Jump to content
Hundeforum Der Hund
Caro73

Gestresst in fremder Umgebung

Empfohlene Beiträge

Ich kenne diese Zweifel, es gibt manchmal einfach Momente, wo man sich wirklich fragt ob das alles so richtig und gut ist, wie es ist. Man will das mit diesem Hund schaffen, aber man fragt sich ob man es schaffen kann. Ob man dem Hund der Besitzer sein kann, den er braucht. Das sind bei mir die Momente, in denen es Trainingsrückschläge gibt, aktuell wieder ganz extrem, ich werde noch berichten. Man könnte heulen, weil man meint so viel geschafft zu haben, was dann irgendwie verpufft.

Gleichzeitig bin ich inzwischen so froh, dass wir Peanut haben. Wir haben so unglaublich viel gelernt, lernen müssen, dafür bin ich ihm dankbar. Wer weiß, vielleicht wäre man mit einem anderen Hund einer dieser Tut-nix -Halter geworden? Ich bin froh, dass wir es nicht sind, dank der Chaoskröte.

Wichtig war für mich die Erkenntnis, dass er eben so ist, wie er ist. Das es nur besser werden kann. Und rückblickend ist es so viel besser geworden. Darauf kann man stolz sein! Mir hat bei der Erkenntnis ein Patient geholfen, der schon sein Leben lang Hunde hält und mit dem ich mich viel darüber unterhalte. Der hat da so eine entspannte Haltung, lacht über vieles und das macht alles irgendwie lockerer. Man hat den Hund, den man hat, aus irgendeinem Grund. Vielleicht um lernen zu dürfen, wenn man lernen muss.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 25 Minuten schrieb AnjaBla:

 Vielleicht um lernen zu dürfen, wenn man lernen muss.

Und das Tolle ist halt, dass das klappt. :)

Vielleicht zur Anschauung mal mein Hund unter solchen Umständen:

kein Freilauf, Vorbehalte, latenter Druck, fremde Territorien an der Leine (Besuch bei Freunden)

Die wäre nicht nur rastlos und hibbelig.

Die könnte kaum mehr schlafen, würde nachts mehrmals wach denn sie hätte stressbedingten Durchfall, sie würde vermehrt bei Fremden abwehren, weil sie Vertrauensmängel hätte und sich somit nicht an uns orientieren würde (und derjenige, der nicht damit umzugehen weiss hätte sehr viel Stress und Ärger). Sie würde vor Stress permanent bellen und sich mit Jagen ablenken. Sie würde körperlich krank.

Und weisst du was?

Das geht sogar vielen scheinbar unproblematischen Labradoren so, nur zeigen sie es nicht so, man merkt es nicht so deutlich, aber die werden auch davon krank.

Der Hund muss auch mal Sachen mitmachen, von denen er nicht viel hat, weil es sich gerade nicht anders einrichten lässt: Aber das ist nicht sein Leben. Das muss er auch haben und das richtet sich nach seinen Bedürfnissen. Kein Lebewesen will ständig fremdbestimmt nebenherlaufen. Das steigert Frust und Stress.

Versuche das einzurichten: fahr mit deinem Hund weit raus, nur ihr, Wiese , Bach, Wald, und viele Kekse. Lass dir von deinem Hund Wege zeigen. Lass dich suchen. Lasst euch was einfallen, probiert Sachen, die ihr nie versucht habt. Einfach die Erwartungshaltung abschütteln, dann markt man, was man im Stress übersieht

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 52 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Versuche das einzurichten: fahr mit deinem Hund weit raus, nur ihr, Wiese , Bach, Wald, und viele Kekse. Lass dir von deinem Hund Wege zeigen. Lass dich suchen. Lasst euch was einfallen, probiert Sachen, die ihr nie versucht habt. Einfach die Erwartungshaltung abschütteln, dann markt man, was man im Stress übersieht

 

So machen wir das auch :) Man muss versuchen, dass positive überwiegen zu lassen. Irgendwohin, irgendwas machen. Nur man selbst und der Hund. Lockerheit, Spaß, Entspannung, Loslassen, alles abschütteln und einfach genießen. Tief durchatmen in einer sonst so steifen, gestressten Welt. Mir hilft nichts besser um runter zu fahren, obwohl ich ja immer aufpassen muss. Aber das ist inzwischen wie Zähne putzen, macht man halt, man muss nicht darüber nachdenken oder sich davon einnehmen lassen.

Und ganz ehrlich... es gibt nichts schöneres, als wenn die Chaoskröte auf mich zustürmt, ich mich hinknie, die Arme ausbreite und er mir in die Arme rennt, mich küsst und sich feste an mich drückt, glücklich, entspannt, froh des Lebens und den Moment so genießend wie er ist. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Am 2.8.2020 um 20:25 schrieb Caro73:

Wir waren bei zwei verschiedenen Trainern und beide sagten: der Hund ist einfach von seinem Wesen so - das muss man annehmen und einfach ruhig bleiben. Das tun wir, ich dachte nur, hier hätte jemand einen umsetzbaren Rat... 

 

Seltsame Behauptung. Woher kommst du denn?

Es muss jemand eine gründliche Anamnese machen und gucken, an welchen Schrauben ihr drehen könnt (Futter, Ruhezeiten, Beschäftigung, unabsichtliche Belohnung von unruhigem Verhalten....).

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 5 Stunden schrieb AnjaBla:

Wichtig war für mich die Erkenntnis, dass er eben so ist, wie er ist. Das es nur besser werden kann.

 

Das ist ganz genau so!

Das Leben mit einem anderen Lebewesen, ob Hund, ob Mensch, ist von Kompromissen geprägt.

Alles andere wäre doch auch langweilig, oder? ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Es ist schon richtig, dass ein guter Trainer so manches sieht, was dem Halter vor lauter Betriebsblindheit gar nicht auffällt.

Wenn man da ansetzt, sind oft schnell Aha Erlebnisse und eine Besserung von unliebsamen Verhaltesweisen möglich.

 

Aber, wie schon gesagt, dazu braucht es einen guten Trainer, der sich den Hund in Ruhe anschaut, dessen Verhalten reflektiert, analysiert und

nicht nur in eine Richtung denkt.

Leider gerät man gerade mit solchen Hunden an die Falschen, die vermitteln, dass man nur genug Druck machen muss, damit der Hund "lernt", sich so zu verhalten, wie es dem Halter theoretisch vorschwebt. Und der in der Praxis auf Probleme stösst, mit denen er nicht gerechnet hat.

 

Es wird häufig (auch und vor allem in Foren) der Eindruck erweckt, dass mit fast  jedem Hund ALLES möglich ist, man müsse nur wissen, wo man ansetzen muss.

Dies einfühlsam und gewaltlos hinzubekommen, ist mMn einigen wenigen vorbehalten. Und selbst dabei ist manchmal mehr Dressur im Spiel als ich persönlich sehen möchte.

 

Für den  0815 Halter (und auch viele Trainer) bleibt dieser Olymp unerreichbar. Man muss sich mit bescheideneren Erfolgen zufrieden geben, nein - eigentlich sich an ihnen freuen! - und dann ist es auch gut!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 6 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Der Hund muss auch mal Sachen mitmachen, von denen er nicht viel hat, weil es sich gerade nicht anders einrichten lässt: Aber das ist nicht sein Leben. Das muss er auch haben und das richtet sich nach seinen Bedürfnissen. Kein Lebewesen will ständig fremdbestimmt nebenherlaufen. Das steigert Frust und Stress.

Versuche das einzurichten: fahr mit deinem Hund weit raus, nur ihr, Wiese , Bach, Wald, und viele Kekse.

 

So sehe ich das auch. Es geht nicht immer nach dem Wunsch des Hundes. Aber meiner Meinung nach sollten wir Menschen zusehen, dass der Hund seine Bedürfnisse so gut wie möglich erfüllt bekommt - schließlich haben wir ihn ja ins Haus geholt.

 

Zur Zeit können auch meine Hunde nicht freilaufen, obwohl sie das gewohnt sind. Da, wo ich gerade bin, ist Wald, Wald, Wald und somit sind auch Rehe da. Also bleiben meine Hunde an der Leine. Finden sie nicht toll und ich auch nicht, aber anders geht es momentan nicht.

Aber, damit sie rennen und flitzen können, gehe ich drei Mal täglich zu einer großen Wiese. Dort kann ich sie freilaufen lassen. Würde ich das nicht tun, wäre zumindest meine Hündin mehr als unruhig.

 

vor 6 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Einfach die Erwartungshaltung abschütteln

 

Und das finde ich sehr wichtig und das habe ich bei meiner vorigen Hündin gut gemerkt. Sie war sehr aktiv und aufgrund ihrer Erfahrungen in ihrem ersten Lebensjahr ein gestörter Hund. Einfaches Zusammenleben war das nicht und es gab auch bei mir den Zeitpunkt an dem ich dachte, ich könnte ihr nicht das bieten, was sie braucht. Allerdings habe ich mich dann doch dafür entschieden, dass sie bei mir bleibt. Ich wollte keinen Wanderpokal aus ihr machen und sie hatte mich als Bezugsperson ausgesucht.

Nach dieser Entscheidung schraubte ich meine Erwartungen zurück und siehe da: Der Hund ist zwar so geblieben wie er nun mal war, aber das Zusammenleben verlief harmonisch. Ich habe sie einfach so gelassen wie sie war und nicht mehr davon geträumt, dass sie ein gelassener, ruhiger Hund wird (ist sie auch nie geworden).

 

Dann noch etwas zu diesem Hin- und Herlaufen: Macht meine Hündin auch manchmal, wenn sie angeleint ist und sie irgendwas in der Umgebung stresst. Wenn ich sie ableinen kann, ist ihr Stress vorbei. Kann ich sie nicht ableinen, versuche ich es so einzurichten, dass sie nicht in der Situation bleiben muss.

Meine Emma lässt sich schnell aus der Bahn werfen. So ist sie nun mal, obwohl das im Laufe der Jahre besser wurde. Aber sie ist kein ruhiger, entspannter Hund, wie es beispielsweise mein Rüde ist. 

Da wir viel reisen, ist sie oft in fremden Umgebungen. In der Regel findet sie das klasse. Aber manche Situationen überfordern sie. 

 

Kann ich nicht mit ihr komplett aus der Situation herausgehen, gehe ich zumindest mal kurz aus der Situation heraus. Also dein Beispiel vom Garten: Ich würde dann meine Hündin nehmen und mit ihr eine Runde spazieren gehen. Irgendwas machen, was für den Hund schön ist und Spaß macht. Meistens ist es bei uns dann so, dass anschließend der Stress nicht mehr aufkommt und sie sich hinlegen kann. 

 

Gehen wir uns Orte anschauen und dort sind viele Menschen und/ oder viel Straßenverkehr, wird meine Hündin auch oft nervös und zieht dann wie Hulle. In so einem Fall...breche ich das Ganze entweder ab (mir sind Ortsbegehungen eh nicht wichtig) oder ich bleibe erstmal irgendwo am Rand stehen und lasse meine Hündin in Ruhe das Treiben beobachten. Wenn sie sich das Alles in Ruhe anschauen konnte, verläuft es in der Regel anschließend besser. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Am 1.8.2020 um 16:39 schrieb Caro73:

Wieder mal eine Frage - es ist sehr vieles besser geworden mit unserer extrem anstrengenden, da sehr hibbeligen, Junghündin. Manches sind noch große Baustellen. Z.B. ist sie in "fremden" Gegenden, wenn wir irgendwo hinfahren und spazieren gehen, erstmal so derart gestresst, dass sie völlig kopflos in der Leine hängt. Das geht ca. 15 bis 30 Minuten so und hört dann auf. Aber es ist enorm anstrengend. Womit können wir ihr diesen Stress nehmen oder es erleichtern? Oder wenn wir zu Freunden (Garten) gehen, ist ihr so unwohl, dass sie nur an der Leine rumrennt - von links nach rechts usw. und irgendwann leise jammert. 

 

Dann noch eine andere Verhaltensfrage. Wenn wir vom Haus in den Garten gehen, springt sie uns erstmal hüpfend übermütig an. Von vorne  von hinten, von allen Seiten. Sie will wohl zum Spiel auffordern. Aber es nervt und die Krallen sind nicht so toll.. Wie abgewöhnen? Ignorieren soweit möglich machen wir - schimpfen, wenns einfach weh tut und zuviel wird. Aber nichts hilft... 

 

Danke für Tipps!

 

Hi,

 

ich hoffe du schaust hier noch rein.

Ich hab ja ebenfalls einen Berger-de-Pyrennes-Mix.

 

In fremder Umgebung beispielweise würde Luke sich niemals freiwillig hinlegen. Niemals. Und er ist dann auch schnell gestresst. Er hatte dann beispielweise eine Phase wo er anfing auf Steinen rumkauen zu wollen. Hab ich ihm dann natürlich immer abgenommen, hat ihn aber erst recht gestresst.

 

Auf Kommandos hat er dann entweder extrem schnell reagiert oder er war dermaßen im Tunnel das er mich kaum mehr wahrgenommen hat.

Selbst wenn er aber ansprechbar war und ich ihn beispielweise ins Platz geschickt hab, hat das nichts gebracht weil dadurch seine Erwarungshaltung eher gestiegen ist, jetzt wurde ja gearbeitet.

"Platz" hatte bei ihm offensichtlich tatsächlich die doppeldeutige Bedeutung.

 

Was ich für mich festgestellt hab. Wenn ich die Leine in der Hand habe, dann spür ich auch bei lockerer Leine alles. Ich merke ob er einen Hund mag oder nicht, ich spüre ob er angespannt ist oder nicht usw.

Wenn ich es von ihm spüre, spürt er es sicher auch von mir. Zudem, wenn man die Leine in der Hand hat, gibt man ja doch immer mal bisschen nach. Also hab ich mir angewöhnt die Leine beim warten zu fixieren. Am Stuhlbein, an einem Zaun oder dergleichen. Oder wenn es nicht anders geht an meinem eigenen Bein (heute eigentlich immer an mir selber). Auch auf die Gefahr hin das der Stuhl eben mal wegfliegt (wobei Luke damals annäherend 29kg hatte deine hat ja nur 13kg).

Dadurch gelang es mir dann auch Luke besser zu ignorieren. Für die gelegentlichen Beller hatten wir dann ein Abbruchsignal weil andere belästigen sollte er dann auch nicht.

 

Nach und nach wurden die Situationen dann auch einfach bekanner. Filmabend beim Kumpel, haben wir mindestens 1-2x im Monat. Feiern bei diversen Familienmitgliedern ebenfalls regelmäßig. Da auch mit größtenteils bekannten Personen usw.

Zudem hab ich mich etwas in die konditionierte Entspannung eingelesen.

 

Wie gesagt draussen würde Luke sich selbst in bekannter Umgebung auch heute nicht einfach so hinlegen. Entsprechende Situationen haben gezeigt das er immer noch mehrere Stunden stehen bleiben würde. Das Platzkommando hab ich sowieso generell abgeschafft und durch ein entspannteres, auf maximaler freiwilligkeit aufgebautes Signal umgestellt (welches ich tatsächlich hauptsächlich dafür nutze Luke nach Anfällen runter fahren zu lassen).

 

Es ist aber auch offensichtlich auch Personenabhängig.

 

Mein Dad nimmt zum Kaffeetrinken immer etwas zum kauen mit. Er sagt hinterher kann sich Luke inzwischen super entspannen. Nehm ich hingegen etwas mit, hat Luke wieder seine Erwartungshaltung. Ist danach gestresster.

 

Manchmal ists aber auch situations- bzw. ortsabhängig. Eine ruhige Ecke kann da echt wunder wirken. Luke darf sich aber nicht "weggesperrt" oder eingeengt fühlen. Sehr häufig hilft es ihm wenn er erst rumlaufen und alles abchecken darf. Er ist immer noch super neugierig. Bei der Physiotherapeutin ist er letztens die Rampe zum Unterwasserlaufband hochgelaufen. Laufband gibts schon immer aber bisher ohne die Rampe. Er fand das spannend. Auch beim Tierarzt wissen sie inzwischen das ich ihn erstmal einfach laufen lasse im Behandlungszimmer und er sich alles genau anschaut. Und natürlich hilft es massiv wenn er ausgelastet ist. Körperlich und mental. Zu Familienfeiern lauf ich inzwischen hin statt mit dem Auto zu fahren. Dann hat er seine Geschäfte erledigt, geschnüffelt und die Beine vertreten und auf dem Rückweg kann er sich den Stress ablaufen.

 

Bei uns ist halt Stressmanagment sehr extrem wichtig da Luke auf Stress (positiven genauso wie negativen) mit Anfällen reagiert. Bei einem Pyri-Appenzeller-Mix der in Lichtgeschwindigkeit hoch fahren kann natürlich besonders fatal.

 

P.S. Grad noch den Beitrag von @KleinEmma nochmal genauer durchgelesen. Erwartungshaltung reduzieren ist enorm wichtig. Seh ich genauso. Und ja auch die Erwartung das man nicht negativ auffallen will. Wenn Luke halt unruhig ist, und stört, stört er halt mal. Wer mich einlädt weiß ich komm mit Hund, geh ich ins Restaurant wissen die das auch vorher. Wollen sie es nicht müssen sie es mir halt sagen dann bin ich auch weg. Einige meiner Familienmitglieder hatten nachdem sie zuhause ausgezogen waren auf einmal Probleme mit Luke. Teilweise waren auch die neuen Freunde/Freundinnen schuld. Also wurde ich ohne Hund eingeladen. Also hab ich dankend abgelehnt. Nachdem ich es einige Male gemacht hatte wurde ich wieder eingeladen, ausdrücklich mit Luke aber mit Einschränkungen. Also hab ich gesagt ich komme gerne aber wenn es nur mit den Einschränkungen für Luke geht dann halt nicht insbesondere mit dem Hinweis das bei familienfremden Einladungen die Personen deutlich entspannter sind als die eigene Familie. Es wurde eine Nacht drüber geschlafen und ich denke im Hintergrund fleißig diskutiert und dann wurden diese wieder aufgehoben.

Aktuell darf er nur bei meiner Schwester nicht auf den Spielteppich von meinem Neffen und nicht in die offenen Küchen von ihr und auch bei meinem Bruder nicht und während dem Essen soll er gesichert sein. Das kann ich akzeptieren.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Caro73 habe mir ehrlich gesagt nicht alle Antworten durchgelesen sondern möchte mich einfach auf deinen Eingangspost beziehen :) 

 

Ob es dir hilft weiß ich nicht aber: Unseren Hund bezeichne ich als sehr sensitiv. Und das erklärt eigentlich schon fast alles :) Von absoluter Chilligkeit bis zum Nervenbündel braucht es wenig. Meine Meinung: MIT dem Hund arbeiten statt gegen ihn. Bedeutet für mich: nicht versuchen, den Hund grundsätzlich entspannter zu bekommen - das ist ME bei einem sensitiven Hund nicht der beste Ansatzpunkt, denn er ist nicht grundsätzlich unentspannt - sondern Verständnis (auch im Sinne von „kapieren“) lernen. Dann ist es auch möglich, in den Situationen souverän zu reagieren. In meinen Augen braucht ein solcher Hund keine Schönfütterung, Ritualisierungen oder dergleichen sondern souveräne klare Kommunikation, da er selbst wenig in Stereotypen sondern stark auf Emotionen reagiert. Und darin liegt eben die Krux.
 

Tatsächlich bin ich der Ansicht: den Hund nehmen wie er ist, hilft. Was nicht bedeutet, als Mensch nichts zu tun. Aber es gibt dabei kein Schema und solange man den Hund im Wesen nicht akzeptiert, wird es auch schwierig mit Erfolg - Man hebelt seine Erziehungsversuche durch sich selbst aus. So blöd das auch klingen mag. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×
×
  • Neu erstellen...