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Hundeforum Der Hund
agatha

Mein Hund kann mich nicht lesen

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jaa, so ist es mir passiert, nach vielen langen Jahren als Hundehalter.

Ich hatte einen Hund, der mich nicht lesen konnte.

Was bedeutet "lesen können" für mich.

ich erwarte immer einen Hund, der meine Körpersprache  richtig deuten kann.

 

Ja, selbst Lucie, gerade mit dem Flugzeug aus Griechenland eingeflogen.

Sie konnte sofort meine Körpersprache lesen.

 

Nur Rammstein, der DSH, er konnte es nicht.

Wenn mir Menschen entgegen kamen, ihn ansahen, war er sofort im Angriffsmodus.

Mir sah er nie in die Augen.

Ramse konnte mit der menschlichen Körpersprache nichts anfangen.

Mit Fremdhunden kommt er super zurecht.

 

habt ihr mal darüber nachgedacht, dass die hündische Kommikation eine so ganz andere ist, als Hunde mit uns Menschen kommunizieren.

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zeige, benennen und erklären.

Eine hier viel gelesene angepriesene Methode um Hunde zu lenken.

ich denke, diese Methode hilft dem HH.

Er , der HH,brabbelt so vor sich hin, beruhigt sich, seine Körpersprache wird für den Hund ruhig .....

Aber Hund versteht nun wirklich nicht das Gesprochene, er kann aber super die Körperspannung seines HH lesen.

Aber was pasiert, wenn Hund die Körpersprache des Menschen nicht lesen/deuten kann?

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vor 23 Stunden schrieb agatha:

Aber Hund versteht nun wirklich nicht das Gesprochene

Doch er versteht auch Wortbedeutung, Sprachinformationen wird beim Hund in den gleichen Hirnarealen verarbeitet wie beim Mensch. Das zeigen Hirnaktivitätsmessungen mit MRT Aufnahmen. Die Hunde konnten deutlich unterscheiden, ob jemand lobend Phantasiebegriffe von sich gab oder echte Worte. Sie reagierten auch positiv auf diese lobenden Worte, wenn sie nicht überschwänglich ausgesprochen wurden.

Vielleicht liegt es auch an dir?

Ich habe auch häufiger "Probleme, dich zu lesen".

Vielleicht hat der Hund auch einfach kein Interesse daran, Fremde verstehen zu wollen. Er braucht die ja nicht. Also kann er sie pauschal abwehren, wenn sie ihm nichts bringen. Und das funktioniert bei ihm eben gut. Solange es nicht lohnenswert ist, gibt es für ihn kleinen Bedarf.

Generell dürfte man davon ausgerhen, dass der Hund deutlich mehr wahrnimmt als der Mensch und deshalb auch über genug Informationen verfügt. Die Frage ist nur, ob er sie einordnen kann in der Aufregung, oder ob ihn die überhaupt genug interessieren, damit er sich mehr mit ihnen befasst.

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vor 23 Stunden schrieb agatha:

Wenn mir Menschen entgegen kamen, ihn ansahen, war er sofort im Angriffsmodus.

Mir sah er nie in die Augen.

Na ja, dass anstarren unter Hunden als extrem unhöflich gilt, um nicht zu sagen als aversiv, ist ja nun nichts Neues. Rammstein hat das vielleicht, warum auch immer, besonders ausgeprägt so empfunden. Seiner menschlichen Bezugsperson allerdings nie in die Augen zu schauen, ist schon ungewöhnlich.

 

Wieso du das aber nun grade als Beispiel dafür siehst, dass Hunde untereinander anders als mit Menschen kommunizieren, ist mir nicht ganz klar. Wie hat er denn auf Hunde reagiert, die ihn ansahen?

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Manchmal liegt es am Buch und nicht am Leser.

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Mhhhh... jahrelange Hundehaltung und plötzlich wird klar: Jeder Hund ist anders, hat eine andere Vorgeschichte und verhält sich anders😮 

 

Das verschiedene Hunde in verschiedenen Situationen unterschiedlich auf Menschen, andere Hunde und andere Situtationen reagieren, muss man doch wohl nicht wirklich erwähnen?

Und was heisst "lesen könenn"? Wenn ich jahrelang mit einem Hund zusammen bin, dann lernt man sich kennen und weiss irgendwann, Gesten, Reaktionen, Laute und Verhaltensweisen des jeweils anderen zu deuten. DANN funktioniert das oft auch völlig nonverbal. Wenn aber ein Hund (vor allem aus dem Tierschutz) das von vornherein kann, dann ist das Zufall. Dann pass sein Erlerntes glücklicher Weise und rein zufällig genau auf das Verhalten und die Erwartungen des Halters. Gerade bei Tierschutzhunden ist das aber oft ganz und gar nicht der Fall. Da müssen Ängste überwunden werden, konditionierte Verhaltensweisen umkonditioniert werden. Da trifft man auf Angstbeisser (Angriff ist die beste Verteidigung oder der schnellere überlebt... oder... oder..) man hat einen Hund der sich nur verkriecht oder einen der scheinbar alles mißversteht, weil man sich völlig anders verhält als die Vorbesitzer. 

 

Das "Lesen können" ist ein Lernprozess. Das trifft auf den Umgang mit anderen Hunden zu (nennt man Sozialisation und betrifft u.A. die Fähigkeit auch andere Verhaltensweisen deuten und entsprechend handeln zu können - was für viele HH heute aber scheinbar völlig egal ist - bis man sich über den unverträglichen Hund wundert, den man an der Leine hat) aber auch das Zusammenspiel von Halter und Hund. Das hier der Vergleich mit dem Buch kam: Das Verstehen menschlicher Handlungen, also das LESEN eines Halters, muss genau so gelernt und geübt werden, wie das Lesen von Buchstaben, Wörtern, Sätzen und ganzen Büchern. 

 

Und sorry, wenn ich da einem Klischee widerspreche: Auch das in die Augen starren / schauen ist völlig individuell. Ich hatte/habe Hunde (vornweg eine Labbiedame) die es nicht ertragen hat, wenn man ihr in die Augen geschaut hat (sie hat dann immer sehr unterwürfig weggeschaut, wobei sie nie etwas böses erfahren hat), Hunde die tatsächlich aggressiv reagiert haben wenn man ihnen direkt in die Augen geschaut hat, bzw. wenn Fremde das gemacht haben, bzw. machen,  andere bei denen es darauf ankam WIE man ihnen in die Augen geschaut hat, bzw. schaut (hat man gestarrt oder freundlich geschaut?) und Hunde die den gegenseitigen Blick regelrecht suchen (kenne ich von meinen HSH nur so). 

 

 

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vor 22 Minuten schrieb Herdifreund:

Und sorry, wenn ich da einem Klischee widerspreche: Auch das in die Augen starren / schauen ist völlig individuell.

Selbstverständlich ist es das, wie jedes Verhalten und jede Reaktion auf Verhalten. Dennoch gibt es genug Regelhaftes, Allgemeingültiges daran, um Regeln aufstellen zu können. Sonst könnten fremde Hunde einander nie lesen, und wir alle keine fremden Hunde. 

Und natürlich ist schauen nicht identisch mit starren. Natürlich schauen sich auch Hunde bei Begegnungen an, aber sie sehen "normalerweise", wie der andere guckt, und können es einordnen. Es ist ja auch ein Gesichtsausdruck und Körpersprache dabei. 

Aber man wird - wenn auch nicht bei jedem Hund - immer wieder erleben, dass der höfliche Hund bei der Annäherung an einen fremden irgendwann weg schaut, mehr oder weniger demonstrativ. Sofern er überhaupt frontal drauf zu steuert.

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vor 38 Minuten schrieb Herdifreund:

Und was heisst "lesen könenn"?

 

 

Gute Frage.

Normalerweise können Hunde, sofern sie in den ersten Monaten ihres Lebens mit Menschen zu tun hatten, Menschen sehr gut lesen. Auch unbekannte Menschen. Aber was heißt das?

 

Heißt das, dass ein Hund auf Kontaktaufnahme von fremden Menschen grundsätzlich nett reagieren muss? Augenkontakt ist Kontaktaufnahme.

 

Oder heißt es nur, dass der die Kontaktaufnahme als solche erkennt und darauf reagiert? Dann ist auch "lass mich in Ruhe oder Krankenhaus!" eine Reaktion auf die nonverbale Kontaktaufnahme des Menschen und dann hat dieser Hund die körpersprachliche Kontaktaufnahme durchaus verstanden. Seine Antwort gefällt niemandem, aber das ist meiner Meinung nach ein anderes Thema. Wenn ein Hund also auf Augenkontakt anders reagiert als ohne Augenkontakt, dann hat der meines Erachtens eindeutig was gelesen.

 

 

Zitat

Wenn ich jahrelang mit einem Hund zusammen bin, dann lernt man sich kennen und weiss irgendwann, Gesten, Reaktionen, Laute und Verhaltensweisen des jeweils anderen zu deuten. DANN funktioniert das oft auch völlig nonverbal. Wenn aber ein Hund (vor allem aus dem Tierschutz) das von vornherein kann, dann ist das Zufall.

 

Das ist natürlich richtig, aber dabei geht es um mehr als nur "die Sprache verstehen". Ein eingespieltes Team kommuniziert anders als Fremde. Aber man kann trotzdem verstehen, was ein Fremder kommuniziert.

 

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Seine Hund lesen können:

Ich finde das Thema  super wichtig.

Wie höre ich eigentlich das Gebelle meines Hundes.

Da gibt es wohl sehr große Unterschiede.

Ramse und Lucie haben da sehr wohl mir viel mit zuteilen.

Schon Ramses Gebelle hat sich echt stark verändert.

Sein Angriffsgebell höre ich nicht mehr.

(na gut, als ein Fruend des Hauses den Garten durch die Nebentür betrat)

Die Hose des Freundes und die Ehre von ihm (dem Hundekenner!) hatte ein Loch.

ich höre die Fassetten des Gebells von beiden Hunden.

Ramse will nach wie vor nicht von fremden Männern , dass sie ihm entgegen kommen .

Seine Körpersprache ist für mich auch lesbar, er verspannt, fixiert und erstarrt zum Angriff, wenn ich nicht schnell genug eingreife.

Lucie zeigt mir mit ihrer Körpersprache, wenn sie einen Hund super findet.

Es gab eine Situation, da war ein super ängstlicher Hund im Freilauf in Berlin.

Lucie zeigt mir den Hund sofort an, der Arme lief vor Angst auf die Straße.

 

Jaa, mir ist klar, das Hunde uns lesen können.

Aber nicht alle Hunde.

Ramse ist ein "Kellerhund", in der sensiblen Phase seines Welpenlebens nichtso richtig auf Menschen geprägt.

Da fehlte bei ihm was.

ZB. musste ich mit ihm trainieren , dass Menschen in die Augen sehen super ist.

 

Lucie als ehemalige Straßenhündin wäre verhungert ohne diese Fähigkeit.

 

PS: Ramse begrüßt seine Lieblingsmenschen absolut lautlos.

Seine (naja, die kenne ich , hab sie leib , aber die sind nicht immer da) Menschen mit einem Angerenne bei einem lautem tiefen Gebell und das Aufstellen seiner sämtlichen Nackenhaare.

(nur sein tiefes Geknurre ist weg und das Gebell ein Ton höher)

Aber er erschreckt weiter ungeübte Menschen.

 

Ramse kann einfach Menschen nicht "menschensprachlich" begrüßen.

Da kann ich nichts machen, hat er nie gelernt.

Mit Fremdhunden hat er nie probleme.

Nur mit den HH.

 

 

 

 

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Ein Hund muss einem aber auch nicht in die Augen schauen um Körpersprache zu lesen. Nach meiner Meinung/Erfahrung muss er einen dafür noch nicht einmal anschauen.

 

Mit meinem Gassihund Jack war das so. Der hat meine Körpersprache gelesen selbst wenn er 50m/100m vor mir in dieselbe Richtung lief wie ich (sprich ich nur sein Hinterteil gesehen hab 😁). Trotzdem konnte ich ihn über Körpersprache lenken.

 

Es war tatsächlich so das ich manchmal 1h mit ihm gelaufen bin und mit ihm "gequatscht" hab ohne das er mich einmal angesehen und ohne das ich überhaupt ein einziges Wort ausgesprochen hab.

 

Mit meinem eigenen, Luke, geht das nicht. Also echt 0. Er reagiert auch wenig bis gar nicht ob es jemandem grad eher schlecht geht wie man ja so oft liest. Der totale Stoffel. Aber das heißt nicht das er nicht auf feinste Körpersprache reagieren kann. Auf seine Art ist er darin sogar um ein vielfaches besser. Schwierig zu erklären. Er liest "Schwächen" beispielweise wie kein zweiter.

 

Wenn meine Körpersprache ein Fluss oder ein Meer ist, dann war Jack das Boot oben drauf. Es wird von der Strömung beeinflusst, spürt den Wellengang, umschifft Untiefen. Luke ist eher der Fisch darin. Hat mit denselben Dingen zu tun aber mit einer ganz anderen Sicht darauf.

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