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Hundeforum Der Hund
Caro73

Gestresst in fremder Umgebung

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Wieder mal eine Frage - es ist sehr vieles besser geworden mit unserer extrem anstrengenden, da sehr hibbeligen, Junghündin. Manches sind noch große Baustellen. Z.B. ist sie in "fremden" Gegenden, wenn wir irgendwo hinfahren und spazieren gehen, erstmal so derart gestresst, dass sie völlig kopflos in der Leine hängt. Das geht ca. 15 bis 30 Minuten so und hört dann auf. Aber es ist enorm anstrengend. Womit können wir ihr diesen Stress nehmen oder es erleichtern? Oder wenn wir zu Freunden (Garten) gehen, ist ihr so unwohl, dass sie nur an der Leine rumrennt - von links nach rechts usw. und irgendwann leise jammert. 

 

Dann noch eine andere Verhaltensfrage. Wenn wir vom Haus in den Garten gehen, springt sie uns erstmal hüpfend übermütig an. Von vorne  von hinten, von allen Seiten. Sie will wohl zum Spiel auffordern. Aber es nervt und die Krallen sind nicht so toll.. Wie abgewöhnen? Ignorieren soweit möglich machen wir - schimpfen, wenns einfach weh tut und zuviel wird. Aber nichts hilft... 

 

Danke für Tipps!

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Hallo,

 

wenn sie so viel Stress hat in fremder Umgebung würde ich zumindest jetzt noch versuchen Routine in die gassigänge zu bringen. Heißt immer die gleichen Strecken und Kleinschrittig mit ihr neue Umgebungen erkunden. Also erst die bekannte Strecke und dann mit Auto in ein neues Gebiet. Dort Kofferraum auf anfangen es schön zu füttern. Wenn sie da ruhig bleibt und nicht Hecktisch wird autoklappe wieder zu und heim. Das kann man dann schön ausbauen. Kurz raus aus dem Auto paar Minuten umschauen lassen und wieder zurück. Es braucht halt Geduld.

Es gibt Hunde die sind einfach erstmal völlig durch wenn was neues kommt. 
 

Zusätzlich würde ich an der Orientierung zu mir in bekannten Gebieten arbeiten, dann wird sie es auch in unbekannten Flächen mal abrufen können.

 

Zum Garten bei Freunden würde ich sie anleinen und was zum kauen anbieten

( beruhigt)
 

Wenn ihr in den Garten geht, ich sehe es ja nicht, aber würde vermuten das sie euch versucht zu begrenzen. 
 

Was ist es denn für eine Rasse/Mischung?

 

Alles in allem ist es immer besser einen Trainer hinzuzuziehen, gerade wenn der Hund so gestresst ist, ist Ruhe erstmal wichtig.

 

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Langsam glaube ich , dass ihr eigentlich das Hauptproblem dabei seid und gar nicht der Hund. Dann fahrt doch einfach dorthin, wo sie problemlos frei laufen kann, dann kann sie sich angemessen mit den Reizen beschäftigen.

Für das Anspringen müsst ihr nur dem Hund beibringen, was sie stattdessen machen soll. Und das dann eben belohnen. Außerdem könnt ihr es angenehmer gestalten, wenn ihr euch einfach hockt, dann muss sie nicht sopringen. Das bringt auch gleichzeitig mehr Ruhe. Denn Sitzen bedeutet weniger Bewegung.

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vor 3 Stunden schrieb laraderdackel:

wenn sie so viel Stress hat in fremder Umgebung würde ich zumindest jetzt noch versuchen Routine in die gassigänge zu bringen. Heißt immer die gleichen Strecken und Kleinschrittig mit ihr neue Umgebungen erkunden. Also erst die bekannte Strecke und dann mit Auto in ein neues Gebiet.

Fällt dir nicht auf, dass es an der Leine liegt?

 

vor 21 Stunden schrieb Caro73:

ist sie in "fremden" Gegenden, wenn wir irgendwo hinfahren und spazieren gehen, erstmal so derart gestresst, dass sie völlig kopflos in der Leine hängt. Das geht ca. 15 bis 30 Minuten so und hört dann auf.

 

vor 21 Stunden schrieb Caro73:

Oder wenn wir zu Freunden (Garten) gehen, ist ihr so unwohl, dass sie nur an der Leine rumrennt - von links nach rechts usw. und irgendwann leise jammert.

 Auch die Tatsache , dass sie sich akklimatisiert und es auf Dauer immer besser wird , lässt   nicht auf Überforderung, sondern auf Unterforderung schließen. Sie braucht Auseinandersetzung - nicht Entzug und sie muss sich dafür frei bewegen können.

Das ist wie, wenn du dein Kind immer zur selben Tante schleifst Kaffeetrinken und endlich darf es auch mal zum See, da verordnest du doch auch nicht weiter Tante und Kaffeetrinken.

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Ja sicher liegt es an uns und dem "Unvermögen" mit unserem nicht ganz 08/15 Mischling immer 100%ig richtig umzugehen. Wir sind keine Hundetrainer, hatten vorher einen Hund, der einfach normal war, wir sind nicht 24h mit dem Hund beschäftigt und wir können nicht unser ganzes Leben nur nach dem Hund richten. Aber wir geben seit 2 Jahren unser Bestes. Wenn der Hund aber trotz Training nicht vom Jagen abzubringen ist, ist es in unserer Gegend ein Freilauf nur spärlich möglich. Ländlich, aber doch mit vielen Menschen und Wild. Wir sind im Outback aber viel mit Schlepp unterwegs. Ebenso normale Leine im Ort, aufgrund von Verkehr und weil es sich für meine Mitmenschen einfach so gehört und es immer weniger Verständnis und eher Anfeindungen Hunden gegenüber gibt. Wir waren bei zwei verschiedenen Trainern und beide sagten: der Hund ist einfach von seinem Wesen so - das muss man annehmen und einfach ruhig bleiben. Das tun wir, ich dachte nur, hier hätte jemand einen umsetzbaren Rat... 

 

Dankeschön für eure Einschätzung 

Elli

@laraderdackel sie ist wohl ein Berger des Pyrenees-Mix... 

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Ich fühle mit dir und kenne so ein Verhalten nur zu gut. Wir haben eine sehr quirlige Dalmi Hündin, die auch für ihr Leben gerne hetzt.

Ich habe mich schon eine ganze Weile damit abgefunden, dass Enya eben so ist wie sie ist und dass bei ihr viele der üblichen Erziehungstipps ins Leere laufen.

Bergers des Pyrenées sind nach meiner (geringen) Erfahrung  sehr lebhafte Hunde.

 

Klasse, dass du an verständige Trainer gekommen bist, die das Wesen deines Hundes erkannt haben und auch darauf Rücksicht nehmen.

Unsere Enya ist mittlerweile 6 und natürlich "ruhiger" geworden, aber die Grundzüge ihres überaus zuwendenden und lebhaften Wesens haben sich nicht verändert.

Wir leben damit und reiben uns nicht an der Meinung und den Ratschlägen von Aussenstehenden auf. So darf sie auch mal Freunde und Bekannte stürmisch (ja, auch mit Hochspringen) begrüssen, wenn es sie vor Wiedersehensfreude schon fast "zerreisst". Wenn der erste Energieschub draussen ist, ist sie abrufbar.

Bei Leuten, die das nicht mögen oder sie nicht kennen, bleibt sie eben an der Leine und es wird so eine Distanz gewahrt, die Hund und Mensch gerecht wird.

Im Wald und unübersichtlichem Gebiet bleibt sie an der Leine. Die Energie darf dann da raus, wo Übersicht möglich ist, da wird dann gerannt, apportiert, Quatsch gemacht, Suchspiele (die sich bei uns auch als Umlenkungsstrategie im Wald an der Leine bewährt haben) etc.

 

Was Enya vermutlich nie werden wird, ist ein Hund, mit dem man Gedankenverloren und total entspannt durch die Gegend laufen kann ohne auf ihn zu achten.

Das rächt sich schnell.

Wichtig sind bei ihr ganz besonders Ruhe und Einschätzbarkeit der Situationen und Personen, sonst schäumt das Temperament gleich über.

 

Ich will dir mit der Beschreibung unserer Enya nicht erzählen, wie du "es" machen musst, sondern vermitteln, dass "solche" Hunde genauso normal sind, wie die, bei denen aufgrund ihres Wesens die Erziehung viel leichter fällt. Davon hatten wir auch welche....

Alles Gute für euch!

 

 

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@Renegade Das haben wir ihr schon öfter geschrieben. und ich finde es etwas traurig , dass man das immer noch muss. es liest sich einfach nach wenig Verständins, und irgendwie nach Ablehnung. (und die Kastration hat nicht dazu beigetragen, dass sie Stress besser verabeitet).

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vor 7 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

@Renegade Das haben wir ihr schon öfter geschrieben. und ich finde es etwas traurig , dass man das immer noch muss. es liest sich einfach nach wenig Verständins, und irgendwie nach Ablehnung. (und die Kastration hat nicht dazu beigetragen, dass sie Stress besser verabeitet).

Aus dem Grund war die Kastra ja auch nicht. Und ja, du hast Recht... ich bemühe mich wirklich sehr um unsere Wilde, aber in der hintersten Faser meiner Seele, wünsche ich mir einen Hund, der leichter handelbar ist, als sie es wohl jemals sein wird. Ich hoffe auf die Zeit oder auch auf eine gute Fee, die plötzlich die zündende Veränderung herzaubert... vielleicht hilft es mir manchmal hier nach Ratschlägen oder Verständnis zu suchen, wenn der Frust auf meiner Seite wieder zu groß geworden ist. Ja, das ist wohl traurig, aber die Wahrheit.

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vor 22 Minuten schrieb Caro73:

ich bemühe mich wirklich sehr um unsere Wilde, aber in der hintersten Faser meiner Seele, wünsche ich mir einen Hund, der leichter handelbar ist, als sie es wohl jemals sein wird

 

Das klingt für mich nicht besonders gut, ehrlich gesagt, und weil da immer noch Vorbehalte mitschwingen, auch nicht erfolgversprechend.

Das finde ich sehr schade. Es sollte dir leichter fallen, dich auf deinen Hund einzulassen als umgekehrt zu erwarten, dass das Tier sich nach deinen Vorstellungen umformen lässt.

Der Hund hat sich euch nicht ausgesucht, das war wohl eher umgekehrt.

Insofern wäre es nur fair, sich mit dem Wesen des Hundes zu arrangieren.

Oder ist eine Abgabe eine mögliche Option?

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Naja. die Veränderung kann ja auch beim Menschen stattfinden. An Hunden kann man wachsen.

Die Sache ist Hunde haben so viel mehr Wahrnehmung- sie spürt deine Zweifeln  ganz genau. Und das verunsichert sie und macht sie nervös und fördert die Übersprungshandlungen, mit denen du eh schon Probleme hast.

Mach' es dir und ihr leichter und schau aus ihrer Perspektive. Dieser Hund hat ganz viel Lebensfreude zu bieten. Und wenn man die teilt wird alles einfacher. Wobei ich da ein ganz schlechtes Beispiel bin, weil ich solche Hunde sehr gerner mag

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