten Kontakt, wobei dieser bei der ersten Begegnung sogar in einer Rangelei endete. Inzwischen spielen die beiden aber zusammen, jedoch bellt sie trotzdem immer relativ energisch wenn sie ihn sieht. Mit dem anderen Nachbarshund kam sie erst einmal in Berührung. Die Haustür stand offen und sie war rausgeflitzt, es war absolut nichts passiert, der andere Hund hatte sich direkt unterworfen und meine wollte dann spielen, allerdings hatte der Besitzer des anderen Hundes dann ganz schön Angst bekommen und war sichtlich verunsichert. Jetzt im Nachhinein fällt mir auf, dass sie erst bellte, als ich dann dazu kam und mir die Situation dann natürlich etwas unangenehm war, ich hab sie dann wieder reingeführt. Mir kam auch schon die Idee, die Hunde sich einfach mal erneut beschnuppern zu lassen, damit diese sich kennenlernen. Dummerweise haben aber viele Angst oder übertriebenen Respekt vor ihr, weil sie so groß ist und die Nachbarn es natürlich auch häufig mitbekommen wie sie auf dem Grundstück energisch bellt.

 

Zum Thema Besuch: 

Welche Rituale könntest du empfehlen? Ist die Methode, dass sie sich neben mir ablegt verkehrt? Ich wollte halt damit bezwecken, dass sie meine Energie wahrnimmt und merkt das alles in Ordnung ist, da ich tatsächlich bei Besuch nicht nervös oder sonstiges bin. Komischerweise ist diese Problematik fast ausschließlich bei eher fremden Männern, die eher selten bis kaum zur Besuch kommen, bei fremden Frauen beruhigt sie sich viel schneller wieder. Dabei ist es tatsächlich auch völlig unrelevant, ob ich oder wir den Besuch mögen, ein guter Freund z. B den ich sehr gerne mag, wird ganz extrem angebellt, manchmal ist sie dann sogar richtig ängstlich dabei.. Vielleicht hat sie in ihrer früheren Haltung da mal schlechte Erfahrungen gemacht, nur das kann ich leider nicht mehr erfragen. 

 

 

 

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Was heißt denn, dass du mit den rassetypischen Eigenschaften vertraut bist? Hast du bereits Erfahrung mit HSH?

 

Mir erscheint es, als ob du versuchen möchtest dem Hund seine intrinsische Motivation zu nehmen. Du möchtest nicht, dass die Hündin -rassetypisch- fremde Menschen/Hunde etc aus eurem Haus oder von eurem Grundstück vertreibt - ok. Aber wo kann sie denn ihre Anlagen ausleben? Was machst du mit ihr um sie auszulasten? Spaziergänge werden da nicht reichen.

Bietest du ihr aber keine Alternative an, wird es dir um die Ohren fliegen.

HSH sind ja nun eh schon nicht gerade darauf ausgelegt mit dem Menschen zu arbeiten, sondern lieber nach eigenem Gusto.

 

Ich würde das von einem Trainer begutachten lassen, der sich mit HSH auskennt und nicht nur Labbis und Co im Training hat. Denn nur Keksfüttern wird mMn nicht zum Erfolg führen.

 

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vor 1 Minute schrieb Naschkatze:

Was heißt denn, dass du mit den rassetypischen Eigenschaften vertraut bist? Hast du bereits Erfahrung mit HSH?

 

Mir erscheint es, als ob du versuchen möchtest dem Hund seine intrinsische Motivation zu nehmen. Du möchtest nicht, dass die Hündin -rassetypisch- fremde Menschen/Hunde etc aus eurem Haus oder von eurem Grundstück vertreibt - ok. Aber wo kann sie denn ihre Anlagen ausleben? Was machst du mit ihr um sie auszulasten? Spaziergänge werden da nicht reichen.

Bietest du ihr aber keine Alternative an, wird es dir um die Ohren fliegen.

HSH sind ja nun eh schon nicht gerade darauf ausgelegt mit dem Menschen zu arbeiten, sondern lieber nach eigenem Gusto.

 

Ich würde das von einem Trainer begutachten lassen, der sich mit HSH auskennt und nicht nur Labbis und Co im Training hat. Denn nur Keksfüttern wird mMn nicht zum Erfolg führen.

 

Ich verbiete ihr das Bellen bzw. Bewachen nicht. Bei mir darf sie HSH sein. Ich dachte eigl das hätte man rauslesen können ;)

nur dieses übertriebene Bellen und nicht beruhigen, möchte ich gerne unterbinden, nicht nur weil mich das stört sondern meine Hündin ja dadurch auch unnötig unter Stress steht. Ich fande die vorherigen Tipps schon sehr gut und werde sie versuchen umzusetzen. 

Ich bin bisher eher viel mit ihr spazieren gegangen und habe sie bei Aktivitäten wie Grillen draußen z. B halt immer mit Teilhaben lassen, allerdings habe ich wenig Kopfarbeit mit ihr gemacht. Das werde ich nun mal ändern und werde Leckerli Suchen oder Personen Suchen mit ihr machen. 

 

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Die Kekse unterstreichen nur die Richtigkeit der Handlung. 

Sie sorgen für zusätzliche Entspannung. das Wichtigste ist, dass der Alarm registriert ist und Situationskontrolle darüber herrscht.

Auch ein Herdenschutzhund arbeitet normalerweise im team, da ist nie ein Hund alleine , die arbeitzen zusammen. gerade Kangals arbeiten auch sehr viel mit dem menschen zusammen, sie sind gleichzeitig Treibhund und Herdenschutz, die Kaukasischen Owtscharkas sind da schon eher Spezialisten, aber arbeiten auch mit anderen Hunden zusammen. Schützen ist ein gemeinsames Propjekt.

Deshalb im Team arbeiten.

Wann m,an die belohnungen setzt ist erstmal nachrangig, hauptsache sie werden mit dem Anzeigen des Warn - Reiz in Verbindung gebracht. Zuerst nimmt der Hund nur die Akzeptanz und das positive Gefühl wahr, irgendwann versteht er es als Belohnung dafür , dass er Bescheid gesagt hat. Und irgendwann versteht er auch, dass bei Dauerbellen keiner mehr belohnt.

 

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Außerdem lernt er Vokabeln! Mein hund bellt weiter, wenn ich nicht korrekt benenne...

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vor 1 Minute schrieb gebemeinensenfdazu:

Außerdem lernt er Vokabeln! Mein hund bellt weiter, wenn ich nicht korrekt benenne...

:D das ist wirklich sehr interessant. Ich habe jetzt die Tage einiges vor um mich mal tiefer in die Thematik reinzulesen. Insbesondere das Benennen, das möchte ich natürlich direkt auch umsetzen. Vielen Dank nochmal 👍

 

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Aber bitte eine lange Dauer einplanen und geduldig weitermachen. Ein Dobermann steigt da vermutlich leichter darauf ein- insbesondere sprachlich- als ein Herdenschutzhund, dessen Verhalten schon fest ritualisiert wurde.

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@Herdifreund hat oft gute Ideen zum Verhalten von HSH.

Ich habe sie hiermit mal gerufen.

 

Ich bin skeptisch, ob Zeigen & Benennen bei einem so selbständig handelnden Hund den gewünschten Erfolg bringt.

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